Medusa Mabuse

1514991_1002235136473577_4137208211616109799_nAutoreninterview Medusa Mabuse am 01.8.2015

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Medusa Mabuse vorstellen zu dürfen…
Mein Name, Medusa Mabuse, ist ein Pseudonym, das mich schon seit Jahren begleitet und das ich lieb gewonnen habe. Wie es dazu kam, ist eine eigene Geschichte, die ich vielleicht ein anderes Mal erzähle. Heute geht es schließlich um meine Autorentätigkeit.
Geboren wurde ich 1965 am Kochelsee, im tiefsten Bayern. Über viele Umwege kam ich nach Augsburg, wo ich immer noch lebe und arbeite.
Mit dem Schreiben verhielt es sich genau so. Ich hatte niemals vor, Romane zu schreiben. Meine Stärke sah ich eher im Lesen solcher. In meiner Fantasie entstanden daraus eigene Geschichten, die ich als Zaungast verfolgte.
Manchmal nahm ich etwas davon mit in mein Leben, meistens jedoch verwahrte ich es tief in mir. Es aufzuschreiben kam mir nie in den Sinn, da mir mein Deutschlehrer oft nahe gelegt hatte, bei der Mathematik zu bleiben.
An einem Scheidepunkt meines Lebens reichten mir Tagträume nicht mehr. Ich brauchte etwas, um mich komplett zurückzuziehen und begann mit der Niederschrift einer Geschichte, die mich seit mehr als dreißig Jahren beschäftigte. Ich wollte versuchen, sie in Worte zu fassen – nur für mich und nur, um sie immer wieder lesen zu
können.
Hieraus entstand mein Debütroman, der Stoff genug für eine Dilogie bot. Natürlich war anfangs nicht an eine Veröffentlichung zu denken. Das wollte ich auch nicht. Dann wieder doch. Es war ein ständiges Hin und Her. Heute bin ich stolz, den Schritt doch gewagt zu haben, doch das liegt vor allem an der Unterstützung meiner drei lieben
Kolleginnen, die mir geholfen haben.
Bisher erschienen:
»Our Trip to London« – humorige Kurzgeschichte, die ich mit meiner Tochter erlebt habe
»Chandni – Destiny? Ihre Liebe begann im Traum« – Band 1 meiner Dilogie

»Chandni – Destiny! Liebe meines Lebens« – nahtlose Fortsetzung des ersten Bandes

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Hallo Medusa. Danke, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Dann legen wir direkt los: Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Und Medusa Mabuse hört sich äußerst ungewöhnlich an. Wie kamst Du auf Dein Pseudonym?
Danke für die Gelegenheit, Euch zu antworten. Das entstand eigentlich nur aus einer Notsituation heraus. Ich brauchte einen Ort, an den ich mich zurückziehen konnte. Mein Pseudonym, Medusa, entstand in meiner Jugendzeit. Nicht, dass man mich jemals so genannt hätte. Vielmehr verhalten sich Fremde mir gegenüber oftmals so, als wären sie versteinert. Liegt vielleicht an meinen Augen. Mabuse kam vor einigen Jahren dazu, weil ich einen Nachnamen brauchte.
Warum Liebesgeschichten?
Es sind nicht nur Liebesgeschichten. Meine Romane enthalten auch eine gehörige Portion Thriller. Und das, weil ich es besonders gerne lese.
Wird es noch Fortsetzungen zu ‚Chandi‘ geben, oder bleibt es bei den zwei Teilen?

Die Geschichte ist mit dem 2. Band abgeschlossen. Irgendwann ist alles erzählt.
Hast Du schon was neues geplant und wird es wieder in diesem Genre sein?
Geplant sind derzeit 4 neue Romane in genau dem gleichen Genre – Romantic Suspense
Du sagtest in Deiner Vorstellung, dass Du ein Lesejunkie warst, bevor Du Deine Leidenschaft zum Schreiben entdeckt hast.

