Gedichtewettbewerb: Antje Koller – In meinem Traum oder was wirklich zählt…

Gedichtewettbewerb

In meinem Traum oder was wirklich zählt…

Manchmal sitze ich neben Dir,
schaue Dich nur an,
frage bitter dann das Schicksal,
warum ich es nicht ändern kann
und dann nehme ich Dich bei der Hand,
betrete mit Dir das Wunderland,
dort wo Du alles kannst,
was ich im Traum nur für Dich fand.

Denn in meinem Traum,
da kannst Du laufen und über Gräben springen,
kannst Geschichten mir erzählen
und die tollsten Lieder singen!
In meinem Traum,
rennen wir gemeinsam durch den weißen Dünensand.
Wir tauchen ein ins blaue Meer,
ich halte noch immer Deine Hand.

Und während ich so träume,
da trifft mich kurz Dein Blick.
Dann lächelst Du mich an,
als spürtest Du den Augenblick.
Deine kleine Hand hält mich ganz fest,
weil wir beide zusammen gehören
und dann weiß ich unseren Traum,
kann das Schicksal nicht zerstören.

Denn in meinem Traum,
da kannst Du alles, was das Leben Dir verwehrt,
in meinem Traum da ist es so als ob Du,
ein ganz normaler Junge wärst.
Doch stop, es stellt sich hier die Frage,
was ist denn für uns normal?
Wir sehen, wie Du bist
und halten es für Qual.

Doch Du, Du kennst nur diese eine,
Deine ganz eigene Welt,
in der allein ein Lächeln,
viel mehr als alles zählt.
Du bist darin geborgen,
in Deiner kleinen Welt,
die so ganz anders ist als unsere
und den Blick uns oft verstellt.

Doch immer wenn Du lachst,
so ganz aus Deinem Herz heraus,
dann siehst Du für uns alle,
gar nicht mehr anders aus,
Dann lachen wir mit Dir,
Dein Lachen es steckt an,
es ist so einzigartig,
dass man nicht widerstehen kann.

So gibst Du allen Kraft,
die liebend Dich umgeben,
Du ahnst gar nichts davon
und kannst doch so viel geben.
Dieser Lebenswille,
der so tief in Dir wohnt,
er lässt mich daran glauben,
dass auch Dein Leben lohnt.

Wenn Du auch anders bist als wir,
Du hast doch jedes Recht zu sein
und deshalb fange ich so gern mit Dir,
all die bunten Träume ein.
Und eines Tages, glaube mir,
ich weiß heut noch nicht wann,
schwimme ich mit Dir gemeinsam,
im herrlich blauen Ozean.

Wenn wir dann beide schweben,
durch meine Wunderwelt,
ist alles Traumreich leicht
und Du Du wirst zum Held!
Doch brauchst dabei die Traumwelt,
eigentlich auch nicht,
denn Du bist und bleibst,
der Held hier im Gedicht.

Du brauchst dafür nicht laufen
und über Gräben springen,
brauchst Geschichten nicht erzählen
und auch nicht Lieder singen.
So schön es wäre, wenn Du es könntest,
zum Held sein, brauchst Du all das nicht.
Dafür reicht ganz allein mir,
Dein lachendes Gesicht…

© Antje Koller 2011 & 2015

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