Agnes M. Holdborg

11754888_997582636938827_3580336122642393946_oAutoreninterview Marlies Borghold alias Agnes M. Holdborg am 22.7.2015

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Agnes M. Holdborg vorstellen zu dürfen.
Im Jahre 1959 wurde Marlies Borghold in Borken im schönen Münsterland geboren. Ihr Beruf (sie ist als Beamtin tätig) brachte ihr, als sie gerade mal neunzehn war, die große Liebe, und die wiederum brachte sie über ein paar Umwege (Mölln, Mannheim und Münster) recht schnell nach Düsseldorf. Als das erste Kind unterwegs war, zog sie
mit ihrem Mann nach Ratingen, wo sie immer noch mit ihm lebt. Die beiden Kinder sind mittlerweile aus dem Haus.
Schon immer hat ihr die Welt der Buchstaben gefallen, ob aus Leser- oder Autorensicht. Allerdings hielt sie sich mit dem Schreiben nur an Gedichte und kleine Geschichten. Erst im Jahre 2012 schrieb sie, einer plötzlichen Eingebung folgend, einen Roman. Schon bald folgten die Fortsetzungen hierzu.
Unter dem Pseudonym Agnes M. Holdborg veröffentlichte sie daraufhin die bislang dreiteilige Romantasy-Reihe „Sonnenwarm und Regensanft“ als E-Books. Inzwischen sind alle drei Bände auch als Prints bei Amazon erhältlich. Kürzlich erschien ein weiterer Roman im Genre Romance-Fantasy: „Kuss der Todesfrucht“.
Das Pseudonym ist aus einer Laune heraus entstanden. Jeder, der weiß, dass sie mit richtigem Namen Marlies Agnes Borghold heißt, kann sich demnach einen Reim darauf machen, wie es zustande gekommen ist. Mittlerweile ist es mit ihr verwachsen, und sie hat den Namen richtig liebgewonnen. Zurzeit arbeitet sie am vierten Teil zur „Sonnenwarm und Regensanft“-Reihe und hofft, ihn noch in diesem Jahr
veröffentlichen zu können.
Daneben hat sie eine Kurzgeschichte im Horror-Thriller-Genre mit dem Titel „You were always on my mind“ herausgegeben und arbeitet derzeit an einem Erotik-Thriller.
Außerdem hat sie sich seit dem letzten Jahr an verschiedenen Gemeinschaftsprojekten beteiligt:
– Muttergefühle: Gedichte für Mütter – LevelUp Publishing
– Vergessene Flügel – Buch 1 – Thriller – Karina-Verlag
– Sonnen- und Reisegeschichten-Jedes Wort ein Atemzug-Respekt für dich.(Anthologie-Gemeinschaft gegen Gewalt)
– Geschichten aus aller Welt–Jedes Wort ein Atemzug-Respekt für dich.(Anthologie-Gemeinschaft gegen Gewalt)
– 13 gegen den Winterschlaf(Kostenlose Anthologie)
– 13 gegen die Frühjahrsmüdigkeit (Kostenlose Anthologie)
– 13 gegen das Sommerloch (Kostenlose Anthologie)

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Hallo Agnes, schön, dass ich dich zu einem Interview begrüßen darf. Oder darf ich dich ‚Marlies‘ nennen?
Hallo, ich freue mich. Du darfst mich gerne Marlies nennen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen, Marlies? Und was war das Erste was du geschrieben hast?
Das Schreiben von Romanen ist sozusagen zu mir gekommen. Anders kann ich das nicht beschrieben, 2012 hab ich angefangen, vorher waren es eigentlich nur Gedichte, die ich geschrieben habe.
Für welche Menschen schreibst du? Wie stellst du dir diese vor?
Eigentlich schreibe ich für alle Erwachsenen, wobei doch eher die weiblichen Leser meine Bücher bevorzugen.
Wie bist du auf die Idee zu Sonnenwarm und Regensanft gekommen? Warum schreibst du (bisher) überwiegend Fantasy?
Das hat sich einfach so ergeben. Der Anfang des Buches war ganz anders gedacht und dann haben sich die Elfen einfach eingeschlichen. Das beantwortet eigentlich auch schon die zweite Frage: Die Fantasy ist quasi über mich gekommen. Ich lese aber auch sehr gern Fantasy.
Dann haben sich die Protas bei dir selbständig gemacht?
Genau, sie machen sehr oft, was sie wollen, aber das ist auch furchtbar spannend.
