Gedichtewettbewerb: AB Schuetze – Verschenktes Leben

Gedichtewettbewerb

Verschenktes Leben

Hallo mein Freund, wieder ein neues Werk vollbracht?
Dem Trübsinn, der Schwermut, der Melancholie gedacht?
Du singst so schaurig schöne Weisen,
ich liebe deine traurigen Töne, die Leisen.

Sie sprechen von vergangener Liebe und großer Einsamkeit,
Verrat, Verlassensein und undurchdringlicher Dunkelheit,
von erloschenen Blicken und eiskalten Herzen,
innerer Folter und unvorstellbaren Schmerzen,
von unendlichem Hass, Tod und Blut, … so rot,
von gefallenen Engeln und Seelen in Not.

Komm, lass uns gemeinsam in Selbstmitleid suhlen,
ganz unverbindlich, ich will nicht um dich buhlen.
Wir werden nur zusammen den Mond anheulen,
jammern und nicht mehr im hier und jetzt verweilen.

Jeder leidet nur für sich ganz unverdrossen.
und wir haben uns allem verschlossen.
Wir werden Familie und Freunde negieren
und die Freude am Leben verlieren.

Wenn sich dann keiner mehr kümmert und an uns denkt,
dann … mein Freund, haben wir unser Leben verschenkt.

© A.B.Schuetze 07/2014

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