Gedichtewettbewerb: Ally Park – Macht erlegen

Gedichtewettbewerb

Macht erlegen

Die Nacht,
sie gehört mir,
aus seiner Macht ich schlich.
Ich teile das Zimmer,
nicht aber mich.
Meine Gedanken brausen
durch die Stille,
war er ehrlich?
Sein Wille,
ist er mir gefährlich?

Das Spiel,
es ist sein Dealen um Macht.
Doch Männer spielen anders,
sie arrangieren,
wenn Frau sie entfacht.
Männer begehren,
sich mächtig zu fühlen.
Macht – kein Erregen?
Obgleich sich manche mächtig fühlen.

Das Nein,
es fordert Männer heraus,
Frauen zu beherrschen,
mich zu treiben,
sich für ihn zu entscheiden.
Doch nicht, weil er meiner Sinne mächtig
oder seiner ohnmächtig ist.
Nein, Männer berechnen,
handeln nach Kalkül.
Eben ohne Gefühl.

Die Entscheidung,
Beruht nicht auf einer Wahl.
Bin getrieben im Korsett von Hierarchien,
streng verankert im Strom von Profit.
So erkennt jeder die Diktion vom Erliegen.
Ergeben seiner Macht,
dem Dom von vermeintlichem Benefit.

Der Mann neben mir?
Hat pure Macht,
nicht über mich.
Er verkörpert sie,
trägt sie in sich
jede Nacht.

(c) Ally Park

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