EGMONT LYX Verlag

12022405_10153573905730605_9120011296043784486_oVerlagsinterview – EGMONT LYX Verlag am 08.05.2015

Ich heiße Doro und bin die Projektleiterin Digitale Medien bei Egmont und Portalmanagerin von LYX Storyboard und bin gespannt, was ihr (ich bleibe mal beim Du, wenn das für alle in Ordnung ist) wissen wollt.
Kurz zu Egmont LYX: Die Egmont Verlagsgesellschaften mbH gehören zu einer internationalen Verlagsgruppe, die ihren Ursprung in Dänemark hat. In Deutschland gibt es zwei Standorte, in Köln sitzen LYX, Ink, Egmont Graphic Novel, Schneiderbuch und Egmont Manga.
Egmont LYX, den Verlag für spannende und romantische Literatur gibt es seit 2007. Unsere Schwerpunkte bei LYX sind Frauenunterhaltung mit Herzklopfen, Leidenschaft aber auch Spannung. Der zweite Standort ist Berlin, dort sitzen mit Ehapa die Comics und Magazine.

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Wie stehen die Chancen überhaupt ins Verlagsprogramm aufgenommen zu werden? Das passende Genre, natürlich vorausgesetzt.
Natürlich werden uns viele Manuskripte angeboten (von Agenturen) aber auch zugeschickt. Wir haben eine eigene Position im Verlag, die die Manuskripte scannt und gegebenenfalls an die entsprechendenen RedakteurInnen weiterleitet. Alternativ kann man auch auf unserer Autoren-Lesercommunity LYX Storyboard bei einem der
Wettbewerbe teilnehmen. Einsendungen können von uns aktuell übrigens nur per Post bearbeitet werden und ich kann auch verraten, dass sich die Manuskripte tatsächlich türmen bei uns im zweiten Stock – bis man Feedback bekommt kann es also tatsächlich lange dauern, weil es wirklich sehr sehr viel Lesestoff ist …
Verträge werden aber, wenn ich das richtig verstanden habe, für E-Books vergeben, nicht für Prints?
Bei den Wettbewerben von LYX Storyboard geht es um die Aufnahme ins LYX.digital Programm, das ist richtig.
Was muss ein Autor zu Egmont schicken, wenn er in den Verlag möchte? Und ist dies überhaupt gewünscht? Oder sucht man sich besser einen Agenten?
Was muss man einschicken? Also ein aussagekräftiges, fehlerfreies Anschreiben und ein Exposé sind schon mal sehr gut, also eine Kurzzusammenfassung um was es eigentlich geht, der Plot, die Figuren und dann eine Leseprobe. Neulich wurde mir auch eine Manuskript weitergeleitet, weil sich jemand ganz besonders viel Mühe gegeben hat und schon der Umschlag herausstach – wie dann auch der Rest der Sendung.
Ich bin ein, wie man sagt, neu Registrierter bei euch. Lese jetzt mal kräftig mit und schaue ob ich mit eurer Seite klar komme. Muss mich halt mal intensiv damit befassen.
Wir haben auf Facebook auch eine sehr rege Autoren Gruppe, die unheimlich umtriebig ist, sehr gut zusammenhält und sich gegenseitig pusht, einige davon sind auch heute hier und beantworten (glaube ich) gerne auch Fragen aus ihrer Perspektive.
Kommt man bei Euch auch unter mit Genres wie Sci-Fi /Horror oder bedient ihr das eher gar nicht mit eurem Sortiment?
Science Fiction und Horror sind bei uns eher weniger vertreten, wir machen aber natürlich auch nach wie vor Fantasy, wenn es auch weniger geworden ist.
Gibt es bei Ihnen längerfristig keine Pläne, Sci-Fi, Horror und auch vermehrt Fantasy zu vertreiben? Sind das reine Ausrichtungsgründe des Verlags oder geht man hier einfach von niedrigeren Verkaufszahlen aus?
