Gedichtewettbewerb: Ally Park – Fesselspiel

Gedichtewettbewerb
Fesselspiel

Ein Mann schmiegt sich an mich
begehrt mit dieser tiefen Stimme,
die mich so sehr besticht.
Wohlwissend wonach ihm ist.

Bänder aus schwarzem Leder, so edle Schnallen,
führe ich langsam um seine Gelenke.
Das ist nicht schwer gefallen.
Woran ich denke?

Er sieht mir zu,
das will ich nicht.
So bändige ich auch noch sein Gesicht
Ein Seidentuch umspielt
seinen viel zu mächtigen Blick,
stramm gleitet der Knoten sodann in sein Genick.

Kein Beobachten, bin ich mir sicher.
Kein Entrinnen.
Das Spektakel
es kann beginnen.

Er genießt
unmissverständlich,
ist bereit
ganz offen sichtlich.

Ein Gürtel demütigt den Mann,
der mich heute so erniedrigt.
Energisch in diesem Bann,
in meiner Missgunst so befriedigt.
Meine Hüften begleiten
Leidenschaft nach allen Seiten.

Seine Beine erfahren forsch meine Zuneigung.
Gefesselt in Wut haben auch sie keine Entscheidung
Gegrätscht erliegt mir die Macht und ich knie ihr in Mitten,
eigenartig dieses Gefühl – welches Entzücken.

Rote High-Heels und mich,
habe ich zu bieten.
Exzentrisch als Diva, hier her innen.
Allüren und kein Besinnen.

Eine Peitsche, ich will sie gar nicht rühren,
er bekommt sie dennoch zu spüren.
Der Mann, er bäumt sich.
Akzeptieren? Nein, nicht ich
Ich befehle hier und jetzt.
Mein Werkzeug und keiner je entsetzt.

Meine Leidenschaft in dieser Nacht,
seine Silhouette ich mir betracht‘,
hab es diesem Mann so angetan,
völlig furios ist er mir Untertan.

Fulminant und dennoch elegant
Elementar – dieser Eklat,
Bizarr dieses Erschaudern,
So erfüllt mein Beben, kein Zaudern.

Zufrieden mit mir folgt mein Blick.
Meine roten High-Heels, so entzückt.
Sie haben gedient,
Erliegen am Boden – verdient.

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