Karina Verlag

11011228_982427738454317_592621212321639109_nVerlagsinterview – Karina Verlag am 19.04.2015

Gegründet wurde der Karina-Verlag im August 2014 von der Autorin Karin Pfolz. In Anlehnung den Verein „Respekt für Dich – AutorInnen gegen Gewalt“, dessen Vorstandsvorsitzende sie ist. Jedes publizierte Buch des Verlages, jede CD, jedes Kunstwerk, unterstützt die Gewaltopferhilfe in Österreich. Außerdem veranstaltet „Respekt für Dich“ und der Karina-Verlag laufend Workshops an Schulen, zu den Themen Gewaltvermeidung, Mobbin, Mentortraining bei Lernproblemen usw.
Jährlich erscheinen einige Anthologien unter dem Titel „Jedes Wort ein Atemzug“, wo das gesamte Honorar an GewaltfreiLeben geht. Daran beteiligen sich inzwischen über 1.200 AutorInnen weltweit. Für den Karina-Verlag und alle unsere Künstlerinnen und Künstler gilt immer: „Jedes Buch ist eine Träne weniger“.

LINKS
Website
Facebook

Der Verlag wurde im August 2014 gegründet. Und zwar, weil der von mir gegründete Verein „Respekt für Dich“ Autoren gegen Gewalt, immer mehr Anthologien erstellte. Es machte mehr Sinn, das als eigener Verlag zu machen. Natürlich ist der Verlag noch winzig, aber ich will einfach Autoren, die wirklich gut schreiben, Chancen geben. Derzeit habe ich bereits mehr Manuskripte eingereicht, als ich verarbeiten kann. Es gibt leider bereits Wartezeiten von 2-3 Monaten. Wer sich für meinen Verlag entscheidet, der sollte aber auch wissen, dass alle meine Autoren zusammenhalten. Gegenseitig posten und bewerben. Ich dulde keinen Neid. Denn am Anfang verkaufen wir einfach keine großen Stückzahlen, aber gemeinsam geht einfach alles. Ein Buch beim Karina Verlag, geht immer mehrmals durch meine Hände. Ich prüfe den Text zuerst, ob er flüssig ist gut geschrieben und „Esprit“ hat. Wenn das der Fall ist, dann kommt das Manuskript zu Lektorin. Und danach überarbeite ich selbst alles noch mal. Mach das Layout Cover usw. Warum ihr zu uns kommen sollt? Nun, das muss jeder selbst entscheiden. Wer
Zusammenhalt und Fairness möchte, der ist willkommen. Ich halte nichts von den Arbeitseinstellungen großer Verlage. Das ist mir zu unpersönlich. Ich bin grundsätzlich mit allen Autoren in Kontakt. Das ist wichtig und auch Lektorin und Autor arbeiten zusammen. Aber ich erwarte auch Einsatz. Von Autor. Zurücklehnen und auf die
Millionen warten, dafür sind wir die Falschen. Warum diese doppel Bearbeitung?
Warum doppelte Überarbeitung? Nun, wollt ihr ein gutes Buch? Das macht nach dem Lektorat schon sinn. Bei uns wird „sanft“ lektoriert. Dh. es wird nichts grundlegendes verändert. Aber auch eine Lektorin kann was übersehen. Außerdem gibt es vielleicht Zeilenhüpfer und der gleichen. Ein großes Problem ist zB das „Open-Office“. Es
zerstört jedes Layout und ich bin schon bald so weit, dass ich keine Manuskripte mehr in Open Office annehme. Das Schreibprogramm ist euer Handwerkszeug, das sollte gut sein. Also Word oder Papyrus.

Thema Cover – wie viel Mitspracherecht hat der Autor/die Autorin?
Jedes Mitspracherecht. Beim Cover. Ich bespreche immer, was der Autor sich vorstellt. Dann gibt es Entwürfe und letztendlich entscheidet der Autor.
Ich finde nirgendwo auf der Website was den Autor genau erwartet, wenn er sich mit seinem Manuskript bei euch bewirbt. Sprich Vertrag bzw. finanzielles?
Ich denke, dass Konditionen für Autoren auf einer Verlagsseite nichts verloren haben. Das handeln wir persönlich aus. Aber wir sind sicher kein Abzockerverlag. Ich nehme sicher ein unbekanntes Manuskript an.
Gerade wir Selfpublisher machen ja schon alles selber, wenn es um Marketing geht, wir ruhen uns so oder so nicht aus und warten auf Millionen. Aber mich interessiert, was macht der Verlag für mich als Autorin?
