Nathalie C. Kutscher

nathalie c. kutscher

Autorenvorstellung Nathalie C. Kutscher

20.2.2016

Als ich am 21.02.73 das Licht der Welt im wunderschönen Oberhausen erblickte, ahnte ich noch nichts von meiner Schreibleidenschaft. Aber acht Jahre später kaufte ich mir von meinem Taschengeld ein Buch, statt mir irgendeinen anderen Kram zu holen. Als ich es zu Ende gelesen hatte, sagte ich zu meiner Oma: „Ich will auch irgendwann ein Buch schreiben!“ Der Plan war geschmiedet, aber bis es soweit war, folgten erst einmal Gedichte, kleine Geschichten und freiwillige Aufsätze für den Geschichtsunterricht ( wer sich jetzt fragt, wie viele Freunde ich in der Schule hatte: Nicht sehr viele, angesichts meiner Vorliebe für verschwundene Hochkulturen ). Meinen ersten Roman schrieb ich mit achtzehn Jahren, mit dem ich natürlich meine Familie und Freunde quälte. Jeder hat solche dunkle Flecken in der Vergangenheit. Danach ließ ich das schreiben ersteinmal lieber wieder sein und las Bücher von denen, die es können. Zwischendurch erfüllte ich mir einen großen Traum: Eine Reise in mein gelobtes Land Ägypten. Wer meine Bücher kennt, wird merken, dass Ägypten in einigen davon eine große Rolle spielt. Trotzdem war es noch ein weiter Weg zu meinem großen Traum vom eigenen Buch. Dieser erfüllte sich erst, als ich knapp ein Jahr verheiratet war. Ich stand morgens auf und sagte zu meinem Mann: „So, jetzt schreibe ich einen Roman!“
Da ich damals keinen Computer hatte, schrieb ich mit der Hand. Und ich schrieb, und schrieb, und schrieb. Einzig mein Mann hielt zu mir, wenn meine ganze Freizeit dafür drauf ging und ich Stunde um Stunde schrieb. Irgendwann war der Roman fast fertig, aber mein Leben machte – wie so oft – erneut eine Wendung. 2008, so, als hätten wir gerade nichts anderes zu tun, zogen wir nach Island. Recht spontan, wie ich nun einmal bin. Das handgeschriebene Skript war im Gepäck, aber vernachlässigt. Ans Schreiben dachte ich nicht mehr, zu viel war auf der Insel zu entdecken. Erst zwei Jahre später, als wir uns in einer persönlichen Krise befanden, lernte ich übers Internet eine deutsche Autorin kennen, die in Finnland lebt. Sie gab mir den Tipp, bei Verlagsausschreibungen für Kurzgeschichten teilzunehmen. Gesagt, getan. Das richtige Thema war schnell gefunden: Geschichten über Wölfe. Da Wölfe – neben meinen Katzenbiestern – meine Lieblingstiere sind, hatte ich schnell Zugang zu dem Thema. Die Geschichte wurde mit Legenden der First Natives – für deren Kultur ich auch eine große Schwäche habe – gepaart und nach nur vier Tagen war die Geschichte fertig. Innerhalb von vierzehn Tagen bekam ich die Antwort, dass meine Geschichte genommen wurde. Obwohl es nur eine Kurzgeschichte war, war es für mich endlich die Bestätigung, dass jemand meine Sachen gut fand. Von da an, schrieb ich beinahe rund um die Uhr. Ich kramte mein altes, handgeschriebenes Skript wieder hervor, tippte es ab, überarbeitete es und stellte es fertig. Doch zunächst schlich sich eine andere Story in meinen Kopf: Der Kuss des Meeres. Der Titel fiel mir ein, als ich mit meinem Mann in den Klippen beim Angeln war. Toll, dachte ich. Einen Titel hast du, fehlt noch die passende Geschichte. Es wurde ein Suspense/Mysteriethriller, der in Island spielt und 2012 bei einem Verlag veröffentlicht wurde. Mittlerweile ist der Roman allerdings in Eigenregie erhältlich. Weiter ging es mit diversen Kurzgeschichten, von denen ich mittlerweile mehr als ein Dutzend habe. Dann kam die Vampiridee, die ich unter Eden Barrows herausbringe. Als ich eine Absage von einem Verlag für eine Erotikgeschichte bekam, weil diese zu wenig erotisch sei, packte mich auch da der Ehrgeiz. Ich schrieb so viel Erotik, dass auch dieses Genre bald einen eigenen Namen bekam: Ava Pink. Das ist allerdings immer nur ein Hobby gewesen und so wird es auch bleiben. Bisher sind in diesem Genre zwei Kurzgeschichtenbände, drei Novellen und ein Erotikthriller erschienen. Unter meinem richtigen Namen veröffentliche ich Historie, Thriller und Abenteuer, wobei ich auch mal gerne alles mische.
Nach Island sind wir zuerst nach Bayern gezogen und nach vier Jahren wieder weg und leben jetzt glücklich in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Land. 2014 habe ich meinen Job als Krankenpflegerin aufgegeben und mich im Juli 2015 als Lektorin selbstständig gemacht. Meine Bücher sind bei Telegonos Publishing und Club der Sinne veröffentlicht und ich bin dankbar für diese beiden Verleger, weil sie ihre Autoren unterstützen, immer ein offenes Ohr haben und viele Verrücktheiten meinerseits mitmachen. Und davon gibt es viele, denn ich bin, wie ich bin, Chaotisch, irgendwie verdreht, etwas unstet, kreativ auf vielen Gebieten, tierverrückt und manchmal habe ich ein zu großes Herz. Aber all das findet sich in meinen Büchern wieder und daher denke ich, es ist gut so, wie es ist.
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