Waldhardt Verlag

11214156_969427853087639_7798512094651074947_nVerlagsinterview – Waldhardt Verlag am 28.05.2015

Mein Name ist Melanie Waldhardt, ich bin die Gründerin des Walhardt-Verlag. Es handelt sich um eine Neugründung aus dem Jahre 2014. Der Verlag bedient die Bereiche Belletristik und Ratgeber in den Genre-Gruppen Krimi, Thriller, Horror, Science-Fiction und Fantasy. und gespannt auf eure Fragen.
Ich hatte die Idee vom Verlag schon länger. Nachdem ich mir die finanziellen Mittel geschaffen habe, arbeiten wir aktuell unter Hochdruck auf die Frankfurter Buchmesse hin. Momentan habe ich 12 Künstler mit ihren Werken unter Vertrag. Darunter erfahrene Schriftsteller, die auch schon bei Publikumsverlagen verlegt wurden, sowie einen Debüt-Autoren. Außerdem Autoren, die bisher auch durch andere Verlage verlegt werden.

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Nehmt Ihr noch neue Autoren auf? Auch Indie Autoren die selber schon veröffentlicht haben?
Selfpublisher dürfen sich auch gerne bewerben.
Gehören zu Ihrem Programm auch Regionalkrimis?
Ja, zum Programm gehören auch Regionalkrimis.
Ist der Bereich Kinder- und Jugendbücher auch geplant ?
Dieser Bereich ist in Vorbereitung. Aktuell besteht er noch nicht.
Passen spirituelle Fantasyromane auch bei euch rein? Eher nicht, oder?
Wenn das Manuskript gut ist, warum nicht.
Haben historische Romane eine Chance bei dir?
Wenn es ein historischer Fantasy-Roman ist, dann hätte er sehr große Chancen.
Bisher haben wir feste Genre-Gruppen – hier wird sich das Programm sukzessive immer mehr füllen. Grundsätzlich interessieren mich diese Genre-Gruppen. Aber ich schaue mir auch gerne mal außerhalb der normalen Bewerbungsphasen etwas anderes an. Hierzu würde ich bis zum nächsten Jahr abwarten, dann wenn sich der Verlag weiter etabliert hat.
Exposé und Leseprobe auf dem Postweg oder als Mail einsenden?
Optimalerweise per E-Mail an den Verlag.
Wenn ich nun ein Exposé und eine Leseprobe einsende. Wie lange muss ich ca. auf eine Antwort warten?
Ich sichte neue Manuskripte ab dem 17.06.2015. Du kannst mit einer Antwort innerhalb von 8 Wochen rechnen. Gegebenenfalls auch schneller.
Darf ich bei euch als Autor meine eigenen Cover verwenden?
Die Ideen zum Cover dürfen gerne eingebracht werden. Bisher sind die aktuellen Autoren da auch sehr umtriebig und genießen ein Mitspracherecht. Du darfst dein Cover verwenden, wenn es den Anforderungen genügt. Dafür muss es marktfähig sein.
Nur die Ideen? Wenn ich also, so wie in meinem Fall, selber die Cover anfertigen könnte, müsste ich das trotzdem durch euch machen lassen?
Wenn ein Cover-Designer selbst auch schreibt, so nehme ich auch gerne dessen Cover, sie müssen halt nur gewissen Standards entsprechen. Ich müsste das Cover sehen.
Könntest du marktfähig genauer definieren?
Wenn ein Werk bereits am Markt erschienen ist bzw. mal veröffentlicht war, dann nimmt es der Verlag nicht an. Ich möchte etwas exklusives. Nichts, was wir schon hatten.
Verstehe ich jetzt nicht. Selfpublisher dürfen sich bewerben, aber nicht mit dem Werk, das sie selber veröffentlicht haben. Nur mit einem neuen, unveröffentlichten Werk?
Ich habe ja auch Selfpublisher im Verlag. Diese haben mal etwas selbst veröffentlicht, haben aber auch Manuskripte, die sie mir als Verlegerin angeboten haben.