Das Lektorat ist mal wichtig, denn es kommt viel Fehlerhaftes auf den Markt. In Zukunft wird das ein Problem werden. Und natürlich steht ein Netzwerk von über 1000 AutorInnen hinter Dir, die mit bewerben. Das kann kaum einer alleine. Auch Layout und Cover sollten professionell sein. Immer diese „Selbstbestrickten“ – also ehrlich – das
wird nix. Auch wenn das Buch noch so toll ist. Ein Verlagsbuch ist halt ein Verlagsbuch. Und das weiß auch ein Leser.
Wie soll ich das verstehen, ein Netzwerk von Autoren steht hinter mir, die mit bewerben? Bewerben die Autoren den Verlag oder bewerben die Bücher ihrer Verlagskollegen? Wie darf ich mir das konkret vorstellen?
Die Bücher natürlich.
Genre ist egal?
Ja, Genre egal… wenn es gut ist, ist es gut. Nur keine Erotik. Das passt einfach nicht.
Wie sieht es mit den Rechten aus? Wie lange bin ich gebunden?
2 Jahre mindestens. Dann verlängert es sich automatisch, oder Einer kündigt. Allerdings kann der Verlag bei schweren Verstößen gegen die Rechte jederzeit kündigen. Z. B. bei geheimer Selfpublikation eines Werkes, das beim Verlag liegt.
Läuft ein Vertrag für das jeweilige Buch, oder für den Autoren?
Für das Buch natürlich. Aber eines sei gesagt, ich dulde auch keine Autoren bei mir, die gratis E-Books anbieten.
Ich versuche seit diesem Jahr auch als Illustratorin Fuß zu fassen. Macht es Sinn euch ein Portfolio zu schicken?
Das ist eine Frage der Kosten. Ich finanziere alles selbst. Aber die meisten Illustratoren arbeiten auf Tantiemen, das geht und fördert natürlich den Buchverkauf.
Gut, das wäre auch eine annehmbare Option für mich. Darf ich euch etwas zukommen lassen?
Natürlich. Ich hab eh kaum mehr Zeit alles selbst zu zeichnen.
Sind die Bücher auch im Handel erhältlich oder nur über Amazon und über die Verlagsseite?
Die Bücher sind auch im Handel erhältlich.
Was ist mit Büchern die bereits im Self-Verfahren rausgekommen sind?
Das ist heikel, weil die Bücher oft schlecht eingestellt wurden. Das Buch hat also keinen guten Ruf. Aber wir haben das schon gemacht. Überarbeitet und neuen Namen, neues Cover. Manchmal geht es noch.
Hört sich das hier an, als wenn kein Selfpublisher etwas auf die Reihe kriegt?
Du weißt selbst, wie es ist. Man sieht die eigenen Fehler nicht. Das ist keine Schande. Aber es ist einfach so, dass ein Großteil nicht gut vorbereitet wurde. Zu schnell publiziert. Bei einem Buch braucht die Überarbeitung fast die selbe Zeit wie das Schreiben. Das vergessen viele. Alle glauben, wenn das Wort „ENDE“ dasteht, ist es fertig. Aber das ist es eben nicht.
Du kennst doch unsere Arbeitsweise überhaupt nicht!
Auch ich habe mein erstes Buch selbst publiziert. Bin ja auch nicht als Profi vom Himmel gepurzelt.
Angenommen ich hätte einen Coverdesigner den ich bevorzuge. Wärst Du da gesprächsbereit?
Sicher, einige machen das. Warum nicht! Nur eines muss klar sein, ein Coverdesign aus fremder Hand bezahlt der Verlag nicht. Das geht einfach nicht. Aus Kostengründen.
Das verstehe ich jetzt nicht. Einen Profidesigner musst Du doch auch zahlen?
Warum? Ich kann es ja, warum sollte ich das? Die verlangen einige hundert Euro. Ich habe einen neuen kleinen Verlag, keine Bank. Du musst ja nicht, wenn du einen Verlag findest, der dich nicht abzockt, und dein Buch will, und das zahlen kann, dann steht dir das ja frei.
Aber das Cover ist doch das Erste, was der Leser sieht. Und das Eine, was gezeigt wurde, fand ich jetzt – sorry – nicht so wirklich prickelnd! Ich zeige dir gerne mal meins!