Das sind Programmentscheidungen zur Ausrichtung des Verlags – romantisch und spannend. Fantasy hat aber definitiv einen Platz bei uns.
Bitte nicht falsch verstehen, aber wenn ich an Lyx denke, hab‘ ich immer ziemlich schwulstige Liebesromane im Kopf. Lieg ich da komplett verkehrt? Ganz ehrlich jetzt?
Egmont LYX macht aktuell sehr viel New Adult und Contemporary Liebesromane, es gibt aber natürlich auch Paranormal Romance oder Romantasy, Historicals und und und. Wie schwülstig das auf einen wirkt, tja, das ist wohl Geschmackssache.
Wie sehen die Tantiemen bei dem Verlag aus?
Zu den Tantiemen kann ich leider nichts sagen, das sind vertrauliche Vertragsdetails, die auch variieren.
Wie steht denn die Chance über Lyx Storybord einen Vertrag für ein Printbuch zu bekommen? Wird das überhaupt angeboten, wenn das eBook erfolgreich ist?
LYX Storyboard gibt es nun seit ungefähr einem Jahr, im Juni erscheint das eBook unseres vierten LYX Talents (Eliza Hill: Lebensretter beißen nicht) und wir wünschen uns natürlich, AutorInnen zu finden, die wir langsam aufbauen können – und das kann dann auch ins Printprogramm führen.
Ich habe einen Zeitreise Fantasy Roman geschrieben, den ich zur Zeit überarbeite, das wäre schon etwas für das Programm? Aber auch mit der dazu gehörigen Portion Liebe …
Ohne den Text zu kennen, lässt sich schwer eine pauschale Aussage dazu treffen. Prinzipiell ja, es könnte aber vor allem auch ein sehr guter Text für LYX Storyboard sein, wo Fantasy das beliebteste Genres ist und die meisten LeserInnen findet.
Was ist mit Werken, die schon als Self veröffentlicht wurden? Haben solche noch Chancen auf Verlagsvertrag?
ja, auch bereits als Selfpublisher veröffentlichte Titel haben noch Chancen auf eine Verlagspublikation
Warum sollte ich als Autor zu Egmont LYX gehen? Was für Vorteile hätte ich ausgerechnet mit diesem Verlag?
Ich denke, dass sich Egmont LYX mit dem LYX Storyboard Portal deutlich von anderen Großverlagen abhebt. Wer hier zum Talent gewählt wird – von der Community – erhält einen eBook-Vertrag und wird publiziert. Ich selbst bin jetzt seit zwei Monaten fest im Haus – davor war ich als Beraterin für Egmont aktiv, und meine Antwort wäre ganz
klar das tolle Team. Wo es im Team stimmt, passt es auch in der Kommunikation nach außen und das merkt man bei Egmont LYX an der starken Fangemeinde und der Marke LYX.
Wie darf ich mir die Auswertung eines Wettbewerbs vorstellen? Gewinner nach
Applaus/Follower/Kommentaren?
Beim Wettbewerb gibt es eine Einreichungsphase und eine Abstimmungsphase. Als LeserIn muss man sich für ein Buch entscheiden, kann also nur eine Stimme vergeben.
Eine interessante Information bezüglich des Storyboards … Werde ich mir mal genauer ansehen! Ist das vergleichbar mit dem was Neobooks mit feelings anbietet?
Nein, LYX Storyboard und Neobooks sind nicht identisch. Während bei Neobooks Lektoren die Plattform scannen und entscheiden, wer publiziert wird, ist es bei uns tatsächlich die Community die wählt und wir veröffentlichen Fianna Cessair. Feelings von droemer knaur speist sich auch aus der Backlist des Verlags und nicht nur über
neobooks, es ist ein eBook-Imprint. Wir werden sehen, wie sich LYX Storyboard weiterentwickelt, aktuell geht es tatsächlich darum, neue Talente zu finden, die von der Community bestimmt werden
Ist es nicht so, dass gerade im eBook-Bereich das meiste Geld verdient wird? Und deshalb auch meine Frage oben Tantieme. Mir wäre es als Autor schon lieb wenn beides von dem Verlag übernommen wird. Print und eBook oder besser noch nur Print.