Angenommen, ich bin bei deinem Verlag unter Vertrag mit einem Werk, kann ich ein neues Buch einem anderen Verlag anbieten?
Ja, das ist kein Problem.
Ihr verlegt mein Buch, es hat Erfolg. Würdet ihr meine Werke, die ich als Selfpublisher herausgebracht habe dann prüfen und gegebenenfalls neu auflegen?
Das würde ich dann mit Sicherheit prüfen.
Warum gelten überhaupt für Autoren mit Pseudonymen andere Regeln?
Wenn du ein Pseudonym hast und trotzdem bereit bist auf Messen zu lesen oder auch an anderen Lesungen teilnehmen möchtest, gelten für dich dieselben Regeln.
Wie läuft im Verlag der Bewerbungs- und Auswahlprozess ab? Was braucht ihr dazu von uns Autoren? Wie lange dauert der Prozess? Bekommt tatsächlich jeder Rückmeldung oder eher das Hollywood-Prinzip (haben wir Interesse, dann melden wir uns)?
Der Aufnahmeprozess läuft über eine Bewerbung mit Exposé und Leseprobe (ca. 30 Normseiten) ab. Danach geht dein Werk bei Interesse ins Lektorat, wird erneut geprüft. Wenn dann immer noch Interesse besteht, fordere ich das komplette Werk an.
Was tut der Verlag, um die Bücher an den Leser zu bringen und was ist die Aufgabe des Autors? Also: Wer ist für die Organisation von Werbung verantwortlich?
Das Marketing ist eine große Säule des Verlages. Mit dem Hauptgrund sich dafür zu entscheiden. Neben den Standardleistungen eines Verlages, konzentriere ich mich sehr stark aufs Marketing. Neben Online-Marketing auch Kampagnen im Printbereich, Lesungen, Buchmessen (Leipzig, BuchBerlin, Frankfurter Buchmesse). Ein volles
Portfolio, was ungewöhlich für Verlage in dieser Größenordnung ist.
Wie siehst du den Ausblick für die kommende Zeit. Wie viele Autoren werden vermutlich im Zuwachs sein? Was erwartet mich im Hause Waldhardt, wenn ich genommen wurde. Was muss ich bringen? Was bietet mir im Gegenzug der Verlag?
Es werden pro Jahr zu den bestehenden Autoren ungefähr 10-15 Autoren folgen. Im Verlag erwarten dich folgende Leistungen: Professionelles Lektorat, professionelles Korrektorat, Buchsatz, Cover-Design, Marketing. Nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung, wenn wir hier über die Marketing-Aktivitäten sprechen. Du erhälst
marktfähige Konditionen. 10% vom Nettoverkaufspreis für das Printwerk und 25% vom Nettoverkaufspreis für das eBook. Was du bringen musst? Du solltest bereits schreiben können. Eng und authentisch mit dem Verlag arbeiten wollen.
Wieviel sind 10% bzw 25 % vom Netto Erlös?
Vom Nettoverkaufspreis, nicht vom Erlös. Ist ein großer Unterschied. Was werden die Werke kosten – gebe hier mal eine Auskunft für einen besseren Anhaltspunkt. Wir sprechen von der Belletristik: Printbuch Fantasy 500 Seiten = 14,99. Abzüglich Umsatzsteuer, vom Rest bekommt der Autor 10%.
Nimmt der Buchhandel nicht auch noch seinen Teil von den 14, 99€ und das was dann übrig bleibt der Verlag und dann der Autor?
Der Nettoverkaufspreis ist eine feststehende Größe – Buchpreisbindung. Deshalb die einfache Kalkulation. Was kann der Autor für Rabatte, die Verlage geben? Es bleibt immer bei den 10%

Von wie viel Flow reden wir hier? Sind wir nach den ersten 6 Monaten so generell bei 80% des Gesamterlöses in Bezug auf die „Lebenszeit“ eines Buches?

