Julia Meyer

11141250_991878360842588_1399045267014222219_nAutoreninterview mit Julia Meyer am 11.07.2015

Julia Meyer wurde 1983 in Lüneburg geboren. Sie ging zur Realschule und absolvierte eine Lehre zur Groß-und Außenhandelskauffrau. Sie arbeitet als Vertriebssachbearbeiterin in einer Firma für Tiefkühlfisch.
Seit ihrer Jugend schreibt sie Romane und Kurzgeschichten. Im Laufe der Jahre haben sich viele Geschichten angesammelt. Der erste Erfolg kam 2002 mit dem Kurzkrimi „Josefs Braut“, der in der TV-Zeitschrift „Funk Uhr“ abgebildet wurde.
Der Erstling, ein Psychodrama, „Ricky Meinfeldt – Einsamer Wahn“ wurde im Dezember 2013 bei Neobooks in Ebook-Format aufgelegt und ist heute bei Amazon als Ebook und Taschenbuch erhältlich. Im Dezember 2014 kam der zweite Roman „Der Teufel im Pferd“ und im Februar 2015 erschien der Horrorthriller „Helldriving Band 1 – Brennender Asphalt. Alle drei Bücher sind sowohl als Taschenbuch, als auch als Ebook erhältlich.
Weitere Werke aus den Bereichen Horror, Thriller, Fantasy und derber Lovestory, aber auch Kindergrusler, sind in Arbeit.
Neben ihrem Hund ist die Autorin begeisterte Opel-Fahrerin, geht gern schwimmen und ist mit Freunden unterwegs.