Verlage verdienen immer noch mehr mit Print, wir liegen mit den Ebook-Einnahmen schon ziemlich weit vorne, aber der Großteil ist immer noch Print.
Gibt es im Genre Krimi Einschränkungen? Z. B. keine Regionalkrimis oder Cosycrime bedient wird?
Keine Einschränkungen bei Krimis.
Was ist mit Romantic-Fantasy? Erster Teil bereits veröffentlicht, am Zweiten arbeite ich noch.
Romantic Fantasy gibt es immer noch bei LYX obwohl es im Programm etwas weniger wird, weil gerade unsere bekanntesten US Autorinnen sich auch anderen Genres zuwenden, auf LYX Storyboard ist es das beliebteste Genre.
Ich könnte also einen Titel bei anderen Anbietern als eBook verkaufen und trotzdem zeitgleich kostenlos bei Storyboard einstellen? Wie sinnvoll das hinsichtlich des Verkaufes ist, jetzt einmal außer Acht gelassen.
Wenn ein Buch zum Wettbewerb eingereicht wird darf es parallel nicht auf anderen Plattformen zum Verkauf angeboten werden, nein. Das steht aber auch alles auf www.lyx-storyboard.de/wettbewerbsbedingungen
Ich gehe einfach davon aus, dass die Community zum 90% aus Autoren besteht und ich habe meine Erfahrungen, wie die miteinander im Wettbewerb umgehen. Mehr Erfahrungen brauche ich in diese Richtung nicht.
Wie gesagt, unsere Autorinnen auf LYX Storyboard sind eine sehr faire und gut zusammenhaltende Gruppe, die sich gegenseitig unterstützen.
Kurz noch einmal zu den Wettbewerben. Faktisch entscheidet also rein die Community bzw. die Anzahl der Votes für ein Werk darüber, ob dieses entsprechend gewinnt. Ist das so richtig? Wie gehen Sie hier gegen
Manipulation vor? Gibt es dann für die finale Auswahl auch noch ein internes Gremium bei Ihnen oder wird der „Sieger der Herzen“ bzw. der Masse rein vom Publikum bestimmt?
Die Entscheidung liegt rein bei der Community, ja. Das heißt, wer andernorts viele Fans hat, könnte versuchen, die alle mit rüberzuholen, damit sie auf LYX Storyboard abstimmen. Wir bremsen das aus, indem nur abstimmen kann, wer bereits mindestens eine Woche auf der Plattform angemeldet ist und man muss das Buch tatsächlich lesen,
bevor man seine Stimme abgeben kann. Das hat bis jetzt ausgereicht, um Manipulation zu verhindern. Bei Vanessa Sangue, LYX Talent 3, war es übrigens tatsächlich so, dass sie auf LYX Storyboard angefangen hat mit dem Schreiben, keinerlei Community außerhalb von LYX Storyboard hatte und sich gerade zu Anfang des Wettbewerbs auch nicht aktiv um Stimmen gekümmert hat. Die Community hat sich hier tatsächlich für den Text entschieden. Band zwei kommt im Dezember bei LYX raus
Wie schaut es mit den Covers aus? Kann man eigene mit einbringen, oder muss man vom Verlag gestellte nehmen?
Man kann eigene Cover nehmen, schaut es euch doch mal an. Und auf der Plattform kann man eigene Cover hochladen oder erstmal ein Default-Cover von uns erhalten. Wer zum LYX Talent gewählt wird erhält natürlich ein Cover und einen vollwertigen Verlagsvertrag mit allem Drum und Dran.