Nach 6 Monaten sind wir ungefähr bei 40-50%.
Du kritisierst die Publikumsverlage auf deiner Homepage, dass sie für den Autor nichts tun, wenn das Buch nicht gleich läuft. Stimmt das wirklich? Denn es ist doch ziemlich unwirtschaftlich, Geld in etwas zu pumpen was keinen Gewinn bringt. Klar nicht jedes Buch wird ein Bestseller, aber es sollte zumindest
einen Gewinn abwerfen. Verstehe ich nicht. Bitte Erklärung wie Du das anders machen kannst und wirst?
Ja, ich kritisiere Publikumsverlage, weil dort oft nur in die erfolgreichsten Autoren investiert wird. Was ich anders mache? Wenn es nicht gleich mit dem großen Durchbruch nach der ersten Publikation klappt, bleibe ich den Autoren weiterhin treu und unterstütze sie auch bei Publikation 2 und 3! Da ist mein Versprechen und dies lebe ich unverschlüsselt und transparent.
Wo kann ich die Bücher oder ebooks aus Deinem Verlag kaufen?
Die eBooks kannst du bei allen bekannten Online-Händlern kaufen. Die Printbücher sind über die Barsortimente KNV, Umbreit und Libri in jeder Buchhandlung bestellbar.
Das heißt, ich gehe in meinen Buchladen und finde mein Buch nicht, weil es dort nicht liegt, sondern ich muss den Titel wissen damit die Dame es mir bestellt. Richtig?
Zum Anfang der Verlagstätigkeit, kann ich eine flächendeckende Bestellbarkeit gewährleisten. Das es in deiner Buchhandlung ausliegt – leider nicht. Da liegst du richtig.
Ist natürlich ein Nachteil. Wenn das Buch nicht in Buchhandlung zu finden ist, ist es halt für Kunden auch nicht greifbar?!
Das kommt darauf an. Bei 90.000 Neuerscheinungen pro Jahr, wirst du nicht jedes Buch in einer Buchhandlung finden, aber natürlich möchte ich das erreichen. Hier sind wir dann wieder beim Model Publikumsverlag. Was nützt es mir, wenn ich in der Buchhandlung liege und mich niemand kennt? Hier ist mein Ansatz. Gefunden und
nachgefragt wirst du durch ein gutes Marketing. Egal, wo du liegst. Beziehungsweise das Buch.
Du hast uns noch nicht Deine Marketing Strategie aufgezeigt. Auch auf Deiner Homepage habe ich dort nichts gefunden , außer Kritik an Puplikumsverlagen und an SPlern, die die Gruppen ‚voll spammen‘ wie Du sagst.
Da scherst du aber jetzt vieles über einen Kamm. Wir Autoren müssen doch differenziert lesen. Meine Marketingstrategie konzentriert sich immer auf den Autoren+Werk. Deshalb ist mir die Persönlichkeit genauso wichtig. Der prozentuale Anteil beträgt 50/50.
Keine Präsenz im Laden ist für Autoren schon ein großer Einschnitt. Ich denke, dass gerade hier viel Potenzial durch Gelegenheitseinkäufe geschaffen wird. Viele Käufer sind immernoch reine Printkäufer und wollen das Werk in der Hand halten. Wie kann ich mir generelles Marketing bei euch vorstellen? Wie wird
man auf mich aufmerksam, wenn ich bei euch in der Truppe bin?