Gibt es eine Autorin oder einen Autor, die oder der dich ganz besonders geprägt und inspiriert hat?
Ja, das kann man wohl sagen. Besonders beeindruckt hat mich J.K.Rowling. Harry hat mich insbesondere in die Fantasywelt eingeführt.
Du bist ja ein sogenannter Selfpublisher. Suchst du denn trotzdem nach Verlagen oder bleibst du beim Selfpublishing?
Ich habe 2013 gesucht und keinen gefunden. Dann hatte ich den Kuss der Todesfrucht noch einmal einem Verlag angeboten. Dieser war erst interessiert, hat dann aber doch abgelehnt. Das war bitter. Aber als Selfpublisher geht es mir gut. Vielleicht versuche ich es später noch mal. Jetzt erst mal nicht mehr.
Du schreibst ja in unterschiedlichen Genres (Romantasy, Horror-Thriller, Erotik etc.). Magst du die Abwechslung? Hast du dein Genre noch nicht gefunden oder woher kommt das?
Romance Fantasy ist schon mein „Stamm-Genre“, aber die Abwechslung ist cool. Das macht mir Spaß und will daher ausprobiert werden.
Zahlst du für Lektorat oder hast du eine günstigere Variante gefunden, und wenn ja, welche?
Ich habe mich mit mehreren Facebook-Freunden zusammengetan. Wir lektorieren unsere Texte gegenseitig, was erstens viel Kosten spart und zweitens Spaß macht. Wir kennen unseren Stil mittlerweile so gut, dass es wirklich sehr konstruktiv ist. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, der eine kennt sich gut mit der Zeichensetzung aus,
der andere ist ein Genie in der Rechtschreibung, oder zaubert wunderbare Buchcover. So ergänzen wir uns und bilden ein starkes Team.
Woher bekommst du deine Geschichten?
Meine Geschichten sind ein Sammelsurium aus Selbsterlebtem, Geträumtem, Anekdoten von Freunden undmeiner Phantasie.
Gibt es ein Genre, in dem du bisher nicht geschrieben hast, aber es gerne würdest? Wenn ja, welches würdest du gerne in Angriff nehmen?
Richtig blutiger Horror wird wohl nie meins werden. Ansonsten bin ich offen für alles.
Wie gehst du als Selfpublisher mit Sichtbarkeit und Marketing um?
Das Marketing ist ein Problem – Werbung in Gruppen, Gewinnspiele, Lovelybooks, Wanderbücher …Ich versuche mich in diesen Dingen. Meine Gratisaktion mit dem Kuss der Todesfrucht hat die Verkäufe der Sonnenwarm-Bücher angekurbelt. Das war aber ein einmalige Aktion. Außerdem hat eine Freundin einen Trailer für mich gemacht. Zu den Sonnenwarm-Büchern wollen wir das auch machen.
Benutzt du viele Fremdwörter in deinen Büchern? Oder suchst du Umschreibungen dafür?
Ich versuche, möglichst ohne schwierige Fremdworte auszukommen. Manches erklärt sich aber auch durch die Geschichte. Hier und da habe ich „eigene“ Worte erfunden, die müssen natürlich erklärt werden.
Was steht als Nächstes auf deinem Plan? Ein neues Projekt?
Ich schreibe am 4. Teil von Sonnenwarm und Regensanft. Er soll noch dieses Jahr rauskommen. Und mein Erotikthriller ist zu gut der Hälfte fertig.
Bist du auch im WAV (Westdeutscher Autorenverband) oder hast du schon mal in Düsseldorf gelesen?
Nein, bin ich nicht. Zu WAV kann ich im Moment nichts zu sagen, da muss ich mich wohl schlau machen. Leider habe ich überhaupt noch nie gelesen, würde es aber furchtbar gerne. Am 30.7. 2015 findet ein Autorentreffen in Monheim statt, auf dem ich etwas lesen werde. Wenn ich daran denke, werde ich ziemlich nervös.
Wo siehst du aktuell dein größtes Entwicklungspotenzial? Wo denkst du, könntest du in Zukunft noch eins drauf legen?
Ich glaube es liegt in der Romantischen Schreibe mit erotischem Hauch – so würde ich das mal nennen. Ich glaube, da bin ich am besten.
Arbeitest du mit Plot, Szenentimeline, Charakterblättern usw.? In welchen Situation spinnst du die Handlung in deinen Büchern weiter?