Na danke, das ist mein eigenes Buch. Es ist übrigens seit weiten Tagen am Markt und bereits 110 Exemplare verkauft. Ich glaube, du willst den Text in dem Buch auch nicht. Also passt das Cover, weil es einfach nicht dein Lesestoff ist. Ganz gut dein Cover, aber die Schrift sieht man schlecht. Und ich schätze mal Phantasie. dann geht das. Aber
mein erwähntes Buch ist ein „Gedankenbuch“, also ein ganz anderes Genre.
Du kannst gar nicht beurteilen, was ich lese!
Du kannst es lesen und mir gerne deine Rezension schicken, würde mich freuen. Es ist ein anderes Buch, normal schreibe ich Thriller und Kinderbücher. Da wäre ich gespannt.

Diskussionen zum Cover
„Wusst ich’s doch, dass es einen Haken gibt. Grundsätzlich habe ich nichts gegen eine Coveränderung, sogar bei Teilen meiner Titel wäre ich kompromissbereit. Der Haupttitel müsste allerdings bleiben. Da wäre ich stur.““Mein von Karina überarbeitetes Buch, neues Cover, Inhalt überarbeitet, immer zusammen mit Rücksprache Seitens
Karina Pfolz, es hat gedauert, bis alles angepasst war. Das Buch jetzt jedoch, ist ein gutes Beispiel, was man ändern muss oder sollte. Als ich es selbst herausgab, war es ein Buch unter vielen. Jetzt habe ich damit Erfolg,
danke Karina.““Also ich finde die Cover der Bücher, die Karina verlegt sehr dezent und treffend. Und wer ein anderes Cover möchte, kann ja immer noch selbst einst erstellen oder erstellen lassen, nur eben auf eigene Kosten.““Beim Cover kommt es auch immer auf den Inhalt des Buches an. Das muss schon zusammen passen.“
„Ich gehe doch nicht hin und schaue mir eine Reihe Cover an und suche so ein Buch aus. Ich suche nach einem bestimmten Thema, einer bestimmten Richtung, und ich habe schon viele Bücher gelesen, bei denen das Cover vielleicht besser sein könnte, aber der Inhalt ist es, der letztendlich zählt.“
„Es gibt Leute, die tun genau DAS!““Als Verlag geht es mir dann aber nicht um diese Leute, wenn ich ein Buch veröffentliche. Es soll ja wie gesagt auch Leute geben, die ihre Bücher passend zu den Stubenmöbeln aussuchen, aber auf die Leute kann ich verzichten. Das sind nicht die Leser, die ich haben möchte.““Dennoch wirkt das eine
Cover eher schnöde und das andere wie ein Pfeil ins Auge. An ersterem würde ich vorbeilaufen, egal, ob das Cover zum Inhalt passt. Es WIRKT nicht, das ist der Punkt.““Ich bin etwas verwundert. Das Cover ist zwar das Erste, was einem ins Auge fällt, aber als Leserin habe ich es schon immer gehasst, wenn Bücher nur wegen des
Covers gekauft werden. Da liest man sich doch die Synopsis durch, und wenn mir die gefällt, dann kaufe ich das Buch.““Um an die Synopsis zu kommen, brauche ich aber doch erst mal einen Blickfang, der mich zu ihr hinleitet.“
„Ich gehe doch nicht hin und schaue mir eine Reihe Cover an und suche so ein Buch aus. Ich suche nach einem bestimmten Thema, einer bestimmten Richtung, und ich habe schon viele Bücher gelesen, bei denen das Cover vielleicht besser sein könnte, aber der Inhalt ist es, der letztendlich zählt.“
„Geschmackssache, man kann auch einfach daneben liegen.“
„Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden, was ein Cover betrifft. Auf der Rückseite ist in den meisten Fällender Inhalt des Buches zu lesen. Jedes gute Buch findet seinen Leser.“
„Es gibt sehr unterschiedliche Cover im Verlag und es kommt ja dabei auch auf den Inhalt des Buches an. Für romantische Gedichte wird man zum Beispiel kein blutrünstiges Cover wählen.“

Also zusammengefasst: Verlag übernimmt Cover und Lektorat, der Autor zahlt dafür nichts, aber um die anschließende Werbung muss sich der Autor selbst kümmern, indem er seine und die Bücher der Mitautoren bewirbt?
Auch – ich mach das natürlich auch, für alle Bücher. Sie sind ja überall im Buchhandel gelistet und auf der Verlagsseite. Aber ich mache vieles alleine und gemeinsam ist es einfach sinnvoller und wir vermeiden, dass die Leser „erschlagen“ werden von Werbung.