Zusätzlich zu den durchschnittlichen Kosten einer Produktion nehme ich ungefähr 3000-5000 Euro zusätzlich pro Autoren und Genre-Gruppe in die Hand. Neben einer PR-Agentur die für uns Pressemeldungen schreibt, Termine macht usw. investiere ich in Give-Aways, Bücherportale (Vorankündigungen, spezielle Bannerwerbung, Presseberichte) in das jeweilige Werk. Wir haben schon heute sehr hohe Zugriffsraten und das Interesse an den Publikationen besteht. Wie sich das dann nach der Phase der Veröffentlichung ausgestaltet, muss man dann sehen und messen. Was ich definitiv sagen kann: Ich investiere nicht nur in die Bücher selbst, sondern eben auch ins Marketing. Natürlich gehe ich die Buchhandlungen auch an. Ich treffe mich auf der Buchmesse mit Vertretern von großen Buchhandlungen. Ich verspreche mir etwas davon. Aber ob das greift, kann ich jetzt noch nicht sagen. Deshalb konzentriere ich mich hier nur auf die Dinge, die ich auch 100% zusagen kann.
Besteht die Möglichkeit, dass man die eBook-Rechte (und TV-Rechte) behält und Ihr nur den Printbereich übernehmt?
Diese Möglichkeit besteht standardmäßig nicht. Hier gibt es immer dann Ausnahmen, wenn der Autor bereits etabliert ist. Dann lohnt es sich für beide Seiten, ansonsten würde ich das nicht tun.
Wie lang sind die Vertragslaufzeiten?
Die Vertragslaufzeit pro Werk beträgt 7 Jahre.
Vielleicht ein paar Worte zum Kündigungsrecht vor Ablauf der 7 Jahre?
Es besteht die Möglichkeit den Autorenvertrag nach 3 Jahren zu kündigen. Immer dann, wenn sich hier pro Jahr nicht mindestens 100 Werke verkauft haben. Der Autor würde dann nach Rückruf die Rechte am Werk zurückerhalten.
Ich binde mich also für 7 Jahre -pro Werk- an den Verlag. Was hat ein Verlag von einer 7-Jahres-Bindung pro Werk? Wird das Hauptgeschäft an einer Neuerscheinung nicht primär am Anfang erwirtschaftet und flaut dann eher ab?
Ziel ist es die Werke langfristig zu etablieren. Der große Flow entsteht in den ersten 6 Monaten, da hast du recht. Aber gerade wenn man sich bei Buchhandlungen etablieren will, hat ein Werk eine längere Halbwertszeit. Ziel für den Verlag – Kosten einfahren, Autoren und sich langfristig etablieren. Dazu braucht es Zeit.
Mir schwirrt immer noch die Bringschuld im Kopf herum. Bin ich dazu verpflichtet, in gewissen Zeiträumen neue Werke zu liefern? Beispiel: Muss ich alle 12 Monate auf jeden Fall ein Werk liefern?
Nein, du bekommst ja einen Vertrag pro Werk. Du musst dieses Werk zum vereinbarten Zeitpunkt liefern. Es handelt sich hier um einen Normvertrag. Du verpflichtest dich nicht dazu, auch weitere Werke zu liefern. Wobei ich natürlich Autoren bevorzuge, die auch langfristig mit mir arbeiten wollen.
Nehmt Ihr auch Bücher in anderen Sprachen an? Vertreibt Ihr Bücher nur im deutschsprachigen Raum? Wie ist es, wenn man das Buch in Englisch verkaufen möchte? Gibt es dann einen zweiten Vertrag oder habt Ihr dann automatisch schon das Mitbestimmungsrecht?
Wir vertreiben die Bücher in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Irgendwann denke ich auch über Übersetzungen nach, aber das ist jetzt noch Zukunftsmusik.
Ich weiß nicht, ob die Frage auch „erlaubt“ ist, weil sie nicht direkt um den Verlag geht, sondern um die Messe(n), zu denen du mit dem Verlag willst, aber ich frage einfach mal: Wird der Waldhardt-Stand „behindertengerecht“ sein? Oder wird er zu flauschige Teppiche oder Kanten haben, die man mit Rollstuhl
o,ä, nicht überwinden kann, oder vielleicht zu klein/eng?
Mir ist letztes Jahr (leider) in Frankfurt aufgefallen, dass es manchmal schwieriger ist, sich Stände genauer zu betrachten und das viele gar nicht darüber nachdenken.
