Sabine Bartsch

sabine bartsch

Autoreninterview Sabine Bartsch

14.3.2016

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Sabine Bartsch zum Interview begrüßen zu dürfen.

Sabine Bartsch wurde im schönen Oldenburg geboren, wo sie eine unbeschwerte Kindheit mit ihren Freunden Pippi Langstrumpf und den Kindern von Bullerbü verbrachte. Nach ihrem Studium war sie tätig als Theaterpädagogin, Festivalleiterin und Kulturmanagerin und ist heute Geschäftsführerin eines Kulturzentrums in Süddeutschland.
Neben einigen Kurzgeschichtenerfolgen, zuletzt Platz 5 beim Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb 2015, hat sie drei Bücher veröffentlicht.

Das mit dir und mir“ (Jugendroman), erschien am 1. Dezember 2014 bei dtv und stand unter dem Titel „Teen Spirit“ 2011 auf der Shortlist des Goldenen Pick (F.A.Z./Chicken House)

A Song about Love“ (Jugendroman), erschien am 1. Juli 2015 bei Books on Demand

Das Zwillingsmatch“ (Roman), erschien am 1. Januar 2016 bei Books on Demand

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Hallo Sabine, schön dass Du Dich unseren Fragen stellst. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Das ist lange her und hat stark mit meinem Mann zu tun. Er ist sehr kreativ und hat mir immer sehr originelle Dinge geschenkt. Ich hatte dem kaum etwas entgegenzusetzen. Deshalb habe ich ihm eines Tages eine Geschichte geschrieben und siehe da – sie war gar nicht so schlecht und ich hatte Blut geleckt. So fing alles an.

Dein Mann liest also alles, was Du schreibst? Etwa wie ein Lektor?

Ja, er hat auch meine zwei Indiebücher Korrektur gelesen und er liest sehr gerne, was ich schreibe.

Was brauchst Du unbedingt zum Schreiben?

Absolute Ruhe, dafür ist mein Schreibzimmer mit Blick in den Garten ein Traum.

Welche Ziele verfolgst Du?

Na, das ist doch logisch, ich will Bestsellerautorin werden.

Welche Bücher liest Du am liebsten?

Ich lese sehr gerne Krimis von Skandinavischen Autoren und im Jugendbuchsektor, in dem ich in erster Linie schreibe, bin ich absoluter Fan von John Green. Ein paar Tipps von aus meiner Sicht wirklich sehr guten deutschen Autoren, von denen ich viel gelernt habe. Joachim Meyerhoff, Marc-Uwe Kling, Martin Sutter (Schweizer).

Wie lange brauchst Du für ein Buch?

Ich schreibe ja nicht hauptberuflich. Deshalb brauche ich ziemlich lange. So ca. 1,5 Jahre bis zur Veröffentlichung. Ich schreibe fast nur am Wochenende und in den Ferien.

Schreibst Du auch weiter Kurzgeschichten?

Nein, ich konzentriere mich auf meine Bücher.

Musik beim Schreiben? Könnte ich mir bei Dir vorstellen! Und wenn ja – was?

Nee, es muss absolut still sein. Aber Deine Vermutung liegt tatsächlich nahe, weil ich viel über Musik schreibe. Das hat damit zu tun, dass ich beruflich viel damit zu tun habe.

Wie gehst Du mit Störungen / Unterbrechungen um?

Störungen stören mich nicht. Ich gehe z.B. ans Telefon und rede eine halbe Stunde, danach schreibe ich weiter. Wenn ich einmal im Fluss bin, dann ist das okay. Na, und dann braucht es natürlich auch eine gute Idee – und die zu finden, fällt mir manchmal sehr schwer. Im Moment ist mein Problem allerdings gerade umgekehrt. Die Idee ist da, der Plot geschrieben, ich könnte also loslegen, aber etwas – vielleicht eine Schreibblocke, an die ich gar nicht glaube – hindert mich. Das ist total doof.

Und was tust Du dagegen?