Karina ist die Frontfrau, eine Autorin, Verlegerin, Künstlerin. Mit viel Herzblut unterstützt sie den Verein Respekt für Dich. Die Manuskripte die bei ihr auf dem Schreibtisch landen, werden genau unter die Lupe genommen. Lektoriert, sanft, niemals abgeändert ohne das es der Autor weiss. Immer ist sie fast Tag und Nacht für jeden erreichbar. Rücksprachen werden gemacht, Covergestaltung, die Meinung des Autors ist
Karina wichtig. Was sie möchte ist: Ein wirkich gutes Buch auf den Markt bringen. Hat nicht jeder AutorIn lange Zeit an seinem Werk gesessen? Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlag. Bleibe denn weitere meiner Manuskripte liegen bereits bei ihr.
Einfach gesagt: Ich bin selbst Autorin uns setze ich für meine AutorInnen ein. Wer einen persönlichen Verlag sucht, der ist gut aufgehoben. Wer es protzig will, der muss woanders hin. Ganz einfach! Wunderwesen bin ich  keines. Aber ich mache alles, was geht. Das ist einfach wichtig.Falls du noch Unterstützung im Illustrationsbereich brauchst, sag einfach Bescheid – helfe gerne aus. Bin für alle Themen offen.
Sehr gerne. Danke.
Es tut mir leid, das schlussendlich sagen zu müssen, aber du erzählst immer nur, was Du nicht duldest. Ich komm‘ mir langsam vor, wie ein unmündiges Kind.
Es muss auch gesagt werden, was ein „no-go“ ist. Ich habe auch andere Fragen beantwortet.

Brainstorming nach dem Interview…

Mitglied: Interessant, aber kein Verlag für mich.
Mitglied: Nicht meins.
Mitglied: Ich passe mit meiner zarten Seele nicht in diesen Häkelclub, mal ganz deutsch – meine persönliche Meinung.
Mitglied: Nichts gegen Häkelclubs bitte! Ich habe einfach das Gefühl, das ist ein reinen Frauenverlag. Die Cover sehen alle nach Gedichten aus.
Mitglied: Ich mag den Häkelclub sehr und glaube mir ich habe eine sehr zarte verletzliche Seele.
Mitglied: Ich fand sie generell ganz gut. Nur die Coverdiskussion führte m.E. zu weit. In den wenigsten Verlagen hat man überhaupt Mitspracherecht. Wenn das so ist, ist das toll. Den eigenen Coverwunsch auf Kosten eines Verlages durchzuboxen, ist aber Wunschdenken.
Mitglied: Das wollte ich ja auch gar nicht. Aber es kann doch nicht sein, dass die mein Proficover ausrangiert und son Schrott dafür einsetzt! Hallo? Und ich wurde auch absichtlich falsch verstanden, hatte ich den Eindruck.
Mitglied: Selfpublisher und ihre Bücher derart schlecht zureden – und dann selber noch Fehler in den Verlagsbüchern zu haben, die doch so oft korrigiert werden, geht gar nicht. (Ich hab mal wieder in eine Leseprobe reingelesen.) Sorry, indiskutabel.
Mitglied: Ich fand die Vorstellung eigentlich okay. Was mir sauer aufstößt, sind Aussagen, wie „Bücher von Indies haben einen schlechten Ruf“. Das motiviert mich nicht zu dem Verlag zu gehen!
Mitglied: Richtig, alle SPler sind abgewertet worden.
Mitglied: Fand ich auch. Wir sind alle zu dumm ’nen Eimer Wasser um zutreten.
Mitglied: Nach dem Motto, alles was andere machen.
Mitglied: Ich will hier keinen Unfrieden stiften, aber irgendwie schlug mir da ein Anflug von Arroganz entgegen.
Mitglied: Es war mehr Selbstdarstellung als Verlagsvorstellung.
Mitglied: Mehr als Selbstdarstellung, auch wenn jetzt einige sauer auf mich sein sollten… fehlt nur noch der Altar.
Mitglied: Kein Verlag für mich und teilweise war die Wortwahl nicht die beste.
Mitglied: Richtig, das fiel mir sogar vorher schon mal auf.
Mitglied: Ich habe nur mitgelesen. Das Übliche, was man von winzigen Verlagen erwarten kann und was nicht. Dass man nichts zahlen muss – aber wohl auch nie was verdient, wenn in X Tagen nur 120 Exemplare von einem Buch verkauft wurden – sorry – das ist was für Hobbyautoren, die nur ein Etikett brauchen. Ich brauch das nicht.