Jetzt bin ich etwas verwirrt … Bereits als Self Publisher veröffentlichte Titel hätten auch Chance auf Verlagvertrag, aber auf Storyboard darf man sie nicht einstellen … ? Es hieß doch, dass dort die Community entscheidet, wer Chancen hat …
Wenn das Buch am Wettbewerb teilnimmt muss es für diese Zeit von anderen (Verkaufs-)Plattformen runtergenommen werden. Es kann also sein, dass sie ein Buch 6 Monate lang verkaufen, dann runternehmen, unseren Wettbewerb gewinnen und wir das Buch dann bei LYX.digital veröffentlichen Abschließende Zusammenfassung: Bei Egmont LYX kann man sich ganz traditionell via Agent oder Manuskripteinreichung für eine Veröffentlichung bewerben, sei das nun Print oder digital. Wer versuchen möchte,
einen Platz im LYX.digital Programm zu erhalten, kann auch den Weg über LYX Storyboard und die Teilnahme an einem Wettbewerb wählen

Brainstorming nach dem Interview…

Mitglied: Ich war heute mal auf diesem LYX Storyboard und war wirklich enttäuscht. Qualitativ gibt das nicht viel her und ich nehme an, dass sich das auch bei einem Wettbewerb nicht maßgeblich ändert. Außerdem bietet LYX im Grunde genommen ja nicht wirklich viel.
Mitglied: Lyx ist nicht so wirklich meine Literatur. Aber Sex sells!
Mitglied: Nichts für mich! Die Frau vom Verlag war sehr freundlich, aber für mich ergibt sich der Sinn nicht – wenn der Verlag ein Buch als eBook herausbringt, dann kann ich auch weiter SPler bleiben …
Mitglied: Es war sehr informativ. Danke für diese Chance… Weitergebracht insoweit, dass ich das Storyboard als Möglichkeit sehe, Manuskripte, die sich noch in Arbeit befinden kostenfrei Probelesen zu lassen und Verbesserungsvorschläge zu bekommen. Die Möglichkeit dadurch einen eBook Vertrag zu bekommen ist mir dann aber doch zu wage gehalten.. Ebenso wie einige Aussagen. Aber das ist wahrscheinlich normal, dass man auf einige fragen nicht besser eingehen kann in einem öffentlichen Beitrag. Daher gerne wieder.
Mitglied: Wenn eigentlich nur ein eBook Vertrag bei rausspringt, dann bleibe ich SP. Aber es war informativ und ich hab nen besseren Einblick in das Storyboard bekommen.
Mitglied: Auf den Punkt gebracht: Ein Verlag nützt mir nur etwas, wenn er mich als Print rausbringt und das Print in den Buchhandel kommt. Im Buchladen nehmen es die leute in die Hand und so werde ich schneller und besser bekannt!
Mitglied: Also, ich will an meinen Geschichten nicht öffentlich arbeiten. Ich lege keinen Wert darauf, dass man versucht mir einzureden, dass in einem Fantasy-Roman die historischen Tatsachen 100% stimmen müssen. Ich will auch keinen Ebook-Vertrag. Insofern ist es für mich uninteressant.
Mitglied: Werde trotzdem diese Storyboard Seite im Auge behalten…
Mitglied: Für mich kristallisiert sich heraus, dass ich entweder SPler bleibe oder zu einem der kleinen Verlage gehe.
Mitglied: Bloß das die kleinen Verlage die Bücher zu teuren Preisen verkaufen und meist nicht im Buchhandel anzutreffen sind, oder irre ich mich da? Das hat sich zumindest bei meinen Recherchen herauskristallisiert …
Mitglied: Ich bin ja schon dort, habe zwar nicht vor am WB teilzunehmen, aber die anderen Möglichkeiten finde ich gut. Also ein Buch dort entwickeln. Positiv ist, dass nur angemeldete User lesen und man nichts runterladen kann.
