Aurelia Velten

10285832_985169678180123_1424521595641955606_oAutoreninterview Aurelia Velten am 27.06.2015

Aurelia Velten wurde 1993 in Süddeutschland geboren und begann mit zwölf Jahren zu schreiben. Heute ist sie ist ein bekennender Bücher-Filme-Serien-Junkie.
Seit drei Jahren studiert sie Psychologie. Eben dieses Studium hält sie zurzeit oft vom Schreiben ab, da sie gerade an ihrer Bachelor-Arbeit feilt. Im Januar 2015 brachte Aurelia Velten per Selfpublishing über KDP den ersten Band der Sportler-Liebesroman-Reihe Boston Berserks, „Vergeben & Vergessen“, heraus. Ende April/Anfang Mai folgte der zweite Band der Reihe, „Ja, ich will?“. Der dritte Band der Reihe soll noch dieses Jahr erscheinen.
Bald will sie ein neues Projekt in Angriff nehmen – diesmal im Genre Fantasy.

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Ich habe vorab etwas vorbereitet:
Mein Name ist Aurelia Velten, aber eigentlich werde ich nur Lia genannt. Inspiriert wurde der etwas altmodische Vorname durch die „Via Aurelia“ in Rom. 1993 wurde ich in Süddeutschland geboren, Ende dieses Jahres werde ich 22.
Früher las ich um ehrlich zu sein nicht sonderlich gern, das kam erst mit der Pubertät – anscheinend bringt die doch etwas Gutes! „wink“-Emoticon Mittlerweile bin ich aber begeisterter Bücher-Filme-Serien-Junkie. Mit zwölf oder dreizehn begann ich zudem wie wild zu schreiben, allerdings hielt ich meine Schreiberei, so lange es ging, geheim. Ich war einfach noch nicht dazu bereit, dass jemand meine Geschichten las. Vermutlich kennt jeder die Unsicherheit, ob die eigene Leistung wirklich gelungen ist?
Erst mit sechzehn ließ ich meine Mutter und ein paar enge Freunde meine Geschichten lesen. Da der Inhalt meiner Bücher sofort auf mich übertragen wurde („Hast Du das wirklich gemacht?!“ „Bist Du sicher, dass es Dir gut geht?“ „Das hätte ich von Dir nie gedacht!“ …), ist es mir wichtig zu erwähnen, dass nein, ich schreibe nicht über
eigene Erfahrungen. Es sind Geschichten, Fantasie. Wenn ich all das erlebt hätte, über das ich schreibe, dann wäre ich vermutlich psychisch stark angeschlagen (eine meiner Hauptfiguren hat z.B. die posttraumatische Belastungsstörung), körperlich am Ende und ganz schön abenteuerlustig …
Über meine Bücher kann ich nicht sehr viel berichten, da ich erst dieses Jahr begonnen habe zu veröffentlichen, geschrieben habe ich sie allerdings schon während der Schulzeit (zumindest die veröffentlichten). Im Januar 2015 brachte ich per Selfpublishing über KDP den ersten Band einer Sportler-Liebesroman-Reihe heraus. Ende April/Anfang Mai folgte dann der zweite Band. Beide erreichten sehr ordentliche Chartplatzierungen, womit ich zwar nie im Leben gerechnet hätte, aber natürlich total glücklich darüber bin. Trotzdem bin ich jedes Mal abartig aufgeregt, wenn ich den „Veröffentlichen“-Knopf bei Amazon drücke (egal, ob es ein neues Buch oder nur eine Aktualisierung ist ). Der dritte Band der Reihe soll dieses Jahr noch rauskommen.
Seit fast drei Jahren studiere ich Psychologie. Mittlerweile sitze ich an meiner Bachelor-Arbeit, die mich im Schreiben leider sehr behindert. Da meine Muse recht stressanfällig ist, passt meine Gefühlswelt derzeit eher zu meinen etwas düsteren Fantasyromanen (noch nicht veröffentlicht) und nicht zu meinen Happy-End-Basketballromanen. Ich bin also sehr gespannt, was noch draus wird!
Neben dem ganzen Stress habe ich im Studium aber auch die liebe Daniela Kretschmer kennen gelernt, die mich beim Schreiben unterstützt, indem sie Cover designt, Buchsatz formatiert, etc. Danke Dir an dieser Stelle für all Deine Arbeit!
Das war’s dann von mir, Fragen losfeuern: Auf die Plätze, fertig los!