Der Stand auf der Buchmesse in Frankfurt wird behindertengerecht sein.
Ihre Vita liest sich recht eindrucksvoll. Sie betreiben neben dem Verlag eine Personalvermittling u.a. für Ärzte, offensichtlich auch für Chefärzte. Darf ich fragen wie alt sie sind und wie viele Mitarbeiter sie in beiden Bereichen beschäftigen, um diesen Berg an Arbeit in beiden Bereich gerecht und gewissenhaft zu stemmen?
Ich bin 36 Jahre jung. Bei Medical Placement arbeite ich mit 3 Festangestellten Mitarbeitern. Im Verlag arbeite ich aktuell mit 12 verschiedenen Dienstleistern. Alle Lektoren haben einen akademischen Background und Verlagserfahrung. Es ist tatsächlich ein großer Berg an Arbeit. Deshalb arbeite ich hier mit Lektoren, Korrektoren, Designern, Illustratoren usw. zusammen. Alleine könnte ich das nicht bewältigen. Außerdem habe ich weder Fähigkeiten im Lektorat, noch im Korrektorat.
Was bedeutet akademischer Background?
Akademischer Background = Studium – Germanistik, Literaturwissenschaften usw.

Brainstorming nach dem Interview…

Mitglied: Fand sie gut, habe mich aber zurückgehalten – nicht mein Genre.
Mitglied: Für mich persönlich hat sich heute der erste Verlag hier vorgestellt, zu dem ich auch gehen würde, weil er alles erfüllt, was für mich persönlich wichtig ist … und an ein paar Sachen wird ja noch gearbeitet.
Mitglied: Klingt gut für mich.
Mitglied: Ich fand die Vorstellung klasse. Und wenn man bedenkt, dass es den Verlag erst seit 2014 gibt, hört es sich für mich jetzt schon sehr professionell an.
Mitglied: Ich denke, ich werde es versuchen. Mehr wie eine Absage kann nicht passieren
Mitglied: Ich kann da nur zustimmen. Ich bin Vollblut-Skeptiker und bei allem ist sicherlich ein wenig Show dabei, aber der Eindruck war definitiv gut. Auch das ein Verlag „Mut“ zeigt und nicht nur die Top 3 der Mainstream-Verkaufsgenres abbildet, ist mir persönlich sehr sympathisch. Natürlich auch, weil meine Genres darunter vertreten sind.
Mitglied: Klingt aus jeden Fall professioneller als das letzte Teil … Aber bedenket, je mehr Verlagsvorstellungen, desto besser kann man sich auf Fragen einstellen, die gestellt werden. Vorherige Verlage könnten es schwerer gehabt haben.
Mitglied: Glaube ich weniger – wir stellen schon sehr lange immer die gleichen Fragen.
Mitglied: Dennoch kann man viel mit Worten bewirken. Ich halte selbst genügend Vorträge und wenn ich meinen „Konkurrenten“ davor sehe, dann kann ich meine Antworten schon so formulieren, dass sie deutlich in einem anderen Licht wahrgenommen werden. Aber auch sowas gehört zur Vorbereitung und man muss einfach klar sagen, dass die Präsentation und auch die Präsenz selbst, deutlich besser waren. Für mich ist da klar „ein Funke übergesprungen“.
Mitglied: Ja, aber die Fakten kann man doch nicht schön reden, ganz gleich, wie die Vorstellung formuliert wird!
Mitglied: Gute, ehrliche und ausführliche Vorstellung. Fein.
Mitglied: Ich kann hier auch nur voll und ganz zustimmen.
Mitglied: Man muss aber auch sagen, dass der Verlag insofern einen Vorteil hatte, weil er genau abschätzen konnte, wie die Autoren die Vorträge davor aufgefasst haben. Ob ein Verlag das nötig hat, sei mal dahingestellt. Ein Vorteil ist es objektiv dennoch, rein wenn man sich verkaufen will. Soll jedoch in keinster Weise abwertend sein. Business ist Business.
