Gedichtewettbewerb: Anima Corvum – Packt der Wölfe

Gedichtewettbewerb

Packt der Wölfe

In uralten, finsteren Tagen
Das erste mal aus tiefstem Schlaf erwacht
Vor tausenden von Jahren für einen blutgetränkten Packt,
Entsprungen aus endloser Dunkelheit
Kamen die Hüter der Ewigkeit.

Bevor das menschliche Dasein überhaupt zu entstehen began,
Vor dem ticken der ersten Uhr an lehmiger Wand
Trat eine sanft leuchtende Gestalt ohne Gesicht und Körper an die unzähmbaren Geschöpfe heran,
Genamt als Herr der Zeit, um eine Übereinkunft zu schließen mit aufgeschnittenen Pranke und formloser Hand,
Übergab einen Schlüssel um die Existenz zu schützen vor End-, Sinn- und Wertlosigkeit,
Größenwahnsinnigen Schreckensregenten und nie verklingendem Leid.

Im Verlauf einer eisigen Winternacht,
Dort wo niemals die Sonne scheint
Führen diese Hundewesen, wenn es sein muss, auch die letzte Schlacht,
Während der düster bewölkte Himmel sterbend roten Regen weint.
Als stolze, unbeugsame Krieger der Unendlichkeit sind sie immer für einen erbarmungslosen Kampf bereit.

Viel zu lange schon giert es manch hungrige Tyrannen nach nie endendem Leben,
Weltherrschaft und unvorstellbar grausamer Macht.
Dafür würden sie ihre tief geschwärzten Seelen geben und rauben dem verkommendem Volk den Verstand, die letzte Hoffnung und die Kraft.
Doch bis diese habsüchtig lauernden Schreie verhallen
Stehen die Wölfe ihnen gegenüber mit spitzen Zähnen und geschärften Krallen.

Einst versuchte es ein Reiche verschlingender Schreckensherr
Mit seinen todbringenden Soldaten vor ewiger Zeit,
Doch endeten ihre Leiber zerrissen und zerfetzt in einem blutigem Meer
Und suchten vergeblich nach dem goldenem Schlüssel zur Ewigkeit.
Die dunkelgrauen Geschöpfe behielten sie seit betreten des Waldes in den wachsamen Augen
Und waren zum Angriff bereit sollte es auch nur einer der Männer wagen ihren wertvollen Schatz zu rauben.

Er liegt in einer prunkvollen, schwarzen Schatulle begraben, tief in den Wäldern,
Fern ab von allen den Menschen bekannten und sichtbaren Wegen
Weit entfernt von belebten Dörfern und blühenden Feldern,
Hier wo die kräftigen Hüter ihm ein Versteck und Schutz vor vernichtend barbarischen Herrschern geben.
Irgendwo im unbegehbarem, düsterstem Unterholz
Wird er bewacht mit erhabener Anmut und endlosem Stolz.

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