Mitglied: Ich stimme euch in allem zu. Ich bleibe wohl auch bei meinem nächsten Buch SP. Und so schlimm ist es auch nicht. Oder? Mal sehen wie das neue wird und was Frau Lektorin sagt. Auf jeden Fall schwebt der Egmon auch nicht auf meiner Welle. Aber vielleicht tue ich dem Verlag ja unrecht. Aber das mit der Print und ebook Sache
finde ich total blöde.
Mitglied: Ich entwickel mein Buch lieber alleine. Ich gehe davon aus, dass keiner der Autoren, die ich liebe, sein Buch mit anderen entwickelt hat.
Mitglied: Der Verlag gefällt mir so eigentlich ganz gut. Mir geht es halt genauso mit dem Print.
Mitglied: Und zu kleinen Verlagen – ein eBook für knapp 11€ ??? Auch nicht richtig, finde ich.
Mitglied: Das mit dem Ebook für 11 € hast du bei großen Verlagen auch, Medusa… und eigentlich steht im Ebook ja auch das gleiche drin. Warum soll ich als Autor für ein  Ebook weniger bekommen als für ein Print? Weil die Herstellung billiger ist? Deshalb steckt im Ebook die gleiche Arbeit wie im Print. Ich weiß, der Markt ist anders. Aber eigentlich wären gleiche Preise für beides korrekt
Mitglied: Ich kaufe nur Ebooks, wenn mir eine Story supergut gefällt und es kein Print in absehbarer Zeit gibt. Lieber warte ich auf die Print-Version und wenn es wie bei NB JAHRE dauert.
Mitglied: Schaut euch mal die Preise bei diesem deutschen Verlagsautor an, dann seht ihr, was ich meine mit den Preisen.
Mitglied: Normalerweise müssten wir Sp’ler das auch so machen
Mitglied: Das ist genau so wie mit den 0,00€….wenn wir alle an einem Strang ziehen würden, was aber nicht geht, dann könnten wir auch für eBooks mehr nehmen…
Mitglied: 10€ für ein EBOOK??? Das gehört mir ja nicht mal, ich habe lediglich das Recht es zu lesen.
Mitglied: 10€ für ein eBook finde ich viel zu heftig!
Mitglied: Warum????? Du hast am Ebook genau so lange geschrieben wie am Print. Und bevor es Ebooks gab, waren die Preise auch so und jeder, der ein Buch lesen wollte, hat ohne Murren gezahlt.
Mitglied: Was mich daran aber wundert: Bei einem meiner SP-Bücher verdiene ich mit dem eBook (dessen Preis lediglich ein Viertel des Print-Preises beträgt) etwa das Doppelte. Da verstehe ich nicht ganz, weshalb ich für das eBook mehr nehmen sollte? Oder habe ich gerade einen Denkfehler und es ist etwas ganz Anderes gemeint?
Mitglied: Ich kann es nicht verschenken, ich kann es nicht verleihen, kann z.B für meine Enkelkinder nichts hineinschreiben. Neee, im Leben nicht, nicht mal für einen Bernard Cornwell.
Mitglied: Stell dir mal vor, wie dein Umsatz wäre, wenn Preise für ebook und Print gleich hoch wären.
Mitglied: DENKFEHLER, bei so einem Preis, würde sie mit Print mehr verdienen, weil niemand das Ebook kauft.
Mitglied: Ich fürchte nicht existent – leider. Die Prints gehen so schon schleppend und bei so einem Preis, würden die Leser vermutlich auch keine eBooks mehr von mir wollen…
Mitglied: Wo der Umsatz dann herkommt, wäre doch dann wurscht.
Mitglied: Es geht ja darum, WENN alle Ebooks so teuer wie Print wären … nicht darum, wie der Markt aktuell ist.
Mitglied: Richtig. Na, mal schauen, vielleicht kommt das ja noch.