Mitglied: Ich finde es manchmal echt schade, dass Fragen wie „Wie viel sind denn 10 % vom Nettoverkaufspreis?“ gestellt werden. Wenn ich zu einem Verlag möchte, informiere ich mich doch vorher ganz allgemein. Melanie Waldhardt ist eine sehr symphatische Person und jeder E-Mail Eingang wird bestätigt (Habe ich getestet!). Sehr engagiert, sortiert und mit klarem Blick auf das Ziel.
Mitglied: Das mit den 10 % war eine Testfrage, ob sie beantwortet wird und wie sie beantwortet wird. Denn auch hier wurde ein wenig drumherum geredet. Ich persönlich mag es nicht wenn versucht wird mir Honig um den Mund zu schmieren und deshalb stelle ich dann mal eben so eine Frage und sehe wie damit umgegangen wird.
Mitglied: Sehr offen und informativ. Nur schade, dass die Verlage auch immer gleich alle Rechte an den Büchern wollen. Den Onlinevertrieb könnte man sicher selber stemmen und würde immerhin 70% bekommen. Und wer möchte auch gleich die TV- und Audiorecht abtreten?
Mitglied: Mir ist der Verlag noch etwas zu klein. Ohne einen Vertrieb im Ausland lohnt sich das nicht so richtig. Mal sehen. Ich werde ohnehin erst nächstes Jahr veröffentlichen. Für mich war die Fragerunde ein erstes gutes Reinschnuppern. Man sollte sich ja ohnehin mit mehreren Verlagen beschäftigen, bevor man sich entscheidet und niemals nie sagen.
Mitglied: Auslandsvertrieb und Rechtethematik ist schon so eine Sache. Vergleicht man jedoch mal die bisherigen Verlage, dann war dennoch das Gesamtportfolio und vor allem auch die Blickrichtung für die Autoren und den Verlag am stimmigsten. Mein Ziel ist es ja auch, nicht jedes Jahr einen neuen Verlag zu suchen, sondern mich gern auch an etwas solides zu binden. Ich finde es schon sehr gut und interessant, mehr über die Ausrichtung zu wissen.
Mitglied: Die junge Dame hat sich gut präsentiert, finde ich. Und wenn sie das einhält was sie verspricht, dann gebe ich ihr gute Chancen im Verlagsgetümmel Fuß zufassen
Mitglied: Mir hat die Vorstellung auch gut gefallen.
Mitglied: Historycal-Fantasy ist super, Lesungen kein Problem, außer es handelt sich um meinen Wohnort oder Lüneburg
Mitglied: Mir hat es gut gefallen (aber ist ja auch das erste Mal, dass ich bei einer Vorstellung dabei war). Ich folge dem Blog und Facebook schon länger und bin echt gespannt auf die Bücher, die noch erscheinen werden. Dass der Stand behindertengerecht werden soll ist für mich ein dicker Pluspunkt, denn jetzt denke ich, dass ich auch wirklich schauen kann. (Außerdem sagt das auch immer etwas über die Verleger oder Organisatoren aus. Wer sich da gar keine Gedanken drum macht… naja….) Ob ich selbst versuchen würde etwas einzureichen, weiß ich noch nicht – vermutlich fehlt mir dazu das richtige (und vor allem fertige) Werk, aber wenn noch mal eine Ausschreibung kommt, werde ich versuchen mitzumachen.
Mitglied: War heute insgesamt weniger los oder bilde ich mir das ein?
Mitglied: Nee, das bildest du dir nicht ein. Heute war es wirklich etwas ruhiger.
Mitglied: War heute ruhiger, weil professioneller und inhaltlich besser. Der Verlag heute hatte bisher die höchste Anzahl an Zusagen von allen … es haben auch einige nur mitgelesen, weil es einfach nicht mehr zu fragen gab als sonst. Ich will jetzt aber die anderen Verlage nicht runtermachen. Viele von den vorgestellten stehen ja noch ganz
am Anfang. Lasst uns einfach mal beobachten, wie sich das alles entwickelt …
Mitglied: Ich z. B. musste gar nichts nachfragen, weil die Kollegen und Kolleginnen genau die Fragen gestellt haben, die ich gerade im Kopf hatte.
