Eileen Auras

EileenAutoreninterview Eileen Auras

23.11.2015

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Eileen Auras interviewen zu dürfen.

Eileen Auras wurde am 22. Oktober 1976 in Plettenberg geboren. Sie zog im Alter von fünf Jahren mit ihrer Familie aufs Land. Ihre Naturliebe und Abenteuerlust führten sie auf Streifzüge durch die Wälder und regten ihre Fantasie an.
Mit neun Jahren begann sie ihre ersten Geschichten auf Papier zu bannen. Die alte Schreibmaschine ihrer Mutter wurde dafür malträtiert.
Später schrieb sie mit Leidenschaft Tagebuch und Briefe. Zwischen ihr und ihrer Freundin entstand der Wettbewerb, wer den längsten Brief innerhalb einer Woche schrieb.
Im Jahr 1993 begann sie eine Ausbildung zur med.-technischen Laboratoriumsassistentin.
Nach ihrer Heirat 2001, machte sie mittels Fernunterricht eine Ausbildung als Kosmetikerin und Visagistin und eröffnete nach einiger Zeit ihr eigenes Studio.
In 2011 erkrankte ihr Mann an Leukämie. Seine Therapie, Kind, Hund und die anderen, durch diese Situation verursachten Probleme, benötigten über zwei Jahre ihre gesamte Kraft und Aufmerksamkeit. Ende 2012 kam die Erlösende Nachricht, dass der Albtraum ein Ende hat.
Die Leidenschaft zum Schreiben ging ihr nicht verloren. Doch die, bis dahin zur eigenen Unterhaltung verfassten erotischen Kurzgeschichten, genügten ihr nicht mehr.
Um sich einen Ausgleich vom Alltag zu schaffen, schrieb sie innerhalb von anderthalb Jahren sieben Beziehungsromane. Alle beschäftigten sich mit sozialen Problematiken und zeigten Wege auf, diese zu überwinden.
Um das eigene Talent einschätzen und verbessern zu können, suchte sie sich 2014 einen professionellen Lektor.
Im Juli 2014 brachte sie ihren ersten Roman „Diese Magie der Liebe-gefunden“ als Self Publishing heraus.
Im Mai 2015 veröffentlicht der Verlag Moonhouse Publishing diesen Erstlingsroman als Zweiteiler mit den Titeln „Bee – der Blick nach vorn“ und „Bee – kein Blick zurück“. Diese Kooperation scheitert und der Vertrag wird im August 2015 aufgelöst. Die Rechte an dem Werk liegen nun wieder vollständig bei der Autorin.
Am 11. November 2015 veröffentlicht der Verlag Cupido Books den Roman „Diese Magie der Liebe“.
Zur Zeit lebt sie zusammen mit ihrem Kind, Hund und Mann auf dem Land und arbeitet als Aushilfe in einer kleinen Firma im Nachbarort. Nun, da wieder Ruhe in ihr Leben eingekehrt ist, versucht sie ihren größten Wunsch zu erfüllen. Sie möchte nach und nach ihre Werke der Öffentlichkeit vorstellen und andere an ihre Gedanken teilhaben lassen.

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Anmerkung der Autorin:

Hallo zusammen!
Ich müsste vorab etwas erwähnen:
Meiner Verlegerin von Cupido books war in meiner Vita etwas aufgefallen. Mein Erstlingswerk, das ich als SP herausgebracht hatte, hieß „diese Magie der Liebe – gefunden“. Dieses Buch hat nichts mit dem „diese Magie der Liebe“, das jetzt von Cupido books herausgebracht wurde, gemein. Es sind unterschiedliche Charaktere und ganz andere Geschichten.
Das wollte ich nur kurz mitteilen, ehe sich jemand daran stört. Mir selbst war es zuvor nicht aufgefallen.

Herzlich Willkommen Eileen,  wie bist Du bei Moonhouse untergekommen?

