Gedichtewettbewerb: Horst Hannsen – Ehrlich

Gedichtewettbewerb

Ehrlich
Ich stehe hoch oben und mein Blick schweift umher.
Empfinde die Freiheit und die Sehnsucht noch mehr.
Breite aus meine Schwingen, lass die Winde mich tragen,
mit wachsamem Auge und mit marterden Fragen.
Ist es möglich auf Erden, jemals glücklich zu werden,
wenn die Liebe in mir niemals findet zu dir?

Worin liegt nur der Sinn, dass allein ich doch bin?
Welche Mauer in mir, macht das ich fast erfrier?
Das bei allem Verlangen ich in Ketten gefangen.
Dem Begehren nach Nähe, die verschleiert ich sehe
die ich so sehr vermiss ihrer Schönheit gewiss.

Und so schweb ich hochoben und dreh meine Runden.
Von den Stürmen die toben, das Gefieder zerschunden.
von dem Wunsche beseelt, das ich find, was mir fehlt.
Nehm ich all meinen Willen und den Hunger nach Liebe
Geb die Hoffnung nicht auf, weil sonst gar nichts mir bliebe.

Und so träum ich davon, versuch weiter zu finden.
Es ist nur eine Ahnung, wie das Fühlen im Blinden.
Wie das Fischen im Trüben unter ganz dünnem Eis.
Ist der einzige Weg und ich bezahl gern den Preis.
Mit dem Glauben daran, dass wir uns sehen irgendwann,
bin ich zum Fliegen bereit, bis ans Ende der Zeit.

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