Mitglied: Klingt fast zu gut um wahr zu sein. Print, ebook, Werbung, Lektorat – klingt alles sehr professionell, keine Frage offen …
Mitglied: Ich bin mir sicher, dass es bei jedem der vorgestellten Verlage eine gute Zusammenarbeit geben kann. Es ist nur wie bei allem im Leben, sehr subjektiv. Manchmal hängt man sich an Kleinigkeiten auf und die Sache ist erledigt. Gehört aber halt einfach auch dazu. Zum Glück sind wir doch noch Menschen.
Mitglied: Ich fand die Vorstellung sehr gut und invormativ. Ich hoffe das er sich weiterentwickeln kann und all die Dinge auch umsetzten kann. Die Zeit wird es zeigen, aber im großen und ganzen.
Mitglied: Vielen Dank für die gute Stimmung! Ich habe freudig mitgelesen. (habe mich lieber nicht eingemischt, weil Mel sich ja sehr gut selbst vertreten kann).
Mitglied: Warum sollte die nach so einer Vorstellung nicht gut sein?
Mitglied: Davon, dass Mel klasse ist bin ich ja schon lange überzeugt. Wenn dann auch Autorenkollegen begeistert sind freut mich das besonders.
Mitglied: Sind wir ja einer Meinung.
Mitglied: Ich wollte eigentlich live dabei sein, aber ein Schreibabend hat mich dann doch an mein Manuskript gefesselt (mit Erfolg übrigens) – aber das Nachlesen ist ja immer wunderbar möglich. Klingt wirklich sehr gut. Und ist genau mein Genre. Da sollte ich mir noch ein paar Gedanken machen.
Mitglied: Laut Frau Waldhardt betragen die Werbekosten allein 3000 bis 5000 Euro. Auf der Homepage ist eine detailierte Kostenaufstellung zu sehen. Produktionskosten von 6500 bis 9000 Euro für ein Buch mit 500 Seiten für nen Buchpreis von 14,99?? Da müssen ca 600 Bücher gekauft werden damit der Verlag kein Minusgeschäft
macht.
Mitglied: Das erste Buch des Verlags liegt auf Amazon seit Erscheinung auf einem Verkaufsrang zwischen 1000-2000.
Mitglied: 1000-2000 eBook oder Print?
Mitglied: EBook, weil ein Print dazu noch nicht da ist. Ich kenne an sich nicht die Verkaufszahlen. Da noch kein Printbuch erschienen ist, ist es auch schwer einzuschätzen wie viel sich wirklich verkaufen wird. Ich mache mir jedoch bei Mel keine Sorgen bzw vertraue ihr. Klar 7 Jahre ist eine lange Zeit, aber wenn man Zweifel an einem Verlag hat, sollte man sich nicht bewerben, egal wie lange man sich bindet.
Ly Fabian bei meiner Bewerbung bei Mel waren meine Verkaufszahlen davor kein Thema. es ist als Autor/Illustrator bei ihr nicht meine Aufgabe zu verkaufen. Das macht der Verlag.
Mitglied: Bedenke auch 7 Jahre Verlagsrecht. Das sind pro Jahr nicht einmal mehr 100 Bücher.
Mitglied: Man kann nach drei Jahren auflösen, wenn nur 100 Bücher pro Jahr verkauft wurden. Wie viele Bücher muss man pro Jahr wenigstens verkaufen, um für einen Verlag interessant zu sein?
Mitglied: 100 pro Jahr sind aber auch extrem wenig. Wenn man ein bisschen PR Background hat, dann sollte das jedes Werk schaffen. Professionelle Aufmachung vorausgesetzt.
