Gedichtewettbewerb: Maria Laftsidis-Krüger – Worte, die ich nur ahnte

Gedichtewettbewerb

Worte, die ich nur ahnte

Du schaust mich an mit diesem verlegenen Blick,
der einen festen Punkt sucht, um sicherer zu werden,
doch du findest ihn nicht.
Unsere Augen treffen sich irgendwo zwischen Suchen und Verzweifeln.
Worte, die ich nur ahne, schwirren in deinem Kopf herum, doch du lässt sie nicht los.
Schickst sie nicht auf die Reise, um mir Mut zu machen, sondern erstickst sie abermals.
Warum hast du nur solch eine Angst?
Du wagst es nicht, Dinge auszusprechen und somit hängen die Worte, die ich nur ahne,
auf deiner Seele wie schwere Wolken an Berggipfeln kleben, bevor der große Regen hereinbricht.
Ich halte deine Hand, in der Hoffnung, du sprichst mit mir.
Vergeblich.
Stille wird zu unerträglicher Mauer zwischen uns, die keiner erklimmen kann.
Worte zerschellen an den Klippen deiner Angst, bevor sie mich erreichen.
Sie zerbrechen einfach, unaufhaltsam und lassen sich auch nicht mehr kitten.
Ich hätte sie gerne von deinen Lippen geküsst, diese Worte, die ich ahnte, die den Weg nicht zu mir fanden.
Doch…sie blieben stumm.

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