Gedichtewettbewerb: Hendrik Borchers – Eine heilige Waffe

Gedichtewettbewerb

Eine heilige Waffe

Du Feder in meiner Hand.

Wie einen Kriegs-Speer kurz vor einer Schlacht, wiege ich dich nervös zwischen meinen Fingern mit Bedacht.
Strategisch und Weise plante ich meine Worte, doch ohne deine Magie, wäre ich von der machtlosen Sorte.

Du meine Feder…meine Waffe.

Wie ein Gewehr lade ich dein Magazin. Tauche dich ein in das flüssige Dunkel, auf das meine Feinde vor dir fliehen.
Gekonnt wie ein Fechter schwinge ich dich über das Pergament.
So schnell und geschickt, dass ein jeder den Meister in mir erkennt.

Meine Feder…Wort für Wort schreite ich meinen Weg mit dir voran.

Das Ziel ist der Sieg und Niemand vermag es mehr mich zu stoppen. Der Gegner verliert bereits an Boden und beginnt sich zusammen zu rotten.
Denn Armeen und Heerscharen von Schild und Schwert metzeln ohne Erbarmen und Rücksicht auf Reiter und Pferd.

Doch ihr Kampf scheint hoffnungslos, denn Niemand hört ihren erbitterten Schrei.
Ich beende nun diesen Text und damit ist die Schlacht bald vorbei.

Du meine Feder…meine Waffe. Du darfst jetzt ruhen.

Ich streife dir ab, dass blaue Blut deiner Sünden und lege dich nieder.
Deine Macht ist so groß und doch nutzte ich sie schon wieder.

In all ihrer friedlichen Anmut betrachte ich sie als ein beschämter Sieger.
Ohne Rüstung und ohne Stolz bin ich dennoch ein Krieger!

Denn härter als Holz…ja…härter als Stahl, stärker als der stärkste Mann und mutiger als der kühnste Held.

Du bist die heilige Waffe, die mir so gefällt!

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