Mitglied: Die 7 Jahre waren gerade nicht kritisch hinterlegt, sondern rein zur Visualisierung des Zeitraums in dem sich das Buch amortisieren muss. Schließlich ging es ja davor darum, wann sich das Buch für den Verlag rechnet. Ich denke über so einen Zeitraum hinweg, wenn man konsequente PR macht, vermutlich auch immer Genre-/Portfolio-PR, allein zu Messen, dann kann man schon gut hinkommen. Natürlich wird keiner die richtige Rechnung aufmachen, aber rein mal vom Zahlenbilliard her, ist das vermutlich schon drin. Und eine Mischkalkulation hat man ja bei mehreren Büchern auch drin. Vielleicht hast du mal eins mit 80 drin und mal eins mit 120.
Mitglied: Ich denke nach wie vor, das Mel weiß was sie tut. Was letztendlich zählt, ist das Ergebnis. Zu den 600 Büchern, damit der Verlag kein Minusgeschäft macht – Bei 7 Jahren Vertragslaufzeit für ein Buch müßten 8 Bücher im Monat verkauft werden, sollte machbar sein, es gibt ja auch Spitzenzeiten wie Ostern oder Weihnachten
Verlag: Ich danke euch für das Feedback. Jeder Verlag, der sich hier vorstellt, hat Vorteile sowie Nachteile. Es gehört neben allen Fakten auch immer ein wenig Intuition dazu. Natürlich habe ich mir die Vorstellungen der anderen Kollegen angeschaut, interessiert mich ja auch. Dass ich mich auch selber vermarkten kann, darf man
voraussetzen. Wenn ich das nicht könnte, wie sollte ich dann Bücher verkaufen können! Bleibt mir gewogen, euch allen ein schönes Wochenende. Bis bald.
Mitglied: Ich konnte leider am Do. nicht dabei sein Was mich etwas bei meiner Recherche geärgert hat ist, der Waldhardt Verlag sucht seine Korrektoren unter den Studenten und ich befürchte, die Lektoren somit auch. Ich bin Selbstständig, muss von meinen Textkorrekturen, Werbetexten, Fachtexten leben und immer wieder wird der Markt
durch diese Herangehensweise kaputt gemacht, weil Studenten ihre Arbeit preiswerter anbieten können (keine Krankenversicherung, RV, Steuerabgaben, Steuerberaterkosten, Bürokosten, Werbekosten und und und). Wenn hier ebenfalls Absolventen der Hochschule für das Lektorat „eingekauft“ werden, sind die Kosten niedrig, die Qualität sicherlich aber auch. Außerdem wundern mich Werbekosten von 3000 – 5000 Euro, wenn von Bannerwerbung und Printwerbung die Sprache ist. Als ehemalige Grafikerin weiß ich, wie schnell das Geld für solche Werbung verpufft. Der Verlag ist jung, somit muss er auch straff kalkulieren. Was die studentischen, freiberuflichen Hilfskräfte anbelangt, hoffe ich, der Verlag wird (sobald er etwas besser läuft) auf eine anständige
Bezahlung von Freiberuflern zurückgreifen. Sollte ich mich irren, dann würde ich mich über ein FB von Mel freuen, damit hier keine falschen Angaben von mir stehen.
Mitglied: Guten Abend in die Runde. Habe die Diskussion mit Interesse verfolgt und möchte nur kurz etwas beitragen. Ich bin Autor im Waldhardt-Verlag und hatte zuvor schon mit einigen anderen Verlagen Kontakt, die mich auch genommen hätten. Bei keinem hatte ich ein so gutes Gefühl und bei keinem habe ich mich auf Anhieb
zuhause gefühlt. Egal, was später kommt. Sei es der erste Tisch bei Thalia oder eine Übersetzung ins Englische oder etwas anderes. Am Anfang steht immer die Qualität. Wenn die stimmt, ist alles möglich! Mel Marcia Waldhardt tut viel für ihre Autoren.

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