Hallo! Zu Moonhouse kam ich aus Zufall. Aber das jetzige Buch ist bei Cupido Books. Den Verlag hat mir eine Freundin empfohlen.

Wo kommt das schöne Buchcover her?

Das Cover wurde von der Designerin bei Cupido gestaltet. Habe mich auch direkt darin verliebt.

Hast Du noch Zeit für Waldspaziergänge?

Zeit für die Spaziergänge muss ich mir nehmen, auch wenn es manchmal, vor allem bei dem Wetter, schwer fällt. Mein Hund möchte raus.

Schreibst Du immer noch Briefe, oder mehr E-Mails?

Ich schreibe gern mal von Hand. Aber heute geht alles digitalisiert. Habe kürzlich mit meiner Freundin von früher gechattet. Sie hat noch meine alten Briefe… Als Erinnerung sind solche Sachen natürlich toll.

Kannst Dir vorstellen, auch in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich habe mich in meinem aktuellen Manuskript als Mörderin versucht. Ob es gefällt, wird sich zeigen. Es ist gerade auf der Reise und ich hoffe auf positive Antwort. Ganz was anderes habe ich noch nicht versucht.

Ist das Schreiben für Dich mehr Hobby oder ein ernsthafter Berufsversuch?

Das Schreiben begann als Ablenkung. Mein Mann war schwer erkrankt und ich brauchte ein Ventil, um aus der Realität zu flüchten. Lesen reichte da nicht mehr aus. Es ist ein Hobby. Natürlich wäre es toll, etwas Geld damit zu verdienen. Aber ich möchte nicht dieses „MUSS“ haben, das es wäre, wenn es mein Brotjob wäre.

Wo siehst Du Dich schriftstellerisch in zehn Jahren?

Wo sehe ich mich schriftstellerisch in 10 Jahren? Schwere Frage. Keine Ahnung. Echt nicht. Das einzige, was ich möchte ist, dass ich bis dahin das Buch fertig geschrieben habe, das mein Mann sich wünscht. Das ist mein Ziel. Und ich hoffe, es dauert keine 10 Jahre.

Wer liest Deine Sachen zuerst?

Also, mein Mann liest Bücher gern auf Papier. Er mag keine eBooks. Meine Manuskripte sind meist schon auf der Reise, ehe er sie liest. Oder schon veröffentlicht. Außer den Verlag, hatte keiner das gesamte Manuskript gelesen.

Wie gehst Du mit schlechter Kritik um?

Schlechte Kritik, wenn sie konstruktiv ist, nehme ich gerne an. Nur ein „ist Sch…“ bringt mir nichts. Aber etwas weh tut es schon, wenn mein Baby fertig gemacht wird.

Hast Du Kontakt zu Lesern und dadurch einen Eindruck, wie Dein Buch ankommt?

Ich habe Kontakt zu denen, die einzelne Szenen zu Lesen bekommen. Suche mir da Leute, die da Ahnung von haben, damit ich so authentisch wie möglich bin.

Was ist Dein Lieblingsbuch?

Mein Lieblingsbuch ist „Der kleine Prinz“. Passt nicht zu meinem Genre, aber ich liebe das Buch.

Welche Musik inspiriert Dich?

Musik. Oha. Bei „Diese Magie der Liebe“ habe ich Lifesaver von Sunrise Avenue und „Ave Maria“ von Beyonce rauf und runter gehört.

Gibt es eine(n) AutorIn, der / die Dich inspiriert hat?

Ich lese viele unterschiedliche Autoren. Da habe ich keine bestimmten. Sicher inspirieren mich alle irgendwie.

Hast Du zum Schreiben einen eigenen Raum?

Unser Büro ist gerade Rumpelkammer. Ich schreibe überall, wo es geht. In den letzten Monaten mit dem Laptop auf der Couch. Nicht professionell, aber mir gefällt es.

Welches Genre würdest Du überhaupt nicht schreiben wollen?

Ich glaube, dass ich kein Horror schreiben könnte. Und für Fantasie fehlt mir die Fantasie für andere Welten. Ich lese sie gern, aber könnte das nicht umsetzen.

