Hilde Willes

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Autorenvorstellung Hilde Willes

10.2.2016

Einen schönen guten Morgen allerseits und vielen Dank für die Möglichkeit, mich hier vorstellen zu dürfen!

Es ist noch nicht allzu lange her, als ich mich meinem Live-Interview stellte. Was im Übrigen sehr viel Spaß gemacht hat. Wesentliches mehr gibt es über meine Person auch gar nicht zu erzählen. Immerhin kann ich aber ein neues Profilbild vorweisen, entstanden durch die Heiterkeit der Faschingszeit. Das neue Jahr hat fröhlich begonnen und verspricht, sehr bewegt zu werden, wenn ich all das umsetzen kann, was ich „auf dem Schirm habe“ bzw. in die Wege geleitet. Aber das sind ja noch ungelegte Eier, die sicher bis Ostern noch nicht im Nest liegen.

Für alle, die noch nichts über mich wissen. Ich wurde 1964 geboren und wuchs auf in einem Ort auf dem Land in Hessens Werra-Meißner-Kreis. Welcher auch der Schauplatz meines Debüts „Wenn Mauern fallen“ (Verlag: Telegonos Publishing, Frielendorf) ist. Seit der Veröffentlichung im Oktober 2015 hat sich mir eine neue Welt aufgetan. Sehr interessant, aber auch verwirrend. Man setzt sich plötzlich u. a. mit Marketingstrategien auseinander, macht Zeitungsinterviews, Lesungen, dies und das. Wie hineingeschmissen ins kalte Wasser wird gepaddelt so gut man kann. Zuweilen wird einem dabei ganz schön warm!

Schon immer liebe ich Bücher, lese viel und mag Musik. Tanzen, Singen, Keyboard und Akkordeon spielen. Nicht professionell, aber mit viel Spaß an der Sache! In anderen Momenten streife ich durch Straßen und Natur, immer auf der Suche nach den Kleinigkeiten, die diese Welt so groß machen. Ich bin Mutter von zwei Kindern.

Bürokauffrau von Beruf und viele Jahre in diesem Metier gearbeitet, musste ich vor gut zehn Jahren meinen Job aufgeben wegen der Pflege meiner schwerkranken Eltern. Stundenweise arbeite ich als Sitzwache in einer psychiatrischen Klinik. Demnächst kehre ich wieder in meine ursprüngliche Bürotätigkeit zurück. Kinder, Beruf, Privatleben und Schreiben, das alles unter einen hübschen Hut zu bringen, wird ganz sicher nicht so einfach sein. Aber solange Hilde das WILL, ist sie (noch) recht zuversichtlich.

Zur Autorin wurde ich eher ungeplant und zufällig. Man kann es so ausdrücken, dass ich in einer persönlichen Lebenskrise Ablenkung, Trost und Mut durch das Schreiben fand. Dabei entstand mein Debüt, und ursprünglich war überhaupt nicht beabsichtigt, es zu veröffentlichen. Es ist dann irgendwann einfach so passiert.
Aber gaaanz so einfach war’s dann doch nicht. Wie wahrscheinlich jeder andere „Schreiber“ auch, bin ich genau die gleichen Wege gewandert, auf denen man sowohl Hoffnung und Zuversicht als auch jeder Menge Frust begegnet.

Neben „Wenn Mauern fallen“ bin ich mit zwei Kurzgeschichten beteiligt in „Holy Horror Christmas – Das Grauen kehrt zurück“ (Konkret Literatur Verlag, Herausgeber: Marco Carini), Veröffentlichung Oktober 2015.

Für das laufende Jahr plane ich die Publizierung von mindestens einem neuen Roman, vielleicht auch zwei. Da schauen wir einfach mal …
Meine Inspiration suche und finde ich quasi auf der Straße, aus dem Leben um mich herum. Wird der Rest meiner Tage je ausreichen, alle vorhandenen „Pupse im Koppe“ umzusetzen?!

Ich möchte meine Autorenvorstellung am heutigen Aschermittwoch gerne mit einer Leseprobe aus meinem Debüt beenden. Weil, es passt grad so schön und ich hoffe, das ist erlaubt:

„Die närrische Nacht war vorbei. Am Ende standen dort nur
noch ein paar und starrten stumm vor sich hin. Unheimlich sahen
die Blutflecke aus auf dem Asphalt im fahlen Licht des Mondes,
genauso wie der Pirat mit seiner schwarzen Augenklappe,
aus der ihm die Tränen tropften.
Auch ein anderer stand dort mit einer Träne auf der Wange.
Sie war nur aufgemalt und durch den Lauf des Abends ein bisschen
verwischt. Man musste schon genau hinsehen, um sie als
solche noch erkennen zu können. Er hatte von „kontrolliertem
Frohsinn“ gesprochen, nun rauchte er schweigend seine Zigarette.
Aber in seinem Blick war ein tiefes Mitgefühl … für alle Narren
dieser Welt.
„Was hast du getan, Klaus?“, Conni musste das einfach sagen,
aber Jo zog sie fort. Eine Antwort bekam sie eh nicht. Für jetzt
und hier war es genug und es gab andere, die sich kümmerten.
Um diesen Piraten, der keinen Schritt mehr vor den anderen set-
zen konnte. Beate und Hugo zum Beispiel, sie nahmen ihn zwischen
sich und mit nach Hause. Trotz allem! Trotz allem! Und nach und nach senkte sich die Stille über diese närrische Nacht.
Am Aschermittwoch waren die tollen Tage vorüber. Voller Lachen
und Leben in einer Zeit, noch fest im Griff der nasskalten
Pranken des dunklen Winters. Aber leise war da schon die Ahnung
nach einem Frühling, auf den die Menschen sich bereits
freuten. Sich danach sehnten, dass das Leben wieder zu solchem
erwachte, die Sonne die Blumen aus der Erde zurückzauberte
und die Vögel wieder anfangen ließ zu singen.
Mit dem Aschermittwoch begann für die religiösen Menschen
das Fasten. Zeit nach dem närrischen Treiben, in der man in sich
gehen und ruhig werden sollte. Durch Verzicht suchen nach dem
Sinn, zu verstehen, zu lernen, zu akzeptieren. Vierzig symbolische
Tage wie das Wandern durch die Wüste, das Kämpfen mit
der Sintflut, das Harren auf dem Berg in der Gegenwart des allmächtigen
Herrschers.
Am Aschermittwoch verlor Frederike ihr Kind.“

Über einen Besuch auf meiner öffentlichen Seite freue ich mich sehr

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Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Ich wünsche euch eine gute Zeit!

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