Gedichtewettbewerb: Aidan Young – Blutrausch

Gedichtewettbewerb

Blutrausch

Die Flut des roten Mannas, ronn, bevor es gerann.
Die Schreie rissen alles entzwei.
Ohwei…was für eine Schweinerei.
Wie getrieben die Klinge an den Hals gerieben.
Sie blitzte, bevor sie ritzte.
In der Gasse nass und kalt…schnell, schnell,
vielleicht kommen Zuschauer bald.
Alt und rostig, wie genoss ich den
Streich.
Einem Chirurgen gleich.
Kopfsteinpflaster, vom Regen nass und kalt.
Glänzte wie Alabaster, angeordnet wie Raster.
Sie schlug auf, ganz hart.
Dabei die Haut so zart.
Willenlos schlug sie hart auf, wie benommen.
Das Leben schon längst entronnen.
Hart, so hart dabei ihre Haut so zart.
Die Augen weit aufgerissen,
leider, leider ich werde sie vermissen.
Aus ihr spritzte der Schwall.
Auf den ich so sehnlichst wartete in der Dunkelheit.
Entronnen war es all.
Der Lippenstift ganz verschmiert,
jetzt hatte ich endlich operiert.
Ich wollte Fertigkeiten sammeln.
Endlich, endlich.
Und nicht für diesen Moment, so lange
in der Dunkelheit gammeln.
Lustvoll, wie sie versprach.
Heute Nacht.
Kalt und leer bleibt ihr Gemach.
Geschwind, geschwind.
Das nächste Opfer wartet.
Oft Monoton, die Musik, als ich sie sah,
sieben Mal in der Pinte schon.
Gemach, gemach.
Lustvoll sollte es sein,
vielleicht abzutrennen ihr Gebein?
Aufbewahren wollt ich sie mir,
Und das fand ich fein.
Nur ab und zu im Blutrausch sein.
Das war rein.
©Aidan Young

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