Mitglied: Ich werde weder die Ebook-Preise an die Printpreise anpassen, noch werde ich auf meine Kostenlos-Aktionen verzichten. Ich möchte Leser erreichen und dazu ist mir jedes Mittel recht. Der Verdienst ist da zweitrangig.
Mitglied: Ich schreibe meine Bücher auch lieber allein – da bin ich genauso eine alte Omi wie einige hier.
Mitglied: Ich mag es nicht, wenn mir jemand während des Schreibens reinredet.
Mitglied: Sehe ich anders. Ich möchte zwar auch, dass meine Bücher gelesen werden, aber ich habe keine Arbeit zu verschenken.
Mitglied: Als bekannter Autor kannst du den Preis nehmen, als unbekannter ist es schwierig. Das weißt Du doch selbst. Ich kaufe mir auch lieber die Print versionen, aber ebook ist gerade was neue Autoren angeht sehr gut und nicht so teuer, falles es in die Hose geht und mir das Buch nicht gefällt. Bei einem bekannten Autor weiß ich, oder
zumindest 95%, dass ich das mich das Buch nicht enttäuschen wird. Und somit schließt sich der Kreis. Wenn Du einen Bestseller geschrieben hast, dann kannst Du auch den Preis anheben. Aber als ein Nobody ist es schwierig.
Mitglied: Für mich ist Schreiben Leidenschaft, sobald ich es als Arbeit betrachte, sollte ich damit aufhören.
Mitglied: Was ich geschrieben habe, war nicht auf die aktuelle Marktlage gemünzt. Stell dir vor, dass alle Ebooks beim Preis der Taschebücher liegen würden. So war das gemeint.
Mitglied: Wieso sollte denn keiner mehr eBooks kaufen, wenn sie genauso teuer sind wie Print? Die Logik ist sehr kurz gedacht, denn viele machen das mittlerweile einfach, weil sie damit deutlich mobiler sind und daheim keine Bibliothek brauchen. Zumal der Wiederverkauf von Print oftmals zweckfrei wenig einbringt.
Mitglied: Dann hätten wir alle keine Sorgen mehr…oder aber auch nicht. Denn auch hier würde ich lange, lange zögern ob ich 10 Euro für einen unbekannten Autor ausgebe oder ob ich meine Lieblingen treu bleibe. Ich glaube gerade bei der Masse von neuen Büchern / Autoren ist es der Preis der die Leser dazu animiert einen Blick darauf
zu werfen und bei gefallen zu kaufen. Und wenn wir doch mal ehrlich sind, die meisten Leser schlagen bei 0,99 zu und nicht bei 2,99 oder mehr. Es sei denn das Buch befindet ich in den Top 100. Denn dann kann es ja nicht sooo schlecht sein.
Mitglied: Ich finde die Preisdiskussion interessant. Wenn ich ein Buch 5x billiger verkaufe, dann muss ich auch 5x soviel verkaufen, um das gleiche einzunehmen, rein kapitalistisch gesehen. Ebenso seh ich es auch nicht als ZIel mich zu verramschen. Klar ist es schwierig als Neuling in Tritt zu kommen, aber dann versuch ich es lieber mit
Leseproben. Schließlich sind viele Leute ja nur skeptisch, dass sie nix für ihr Geld bekommen, da ist eine Leseprobe doch optimal.
Mitglied: So sehe ich das auch. Aber weil die Sicht bei vielen so ist, haben wir nun mal die niedrigen Preise im Ebook Bereich.
Mitglied: Bei der Sache bekannter-unbekannter Autor muss ich aber mal nachfragen … wie war das zu Zeiten, als es noch keine eBooks gab? Oder wie ist es heute bei Printbüchern, sowohl von bekannten als auch unbekannten Autoren: ist da ein Preisunterschied??? Zahle ich nicht eher die Dicke des Buches, und ob TB oder gebunden? Und nicht den Autorennamen?
