Gedichtewettbewerb: Neal Skye – Zwei Leichen

Gedichtewettbewerb

Zwei Leichen

Ein Mann, ein Wort
Zwei Mann, zwei Leichen
Können sich nicht mehr erreichen
Der eine fühlt der Hölle Feuer
Dem andren ist Gott nicht geheuer
Er geht nach unten,
kurz mal lauschen
Hört vom andren, wollen wir tauschen?
Gesagt getan, zwei Mann, zwei Worte
Jeder war am andren Orte
Und doch waren sie nicht zusamm‘
Und gerad doch darauf kam es an.
Wie konnte dieses bloß passieren?
Sich in der Ewigkeit verlieren?
Da hatte der im Paradies
Eine Idee, und die war fies
Er schlich sich ins heilig Gemach
Wo Gott erschöpft zu Bette lag
Und erstickte ihn mit einem Kissen
Ohne Skrupel und Gewissen
Hölle, liebste, ich komm heim
Teufel auch, komm, lass mich rein
Der andre war nun währenddessen
Umgekehrt total besessen
Hochzufahr’n in Gottes Reich
Den Teufel klopfte er gar weich
Er tanzte gar im Fegefeuer
Sang täglich nur dieselbe Leier
Bis der Teufel kurz vorm Wahn
Ihm sagte: Okay, guter Mann
Ich schick dich hoch jetzt,
dass du’s weißt,
geh dort den Engeln auf den Geist!
So öffneten sich Himmelspforten
Zwei Männer waren an zwei Orten
Dort schmieden beide einen Plan
Sie sehen sich wieder.
Irgendwann.

(C) Neal Skye 2016

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