Ehrliche Antwort: Ich habe noch kein Mittel gefunden. Im Moment schreibe ich einfach nicht. Was total bescheuert ist, weil ich es ja vermisse. Aber ich bekomme einfach nichts vernünftiges hin. Deshalb ist es vermutlich das Beste, einfach ein wenig abzuwarten. Es treibt mich ja kein Verlag.

Wie intensiv plottest Du?

Mein ersten drei Bücher habe ich ungeplottet geschrieben, die sind komplett aus dem Bauch entstanden. Meinen ersten Thriller habe ich sehr intensiv geplottet. Das hat ca. ein halbes Jahr gedauert. Mit einigen wenigen geschriebenen Probekapiteln.

Was tust Du außer schreiben?

Ich habe einen ziemlich coolen Job. Ich bin Geschäftsführerin eines Kulturzentrums, in dem sich vielen um Musik dreht, deshalb ist Musik auch ein wichtiger Teil in meinen Büchern.

Machst Du auch selber Musik?

Ha, früher – also vor 25 Jahren oder so – war ich ein total berühmter Rockstar. Nee, quatsch. Ich habe ein bisschen in Rockbands rumdilletiert. Meist als Sängerin, aber auch die Gitarre musste hin und wieder herhalten.

Schreibst Du mit Word oder verwendest Du noch andere Programme?

Ja, ich schreibe in Word. Habe mal Papyrus ausprobiert, aber Word liegt mir mehr.

Wie war Deine Lesung im Bücherbus?

Das war total aufregend. Drei achte Klassen im Stundenrhythmus. Da ich aus meinem zweiten Buch gelesen habe, in dem es auch viel um Sex geht, war ich ziemlich unsicher, ob das klappen würde. Aber es war super. Eine wirklich gute Erfahrung.

Wie haben die Kids auf den Sex reagiert?

Ein paar haben gekichert, aber die meisten haben interessiert zugehört und auf meine – harmlosen – Fragen auch geantwortet.

Magst Du beim Schreiben naschen?

Naschen geht immer.

Gibt es ein bestimmtes Ziel für Dich beim Schreiben? Hast Du einen Traum, den Du gerne verwirklichen möchtest?

Toll wäre es, wenn ich irgendwann vom Schreiben leben könnte. Aber mir ist klar, dass das ein Traum ist.

Wer liest Deine Sachen als Erstes?

Immer mein Mann.

Machst Du bei Wettbewerben mit?

Ja, weil ich glaube, dass Wettbewerbe eine große Chance sind. Wenn mein erster Roman nicht nominiert gewesen wäre, hätte ich niemals einen Verlagsvertrag bekommen.

Welches Genre würdest Du nie schreiben?

Nach meinen drei Jugendbüchern würde ich gerne einen Thriller schreiben. Geplottet ist er schon, nun müssen nur noch die Buchstaben aufs Papier

Wer sind Deine Testleser?

Mein erster Roman ist bei dtv rausgekommen, den hatte vorher tatsächlich nur mein Mann gelesen, dann wurde er für einen Preis nominiert und von dtv verlegt. Meine zwei Indiebücher wurden von ein paar Freunden gelesen, von Kollegen aus einem Schreibforum und dann habe ich über facebook ein paar „neutrale“ Testleser gesucht und gefunden. Das war sehr hilfreich.

Mit welchen drei Schriftstellern würdest Du gerne mal diskutieren?

Schriftsteller, mit denen ich gerne diskutieren würde? Hm, mit Hemingway würde ich gerne mal einen saufen.

Wie gehst Du mit negativen Kritiken um?

Zum Glück hat mich noch nie jemand vernichtet. Aber ich glaube, ich würde damenhaft drüber stehen.

Was für Filme magst Du?

Gerne Arthaus, aber nur im Kino. Ich hasse Fernsehen.

Hast Du Haustiere?

Willst Du mit mir über Lilli reden? Sie ist sehr groß, sehr haarig, hat sechs Beine und wohnt im Moment im Keller. Ich mag sie nicht!

Das Packeis. Drei Dinge, keine Menschen, was nimmst Du mit?

Ich geh nicht ins Packeis!

Ok, dann Wüste?

Ich geh nicht in die Wüste!

Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg.

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