Mitglied: Ich kann dir da nur zustimmen. Das was einen Verlag ausmacht, leisten die Kleinen leider meist nicht. Können sie wahrscheinlich einfach nicht.
Mitglied: Richtig, sie können es nicht – aber wir können es …SELBST. Und das ist gut so.
Mitglied: Wir sind doch keine Kleinkinder, denen man erstmal Laufen beibringen muss! Aber so bin ich mir teilweise vorgekommen.
Mitglied: Also ich bleibe lieber mündige Bürgerin ohne Verlag und Sch…cover.
Mitglied: Sch.. ööööönem Cover.
Mitglied: Richtig! Mein Cover ist ja nur(!) ganz gut und die Schrift kann man nicht lesen. Ich glaube, mein Coverdesigner würde ganz gern mal mit der Dame in Klausur gehen.
Mitglied: Das wäre sicherlich lustig und interessant.
Mitglied: Ich habe auch nur mitgelesen und bin froh, da wo ich bin.
Mitglied: Wir hatten hier noch keinen, der mich restlos überzeugt hat.
Mitglied: Das wird vermutlich keinem Verlag gelingen. Bisher haben wir uns um alles selbst gekümmert. Jede ‚Einmischung‘ wird uns immer sauer aufstoßen. Ob das nun beim Cover anfängt, oder nicht.
Mitglied: Mir geht es nicht um Einmischung, ein Verlag finanziert, er hat Mitspracherecht – aber einen Verlag, der nicht mehr tut als ich selbst, den brauche ich nicht…Punkt
Mitglied: Genau. Da kann ich auch ’ne Sekretärin einstellen.
Mitglied: Logische Schlussfolgerung!
Mitglied: Und ich denke, wir alle tun unser bestes, um ein bezahltes Lektorat zu ersetzen.
Mitglied: Da sieht man ja, wie viel Ahnung die Dame von Covergestaltung hat.
Mitglied: Hör‘ ich da Spott???
Mitglied: Offenkundig!
Mitglied: Ein Cover ist wichtig, es gibt viele Bücher, die ich nicht in die Hand nehme, weil mir das Cover nicht gefällt
Mitglied: Genau. Ein Verlag (ein großer) entscheidet auch übers Cover etc. aber er kümmert sich auch um alles andere. Was bringt es, wenn wir einen Verlag wählen, bei dem wir ebenfalls in vielen Dingen kein Mitspracherecht haben, und uns um Marketing, Lesungen, etc. selber kümmern wüssen, er aber dann noch an den Verkäufen
verdient? Dann kann ich den Rest auch noch alleine machen und nehme in Kauf nicht perfekt zu sein, obwohl ich das gerne wäre. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes.
Mitglied: Okay, heute ein Satz mit X für mich.
Mitglied: Ich möchte kurz etwas zu dem Thema Tantiemen loswerden. Ganz viele Verlage legen auf ihrer HP offen, ob sie sich an dem VERDI Vertrag orientieren. Wer da schon so rumdruckst und sagt, es würde später mit dem Autor geklärt werden finde ich nicht gut und ehrlich etwas seltsam. Für mich total uninteressant und ich finde die Cover alle nicht so super und ja, ich greife zu einem Buch wenn es in der richtigen Abteilung des Buchladens liegt und das Cover ansprechend aussieht, erst dann kommt der Klappentext und die ersten drei Zeilen im Buch. Einfache Reihenfolge und dafür sollte man nicht gedrängelt werden.
Mitglied: Frage mich grade wie mache ich einen Verlag auf. Am besten ich hole zwei Lektoren ins Boot, noch einen Grafiker, dürfte ja kein Problem werden.
Mitglied: Man kann da nichts Ernst nehmen, alle die hier waren haben Honorare genannt
Mitglied: Entschuldigung, Leute, aber ich hatte ein persönliches Problem, musste gerade einem Lamm das Leben retten, fand ich irgendwie wichtiger als dem Verlag zu zuhören. Jetzt habe ich alles gelesen und ich muss sagen ich habe die richtige Entscheidung getroffen; nämlich dem Lamm das Leben zu retten.
Mitglied: Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung!!!
