Svea Kerling

11011211_953669101330181_3984247319492307909_nAutorenvorstellung Svea Kerling am 02.05.2015

Einige werden mein Buch interessant finden, es lesen mögen; es sogar schon getan haben. Ein anderer wird seine Nase rümpfen, einige Gedanken murmeln. Er wird seinen Kopf schütteln und nie seine Chance nutzen. Er wird nie seine Chance nutzen, um weiter zu blicken als zu einem Horizont. Seinem Eigenem und er wird nie wissen, dass es hinter seinem Horizont noch viele Sonnen gibt. Viele Aufgänge und viele Untergänge.
Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt. (A. Schopenhauer (1788 – 1860), deutscher Philosoph)
Nein, nichts liegt mir ferner als Krankheitsbilder zu erörtern. Ich möchte niemanden belehren oder gar beratschlagen, wie er sein Leben leben muss. Wie es richtig ist. Wie es falsch ist.
In meinem Buch Schwarz oder Weiß behandle ich nicht Borderline per se. Doch liegt es mir am Herzen zu erwähnen, was „Bordis“ nicht sind. Es sind NICHT:
? die Wahnsinnigen, die nur Aufmerksamkeit erregen wollen.
? Sie stecken nicht bloß in einer Phase oder sind eine Modeerscheinung.
? Sind nicht die, die sich aus Fadesse ritzen.
? Sind nicht die Wahnsinnigen, die keine Gefühle haben und von denen man sich besser fern hält. Sie sind keine Horde von Verrückten und keine Psychopathen. Sie nennen es BPS oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs. Von mir aus auch „Rosa Hase im gelbgetupften Kleid“. Denn ich möchte keine Diagnose sein. Kein Stigmata mein eigen nennen. Ich passte in kein Schema; aber dafür passte ich in eine Schublade. Schön klein, ordentlich zusammengefaltet.
Diagnosestempel drauf, Schublade zu. Diagnose Borderline. So leicht. So einfach. Ist es einfach? Ja, einfach, weil man die Lade nicht mehr öffnen braucht.
Einst, da stürzte ich in ein tiefes Loch. Eine dunkle Schlucht, die ich zu lieben begann und meine Heimat nannte.
Meine Augen gewöhnten sich an die Dunkelheit. Es war friedlich. Es war ruhig. Doch irgendwann… wollte ich es wissen, wollte mehr. Ich wollte nicht nur wissen, wie es „da oben „ ausschaut. Nein, ich wollte auch die Dunkelheit um mich ergründen. Sehen, wie tief diese Schlucht ist. Ich wollte beide Seiten sehen, beide Seiten fühlen und erkennen. Hier bin ich nun und habe viele Kreaturen aus der Welt „da unten“ mitgenommen. Aber „unten“ und „finster“ bedeutet nicht böse. Es ist nur anders. Anders hell. Anders oben. Anders gut. Anders finster. Anders schön.
Mein Buch behandelt die Auseinandersetzung mit der Normalität. Es ist ein Buch der Tränen, des Schmerzes und des Horrors des Alltags … Aber auch der gewonnenen Schlachten. Hinter dieser viel zitierten und hochgepriesenen Normalität liegt die Wahrheit. Hier liegt die Realität; vielleicht auch nur deine Wirklichkeit. Wer weiß das schon genau.
Ich versuche Worten zu malen. Aus Sätzen Gemälde zu schaffen. Es ist meine Art zu malen. Meine Art zu Leben.
Meine Art des SEINS. Nicht, was die Dinge wirklich sind, sondern was sie für uns in unserer Auffassung sind, macht uns glücklich oder unglücklich. (A. Schopenhauer)
Mit meinem Buch biete ich Euch die Möglichkeit, einen Blick in einen fremden Kopf zu werfen. In fremde Gedanken, fremde Empfindungen und ein fremdes Sein. Und NEIN, es wird nicht mein einziges Buch bleiben. Habt noch ein wenig Geduld.
Warum ich schreibe? Weil ich es kann.

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