Martin Randall

martin randall

Autoreninterview Martin Randall

25.1.2016

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, den Autor Martin Randall zum Interview begrüßen zu dürfen.
Als Sohn einer kanadischen Anwältin und eines deutschen Physiklehrers,1980 in Offenbach geboren, hat Martin Randall eine recht interessante Kindheit gehabt. Er studierte Marketing und BWL an der Goethe-Universität in Frankfurt.
Heute arbeitet er als freier Werbetexter und lebt in Frankfurt. ‚Z Revolution‘ ist sein Debut als Schriftsteller im HJB-Verlag. Der erste Band ‚Sie erwachen‘ erschien als Kindle-eBook im Juli 2015, gefolgt von zwei weiteren eBooks im September und im November 2015. Im Dezember erschien die Sammelausgabe im Printformat ‚Gestrandet im Land der Toten‘.

Derzeit arbeitet Martin gerade am vierten eBook.
Besuchen kann man Martin auf:

Facebook

Homepage

Amazon
Oder man schreibt ihm einfach eine Email: zrevolution.mrandall@gmail.com

 

Hallo Martin. Danke, dass wir Dich interviewen dürfen. Wann hast Du denn angefangen zu schreiben? Und womit?

Angefangen zu schreiben habe ich etwa mit 17 Jahren. Das war dann aber noch Fanfiction.

Das ist ja ein Unterschied zu heute. Hast Du auch mal Lust, etwas anderes zu schreiben als über Zombies?

Ich habe durchaus vor, mal etwas anderes zu schreiben, aber ich würde die Geschichte um die ‚Z Revolution‘ gerne erst zu Ende erzählen, bevor ich etwas neues anfange. Ansonsten verzettel ich mich nur.

Hast Du Autoren als Vorbilder?

Ja die habe ich. Randy Ingermansson, George, R. R. Martin, Ernest Hemingway, um mal einige zu nennen.

Was schreibst Du zur Zeit?

Im Moment arbeite ich noch am vierten eBook von ‚Z Revolution und bin in der Konzeptphase für die eBooks 5 und 6.

Hast Du schon Lesungen gehalten?

Lesungen habe ich noch nicht gehalten. Aber das würde ich in nicht allzu ferner Zukunft gerne mal tun.

Wann schreibst Du am liebsten? Hast Du eine bestimmte Zeit? Wie sieht so ein typischer Schreibabend bei Dir aus? Whiskey, Schokolade und Platten?

Ich schreibe am liebsten Abends auf dem Sofa, so zwischen 20 und 23 Uhr. Das Sofa steht im Wohnzimmer. Kein Alkohol oder Drogen, aber dafür umso mehr AC/DC.

Warum Zombies?

Warum Zombies? Es hat mich gereizt. Die Idee stammt eigentlich von meinem Herausgeber Tom Weinberg. Mir gefiel das Konzept, die menschliche Seite dieser Zombieapokalypse in den Vordergrund zu stellen und sie so realistisch wie möglich zu schreiben.

Wie lange hast Du für Dein erstes Buch – von Idee bis Veröffentlichung – gebraucht?

Etwa ein halbes Jahr. Das ist die Zeit, in der ich aktiv daran gearbeitet habe. Wenn man die Pausenzeiten mit rein nimmt, dann wird es ein ganzes Jahr.

Was würdest Du nie und nimmer schreiben wollen?

Folterpornos.

Kann ich nachvollziehen. So bisschen seichteres … BDSM?

Nein, damit meine ich eher so Sachen wie Hostel.

Gehst Du auch auf Zombie-Larps, so zu Recherchezwecken?

Nein, auf Zombie-LARPS gehe ich nicht. Aber wenn ich Zeit habe auf die SPIEL in Essen. Für Recherche wende ich mich an das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk, deren Großeinsätze kommen einer Zombieapokalypse manchmal sehr nahe.

Was sagen Deine Familie und Bekannten zu Deinen Büchern und überhaupt, dass Du schreibst?

Die sind zwar begeistert, dass ich etwas schreibe, aber von den Zombies dann doch eher angeekelt. Witzige Sache: eine Bekannte beschwerte sich über zu viel Gore und Splatter im ersten eBook, aber die Bewertung auf amazon sagt, dass es relativ wenig Splatter enthält.

Wo kommen Dir die Ideen? Im Alltag ist es hier ja etwas schwierig.

Ich überlege immer, was in einer Situation das übliche Klischee oder das dümmste Verhalten ist und versuche dann, dies zu vermeiden.

Hast Du damals „The Return Of The Living Dead“ gesehen? Und wenn ja, wie hat Dir der Film gefallen? Hirnlose Zombies, die Hirn wollen.

Den habe ich mal gesehen, ist aber schon ewig her. Kann mich nicht mehr so wirklich daran erinnern.