Bist Du ein schneller oder eher ein langsamer Schreiber? Erstellst Du Dir einen Leitfaden für das Buch oder schreibst Du wie ich drauflos?

Die Schnelligkeit ist unterschiedlich. Wenn es läuft, dann geht es schnell. Muss meine Zeit mit meiner Familie teilen. Nicht muss, möchte. Ich mache keinen Leitfaden. Ich weiß, was rein muss und wie es endet. Der Rest ergibt sich beim Schreiben.

Was brauchst Du alles zum Schreiben?

Zum Schreiben brauche ich mein Laptop oder mein Tablet. Ruhe habe ich eher selten, wenn meine Tochter im Bett ist. Aber weil der Plot im Kopf steht, kann ich mit Unterbrechungen leben, solang ich zumindest den Satz beenden kann.

Du musst ins Packeis. Drei Dinge die Du mit nimmst sind?

Mann, Kind, Hund. Die sind wichtiger als das Schreiben.

Sind Dir schon mal die Ideen ausgegangen?

Ich habe diesen Sommer acht Wochen nicht geschrieben. Weil ich keine Ideen hatte. Irgendwann ging es dann wieder. Momentan schreibe ich auch nichts neues, sondern überarbeite alte Manuskripte.

Woher nimmst Du die Ideen?

Meine Ideen kommen einfach. Ein Bericht im Fernseher kann mich genauso inspirieren, wie eine einfache Begebenheit im Supermarkt. Plötzlich ist es da.

Deine Definition für GLÜCK?

Meine Definition von Glück ist, wenn meine Familie gesund und glücklich ist.

Was sagen Dein Mann und Dein Kind zu Deinen Büchern?

Meine Tochter ist noch zu klein, um meine Bücher zu beurteilen. Mein Mann hat mich erst dazu animiert, mein Geschreibsel zu veröffentlichen und unterstützt mich.

Kommt es vor, dass Du eine Schreibblockade hast, und wenn ja, was machst Du dagegen?

Bei meiner Blockade im Sommer habe ich gelesen. Anderes, als ich schreibe. Und da Ferien waren, natürlich viel Zeit mit meiner Familie verbracht.

Hast Du bestimmte Zeiten, wann Du schreibst?

Ich schreibe, wenn ich Zeit habe. Hab von vielen gelesen, dass sie feste Zeiten haben. Könnte ich gar nicht. Was bringt es mir, wenn ich sage, dass ich von 14 bis 15 Uhr schreibe, wenn mein Kopf um 20 Uhr vor Ideen platzt?

Deine Definition für ÄRGER?

Ärger? Man ärgert sich schnell über Belanglosigkeiten. Das Leben ist zu kurz, um sich daran aufzuhalten. Für alles gibt es eine Lösung. Und wer sich ärgert, hat den Kopf nicht frei, um diese zu finden.

Wen fragst Du um Rat, wenn Du nicht weiter weißt?

Meinen Mann. Der gibt mir oft den nötigen Impuls. Gute Ideen liefert auch meine große Tochter, wenn das Gespräch auf aktuelle Texte kommt.

Liebe?

Liebe ist das Wichtigste. Ohne die Liebe wären meine Geschichten nicht möglich. Es muss einfach alles stimmen. Und in meiner Familie finde ich den Halt und das Verständnis, das ich für meine Schreiberei brauche.

Hast Du z.B. mal dein Kind irgendwo vergessen oder ist Dir Essen angebrannt, weil Du schreiben musstest? Oder etwas Peinliches?

Um meine Kleine nicht zu vergessen, stelle ich mir einen Wecker. Ich vergesse schon mal überhaupt zu kochen und wundere mich, warum mein Mann schon nach Hause kommt. Oder mein Hund steht winselnd vor mir, weil er muss.

Vielen Dank für die Vorstellung und alles Gute für Dich und Deine Familie und viel Erfolg, Eileen.

 

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