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Ich wollte dich als erstes mal fragen, was du unter derber Lovestory verstehst? Bin neugierig!
Ja, also es geht in der Geschichte um eine Frau, die vorgibt, einen Freund zu haben, der aber nicht existiert. Sie mietet einen Escort-Boy und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Wann hast du zum ersten Mal eine Geschichte geschrieben?
Die erste Geschichte als Kind schon … das Alter…muss ich lügen, war Grundschule.
Wie bist du darauf gekommen, Bücher zu schreiben,die Psychodramen sind?
Ich liebte schon als Jugendliche Thriller und Horrorfilme. Da ich leider keine allzu gute Schulzeit hatte (wurde von Gleichaltrigen gemobbt) , kam ich auf die Idee, selbst ein Buch zu schreiben. Teile davon spiegeln sich darin wieder (die Harmlosen).
Liest du denn privat auch am liebsten Bücher, die in diese Richtung gehen?
Ja, privat auch gern – muss aber nicht immer blutspritzend sein … eine ausgewogene Mischung.
Wie siehst du deine Chancen als Indie-Autorin erfolgreich zu sein?
Die Chancen erfolgreich zu sein … ja, man muss viel Zeit investieren, vor allem immer selbst an seine Bücher glauben, sie praktisch lieben … auch wenn s vielleicht mal ne Zeit lang wenig Verkäufe sind. Es gibt hunderttausende Bücher, das muss man auhc immer sehen…bin derzeit im guten Mittelfeld und habe eine tolle kleine fanbase „smile“-Emoticon das ist schon viel wert. Reich wird man (zumindest ich) sicher nicht … da ich auch eher Bücher schreibe, die nicht unbedingt die große Zielgruppe haben
Was sagt deine Familie dazu, dass du schreibst und veröffentlichst?
Meine Familie akzeptiert das … allerdings mögen sie Gewalt und Horror nicht wirklich … so dass sie meinen, ich sollte lieber schönes schreiben
Gibt es einen Erzählerperspektive, die du bevorzugst?
Die Perspektive ist mir eigentlich egal … ich – Version nehme ich gern, wenn z. B. wie bei Ricky, der Mensch im Fokus steht. Bei ihm soll es wirklich tief rein gehen und zum Nachdenken anregen.
Hast du von Anfang an deine Karriere als Selfpublisher geplant oder es zunächst bei Verlagen probiert?
Bei Verlagen hab ich es bis jetzt noch nicht probiert. Ohne Agenten scheint es schwer zu sein, einen Verlag zu finden. Habe vor ein paar Jahren mal einen Agenten angerufen, der vertrat aber nicht mein Genre, sondern riet mir, es mit einem „Lüneburg-Krimi“ zu versuchen. Das mit dem SP hat mir eine Autorin-Kollegin empfohlen, die dasselbe mit ihrem Buch im Dezember 2013 gemacht hat (bei Neobooks).
Also steckt in deinen Büchern auch immer eine Botschaft?
Ja, Botschaft ist überall drin. Helldriving setzt aber auch mehr auf Unterhaltung, denn auf zu viel Botschaft. Falls jemand den Film „Interceptor“ kennt, so ähnlich …. eine blutige Version von Knight Rider.
Was planst du als nächstes für Schritte, ich meine z.B. Lesungen, Interviews, um bekannter zu werden und hast du Ziele für die nächsten, sagen wir 5 Jahre, die du erreichen möchtest als Autorin?
Lesungen sollen folgen. Ist nur alles schwer mit der Vollzeitarbeit , dem Haus, Freunden, Hund etc. zu vereinbaren. Hatte jetzt 3 Wochen Urlaub und etwas mehr Zeit. Konnte den fünften Roman fertig stellen. Hab dafür auch schon ein tolles Cover von Kara C. Cowan Gillian und ein Neues für den ersten Helldriving teil, der leider nicht so gut
ankam bisher, heißt, wenig gekauft wurde. Im nächsten Urlaub plane ich einen Anfrage bei unserer Lokalzeitung wegen einem Autoreninterview/-bericht.
Gibt es eine Autorin oder einen Autor, die oder der dich ganz besonders beeinflusst/inspiriert hat, diesen Weg einzuschlagen?
Stephen King und Brett Easton Ellis sind meine Vorbilder, wobei letzter mich dazu animiert hat, Ricky Meinfeldt umzusetzen … allerdings habe ich natürlich meine eigene Version draus gemacht. Versuche in jedem Buch ein Thema zu finden, dass es so noch nicht zum 100 – mal gab.
Wäre was „Schönes“ -also ich denke mal eine „nichtderbe“ Lovesory für dich auch denkbar als Genre?
Ich habe unter dem Pseudonym „Sarah Lee“ bereits eine Pferdegeschichte für Kinder geschrieben. Sie ist zwar recht kurz, aber kommt ganz gut an. Sina und das Pony aus dem Schrebergarten, heißt sie. vielleicht hat sie schon einer von euch gesehen
Welche Tipps würdest du anderen Autoren mit auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, ein Buch zu veröffentlichen?
Der wichtigste Tipp ist wohl der: investiert ein paar Groschen in ein Lektorat/Korrektorat oder sucht jemanden, der versiert ist und das Buch gegen ließt. Auch wenn man noch so gut glaubt, das Buch korrigiert zu haben – Fehler sind IMMER drin. Das Cover ist auch superwichtig. Einfach eins selbst zeichnen und zack. Hauptsache das Buch ist da, das geht leider nicht. Musste die Erfahrung mit „Ricky Meinfeldt“ anfangs auch machen … das Cover wurde abgewatscht (kam aus einer Vorlage von Neobooks), man sagte: alle Fehler die man machen kann, wurden gemacht … tja, aber aus Fehlern lernt man ja auch.
Deine Rezensionsmenge, Bewertungen und Ränge sind beneidenswert. Hast du dir die Fangemeinde aufbauen müssen oder kannten schon vorher viele deinen Stil?
Also die Fanbase habe ich mir aufgebaut. hab das buch vor allem bei FB immer fleißig beworben und so kam das dann nach und nach, was mich sehr freut. Mich kannte vorher eigentlich niemand. wie gesagt, die Familie mag Gewalt und Grausamkeit nicht (auch nicht in Filmen) und daher kam nur Aufbau der Fanbase in Frage.
Ist dein Ziel denn, einmal bei einem Verlag zu landen?
Mein Ziel ist es, bekannter zu werden. Ein Verlag muss nicht sein, wenn es sich ergibt, sage ich aber nicht nein. Es muss dann aber auch schon ein guter Verlag sein. Also mittlerweile sage ich: es wäre toll, wenn es ein guter Verlag ist, gibt ja leider so viele Kleinstverlage, die nicht wirklich viel für den Autor tun (außer wenig Tantiemen zu zahlen) aber als SP ist es auch super.
„Der Teufel im Pferd“ hast du als Band 1 deklariert. Nur als Option oder folgt noch Teil 2?
Vom Pferd kommt definitiv ein zweiter Teil. der ist auch schon in Arbeit. wird: Teufels Rache heißen.
Warst du unsicher, bevor du dein erstes Buch veröffentlicht hast?
Ja, ich war etwas unsicher, hab immer gegrübelt, ob das Buch jetzt wirklich fehlerfrei ist, das Cover gut genug ist … ob der Preis ok oder zu hoch ist.
Recherchierst du für deine Bücher?
Also bei Mordgeschichten muss man unbedingt recherchieren, damit man keinen Trash abgeben wird, wie es in Filmen oft der Fall ist. Wenn ich mir unsicher bin, wie eine Gegend genau aussieht, dann guck ich auch im Netz nach.
Ist es bei dir auch so, dass es manchmal nur eine Kleinigkeit braucht und es baut sich sofort ein weiteres Buch zusammen und du musst es aufschreiben, weil es in deinem Kopf wie ein Film abläuft?
Wie bei Hell Driving – hab das Auto kurz gesehen und schwubs, die Idee war da … und nun gibt es schon drei Teile davon. Der Zweite kommt die Tage raus.
Gibt es etwas, dass dich dazu bringen könnte, doch etwas anderes als Psychodrama zu schreiben?
Hab ich ja: Sina und das Pony aus dem Schrebergarten. OHNE jede Gewalt. Hell Driving ist ein Fantasy-Horrorthriller und der Teufel im Pferd ist Tierhorror … das mit der Dame und dem Escort ist eine Lovestory und natürlich „Josefs Braut“, das ist schwarzhumorig – das kommt auch noch.
Ich meine irgendeinen Auslöser in der Zukunft?
Ich denke, es wird keine Auslöser geben, vielleicht mal die Geburt eines Kindes, dass ich dazu etwas schreibe
Welcher Art sind deine Botschaften im Allgemeinen?
Die Botschaften sind meist gesellschaftskritischer Natur: keine Gewalt gegen Tiere, Mobbing ist mies oder auch: reich sein ist nicht alles, wenn man keine Freunde hat.

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