Gedichtewettbewerb: Volker Hirte – Der traurige Baikal

Gedichtewettbewerb

Der traurige Baikal

Es ward Nacht,
als Baikal im Schlafe wacht,
seiner Tochter Angara.

Doch des Lebens junge Tage,
rannen und es kam die Plage,
der alten Kummer-Jahre.

Windgepeitscht der Bäume Kronen.
Es waren fern der Frühjahr Drohnen.

Mit jedem Tropfen verronn des Vaters Lebenskraft,
mit der er Tochters Dasein schafft.

Sie floh ihm.

Als sein Zorn ihn übermannte,
geriet er in ungekannte
Todeswut
Die Wellen und die Flut,
verwarfen der Felsen schwere,
so ums Herz ihm leichter werde.

Doch des Nachts, so hört man noch
die Eulen singen
um seine Tochter
mit den Tränen ringen.

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