Was waren Deine Lieblingssgenres? Hast Du ein absolutes Lieblingsbuch, oder
einen Autor, den Du vergötterst? Thriller finde ich selbst ja wahnsinnig interessant – gibt es eine Autorin oder einen Autor, die oder der Dich besonders inspiriert und/oder geprägt hat?
Nicht gerade aus dem Thriller-Genre, eher aus History-Romance. Meine Lieblingsautorin ist Kathleen E. Woodiwiss, die sehr spannend schrieb. Ich bin immer noch Lesejunkie. Zwar nicht mehr soooo sehr, aber dennoch.
Ich lese sehr gerne Liebesromane, Krimis und Thriller. Einen Autoren vergöttern? Eher nicht, aber bewundern. Wie schon erwähnt K.E. Woodiwiss, dann noch Stephen King und natürlich J.K. Rowling.
Bist Du ein Plotter oder schreibst Du einfach drauf los?
Das mache ich von Fall zu Fall. Chandni war wilde Schreiberei, ein aktuelles Projekt ist komplett durchgeplottet.
Kannst Du Dir vorstellen auch mal zu zweit an einem Buch zu schreiben?
Zu 60 und zu 144 habe ich schon gemacht. Zu zweit wäre eine neue Erfahrung.
Du sagst, dass Du mit 60 und 144 Autoren an einem Projekt gearbeitet hast…wie ist das? Was muss man dabei beachten? Muss man seinen Stil anpassen?
Bei dem Gemeinschaftsprojekt mit den 144 Autoren war es einfach. Damals hat jeder Autor mit einer Geschichte oder einem Gedicht beigetragen.
Bei dem Aktuellen Projekt mit 60 Autoren handelt es sich um einen Thriller. Hier muss oder vielmehr sollte man seinen Schreibstil schon den anderen Autoren anpassen. Ich denke jedoch, dass mir das ganz gut gelungen ist.