Das ist total verschieden. Im Kuss der Todesfrucht gibt es ein paar – für meine Verhältnisse – brutale Szenen. Die habe ich letztes Jahr im Urlaub geschrieben, während ich in einem Bus für eine Tour saß und die wundervollste Landschaft an mir vorüberzog. Es überfällt mich meistens.
Wirst du dieses Jahr auf der Buchmesse sein, Marlies?
Auf alle Fälle komme ich nach Frankfurt, und wenn es nur für einen Tag ist.
Welches Genre bevorzugst du als Leser? Lässt du dich durch andere Bücher inspirieren?
Im Moment lese ich viel romantische Bücher und Fantasy und ja, natürlich inspirieren sie mich auch. Nicht, dass ich etwas kopiere, aber oft haben mich die Bücher dazu angehalten, meine eigenen gesponnenFäden zu etwas Neuem zu verweben.
Wir waren alle mal jung und brauchten das Geld. Nachträglich reflektiert, was war dein größter Fehler im Autorendasein und was würdest Du daran heute anders machen?
Ich habe Band 1 viel zu schnell veröffentlicht. Ich dachte, er sei fehelrfrei, das war er natürlich nicht! Aber man wird halt immer erst hinterher schlau. Als Autor überliest man Fehler, weil man so in seinen Text vertieft ist, dass man das liest, was man gedanklich vor sich sieht und nicht das, was im Display bzw. auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Ein Klassiker: Wo siehst du dich in 5 Jahren? Was sind deine Visionen?
Als erstes sehe ich mich dann 5 Jahre älter, was mir missfällt. Aber ansonsten sehe ich mich weiter fleißig schreiben. Gerne würde ich bei irgendeiner Late-Night-Show (gibst die eigentlich noch?) etwas Sinnfreies zum Besten geben, aber das wird wohl eher nicht passieren. Dennoch denke und hoffe ich, dass mein Bekanntheitsgrad ein wenig ansteigt.
Hast du auch Romane, in denen der Fantasyfaktor hoch und der Liebesfaktor eher gering ist?
Nein, da muss ich dich leider enttäuschen.
Wo oder wie schreibst du am Liebsten? Hörst du Musik dazu? Oder trinkst du eine Schokoladenmilch dabei?
Meistens schreibe ich in meinem Arbeitszimmer, ab und an auf dem Balkon. Musik geht bei mir gar nicht beim Schreiben. Schokomilch ist nicht so meines. Aber ich liebe Süßigkeiten (LEIDER!!!), dazu gibt es Wasser und Cola und abends durchaus mal ein Gläschen Prosecco.
Hast du ein absolutes Lieblingsbuch?
Meine Lieblingsbücher sind und bleiben die von Harry Potter.
Schaffst du es gut, dein persönliches Umfeld, Alltag und Schreiben miteinander zu verbinden?
Das ist eine tolle Frage, denn da kann ich meinen Mann lobend mit ins Spiel bringen. Er unterstützt mich sehr viel und ich bin ihm unendlich dankbar dafür.
Wenn du schreibst, Marlies, verschwindet die Welt um dich herum? Und wenn ja, wie geht diese Welt – sprich Familie, Feunde- damit um?
Beim Schreiben verschwindet alles um mich herum. Ich kann die Menschen aus meinem Buch sehen, wie sie sichbewegen und sprechen, ich kann spüren wie sie sich berühren und auch lieben. Ich sehe sie immer bildlich vor mir, ich heule auch mit ihnen – sehr oft. Und auch hier kann ich wieder auf die volle Unterstützung meines Mannes zählen.
Was bringt dich dazu, an deinen Büchern weiter zu arbeiten?
Ich habe letztens erst meine Prints durchgearbeitet, und ich war begeistert von mir selbst. Irgendwie konnte ich selbst nicht glauben, dass ich das geschrieben hatte. Das ist ein schönes Gefühl, finde ich.
Gibt es etwas, das Du aus Deiner bisherigen Tätigkeit als Autorin Newcomern spontan mit auf den Weg geben möchtest? Ein „mach das unbedingt“ oder/und ein „mach dies niemals“?
Ich persönlich denke,wie ich bereits vorher erwähnt hatte, dass ich zu früh veröffentlicht hatte. Ansonsten kann ich den Rat geben, Freunde oder Gruppen suchen, mit denen man die Texte austauschen kann, das war bei mir sehr hilfreich. Und ich denke, dass ein gesundes Selbstvertrauen wichtig ist. Man muss an sein Werk glauben.
Danke Marlies, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern und Projekten.

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