Mitglied: Ich verkaufe keine Bücher. Ich besitze zwischen 6000 und 6500. Das sind MEINE, die gebe ich nicht weg. Ich verleihe nich tmal Bücher, lieber kaufe ich demjenigen ein eigenes Exemplar.
Mitglied: Klar gibt es Leseproben, Blick ins Buch etc. Es geht wie immer um Sichtbarkeit … aber wir alle sind ja eifrig dabei.
Mitglied: Fakt ist doch, ein Noname der z.b. über online Publishing arbeitet, wird meistens gar nicht erst im Laden erscheinen. Entsprechend stellt sich diese Frage gar nicht. Früher gab es auch nicht die Möglichkeit für Jedermann zu veröffentlichen, also hatte man damals auch ganz andere Herausforderungen als heute.
Mitglied: Beim Print zählt nicht, ob du bekannt oder unbekannt bist … beim Print zählt doch nur, was der Druck kostet und ein Dan Brown gebunden, kostet genau so viel wie ein gebundenes Buch der gleichen Stärke von einem unbekannten Autor.
Mitglied: Damals gab es nur Verlagsautoren. Heute haben alle die Möglichkeit zu veröffentlichen.
Mitglied: d.h. aber nicht, dass das alle Leute so praktizieren. Nicht vergessen, der Markt ist der Kunde nicht die eigene Präferenz.
Mitglied: Natürlich, aber dann such doch mal unbekannte Verlagsautoren … heute … da kostet ein Printbuch trotzdem genau soviel, wie von einem bekannten Autor.. .nicht die ebooks ranziehen.
Mitglied: Richtig, aber meine komplette Familie steht auf Print. Niemand hat einen Reader, ich habe meinen wieder verschenkt.
Mitglied: Nimm es mir nicht übel, aber ich sehe das Argument zum Markt immer noch nicht.
Mitglied: Ich persönlich glaube auch nicht, dass die Masse der Kundschaft tatsächlich jeden Autoren kennt, den sie kaufen. Viele gehen doch eher in den Laden, schauen sich Sachen an, finden ein Cover toll und greifen dann zu. Sicherlich hilft Bekanntheit, aber es ist nicht der einzige Faktor.
Mitglied: Bei einem „richtigen“ Buch fallen bei jedem Einzelnen Druckkosten an. Ein Ebook wird hochgeladen und fertig … Der gleiche Preis ist somit nicht gerechtfertigt
Mitglied: Schau dir heute die Printbücher der Verlagsautoren an … und nur die Printbücher – ob da ein Unterschied zwischen bekanntem und unbekanntem Autor ist!
Mitglied: Das ist faktisch korrekt, aber bedeutet das, dass du nur für dein erstes eBook Geld haben möchtest? Dein Gedankengut und deine Zeit sind doch auch in den anderen enthalten und eigentlich sollte der Kunde genau dafür zahlen. Deine Geschichte.
Mitglied: Ach Leute, im Grunde ist es einfach müßig … ich bin im Moment so drauf, dass ich lieber schreiben möchte, es endlich fertig haben möchte und dann entscheide ich wie der nächste Schritt sein wird. Verlag wäre nur toll, wenn er mir Freiheiten gibt bei Entscheidungen, wenn er mit die Werbearbeit weitesgehends abnimmt u.s.w.
Und dann träume ich davon das es ein Erfolg wird, damit ich mehr Geld dafür verlangen kann und das dritte Buch ein selbstgänger wird. Schöner Traum gelle? Aber wie wir ja wissen ohne Träume ist das Leben nur halbwegs schön.
Mitglied: Ich kann aber ein Ebook nicht besitzen … Ich erwerbe lediglich das Recht es zu lesen! Ist wie mit dem Freibad, ich kaufe eine Karte und darf dort schwimmen, aber das Bad gehört mir nicht!