Oder hast Du DichHast Du einfach drauf los geschrieben, weil Du „gefühlt“ hast, dass Du das kannst? Oder hast du dich professionell (z.B. mit Schreibkursen o.ä.) vorbereitet?
Ich bin ein wilder Schreiber. Mein Debütroman war anfangs sowas von daneben. Schreibkurse habe ich keine belegt – ich denke, jetzt kann ich es.
Du sagst, Dein erstes Mal war ein Desaster, was hat Dich motiviert weiterzumachen?
Ich selbst hatte eigentlich nicht die richtige Motivation. Diese Lorbeeren gebühren meinen Kolleginnen, die mich aufgerichtet haben, als ich aufgeben wollte.
Thriller und Liebe harmoniert für meinen Geschmack perfekt. Kannst Du Dir vorstellen, auch mal in das Genre ‚Fantasy‘ abzudriften?
Ich weiß nicht so Recht. Ich befürchte, dafür fehlt mir die Fantasie, aber man soll nie Nie sagen.
Bist Du selfpublisherin? Oder veröffentlichst Du über einen Verlag? Zumindest das Gemeinschaftsprojekt sieht ja nach einem Verlag aus.
Meine eigenen Geschichten veröffentliche ich als SPler. Und die Gemeinschaftsprojekte laufen über einen Verlag.
Findest Du Deine Ideen „auf der Straße“?
Quasi, und auch aus Büchern oder Filmen (wer es noch nicht weiß – ich stehe auf Bollywood)
Das wäre meine nächste Frage gewesen…wie Du auf Indien und das Tanzen gekommen bist. Hast Du Deine Bücher lektorieren lassen?
Ich sage ja. Sie haben ein Lektorat durchlaufen – ich glaube gefühlt 100 x. Aber es war kein professionelles Lektorat, sondern die Hilfe von 3 Autorinnen
Das Cover hast Du aus 3 Fotos zusammengestellt. Hast Du das selbst gemacht, z.B. über ein Programm? Wenn ja, welches?
Ich habe die Cover alle selbst gemacht – mit Photoshop und InDesign.
Hast Du einen bestimmten Ort, an dem Deine Kreativität besonders gut in Fahrt kommt? Einen Lieblingsplatz zum Beispiel.
Mein Lieblingsplatz ist meine Essecke in meinem Wohnzimmer. Der Raum ist Lichtdurchflutet und sehr ruhig. Hier kann ich mich komplett von der Außenwelt abschotten.
Brauchst Du dieses Abschotten und diese Ruhe zum Schreiben?
Wenn ich eine Szene fertig im Kopf habe, kann ich das auch ’so nebenher‘ schreiben. Anders ist das, wenn ich auf ein Ziel hin arbeite. Dann brauche ich absolute Ruhe.
Bist Du insgesamt mit dem Interesse an Deinen Bücher und Deiner Person zufrieden?
Ich bin prinzipiell ein äußerst zufriedener Mensch. Allerdings würde ich lügen, wenn ich mir für Chandni nicht mehr erhoffen würde.
Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein erstes Buch endlich veröffentlicht war?
Mein erstes Buch in Händen zu halten kam dem Gefühl gleich, als ich meine Tochter das erste Mal in den Armen hielt. Es war unbeschreiblich.
Hast Du Dich schon einmal an einen Verlag gewandt, oder ist das eher nicht so Deins?
Einen Verlag habe ich noch nicht gesucht. Das liegt aber daran, dass ich zu träge dafür bin – und vielleicht auch etwas aus Furcht vor Ablehnung.
Du scheinst dich aber als „Indie“ wohl zufühlen, oder?
Ja, ich fühle mich wohl als Indie. Allerdings bin ich eher der ‚Zurücklehn-Indie‘. Ich stehe mit Werbung auf Kriegsfuß.
Du sagst, Du stehst mit Werbung auf Kriegsfuß. Machst Du gar keine oder nur wenig?
Werbung mache ich kaum. Hin und wieder auf meiner FB-Seite, die direkt zu Twitter führt und auch mal auf Google +. Aus Werbegruppen bin ich ausgetreten.
Bist Du gerade an einem aktuellen Projekt? Wenn ja, welches?
4 Projekte laufen derzeit gleichzeitig, alle Romantic-Suspense.
Welches Deiner Bücher würdest Du jemandem wie mir, die auch noch keins kennt, auf Anhieb empfehlen?

