Corina Mattersdorfer

corinamattersdorferbackgroundAutoreninterview Corina Mattersdorfer am 19.8.2015

Die Gruppe Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Corina Mattersdorfer vorstellen zu dürfen.
Mein Name ist Corina Mattersdorfer, bin am 1. März 1992 in Wien geboren und lebe auch dort mit meiner Familie.
Ich bin mit Büchern groß geworden und habe schon immer gerne geschrieben. Zuerst Gedichte und dann Geschichten. Aus der Seele zum Beispiel Fantasyromane zu schreiben, eine Autorin & Künstlerin aus Leidenschaft zu sein ist aus einer Sache entstanden: Das Buch habe ich nicht als solches begonnen. Es war ein SMS-Entwurf,
in den ich manchmal Gedanken hinein geschrieben habe. Dieses Mal schrieb ich, bis der Speicher voll war. Zwei Monate nachdem ich es auf den Computer übertragen hatte, hat es mein Mann gefunden. Auf seinen Wunsch hin, zu wissen, wie es weiter ginge, habe ich angefangen das erste Buch zu planen. Ich handle oft vom Bauchgefühl und das ist meine größte Waffe, ob gut oder schlecht. Beim Aufbau der mittlerweile vier Bücher habe ich gelernt mit einem Stichwortplan (von mir Skelett genannt), Recherchen und ÖSA’n – ökologischen und sozialen Aspekten zu schreiben. Jedoch auch mit Musik und Träumen im Kopf, meiner Kreativität und einer blühenden Fantasie.
Mein veröffentlichtes Werk:
„Das Land zwischen Sonne und Mond – Die Gezeiten“ Illustratorin Claudia Prinz, veröffentlicht im HerzStern-Eigenverlag A5-Format, 292 Seiten, Hardcover ISBN: 978-3-902821-33-1 (2014)