Magst Du „The Walking Dead“? Und guckst es?

Die Serie gucke ich nicht, aber ich lese das Comic, auf dem sie basiert.

Bist Du persönlich auf die Zombieapokalypse vorbereitet?

Die Axt ist gewetzt, die Machete geschärft und das Brecheisen liegt immer in Reichweite.

Haben Dich die Werke von Stephen King beeinflusst?

Grundsätzlich wird man ja von jedem Autoren, den man ließt, irgendwie beeinflusst. Ich habe das eine oder andere Buch von Stephen King gelesen, aber als Fan würde ich mich nicht bezeichnen. Falls ich von ihm beeinflusst wurde, dann nur sehr wenig.

Bist Du gläubig und spielt der Glaube eine Rolle in Deinen Büchern?

Persönlich bin ich religiös, aber meine persönlichen Werte trenne ich strikt von den Anforderungen an die Erzählung. Was nicht heißt, dass sich nicht ab und zu mal diverse Seitenhiebe einschleichen.

Wie muss ich mir den Menschen Martin Randall in seinem Alltag vorstellen? Ein Mann, der gedanklich bis zu den Knien in „Blut und Grauen“ watet. Wie schaltest Du ab? Was ist Dein Gegenpol zu all den Grausamkeiten, die Du zu Papier bringst?

Ich im Alltag? Ein eher unscheinbarer Mann von fast 36 Jahren, den man für einen Büroangestellten halten könnte. Das Schreiben dieser Zombieromane bedeutet für mich, abzuschalten.

Hast Du Kinder?

Nein, ich habe keine eigenen Kinder, aber acht Neffen und Nichten.

Die sind aber noch nicht im Zombie Alter, oder? Wie stehen sie zu Deinen Werken? Wissen sie von dem Schriftsteller Martin Randall?

Nein die Kids sind bis auf einen noch nicht volljährig. Die erfahren das noch früh genug.

Sind Deine Werke pure „Unterhaltung“ oder gibt es Bücher von Dir, wo Du sagst: „Leute, das ist meine Botschaft für euch.“

Zuallererst sind meine Werke zur „Unterhaltung“ gedacht, zum Mitfiebern und Mitfürchten und Mitleiden und Mitfreuen. Falls irgendwelche Botschaften darin vorkommen, dann eher subtil.

Subtil … die da wären?

Wie meine Mutter immer sagte: „Now, that would be telling, wouldn’t it?“

Brauchst Du manchmal eine Zombiepause?

Pausen mache ich da selten. Wenn ich so etwas anfange, dann fixiere ich mich darauf und lasse erst los, wenn ich fertig bin. Ansonsten komme ich aus dem Takt.

Was muss in einem guten Horrorroman unbedingt enthalten sein und was ist ein „No go“ für Dich?

Realistische und sympathische Charaktere sollten enthalten sein. Absolutes No-Go: Vergewaltiguns- und/oder Folterszenen, die nur der Schockwirkung dienen.

Bist Du Vegetarier?

Definitiv nicht.

Dein neues Buch erscheint und erreicht eine Auflage von 1,8 Millionen verkauften Exemplaren … Dein erster Gedanke?

Das is ja’n Ding.

Ich glaube, ich bin noch nie über ein Bild von Dir gestolpert. Bleibst Du für immer anonym, damit Deine Fans Dich nicht stalken?

Das hat mehrere Gründe. Zum Teil hängt es mit meiner Arbeit zusammen. Stalkende Fans hatte ich bis jetzt noch nicht.

Hast Du noch irgendwelche anderen Hobbys außer das Schreiben?

Ich hatte es ja mit dem Hinweis auf die SPIEL in Essen schon angedeutet, ich mache gerne Pen&Paper Rollenspiele, ich mountainbike gerne, wenn das Wetter es zulässt und wenn ich Zeit habe, belege ich Kochkurse an der VHS.

Kochen? Ich hoffe, das sieht am Ende nicht aus wie Deine Zombies.

Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert.

Fertigst Du von Deinen Protas Skizzen an? Baust Du Menschen von der Straße mit ein?

Skizzen mache ich keine, aber wenn mir auf der Straße ein echtes Original begegnet, dann kann der oder die schon im Text landen, ja.

Im Packeis, welche drei Sachen nimmst Du mit?

Eine Axt, einen Thermoanzug und einen Pack Spielkarten für Solitär.

Wie steht’s mit den berühmten Schreibblockaden?

Habe ich meistens nur dann, wenn ich mich in etwas Unlogischem verrannt habe. Sobald ich es überdacht und neu ausgerichtet habe, läuft es meistens wieder wie geschmiert.

Danke für das Interview und weiterhin viel Spaß und Erfolg, Martin.

 

 

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