Mitglied: Ich empfand es sehr unterhaltsam, wie sich Karina aus dem ganzen herausgeredet hat, keine Frage wurde wirklich beantwortet, sie mag ja vielleicht gut sein und ja bestimmt ist sie gut, aber doch auch sehr egoistisch. Nur so wie sie es gerne hätte. Entschuldigung an alle die bei dem Verlag sind, aber das ist für mich eine
Einengung meiner Kreativität. Mitglied: Ich hab langsam das Gefühl, wir Indies sind die Finanziers der Verlage, bereitwillige Opfer.
Mitglied: Also ich habe einen Entschluss gefasst ich bleibe SP, Indie oder wie auch immer ich bleibe.
Mitglied: Ich lass‘ mich auch nicht verbiegen.
Mitglied: Also erwachsenen Menschen ständig zu erzählen, wie sie sich zu benehmen haben fand ich etwas daneben. Sorry.
Mitglied: Ich hab das vor ner Woche mit ihr gehabt.Fazit, habe mich verabschiedet und bin bei dem komischen Buch ausgestiegen, kein Bedarf, danke.
Mitglied: Das verstehst du nicht, wir sind doch nur SP -deswegen.
Mitglied: Stimmt. Mea culpa! Mea maxima culpa … Ich pöses pöses Mädchen!
Mitglied: Dazu möchte ich nur kurz anmerken, dass ich nicht das Gefühl habe, im Karina- Verlag verbogen zu werden, sonst wär ich sicherlich nicht dort – im Gegenteil, wir machen richtige Teamarbeit.
Verlag: Mein Lieben. Ich bin erschüttert. Keiner von Euch hat je nach genauen Honorarzahlen gefragt, also warum sollte ich dies hier nennen? Und herausreden, das habe ich nicht notwendig. Ich bin immer ehrlich und offen und die, die mit mir arbeiten, die wissen das auch. Ich als „Dame“ (ich danke mal dafür – ist ja eine Ehre), finde euer
Benehmen erschreckend und fies. Ich arbeite 16 Stunden an 7 Tagen die Woche. Aber ich mache das gerne. Und wer es nicht weiß, der sollte vielleicht wissen, dass ich mit dem Verlag Gewaltopfern helfe. Weil sonst sich kein A… darum schert. Das ich als Kleinverlag keinen preisgekrönten Grafiker zahlen kann – und will – versteht sich doch
von selbst. Und, ich werde wohl klar sagen können, wenn mir ein Cover gefällt, oder nicht. Ich find es gut, wenn ein Autor für dein Buch das perfekte gefunden hat. Aber wenns wen anderen nicht gefällt, so kann man doch Kritik vertragen. Mich stört das nicht. Ich bin froh, wenn mich alle ehrlich ansprechen, dann kann ich nämlich was
verbessern. Aber ich brauche sowieso keine selbstherrlichen Autoren bei mir. Ich nehme nämlich grundsätzlich nur „Menschen“. Und zur Info: Die Verlagsseite dient dem LESER, die Autoren können sich ja jederzeit an mich wenden. Meine Honorare liegen bei den Üblichen. 10 % Print und 20 % E-Book. Vom Nettoverkaufspreis. Das ist
aber kein Geheimnis. Und meine Antworten als Herausrede zu bezeichnen. Na aber hallo… beantwortet ihr mal alle Fragen sofort, wenn sie in Sekundenabständen kommen. Viel Spaß damit. Vielleicht sollte einer von Euch, die da herummaulen – die anderen nicht – mal darüber nachdenken, dass ein Buch herausbringen für einen Verlag mehrere tausend Euro kostet. Da werd ich wohl auch ein wenig mitreden dürfen? Also, viel Spaß, die großen Verlagen werden Euch allen das Geld nachschmeissen. und die Bücher. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe – nämlich wunderbare AutorInnen, tolle Manuskripte, und eine Zusammenhalt, Respekt und Fairness, die in dieser
Gruppe wohl ziemlich fehlt. Habt einen schönen Abend.
Mitglied: Scheint so als hätte ich was verpasst…
Mitglied: Noch hat in unserem Land jeder ein Recht auf Meinungsfreiheit und frei Meinungsäußerung, sie muss dir ja nicht gefallen.
Mitglied: Da hast du recht, aber mit kam das hier bei einigen eher ein wenig wie Lästerei vor.

Mitglied: Ich will keinen provozieren und ich will nicht lästern. Ich hatte erst letzte Woche eine Diskussion mit Karina, in der sie nur ihre Meinung zugelassen hat. Also war es keine Diskussion und momentan, habe ich ehrlich gesagt auch keine lust auf das Thema, mir stehts bis obenhin. Ihr habt eure Meinung über sie, ich meine und damit müssen wohl alle leben.
