Raywen White

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Autoreninterview Raywen White

18.1.2016
Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Raywen White zum Interview begrüßen zu dürfen.

Raywen White wurde 1979 in einem kleinen Ort mitten im Ruhrpott geboren.
Schon als Kind wurde ihr nachgesagt, sie habe eine lebhafte Fantasie, die sie vor allem den vielen Büchern zu verdanken hatte, die sie gerne las. Zum Leidwesen ihrer Umwelt, konnte man das junge Mädchen nicht mehr ansprechen, sobald sie ihre Nase in ein Buch gesteckt hatte.
Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann im Raum Frankfurt am Main. Ihre Tagträume aus der Kindheit hat sie sich glücklicherweise bis heute bewahrt, denn erst in den letzten zwei Jahren entdeckte die Diplominformatikerin ihre Leidenschaft fürs Schreiben. Wenn sie nicht gerade liest oder schreibt, ist sie ein ausgemachter Serien und Film-Junkie.

Erst vor wenigen Tagen, am 15. Januar 2016 erschien ihr Debüt-Roman „Entfachte Glut“ bei dem digitalen Imprint Forever.

Ullstein

An der Fortsetzung arbeitet Raywen auch schon fleißig und hofft, dass dieses noch in diesem Jahr erscheinen wird. Wer mehr über die junge Autorin oder ihre Bücher erfahren möchte, der ist herzlich eingeladen auf ihrer Facebookseite vorbei zuschauen.

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Hallo Raywen, danke,dass Du Dich unseren Fragen stellst. Wie bist Du auf die Idee gekommen? Und wie lange hast Du insgesamt benötigt?

Gleich so eine schwere Frage … Also ich bin schon immer so eine Tagträumerin gewesen, hab mich aber nie getraut was zu schreiben, im Endeffekt war einfach die Prologszene da, immer wieder in meinem Kopf … April 2014 hab ich angefangen, dann aber auch erst seeeehr langsam. Die Rohfassung war letztes Jahr im Februar fertig, also knapp ein Jahr, allerdings hab ich dann doch noch glatt bis Oktober immer wieder daran rumgeschliffen, bis es mir gefallen hat.

Woher nimmst Du Deine Ideen?

Ich nehme eigentlich keine Ideen, die laufen mir zu … ich bin ein richtiger Film- und Serienjunkie, hier werde ich doch oft inspiriert.

Frisch veröffentlicht, wie fühlst Du Dich?

Ich bin noch ganz wirr im Kopf und kann es kaum glauben.

Welcher Charakter hat Dir absolut die Nerven geraubt?

Eigentlich alle, ich bin dieser Charakter für diese Szene, überlege was er macht, wie er es macht und das kann manchmal ganz schön emotional sein.

Aber gibt es keinen den Du hasst? Den Du am liebsten gar nicht dabei hättest?

Auch die Bösen, die ich nicht mag müssen dabei sein. Wenn ich sie nicht dabei haben wollte, würden ihre wenigen Zeilen im Papierkorb ihr Dasein fristen. Aber es war schwierig, böse Charaktere zu schreiben, ich bin nämlich viel zu nett dafür.

Welche Serien schaust Du?

Hast du eine Stunde Zeit, bis ich die Auflistung durch hab? Eigentlich fast alles, von Krimi über GoT, zu Englische Serien, nur kein Horror und keine Zombies … bin ein großer Angsthase.

Hattest Du während des Schreibens auch kurze Schreibblockaden?

Ja, … zumal es mein erster Roman war und ich sehr unsicher, ob das überhaupt jemandem gefällt. Dann war da immer diese leise nervige Stimme: das kannst du so nicht schreiben, nein, … zumal ich da nicht geplottet hab, war dann die Sache, Mist, wie bekomm ich die Geschichte zu Ende. Es war schon Überwindung, und ein wenig Zittern, was dann die Lektorin sagte. Aber die hatte das dann toll gefunden. Ergo jetzt sag ich der Stimme gleich: halt die Klappe.

Wie gefällt Dir die Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Sehr gut, ich mag meine Lektorin und auch das Feedback hat mir sehr gut getan.

Wie bist Du zu dem Verlag gekommen?

Ich hab angefangen meine Geschichte auf dem Lyx Storyboard zu veröffentlichen, um mal Rückmeldung zu erhalten (so im Bekanntenkreis hatte ich jetzt niemanden der Fantasy Romance toll findet). Eine Woche vor der Buchmesse bin ich hier auf Facebook auch der Gruppe dieser ganz tollen Autoren beigetreten und es gab ein Meet&Greet auf der Messe. Da hab ich die Visitenkarte der Lektorin bekommen: Nächsten Tag direkt eine Leseprobe hingeschickt und schon am nächsten Tag wollten sie mein Manuskript haben und schon ging’s holterdipolter los.