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Hallo Corina, schön, dass Du Dich zu einem Interview bereit erklärt hast. Du nimmst seit einigen Tagen an einem Crowdfunding-Projekt teil – magst Du uns darüber was erzählen? Was ist z. B. der Mindestbeitrag mit dem man Dich unterstützen kann?
Ich habe die Crowdfunding-Finanzierung aufgegeben wegen der sozialen Aspekte:
„Die Offenheit und Kommunikation fordern und fördern mit dem Team, dem Verlag, der Familie und Freunden, sowie Kollegen und Künstlern durch die Einbeziehung der Gesellschaft, ist ein wichtiger Faktor in unserer Welt.
Ich habe mich anfangs davor gefürchtet allein zu sein. Das Klischee, eine Autorin zu werden, wie es uns in der Schule anhand des großen mächtigen Verlages vorgestellt wurde. In den künstlerischen Schaffen und Projekten von Freunden habe ich Vorbilder gefunden. Ich wollte es testen und gründete eine neue Facebook-Seite.
Ohne die direkte Kommunikation mit den Lesern, die das erste Buch auf Social-Media uvm. begleitet haben, wäre ich nicht hier.“ – Zitat aus den ÖSA’n
Ich habe bis jetzt persönliches Marketing betrieben und die Crowdfunding-Finanzierung ist derzeit noch zu groß.
Als Jungautorin lernt man das erst. Der HerzStern-Eigenverlag hat mir die Freiheit gegeben es zu probieren. Ich will (derzeit noch) mein persönliches Marketing fortsetzen.
Wenn ihr mich unterstützen wollt bzw. den Verein BravoINK, erzählt von uns und dem Buch, wobei der Verein viel mehr zu bieten hat.
Was oder wie lässt Du Dich für Deine Bücher inspirieren? Wie entstehen Deine Ideen? Gibt es bestimmt Erlebnisse, die Dich zum Schreiben inspirieren?
Musik, Erlebnisse, Recherchen, Träume,… Zum Beispiel die Schneeleopardin ist aus meinem ersten Metalkonzert von der jetzigen Band Dedications und einem Freund und Sänger Alex Kroiss entstanden.
Du veröffentlichst ausschließlich Hardcover und distanzierst Dich von eBooks, was einen ökologischen Aspekt hat. Mich würde tatsächlich interessieren, ob Du dies in Zukunft grundsätzlich ausschließt oder man eventuell doch darauf hoffen kann, eins Deiner Werke auf einem eReader zu lesen?
Nein, es wird keine e-books geben aus den folgenden Gründen. „Die Bücher werden auf Recyclingpapier mit Hardcover gedruckt. Inhaltlich achte ich auf die Einschränkung der
Wegwerfgesellschaft mittels Vorwort. Der Verlag arbeitet ohne E-Book. Es ist auch für mich zu einer widersprüchlichen Form des ökologischen Buches geworden. Für die meisten E-Reader wird Silizium für den Touchscreen verwendet. Jedoch alle für mich bekannten Geräte auch Plastik – Erdöl. Beides wird der Erde entnommen. Der Müll, der dadurch entsteht, ist enorm viel, giftig und schwer abbaubar. Geschweige denn von der Produktion.
Die mögliche Kritik an der Farbe etc. der Bücher ist mir bewusst, aber das ist das kleinere Übel.
Ich habe vieles mitgenommen vom Verlag und von den Kollegen. Auch zum Thema E-Book. Von der Ausbeutung der Menschen in der Produktion der E-Reader abgesehen ist ein E-Book datenschutztechnisch unausgereift.
Zudem werden sehr viele Bücher unter ihrem Wert verkauft. Das geht oft zu Lasten der Autoren. “ – Zitat aus den ÖSA’n
Ich habe nie ein e-book gelesen und habe auch gute Gründe dafür, weil ich gelernt habe, weiter zu denken.
Wer Bücher liebt, weiß diese Entscheidung zu schätzen.
Kam für Dich nur die Veröffentlichung über einen Verlag in Frage, oder hast Du auch über die Möglichkeit des Selfpublishing nachgedacht?
Ich habe die Rechte des Buches, aber der HerzStern-Eigenverlag gehört nicht mir. Es ist eine andere Lösung, weil ich bin nicht bereit einen eigenen Verlag zu gründen, wollte jedoch keine „Einschränkung“. Das Buch ist fehlerhaft, jedoch menschlich, und dazu stehe ich als Jungautorin und Selfpublisherin.
Welche Wünsche und Ziele hast Du bezüglich des Schreibens?
Zuerst die vier Bücher komplettieren und dann das Marketing langsam wachsen lassen.
Wie kann ich mir das vorstellen, wenn Du ein Buch schreibst? Diktierst Du Deinen Text? Schreibst Du ihn stichwortartig auf? Wenn es Dir unangenehm ist, musst Du diese Frage nicht beantworten. Ich finde es nur einfach toll, dass Du Dich nicht einschränken lässt, und bin neugierig, wie ein Schreiballtag bei Dir
aussieht. Auch das mit den Lesungen finde ich super. Hast Du da auch schon wieder neue Termine?
Ich schreibe mit einem Wortvorhersageprogramm, der Tastatur mit Abdeckplatte, der Tastenmaus und der Hilfe von Windows. Das, was ich schreibe, verfasse ich selbst.
Der Arbeitsplatz ist die Wohnung und ich lebe mit denselben Bedingungen wie ihr… Nur ich habe Assistentinnen und viele Menschen für Sachen, die ich nicht kann.
Ich habe werbetechnisch momentan etwas Neues vor und darauf freue ich mich schon sehr: Am 2. September um 14:00(?) bin ich im Freak-Radio und eine große Arbeit geht im September online.
So wie es sich liest, steht Deine Familie hinter Dir. Wie verknüpfst Du Alltag, Familie und das Schreiben miteinander, so dass nichts zu kurz kommt?
Private Gespräche und Bereiche von der Arbeit trennen. Prioritäten setzen. Das war schwer zu lernen.
Wann hast Du zum ersten Mal eine Geschichte geschrieben?
Mit 15 als Bloggerin in einem Jugendforum. Damals war ich noch so unorganisiert, weil ich ohne Strukturen darauf losschrieb. „Engel im Gefühlswirbelsturm“ hatte ich als Buch vergeigt.
Welche Autoren sind Deine Vorbilder?
Autor Albert Knorr
Autor Martin Sieper
Mit ihnen verbinde ich einen persönlichen Wert: Menschlichkeit
Was liest Du privat am liebsten?
Unterschiedlich. Es muss gerade der Stil des Buches sein, der mich besonders fasziniert. Ich lese auch kein Buch zwei Mal. Die großen Autoren wie JRRT könnten mich beeinflussen und dementsprechend lasse ich sie aus.
Wie geht Dein Umfeld damit um, dass Du schreibst?
Es war schwer ihm beizubringen, dass Autorin zu sein bedeutet, einen richtigen Arbeitsplatz zu haben. Jetzt jedoch sehen sie, dass es Arbeit ist.
Wo ist Dein liebster Schreibplatz?
Meine Wohnung.
Was tust Du gegen eine Schreibblockade?
Ich gehe in die Sonne und treffe Leute.
Warst Du unsicher, bevor Du Dein erstes Buch veröffentlicht hast?
Ja. Das Land zwischen Sonne und Mond war nicht vergleichbar. Deshalb war ich ein wenig unsicher.
Welche Tipps würdest Du anderen Autoren mit auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, ein Buch zu veröffentlichen?
Hör auf dein Herz und zeige deine Stärken.
Wusstest Du von Anfang an, welches Genre Du schreiben würdest?
Ja, Fantasy.
Bist Du auf ein Genre fixiert?
Nicht wirklich. Fantasy, Science-Fiction, Liebe und Gesellschaftskritik.
Gibt es reale Vorbilder für Deine Charaktere?
Teilweise. Ich bastel sie zusammen, wie ein Puzzle.
Recherchierst Du für Deine Bücher?
Sehr viel. Tiere, Pflanzen, Namen,…
Welche Bücher gibt es von Dir?
„Das Land zwischen Sonne und Mond – Die Gezeiten“ Illustratorin Claudia Prinz, veröffentlicht im HerzStern-Eigenverlag A5-Format, 292 Seiten, Hardcover ISBN: 978-3-902821-33-1 (2014)
Woran arbeitest Du zur Zeit?
„Das Land zwischen Sonne und Mond – Der Vulkan“
Wie wichtig sind Dir Rezensionen?
Wenn die Leser eine verfassen, sollten sie das Buch gelesen haben. Ich bin keine Sammlerin, aber es freut mich von euch zu lesen.
Vielen Dank für das Interview, Corina. Und viel Erfolg mit Deinen Büchern.

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