Gedichtewettbewerb: Manuela Maer – Der Liebe Wehmut

Gedichtewettbewerb

Der Liebe Wehmut

Wenn unbeschwert das Leben fließt,
voran die Gedanken, wohin es gehe,
harmlos will das Fließen leben,
frei in Eintracht mit den Gedanken.
Was geschieht,
wenn naht ein Leben,
welches unbeschwert im Schein,
was geschieht,
wenn naht die Liebe,
die verdeckt der Schrecken Taten.
Schließ die Augen,
schließ die Ohren,
schließ die Gedanken in dir ein.
Doch das Leben mag nicht Enge,
mag nicht Dunkelheit und Stille,
die Gedanken drängen vor dich
und enthüllen ganz gemein.
Nehmen den Schleier,
nehmen die Freude,
drängen auf
des Lebens fließende Gedanken.
Doch was ist die Rettung,
was die Lösung,
tief die Liebe doch im Innern,
tief, nein tiefer ging sie hinein.
Fort die Unbeschwertheit,
fort das Leben,
der Gedanken Wirrwarr schwer bedrückt,
sich die Lösung unausweichlich
in das fließende Leben rückt.
Schwer der Plan wiegt,
schwer die Entscheidung,
zerreißt das Innere,
das Herz,
das Sein.
Doch die Lösung kann nur die Trennung,
nur die Verbannung aus den Gedanken sein.
Tränen fließen
wie zuvor das Leben,
es schmerzt der Kopf, der Bauch, das Herz.
Wie kann man die Liebe aus den Lebensadern reißen,
es schmerzt der Körper,
wem diese Wehmut geben,
wem sie preisen?
Nichts ist mehr gut,
und alles, was bleibt,
ist Traurigkeit und Angst,
Angst vor der Unbeschwertheit,
und des Lebens fließen,
wo doch Wehmut
Ziel der Reise
ist.

Manuela Maer

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