Mitglied: So war auch meine Vorgehensweise. Letztlich war die Abwägung bei mir auch zwischen Zeit, Investition und potenziellem Erfolg. Ich sehe es realistisch: für mich werden Bücher niemals die Haupteinnahmequelle werden können, entspreched ist mein persönliches Projekt einfach nur das Beste aus meinen eigenen Mitteln
herauszuholen und daraus kommt auch mein Antrieb. Man muss auch mal sehen, was tatsächlich verkauft werden müsste um Erfolg zu haben. Sind bei einer Marge von 1€ pro Buch ein Verkaufsvolumen von 500 pro Monat ein Erfolg? Kann/will ich davon leben? Hier sieht man schon, 500 Bücher pro Monat zu verkaufen ist schon eine gewisse Menge Holz und hier reden wir noch lange nicht von dem was man vermutlich unter „erfolgreich“ versteht.
Mitglied: Ich weiß das, ich mache es gerade durch mit meinem Erstling … deshalb kann ich auch mitreden was die Preisgestaltung angeht denn ich habe alle Varianten, außer 0,00, durch. Und wenn wir über die Top 100 reden mußt du am Tag etwa, hier schwanken leider die Informationen ein wenig, aber nehmen wir mal einen Mittelwert ca
700 ebooks verkaufen. Am Tag. Also ja und nein. Ich schreibe weil es mir Spaß macht aber ich schreibe auch um irgendwann Erfolg damit zu haben. Die Brötchen verdiene ich mit einem anderen Job.
Mitglied: Eine dusselige Frage mal von mir (wie immer … hihi!), ich bin einfach zu kaputt im Moment, das alles genau nachzulesen. Verstehe ich richtig, dass es sich um E-books handelt? Print wird nicht gemacht in diesem Verlag?
Mitglied: Doch, wird auch, nur vorrangig geht es um eBooks.
Mitglied: Was das Genre betrifft, wäre ich ja genau richtig … ich schwülstige Liebeskramschreiberin …
Mitglied: Kein Herz für Science-Fiction und Horror. Dabei können blutige Alienwesen auch ganz knuddelig sein … auf eine gewisse Art und Weise.
Mitglied: Ein Print ist nur deshalb teurer wie ein Ebook weil dafür mehr kosten anfallen. Wegen dem Druck. Diese Kosten hat man bei einem Ebook nicht deswegen kann man es auch nicht zum selben Preis verkaufen. Der Kunde weiß das auch. Und deshalb sollte man auch das Ebook preislich so gestalten das da eben die Druck kosten
weggerechnet sind.
Mitglied: Nach meiner Erfahrung als Marketer, musst du dich von deiner Meinung verabschieden, dass man E-Books prinzipiell hochpreisig verkaufen kann, wenn „alle mitmachen“. Literatur ist kein Grundnahrungsmittel, ohne das man nur schwer auskommen kann. Wenn es sich nicht um einen mir bekannten Autor oder einen von
den Medien empfohlenen Bestseller handelt, habe ich ja eher sowas wie eine Wundertüte vor mir. Warum sollte ich denn dafür teures Geld ausgeben? Das leiste ich mir, wenn ich mir einen Möglichen Griff ins Klo leisten kann. Der Markt regelt den Wert einer Sache über Angebot und Nachfrage. Wer sich diesem Gesetz nicht beugen will, muss
sich eine eigene Welt basteln. Ich habe im Übrigen den größten Teil meines Lebens damit verbracht meinen eigenen Marktwert festzulegen und nach Möglichkeit zu steigern. Das an sich ist schon sehr komplex und anspruchsvoll. Unmöglich aber wird es mit dem Versuch, den Verbraucher, Konsumenten, Leser, das Publikum etc. zu nötigen, einen Preis zu zahlen, der nicht freiwillig akzeptiert wird. Deshalb mein Rat: schnell berühmt werden, dann kann man auch teurer verkaufen.
Mitglied: Ist ja auch mehr ein Wunschgedanke gewesen, die Realität sieht meist anders aus.12022405_10153573905730605_9120011296043784486_o

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