Welche Autoren sind deine Vorbilder?
Meine Vorbilder? Hm… ich eifer eigentlich niemandem nach, aber ich habe natürlich Lieblingsautoren: Zum einen sind das die zu meinem Genre passenden wie Rachel Gibbson, Susan E. Phillips, Shelly LAurenston, Kresley Cole und zum anderen mag ich ab und auch mal Tthriller wie „der Schwarm“
Eine ganz materialistische Frage … weshalb hast Du den Preis bei Amazon so niedrig angesetzt?
Den Preis hatte ich berechnet mit dem Preisrechner auf der Selfpublisherbibel – ich meine, der hatte mir sogar etwas noch niedrigeres vorgeschlagen. Nächstes E-Book wird aber etwas teurer, meine Bücher sind ja auch länger, da finde ich das in Ordnung.
Was gab den Ausschlag, doch zu veröffentlichen?
Ich habe lange (mehrere Jahre nach der Fertigstellung der Bücher) mit mir gehadert (vermutlich einfach Angst vor schlechten Kritiken), und irgendwann habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten und habe gedacht: Jetzt sei mutig! Mein Wunsch war es schon sehr lange, Autorin zu sein – und ohne Veröffentlichen geht es nicht. Und dann
habe ich es viel zu überstürzt einfach getan.(Vor 4 Jahren hatte ich es auch ein paar Verlagen angeboten, die wollten mich aber nicht.)
Wusstest du von Anfang an, welches Genre du schreiben würdest?
Nein, ich habe nie „gewusst“, in was für einem Genre ich schreiben werde. Es passiert einfach – habe Schreibanfälle/-krämpfe und angefangen habe ich auch mit Fantasy, nichte Liebesromanen. Meine nächste Reihe, die ich veröffentlichen werde, ist auch Fantasy (mit einer Einspritzung Liebe). Ohne kann ich wohl nicht, bin ein Träumer.
Apropos … ein zu niedriger Preis ist wahrscheinlich abschreckender als ein eher hoher Preis. Qualität sollte auch was wert sein?
Ja, Qualität sollte etwas wert sein, aber als abschreckend entpuppen sich meine Preise nicht, beide Titel haben sich gut verkauft – das Problem ist, dass gerade in den Erotik- und Liebesromanen Kurzromane in sind und die sind recht billig. Die Leser schauen oft nicht auf die Seitenzahlen (beschweren sich sogar manchmal über die Kürze). Insofern konkurriere ich sozusagen mit diesen kürzeren, günstigeren Romanen.
Hast Du es schon einmal mit einem Verlag versucht?
Vor 4 Jahren habe ich Leseproben an Verlage geschickt (nur von meinen Liebesromane) und die wollten mich nicht. Also hat das nicht geklappt.
Welcher ist dein Lieblingsprotagonist?
Also aus meinen eigenen, da mag ich alle gern – sie sind alle verschieden und sind meine (imaginären) Freunde.
Wie viele Stunden Schreibzeit pro Tag gönnst Du Dir?
Ich habe keine festen Schreibzeiten, zur Zeit ist es leider gar nciht drin, da ich gerade meien Bachelor-Arbeit schreibe. Normalerweise läuft es so, dass es mich einfach überfällt und dann MUSS ich schreiben und bleibe viele, viele Stunden dran.
Was inspiriert dich?
Also mich inspirieren Gefühle. Damit meine ich starke Emotionszustände – das kann durch Filme passieren, durch eigene Lebenserfahrungen, etc. dann kribbelts und Szenen entstehen im Kopf und ich muss schnell einen Schmierzettel oder am liebsten meinen Laptop finden
Hattest Du schon Lesungen?
Nein, ich hatte noch keine Lesungen, bin erst seit Januar „auf dem Markt“ und schnuppere erst in das Business rein.
Du hast geschrieben, dass Deine Muse stressanfällig ist (das kenne ich leider). Gibts ein fixes Ritual oder einen „so jetzt gehts aber wieder los“ Trick? Oder wartest du so lange bis die Muse wieder von alleine erwacht (aber wie schließt du dann wieder an deinen Inhalt an)?
Also, ich muss tatsächlich warten, bis die Muse wieder kommt – wenn ich mich zwinge, einfach loszuschreiben, kann es passieren, dass ich den kritischen Punkt überschreite und es plötzlich wieder wie von selbst geht. Das ist aber selten der Fall. Meist muss ich lange warten und dann lese ich die letzten Kapitel wieder durch, um mich reinzufühlen. Dann kann´s weiter gehen!