Mitglied: Gratulation, es sei Dir gegönnt, ich finde Dein Engagement wirklich toll, aber Du machst es schon ein Stückweit auch für Dich. Aber egal … ich persönlich mag es nicht, wenn man mich dekreditiert, nur weil ich ein SP bin und leider machst Du das sehr oft. Du hast Dein Konzept, aber es ist nicht das, was ich mir vorstelle, als selbstständig denkende Schreiberin. Ich stelle mir ein Miteinander vor und bei Dir, habe ich nicht das Gefühl, dass es so ist, jedenfalls kommt es so rüber.
Mitglied: Kopiert und eingefügt. Der Kommentar von Karina Pfolz zum Thema Honorarzahlung: „Ich denke, dass Konditionen für Autoren auf einer Verlagsseite nichts verloren haben. Das handeln wir persönlich aus. Aber wir sind sicher kein Abzockerverlag“ – SP haben sehr wohl eine Ahnung was ein Buch kostet, sie
machen schließlich alles selbst und einige geben sogar Geld für ein professionelles Lektorat/Korrekturat und Cover aus! Es gibt wundervolle Indies!!!
Mitglied: Du solltest auch Kritik vertragen können, denn Du verteilst auch ganz gut und viel. Leider geht Dein Lob immer irgendwie unter, ich kann mich nur selten erinnern es ist immer ganz klein geschrieben. Aber egal, das bist eben Du. Dennoch entscheide ich mich gegen Deinen Verlag. Das hatte ich auch schon vor Monaten getan als ich
zufällig auf Deine Seite gelangte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich dort gut aufgehoben bin. Heute weiß ich, was mir mein damaliges Gefühl gesagt hat. Aber wie gesagt ich finde Dein Engagement gut.
Verlag: Ich vertrage immer Kritik und Meinung, aber fair sollte sie schon sein. Das Recht, nun auch meine Meinung zu sagen, hab ich ja. Und ehrlich, also da sind schon einige Meldungen unter der Gürtellinie. Ich habe extra darauf hingewiesen, dass es nicht alle sind. Aber dass es viele gibt, die zu rasch publizieren, das wissen wir doch alle. Mal ehrlich. Und ich hab sogar zugegeben, dass ich selbst auch diesen Fehler machte. Wenn mir ein Autor schreibt, wie die Bedingungen sind, da bekommt er die umgehend. Persönlich. Und, es werden alle gleich behandelt.
Das Miteinander ist am besten, wenn du meine AutorInnen fragst. Für mich ist immer wichtig, dass sich AutorInnen, Verlag, LektorInnen gut verstehen und alles passt. und ich brauche keine neuen AutorInnen, ich habe sehr viel Arbeit und genug zu tun. Doch trotzdem nehme ich gute Manuskripte an, aber ich weise eben auf die Wartezeit hin – die bei mir allerdings nicht Monate dauert.
Mitglied: Entschuldigung? Wenn mir von vornherein unterstellt wird, ein Kleingeist zu sein, braucht man sich nicht über meine Reaktion zu wundern. Sorry.
Mitglied: Die Sache mit dem fehlenden Respekt, der Fairness und dem Zusammenhalt in dieser Gruppe…das hab ich wohl nicht richtig verstanden, oder?
Verlag: Naja, hier wird schon viel herumgehackt. Aber ich bin verwöhnt. Denn auf meiner Respekt-Seite und den anderen, da gibt es das nicht. Einfach, ehrlich, aber nett. Das geht auch gut. Glaube mir.

Mitglied: Ich bin immer ehrlich!!! Die einzige die meine Ehrlichkeit nicht hören will, bist Du.
Mitglied: So sieht es auch.
Mitglied: Was zwischen dir und ihr vorgefallen ist alleine eure Sache. Ich dachte nur es geht darum das sich ein Verlag vorstellt. Im Endeffekt hatte ich jetzt bei Brainstorming wirklich das Gefühl einem Geläster beizuwohnen. Ganz ehrlich wäre ich ein Verlag und würde das lesen würde ich jede Einladung abschlagen.
Mitglied: Das steht jedem Verlag frei, es wird ja niemand gezwungen zu kommen und die Lästerie, wie du es nennst, ist jedem ins Gesicht gesprungen, weil im Vortrag deutlich wurde, was sie von Indies oder SP’S hält. Wenn man das so abfällig herausbringt, muss man sich nicht wundern, wenn die Welle zurückschwappt. Du kennst sicher das Sprichwort, wie man in den Wald…u.s.w.