Habe ja erst einen Debütroman, den allerdings in zwei Bänden, veröffentlicht. Als Einsteigerin könnte ich Dir meine KG empfehlen, die jedoch so ganz anders ist, als ich tatsächlich schreibe. Daher würde ich Dir Chandni, beide Bände empfehlen. Spannend und mit viel Liebe.
Gibt es etwas, dass Du heute auf jeden Fall anders machen würdest, wenn Du noch mal alles auf Anfang stellen könntest?
Nein nichts. Ich wäre heute nicht hier, hätte ich nicht alles so gemacht.
Wie gehst Du mit einer Schreibflaute um? Hast Du deshalb mehrere Projekte laufen, oder liegt das an einfach an Deinen vielen Ideen?
Schreibflauten überbrücke ich mit Lektoratsarbeiten bei meinen Kolleginne, oder Layout-Gestaltung eurer Bücher, oder Covergestaltung, Flauten in dem Sinne kenne ich also nicht.
Gibt es eine seelische Verfassung in der Du am besten schreiben kannst? Oder kannst Du immer gut Emotionen beschreiben und transportieren?
Ich lasse mich sehr von meiner seelischen Verfassung beeinflussen. Hieraus entstehen die unterschiedlichsten Szenen. Fröhliche, düstere, gefährliche und prickelnde. Wobei mir letztere eher schwer fallen
Wird man Dich auf der FBM treffen?
Eigentlich wollte ich dieses Jahr nicht dort hin fahren, aber ich möchte all die lieben Leute wieder treffen, die ich schon persönlich kenne, und auch die Kolleginnen und Kollegen kennenlernen, die ich nur durch Facebook kenne. Wahrscheinlich werde ich von Freitag bis Sonntag dort sein.
Gibt es denn bei Dir den Traum, den angeblich alle Autoren haben. Den absoluten Hammerroman über einen Verlag zu veröffentlichen?
Ich denke, diesen Traum hat jeder von uns, nicht wahr? Aber im Ernst – ich bin Realist und bin zufrieden, wenn ich Leser erreiche, die ich für einige Zeit aus dem Alltag entführen kann.
Hast Du einen Traum, auf den Du hinzu arbeitest? Vielleicht nicht gerade ein Bestseller zu veröffentlichen, denn das wünschen wir uns ja alle.
Natürlich habe ich einen Traum, aber den verrate ich nicht. Dann geht er ja nicht in Erfüllung. Aber er handelt nicht davon, einen Bestseller zu landen.
Was ich unwahrscheinlich gerne einmal tun möchte – nach Indien reisen. Ich liebe dieses Land, obwohl ich noch nie dort war.
Schreibst Du täglich, oder eher nach Lust und Laune?
Eigentlich täglich. Meistens früh morgens.
Gäbe es etwas für Dich, das Dich herausfordern würde, auch mal in einem gänzlich anderen Genre zu schreiben?
Die eine Herausorderung, einen Psychothriller, habe ich gerade gemeistert. Eine andere wäre eine Dystopie – ich liebäugle damit, halte Einfälle derzeit jedoch zurück – der laufenden Projekte wegen.
Ich stelle mal bewundernd fest, dass Du die Schreiberei neben Deinem Hauptberuf machst, wie die meisten von uns… wie löst Du das daraus entstehende Zeitproblem?
Zeitproblem gibt es bei mir kaum. Ich bin seit drei Jahren Single, von daher bin ich mein eigener Zeitmanager.
Welche Tipps würdest Du Neuautoren mit auf den Weg geben?
Holt euch Hilfe, wo immer ihr sie kriegen könnt. Veröffentlicht nicht übereilt und schafft euch ein dickes Fell an.
Da Du gerade das dicke Fell ansprichst…wie wichtig sind Dir Rezensionen? Und wie gehst Du persönlich mit den Trollen um? Hast Du das dicke Fell?
Zu Trollen kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen. Bisher habe ich durchwegs gute Rezensionen bekommen. Generell finde ich allerdings Rezensionen ungemein wichtig. Sie zeigen mir, ob ich den Nerv der LeserInnen getroffen habe. In jedem Sinne. Positive Kritik nehme ich natürlich sehr gerne an, aber auch negative kann hilfreich sein, sofern sie objektiv ist.
Es ist ja immer mal wieder komisch, wie die Umwelt auf uns Schreiberlinge reagiert, war das bei Dir auch so, oder wie haben sie und Deine Familie reagiert?
Meine Familie hat mich total verblüfft. Meine Tochter hat anfangs begeistert gelesen, kann sich aber jetzt wo der Roman fertig ist, nicht dazu aufraffen. Meine Schwester, mein Bruder und meine Mutter warten ungeduldig auf Nachschub. Sie lieben Chandni.
Vielen Dank für das Interview, liebe Medusa. Eigentlich bleibt nur eine Frage für mich offen: Warum sind denn Deine Augen so gruselig/beeindruckend, dass sie Leute versteinern lassen?
Es sind wohl nicht meine Augen alleine, vielmehr die Augenpartie. Ich vermittle oft den Eindruck, als würde ich wütende Blitze versenden. Das kommt aber daher, dass ich sehr lichtempfindliche Augen habe und daher meistens eine Sonnenbrille trage. Wenn nicht sehe ich wirklich grimmig aus.
Dann bin ich beruhigt, danke, Medusa, und Blitze versenden ist doch toll! So eine Ausstrahlung ist super, dann kommt einem niemand so schnell blöd. Und etwas Mysthisches zu haben, finde ich beneidenswert genial Hab einen schönen Abend! Danke, dass Du meine letzte Frage noch beantwortet hast!

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