Wurde Dein Buch sofort beim ersten Verlag angenommen, oder musstest Du lange suchen?

Das war direkt der erste.

Thema Plot und Recherche … wie sieht es da bei Dir aus?

Google ist mein Freund … zumindest beim Recherchieren. Wenn ich was nicht weiß schau ich nach. Da mein Roman in Amerika spielt fand ich Google Streetview auch ganz toll.

Du musst zum Nordpol: 3 Dinge (keine Menschen), die Du zum Überleben mitnimmst, sind?

Einen dicken fetten Parka, Handschuhe und ein Zelt. Thermozelt wohlgemerkt!

Was brauchst Du unbedingt zum Schreiben?

Eine Tastatur. Mehr eigentlich nicht. Wenn ich an einer schwierigen Szene sitze vielleicht auch noch Ruhe … aber sonst, wenn ich drin bin, kann hier ne Bombe einschlagen, bekomm ich nicht mit.

Wo schreibst Du am liebsten?

Aktuell kann ich nur an meinen PC schreiben, ich hoffe, dass, wenn unser Häuschen steht, ich mit einem Laptop auch in den Garten kann oder in der Küche, oder … eigentlich immer.

Wer liest Deine Sachen als Erstes?

Ich hab da noch niemanden. Also meinen ersten Roman hat a) eine 14jährige durchgelesen und meine beste Freundin (die ca. 5 Monate gebraucht hat) … effektiv war das hinterher gesehen eigentlich nicht. Der zweite Teil hat schon 90k Wörter, also demnächst brauch ich auch wieder wen.

Oh hier findest Du bestimmt welche.

Was sagen Deine Familie und Deine Freunde dazu, dass Du schreibst?

Am Anfang: so abwinkend … jaja mach du mal … als ich dann mit dem Verlag um die Ecke kam, haben sie alle blöd geschaut. Ok, meine Mutter fand es toll … meinem Vater hab ich kurz vor Weihnachten den Verlagslink geschickt mit dem Kommentar: keine Ahnung wie ich dir das erklären soll …

Wie gehst Du mit Kritik um?

Das ist immer schwierig … tief durchatmen, versuchen die verletzen Gefühle *mein Baby wurde beleidigt* zur Seite zu schieben und darüber nachdenken, DANN erst den Mund aufmachen.

Welches Buch hättest Du gerne selber geschrieben?

Da fallen mir grad so viele auf einmal ein und dann denk ich mir, ne, ich hab mein Buch geschrieben, das ist meins. Ich wollte kein anderes schreiben, aber ich hab sie alle geliebt zum lesen.

Welche Genres bevorzugst Du?

Fantasy, (Historische) Liebesromane, und seit ich entdeckt habe das beides gleichzeitig geht. … jaaaaa Fantasy Romance.

Was kannst Du überhaupt nicht leiden?

Ungerechtigkeit, oder wenn jemand gemein wird gegenüber Anderen. Da kann ich ziemlich fies werden. Hab mich oft deswegen als Jugendliche ins Abseits befördert, weil ich nicht nur daneben gestanden hab, wenn andere gemobbt oder drangsaliert wurden … dummerweise war ich das dann immer am Ende.

Spaßfrage: Wo hast Du den riesigen E-Reader her, neben dem Du stehst? Auf dem Bild da oben.

Der ist toll gell, aber leider nur retuschiert und nachbearbeitet.

Arbeitest Du schon an einer Leserunde?

Ja auf jeden Fall. Lovelybooks und eventuell auch hier in FB (letzteres bin ich mir noch nicht sicher).

Liest Du viel und wenn ja, was?

Also bevor ich angefangen hab zu schreiben hab ich sehr sehr viel gelesen. Sonea, Marion Zimmer Bradley, Kresley Cole, Nalini Singh, Jude Deveraux … Die ganzen Warcraft Bücher, Harry Potter, ich glaub als Jugendliche hab ich es geschafft die Jugendabteilung unserer kleinen Stadtbibliothek komplett zu lesen.

Hättest Du Bammel vor Lesungen?

Oh ja, ich werd immer so schnell heiser und dann fang ich an zu quietschen.

Hast Du Lieblingsautoren?