Mitglied: Hier wird die Meinung gesagt, diskutiert…
Verlag: Ja, aber geht das nicht ohne Untergriffe?
Mitglied: Wo bitte schön sind hier Untergriffe?
Verlag: Weiter oben, in dem Brainstorming, komm ich mir vor, als wäre ich nur eingeladen worden nach dem Motto :“Na, der zeigen wir es aber, macht sich da als Verlegerin wichtig“.
Mitglied: Wenn du das so empfunden hast, dann weiß ich nicht, wieso du die Einzige der Verlegerinnen bist, die diese Fragen so empfunden hat.
Verlag: Nicht die Fragen, ich meine das Brainstorming. Die Fragen waren OK.
Mitglied: Brainstorming ist unsere (Autoren in der Gruppe) Art das Gelesene zu diskutieren.
Mitglied: Außerdem ist das Wesen des Brainstorming das, dass jeder seine Meinung unkommentiert kundtun darf.
Mitglied: Auch da sagt jeder seine Meinung und ganz ehrlich, ich finds klasse, was du machst, ich finds toll, dass deine Autorinnen sich wohl bei dir fühlen, aber mir kam es – sorry, das ist kein Untergriff – vor wie die ultimative Lobhudelei.
Verlag: Ich möchte auch darauf hinweisen, das Viele sehr nett waren und gute Fragen gestellt haben. Aber leider waren eben ein paar da, bei denen ich den Eindruck hatte, dass sie etwas suchen, worauf sie herumhacken können. Und das Wort Diskussion ist ja eine Besprechung über ein Thema. Das beinhaltet gute Kritik, eventuelle Vorschläge, wie es besser ginge usw. Davon seid ihr aber weit entfernt.
Mitglied: Ups Karina, bitte nicht. Denn weder in dieser Diskussion noch auf Deiner Seite gibt es wirklich Diskussion. Entschuldige, wenn ich dieses so deutlich sage, aber Du würgst sie immer ab.
Verlag: Das ist keine Absicht, ich arbeite nur nebenbei, sorry, und jetzt bin ich ja da. Meine Seite, nun, die ist eigentlich nicht wirklich zum Diskutieren, sondern eine Meinungsplattform, wo man sich austauschen kann. Dafür sollte man Zeit haben. Und, meine Liebe, ja das ist mir manchmal unangenehm. Sie fühlen sich wohl, das ist
wichtig. Wie gesagt, wir sind ein kleiner Verlag und irgendwie eine „Familie“. Aber natürlich ist das nicht für jeden das Gelbe vom Ei. Denn meine AutorInnen und ich sind eigentlich laufend im Kontakt.
Mitglied: Ich bin froh, dass du mit deinen Autorinnen glücklich bist.
Mitglied: Du hast es schon wieder getan! Du hast schon wieder etwas abgewürgt. Auf Deiner Seite hast Du eine Diskussion angeregt und bist nicht darauf eingegangen und hier machst Du es auch eben gerade wieder. Warum???
Verlag: Ich habe keine Diskussion abgewürgt, die wird zwischendurch beantwortet, ich hab doch nicht die Zeit, dass ich täglich Stunden bei ein und derselben Diskussion sitze… Vielleicht haben wir da andere Vorstellungen. Aber ich stelle was rein, dann schreiben manche was dazu. Alle paar Stunden schau ich rein und schreib was
dazu, oder eben nicht. Manche meiner Posts laufen so über Monate.
Mitglied: Sie sieht das nicht, deswegen sind Diskussionen eigentlich auch überflüssig und natürlich können wir keine Interviews führen – sind ja nur Indies.
Mitglied: Am besten, Du liest Dir noch mal alles in Ruhe durch, vielleicht kommst Du ja drauf … sei nicht so stur, entspann Dich mal genieße das was Du geschaffen hast..
Verlag: So ein Blödsinn. Ich versuche nur zu sagen, was hier stressig war. Es könnte vereinfacht werden, aber es mag ja sein, dass andere dieses Durcheinander mögen. Ich habe einen ziemlich sortierten Arbeitsablauf, sonst ginge das ja gar nicht, was ich mache. Ich sags ehrlich, ich hab sicher einiges übersehen. Denn zwischendurch
schreiben die Teilnehmer nämlich auch PNs und die müssen auch beantwortet werden.

Dieser Beitrag wurde unter Verlagsinterviews veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.