Malgorzata Rosenblatt

Malgorzata

2.9.2015
Das Autoren_Netzwerk und Telegonos-Publishing Verlag freuen sich, die Autorin Malgorzata Rosenblatt vorstellen zu dürfen.
Geboren wurde Malgorzata Rosenblatt 1976 in Polen, in dem kleinen Ort Darlowo, der an der Ostsee liegt. Siebesuchte die Grund- und Oberschule in Polen und kam danach nach Deutschland, um diese Sprache zu lernen.Sie ist geblieben, hat ihren Mann kennen gelernt, geheiratet und mit ihm eine Familie gegründet, ein gemeinsames Leben mit zwei Töchtern.Mit dem Schreiben hat Malgorzata Rosenblatt erst vor kurzem angefangen, vor 3-4 Jahre vielleicht. Wegen ihrernicht perfekten Deutschkenntnissen hat sie sich anfangs nur in geschlossenen Facebook Gruppen getraut etwas zu posten. Erst im Oktober 2014 hat sie Mut gefasst und versucht, in anderen Gruppen erste Schritte zu gehen. Eine gute Freundin steht ihr immer zu Seite und korrigiert ihre Texte.In diesem Jahr kam Malgorzata Rosenblatt zum Telegonos Publishing Verlag von Heinz Rochholl. Der war interessiert an ihren Texten, was sie überglücklich machte. Und Dank seines Vertrauens in sie sind bisher zwei Bücher dabei heraus gekommen.
Aber Malgorzata Rosenblatt hat noch viel mehr Pläne im Kopf – lassen wir uns von ihr überraschen.

Hallo Malgorzata. Möchtest zuerst noch etwas über Dich erzählen?

Ich bin 39 und komme aus Polen, seit 20 Jahren wohne ich in Deutschland, wo ich mich schon eingelebt habe.

Wie kommst Du an Deine schönen Texte? Wie „fliegen sie Dir zu“?

Das sind Gedankenspielereien, manchmal kommt ein Wort in Gedanken, und dann baut sich ein Text auf. Manchmal sind das Ereignisse, die man erlebt und versucht, mit Worten zu verarbeiten.

Hast Du in Deiner früheren Heimat auch schon geschrieben? Oder hast Du erst jetzt damit begonnen?

Ich habe erst vor ca. 4 Jahren angefangen mit schreiben.

Gab es einen speziellen Anlass dafür? Oder bist Du einfach aufgewacht und hast gesagt ‚Jetzt schreibe ich‘ ?

Das hat angefangen in einer geschlossenen Gruppe, mit so genannten ‚Guten Morgen-Grüßen‘. Dann hat es sich entwickelt, es wurde mehr und es kam so dazu, wie es heute ist.

Ich weiß, dass Du beruflich und familiär sehr eingebunden bist. Wann findest Du die Zeit, Deine Gedanken zu sortieren und zu schreiben?

Meistens abends, wenn alle im Bett sind, dann nehme ich mir Zeit zu Ruhe zu kommen und zu schreiben.

Ich bewundere Deine Art, Texte einfach so aus dem Kopf zu produzieren und manchmal unterstelle ich dir sogar so etwas wie „ein zweites Gesicht“ … Könnte das in etwa hinkommen?

Manchmal kommt mir selber das so vor.

Welche Autoren sind Deine Vorbilder?

Vor dieser Frage hatte ich Angst. Ich lese ganz wenig, vielleicht kommt das daher, dass mein Bruder eine Leseratte ist, und das Bild von ihm mit der Nase im Buch verfolgte mich immer. Ich habe kein Vorbild in diesem Sinne, ich lese, wenn mich ein Buch anspricht.

Hast Du Probleme damit, wenn manchmal Leute Dich angehen, weil es hin und wieder am Deutschen ein bisschen hapert?

Ja, früher war das extrem schlimm. Ich weiß, dass meine Deutschkenntnisse nicht perfekt sind, die Grammatik ist anders als in Polen, und ich habe mir diese Sprache im Großen und Ganzen selber beigebracht.

Ich finde Dein Deutsch und Deine Grammatik gar nicht mal so verkehrt, da kann sich manch Deutscher eine Scheibe von abschneiden. Wenn ich mir vorstellte, etwas in Polnisch oder einfach nur Englisch schreiben zu müssen. Und als Leser von Malgorzatas Gedichten muß ich sagen: Sie haben mich berührt. Sie spiegeln Grunderfahrungen der menschlichen Seele wieder!

Danke schön.

Mir kommt da direkt noch eine Frage in den Sinn: Hast Du schon mal dran gedacht, etwas in zwei Sprachen zu veröffentlichen? Wäre ja auch vorteilhaft für den eBook-Verkauf und unsere polnischen Staatsbürger.

Das habe ich vor, im Herbst habe ich mehr Zeit und werde ich mich mit der Übersetzung meines ersten Buches beschäftigen.

Du bist Mutter von 2 Kindern, in Polen geboren und aufgewachsen. Was hast Du von der polnischen Literatur für Dich mitgenommen?

Tadeusz D?browski ist für mich ein Schriftsteller, der tief berührt und in Polen bewegt.Ich gebe zu, ich mochte nicht lesen. Wie ich sagte, mein Bruder und mein Vater sind Leseratten, und bei uns zuHause war es wie in einer Bibliothek.

Hast Du noch einen anderen „schreibenden Traum“? Etwas, worauf Du hin arbeitest? Kurzgeschichten? Roman?

Ja und nein, ich würde gerne einen Roman schreiben, wer weiss, vielleicht eines Tages.

Liebe? Fantasie? Mord- und Totschlag?

