Gedichtewettbewerb: Andrea R Walla – Das verlorene Glück

Gedichtewettbewerb

Das verlorene Glück

„Hinab, ins Dunkel, musst Du gehn,
durch dies Tor nach unten, wirst Du es schon sehen.“
-„Was? Was ist dort unten in der Dunkelheit?“
„Wirst schon sehen, was dort lauert auf Dich bereit!“
-„So sag`s mir, damit ich beruhigt kann weiter gehen!“
„Nein, nein. Du musst es schon mit Deinen Augen sehen!“

-„Beim Anblick dieses Tores wird mir so Angst und Bang.
So bitt und fleh ich Dich, hör mich doch an!“
„Nein, nein, kein anderer kann Deinen bestimmten Weg gehen.
Du allein musst es schon selber sehen.“
-„Ist es Freundlich dort unten, sag`s, ein kleiner Hinweis nur?
Vielleicht eine … winzig kleine Spur?“

„Allein musst Du durch dieses Tor gehen,
wirst es dort unten in der Dunkelheit selbst sehen.“
-„Ich, verzage schier … ja wage es einfach nicht,
wenn Du nicht Hilfreich mit mir sprichst.
So geh ich lieber zurueck auf allen sicheren Wegen,
ohne lauernde Dunkelheit, allerhoechstens mit zerrenden Regen.“

„Welch Jammer, um den misstrauensvollen dummen Thor.
Da geht der Arme hin, weil er sich keinen Millimeter wagte weiter vor.
Nur noch ein letzter Schritt haette ihn getrennt,
vom Tor zu seinen Glück, weil er sich am Ende noch in Zweifel verrennt.
Finsternis und Angst machte ich ihm in seinem Geist gewahr.
Hat sein Glück jetzt verloren, genommen von meiner Illusion, die niemals war.“

©Andrea R Walla

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