Gedichtewettbewerb: Monika-Andreea Hondru – Mich fragt keiner …

Gedichtewettbewerb

Mich fragt keiner …

Mich fragt keiner, ob ich glücklich bin,
doch die Sehnsucht kratzt tief in mir drin.
Meine Atmung bricht fast zusammen,
ein Wortspiel ohne irgendeinen Rahmen,
dreht sich ständig in meinem Kopf herum,
was bringt mir das viele Geld und der Ruhm,
wenn ich die Liebe damit nicht begleichen kann,
bin ich doch viel ärmer, als jeder andere dran.

Mich fragt keiner, ob ich genügend Kraft und die Lust zum Leben habe,
und trotzdem ernähre ich mich von den Schmerzen unter meiner Narbe.
Alles, was ich fühle und empfinde,
zersetzt sich so in diesem Sinne.
Und würde ich schreien ziemlich laut
mit jeder Zelle unter meiner zarten Haut,
vielleicht fragt mich jemand aber dann,
ob ich noch weiter leben will und kann.

Bis jetzt fragt mich niemand, was ich wirklich brauche,
und niemand sieht, wenn ich unter vielen Tränen tauche.
In mir selbst ist es so richtig tief doch drin
das Suchen nach dem, was ich noch bin !
Die Illusionen bedecken mit einer dicken Schicht von Laub,
sie lassen mich nichts hören, ich bin längst schon davon taub,
taub von so viel Unglück und von dem vielen Leid,
deswegen nur noch Einsamkeiten in der Dunkelheit.

Mich fragt keiner, doch das stimmt,
mein Leben ändert sich nun bestimmt,
mit jedem neuen Tag noch mehr,
wünsche ich mir das so sehr.
Bis dahin, bin ich traurig und alleine,
stehe ich hier im Raum und weine,
mich fragt keiner, nicht mal Du,
ich sterbe langsam ohne Ruh‘ !

© Monika-Andreea Hondru

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