Wenn, dann möchte ich über das Leben schreiben, denn genau das bietet einem Stoff für die besten Geschichten!

Liest Du Deinen Kindern Abends etwas vor?

Nein, ich lese nichts vor. Meine große Tochter ist 14 und die kleine 7. Meine kinder hören lieber Hör-CD’s als die eigene Mutter. Meine große Tochter ist eine Leseratte, das hat sie aber nicht von mir.

Erzählst Du uns etwas über Deinen Werdegang? Damit meine ich jetzt weniger, wann Du angefangen hast
zu schreiben, sondern vielmehr Deinen Weg zur ersten Veröffentlichung

Ich habe im Oktober letzten Jahres eine Gruppe aufgemacht, in der ich angefangen habe, meine Texte zu posten. Ich wollte sehen, ob es gefällt, und das hat es. Ich habe irgendwann das Ganze ausgedruckt, und gesammelt was ich so hatte, und hab mich getraut (nachdem meine Freunde meinten, ich soll das als Buch herausgeben), bei Heinz Rochholl vom Telegonos Publishing Verlag gefragt. Ich war sehr unsicher, ihm hat es gefallen und so kam im Mai das erste Buch.

Was versprichst Du Dir persönlich vom Autoren-Netzwerk ? War das Neugier oder strategisch gedacht, dass Du hier gelandet bist?

Ich verspreche mir nichts, ich habe Spass an dieser Gruppe, und lese sehr viele interessante Texte.

Was sagt denn Deine Familie dazu, dass Du schreibst? Unterstützen sie Dich?

Meine Familie akzeptiert, dass die Mama ein Hobby hat, und sind glücklich, wenn das Essen auf dem Tisch steht.

Wenn Du eine Stunde lang mit einem berühmten Schriftsteller teilen, denken, streiten dürftest…..wer wäre das gewesen?

Das wäre Mitch Albom, und Joseph Murphy. Das Buch von Mitch Albom „Dienstags bei Morrie“ hat mich sehr bewegt. Murphys Botschaft ist: Nicht das Unterbewusstsein hat die Macht, sondern wir haben die Macht.

Wir können bewusst auf das Unbewusste einwirken….ist das auch Deine Meinung ?
Ja , das ist es….wenn du dir 10 mal sagst, dass dir kalt ist, dann wird es dir auch beim 11 mal kalt. Das Unterbewusstsein hat vielleicht eine höhere Macht als das reale Bewusstsein.

Mitch lebt in Detroit….wo würdest Du gerne leben, Malgorzata? Was ist Heimat für Dich, wo fühlst Du Dich Zuhause?

Ich fühle mich in Deutschland zuhause, und auch in Polen, vor allem im September am Strand zu sitzen, das liebe ich. Diese Ruhe zu genießen.

Was machst Du denn an Werbung?

Ich mache Werbung nur auf Facebook und bei mir zuhause im Ort. Und das, was Heinz Rochholl macht. Ich gebe zu, ich habe von Werbung keine Ahnung, ich möchte nur schreiben.

Bist Du mit Deinem Verlag zufrieden?

Ja, ich bin mehr als zufrieden mit Verlag und Verleger. Ich könnte keinen Besseren haben.

Machst Du Lesungen oder möchtest Du mal welche machen?

Ich mache keine Lesung, ich habe ehrlich gesagt im Moment keine Zeit dafür.

Aber hast Du es für die Zukunft mal geplant, Lesungen zu machen?

Im Herbst habe ich mehr Zeit, und ich denke, dass ich die für Lesungen nutzen werde.

Wenn Du noch einmal zurück könntest in Deinem Leben, was würdest Du anders machen?

Gar nichts, das Ganze hat dazu beigetragen, dass ich jetzt so bin wie ich bin. Man muss manchmal durch schwieriege Zeiten gehen, um diese guten Zeiten schätzen zu können, denke ich.

Wie gehst Du persönlich mit Kritik um? Bist Du schon mal kritisiert worden? Welchen Rückhalt hast Du? Zweifelst Du manchmal an Deinen „Fähigkeiten“?

Kritik hatte ich nicht wirklich bis jetzt, zweifeln? Ja das tue ich oft. Jedes Mal, aber wenn ich denke, dass ein Text eigentlich für den Mülleimer ist, stelle ich später fest, dass es das Beste war was ich bis jetzt geschrieben habe.

Was inspiriert Dich mehr? Ein Bild, ein Lied, oder ein Blick nach draußen in die Natur?

Das hängt von meiner Laune, meiner Stimmung ab.

Ich weiß aber auch, dass Du viel draußen bist … mit euren Hunden z. B. Denn in Deinen Texten finde ich viel über die Natur. Das kommt sicher auch daher, oder?

Ja das stimmt, beim Spazieren gehen, oder wenn ich klassische Musik höre.

Welchen Komponisten bevorzugst Du?

Mozart, Vivaldi. Leonard Cohen, den mag ich sehr. Ich höre nicht nur Klassik.

Brauchst Du absolute Ruhe zum Schreiben? Oder kannst Du das immer und überall?

Ich kann überall schreiben, ich arbeite Vormittags in einem Imbiss und da kommen schon viele Ideen.

Da hast Du nicht unbedingt einen PC. Du schreibst also vieles handschriftlich auf?

Am meisten kommen diese Gedanken, wenn ich nicht wirklich schreiben kann, dass es so und so heißen soll.

Hast Du eigentlich Dein drittes Buch schon im Anschlag?

Ja, es liegt noch unkorrigiert in der Schublade.

Danke Malgorzata, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, unddass Dir niemals die Ideen ausgehen.

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