Das wechselt, abhängig davon welches Buch ich grad les. Momentan wie gesagt: Kresley Cole, Nalini Singh und Thea Harrison.

Was war Dein erstes Buch, das Du gelesen hast?

Daran kann ich mich nicht erinnern, aber ich hab damals viel Burg Schreckenstein und die 3 ??? gelesen. So mit 12 dann Vom Winde verweht und so was, meine Mutter hätte meine Oma gern erschlagen, als diese mir mit 14 meine ersten Schundromane gegeben hatte (danach kam ich nicht mehr davon weg).

Wie war Deine Schulzeit?

Daraus könnte ich einen Roman schreiben; aber ums kurz zu fassen: zugezogen, Außenseiter und dann irgendwann der Streber (Wissen ist Macht) auf der Hauptschule und ja, ich hab Abi gemacht, sogar ein Diplom in der Tasche. Ergo ein ziemlich steiniger Weg …

Vergleichst Du beim Lesen anderer Bücher deren Schreibstil und Inhalt mit Deinem Buch?

Inhalt ja, ich habe letztens ein Buch zum ersten mal gelesen und gedacht, Mist … über so ein ähnliches Thema hab ich doch auch geschrieben.

Du bist jetzt zwar bei einem Verlag, aber wie stehst Du zum Thema Selfpublishing? Wäre das auch eine Option für Dich gewesen, wenn Du mit Deinem Buch nicht bei einem Verlag untergekommen wärst?

Ich hab drüber nachgedacht, und hätte es wahrscheinlich getan, denn ich glaub schon, dass mein Buch (für dieses Genre) ganz toll ist. Es hätte wahrscheinlich noch etwas gedauert bis ich den Mut gefasst hätte (also ich finde SP sehr mutig).

Thema Werbung … auch wenn Du gerade erst veröffentlicht hast … musst Du selber auch die Werbetrommel rühren, oder übernimmt der Verlag das für Dich? Und wie sieht es aus mit Lesungen? Würden die vom Verlag organisiert, oder musst Du Dich selber kümmern?

Ich muss schon selbst die Werbetrommel rühren. Und ich musste feststellen, das kostet echt Zeit zumal ich auch noch Vollzeit arbeite … Gut ein bisschen kann ich mir auf der Arbeit auch abschauen (bin bei einer Online Marketing Agentur) allerdings bin ich da nur in der IT, ergo nur so ein bisschen involviert. Thema Lesungen: Organisation liegt denke ich bei mir, allerdings sollten sie Kapazitäten haben, und mich in dem Fall unterstützen können, machen die das auch. Also über ihre Social media Kanäle verbreiten, Tipps, etc.

Würdest Du die Werbung, bei sehr großem Erfolgsstress an eine Agentur abgeben?

Teilweise ja, aber erst dann und auch nur Teile. Aktuell macht mir das viel zu viel Spaß hier z.B. auf Fb mit den Lesern direkt ins Gespräch zu kommen. Das würde auf jeden Fall bleiben.

Was ist ein Imprint?

Das ist im Endeffekt eine Marke, ähnlich wie Vitel von Nestle … nur halt dass Verlage das nicht Marke sondern Imprint nennen.

Gibt es Dein Buch eigentlich nur als Ebook? Oder ist auch ein Print geplant?

Aktuell nur als Ebook, wenn es gut läuft und der Verlag es ablehnt zu drucken würde ich wahrscheinlich zu BoD gehen (zum Glück geht das bei Forever, hab da einige gesehen die es genauso gemacht haben).

Wissen Deine Kollegen in der Agentur von Deinem Büchererfolg?

Es ist ja erst seit Freitag draußen, aber ja sie wissen es und … ehm sie sind etwas amüsiert, dass es ein Liebesroman ist, besonders über den halbnackten Kerl auf dem Cover … Männer halt. Und zugetraut hat es mir auch keiner, ich bin nämlich voll der Nerd, so ein richtiger Nerd.

Wie bist Du an das Cover gekommen? Halbnackter Kerl und so?

Das ging recht schnell: Lektorin: was stellst du dir vor. Ich: halb nackter Mann geht immer … Dann hatte sie das Cover von Christine Feehan als Beispiel genommen (zufällig das Buch das ich mir wegen des Covers erst 2 Wochen vorher gekauft hatte) und schon war die Sache geklärt und ich bekam diesen Entwurf (beim ersten war die Schrift nicht so schön) aber sonst passt es toll zur Story.

Danke für das Interview. Ich wünsche Dir und Deinen Büchern alles Gute und viel Erfolg.

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