Barthle B. Boss

barthle b.boss

Autoreninterview Barthle B. Boss

22.2.2016

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, den Autoren Barthle B. Boss zum Interview begrüßen zu dürfen.

Barthle B. Boss ist definitiv literarisches Urgestein des Universums und seit der Sekunde Null in unterschiedlichen Erscheinungsformen tätig.
Das Erstlingswerk „Urknall“ – Die spinnt, die Schöpfung! gilt als verschollen. Nach namhaften literarischen Erfolgen auf Beteigeuze („Sencha ist für alle da“ – Abhandlung über die interstellaren Teezeremonien) und Epsilon Eridani („Grurxechsen“ – Haustiere für Fortgeschrittene) wechselte er in die Belletristik.
Einem längeren Urlaub auf den Hyaden folgte der Wechsel in die Milchstraße mit dem Schwerpunkt Sol-System, dort erst Mars und später Terra. Nach einer Neustrukturierung der vorhandenen klimatischen Bedingungen und Lebensformen widmete er sich wieder der Literatur. Erste terrestrische Werke unterhaltsamer Natur finden sich auf Tontafeln und sind in Jiahu und sumerischer Keilschrift verfasst.
Dem Autoren wird maßgeblich die Erfindung der Hieroglyphen und der Bibliothek von Alexandria, der Runen sowie des Alphas und des Omegas unterstellt.
Einer längeren Schaffenszeit in Utgard und Asgard folgte dann als Endstation Midgard, wo er als Co-Autor der „Edda“ tätig war.
Aktuelle Erfolge sind: „Die erste ist die schwerste“ – Der Weg zur Million und „Echte Männer essen keinen Tofu“ – Das ultimative Männerbuch. Momentan entsteht der dreiteilige Ogersheim-Zyklus, dessen erster Band „Kohlsuppe“ bereits Begeisterungsstürme entfacht hat.

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Hallo Barthle, danke, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Wie kamst Du ausgerechnet auf die Themen? Woher nimmst Du Deine Inspiration?

Die Themen sind satirisch … die Situation verlangt danach. Wenn Du sie nicht besiegen kannst, dann lache wenigstens über sie. Allerdings: Wenn ich mir eine Stunde FB mit den täglichen Horror-Nachrichten gegönnt habe, dann ist die Laune zum Schreiben im Keller.

Edda, sumerische Keilschrift, wie kam es dazu?

Wir waren arm und hatten nichts anderes

Bist Du schon bei Deiner zweiten Million und: isst du Tofu?

Ja…die zweite Mio ist in Arbeit. Tofu hat Hausverbot.

Wie sieht ein ganz normaler Schreibtag bei Dir aus?

Normale Schreibtage haben ein Limit von 10-20 Seiten … je nach Inspiration und Umständen.

Hast Du noch einen Brotjob?

Ich bin selbständig. Derzeit konzipieren mein hochgeschätzter Freund Dieter und ich ein Wohnprojekt in Paraguay.

Deine Bücher sind zwar humorvoll, aber ja mehr dieser fiese kritische Humor der den Finger ganz tief in Wunden legt. Müssen da demnächst noch mehr Menschen/ Institutionen den Kopf einziehen?

Die Folgebände von Kohlsuppe werden erheblich fieser in Richtung „Hoher Obrigkeit“. Kohlsuppe watscht die Ära Kohl in einer speziell dafür geschaffenen Fantasy-Welt ab. Sein Nachfolger ist gerade in Arbeit … und dessen Nachfolgerin ebenfalls. Soweit ich informiert bin, gibt es dort auch keinen Tofu. Ich habe bereits einen Wäschekorb voller Dinge, die mit einfließen … noch mehr wird ungesund. Die Masse an Einfällen unserer hohen Obrigkeit ist mehr, als sich ertragen lässt. Faszinierend ist, das es Tsunami-mäßig zunimmt.

Wie alt warst Du, als Du mit dem Schreiben angefangen hast?

Damals, … als es noch keine Ebooks gab und BoD unbezahlbar war.

Wie sieht Dein Schreibplatz aus? Was brauchst Du zum Schreiben?

Ich schreibe sicherheitshalber überall…entweder Entwürfe, Skizzen und Themen in eine Kladde…alternativ PC (bevorzugt) oder Notebook. Bleistift und Papier sind tolle Erfindungen.

Brauchst Du Ruhe zum Schreiben?

Ruhe beim Schreiben…angenehme Umgebung…Musik…alles hübsch. Sonst komme ich aus dem Fluss.

Wie viele Bücher sind aktuell in Arbeit?

Zwei Folgebände für Kohlsuppe, ein weiteres mit anderen Protagonisten aus „Ogersheim“, ein realpolitisches völlig frei von Humor zum Thema Sklavengesellschaft Deutschland und diverse Entwürfe für ein gutes Dutzend Bücher. Allerdings sind höchstens 2 gleichzeitig in Arbeit. Dazu kommt ein gewissen Zeitaufwand für Grafiken.

Machst Du die Grafiken selbst?

Grafiken mache ich selbst. Technische Unterstützung bei der Umsetzung der Cover liefert ein guter Freund.

Gibt es etwas, was Du nie schreiben würdest und etwas, was Du unbedingt noch schreiben willst, bisher aber noch nicht hast?

Ich würde nichts schreiben, was die Umstände verherrlicht, die derzeit herrschen. Dazu keine positive Darstellung von Religionen, Fanatikern oder Gewalt. Die anderen Themen sind im Rohentwurf … ich habe also noch lange genug zu schaffen.

Was und wen liest Du am liebsten?

Unterschiedlich: Pratchett, Gardener, Foster im humorigen Fantasy-Bereich. Mittlerweile lese ich bevorzugt Sachen, die ich selber schreibe und gönne mir den einen oder anderen Lachflash. Solange DAS noch funktioniert, bin ich selbstgefällig und zufrieden. Es macht Spaß, sich selbst zu überraschen. Geschichten nehmen manchmal merkwürdige Wege, die nicht eingeplant waren.

Wie viel Zeit hast Du zu lesen?

Die Zeit zum lesen nehme ich mir…aber ich führe nicht Buch darüber. Dafür ist meine Zeit vorm TV nur noch knapp über Null. Abgesehen von guten Movies natürlich.

Wen würdest Du gerne unbedingt treffen wollen, und was würdest Du ihm/ihr sagen?

Treffen? Oh ha … die meisten davon leben nicht mehr. Tolkien … Pratchett … Ustinov. Aber die Aussage wäre einfach: Danke!

Welche drei Dinge (keine Menschen) würdest Du mit an den Südpol nehmen?

Gut geheiztes Allrad-Fahrzeug mit riesigen Lebensmittelvorräten, Grill und Schreibzeug.

Was würdest Du einem Schreibanfänger mit auf den Weg geben?

Schreib einfach drauflos…nimm Dir Zeit, Ruhe, Papier und Bleistift. Schreib so, dass es DIR gefällt. Ausdauer und seelische Hornhaut. Selbstkritik.

Wer liest Deine Sachen als Erstes?

ICH. Danach mein Cover-Mitgestalter. Wenn DER es mag…dann bin ich immer beruhigt.

Wo schreibst Du am Liebsten? Also kein Lektor?

Am liebsten humorvolles Chaos mit bösen Seitenhieben. Und zusätzlich lektoriert wird durch meinen Kumpel. Allerdings … haben wir beide dann doch ein paar Kleinigkeiten übersehen. Betriebsblindheit.

Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Antworten.

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