Deine Veröffentlichungsabstände sind teilweise recht kurz. Hattest du die in der Schublade oder bist du einfach nur eine schnelle Schreiberin? Wie sind deine Erfahrungen, wenn zügig deine Bücher hintereinander auf den Markt kommen?
Meine 2 veröffentlichten Bücher hatte ich tatsächlich in der Schublade, da die in der Schulzeit entstanden sind (die 1,5 nächsten liegen auch dort in der „Schublade“). Tatsächlich bin ich aber auch schnell. Den 2. Band habe ich in den Sommerferien (6 Wochen) geschrieben.Allerdings, wenn eine Blockade kommt, bin echt SEHR langsam.
Wie läuft denn die Resonanz über Amazon? Sind die Herrschaften fleißig oder musst Du selbst massiv ins Marketing gehen?
Nein, Amazon macht nicht viel, man ist halt in den Listen drinnen, und vielleicht noch auf „Schnellaufsteiger des Tages“, sonst habe ich einmal einen Newsletter mit einem meiner Bücher drin bekommen.
Bietest du deine Bücher über Select an?
Ja, ich biete die Bücher über Select an. Ich finde die Änderung sehr gut, da meine Romane wie gesagt recht lang sind. Insofern sollte ich profitieren. Außerdem mag ich persönlich Kurzromane nicht sehr gerne (lese nichts unter 300 Seiten, da mir das zu wenig Lesespaß ist) und ich hoffe um ehrlich zu sein, dass sich der Trend vom
Kurzroman wieder zum längeren Roman ändert – dann habe ich auch wieder mehr zum Lesen. Das Einzige was ich fürchte: Ich weiß ja nicht, ob die Menschen, die meine Bücher ausleihen, auch wirklich zu Ende lesen. Wenn ich dann nichts mehr verdiene, wäre blöd. Für die Sachbuchautoren tut mir die Änderung leid, dazu gibt es ja den Artikel von Herrn Matting.
Wie gehst du vor beim Schreiben – tippen, was das Zeug hält und dann überarbeiten, oder machst du das gleichzeitig? Hast du Testleser?
Du triffst es auf den Punkt! Ich lese erst danach alles durch (und hasse lektorieren/korrigieren). Testleser hatte ich bislang nicht (außer meiner Mami), plane aber, das nun zu ändern, da manche stellen sich zu sehr ziehen (bin eine Labertasche). Nur ein Korrektorat habe ich.
Bei deinen neuen Werken, gibt es da einen Plot, oder schreibst Du einfach drauf los?
Das ist so eine Sache. Bislang hatte ich nie einen Plot, sondern meist nur irgendeine besondere Szene im Kopf, auf die ich loschrieb und meine Figuren machen eh immer, was sie wollen. Erst kürzlich habe ich mir einen Zeitstrahl für die Basketballmannschaft gemacht, da ich da aufpassen muss bzgl. wann Saison ist, wann nicht, wer wann den Pokal gewonnen hat, etc. Damit ich keien Logikfehler einbaue. Aber Plot, dass die Geschichte einen bestimmten Weg hat, nein, das habe ich nich
Recherchierst du für deine Bücher?
Ja, tue ich – es kommt halt auf die Themen an. Ich schreibe z.B. Fantasy über alle möglichen Sagen, Mythologien, etc. Da muss ich recherchieren. Bei meinen Liebesromanen: Symptome zu bestimmten Krankheiten, Schwangerschaft, Brandopfer, etc. Das häuft sich schon irgendwann, aber es macht sehr viel Spaß.
Wie sieht die Planung für die Zukunft aus?
Also, ich muss jetzt meine Bachelor-Arbeit (BA) irgendwie auf die Reihe bekommen. Wenn ich meinen Masterplatz sofort bekomme (eher unwahrscheinlich), dann weiß ich echt nicht so recht, wie ich Zeit zum Schreiben finden soll. Wenn ich nach der BA 1 Jahr Pause mache, dann schreibe ich wie blöd und sammel für die von Bernd erwähnte
Schublade, sodass ich nach und nach veröffentlichen kann. Vom Ablauf her soll der 3. Band der Basketballreihe dieses Jahr noch rauskommen, Anfang 2016 der 4. Anfang 2016 würde ich gerne meine Fantasyreihe starten (1. Band schon fertig)

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