Jennifer Heine

 

jennifer heine

Autoreninterview Jennifer Heine

16.5.2016

Das Autoren_Netzwerk freut sich, unsere Mitadmiteuse Jenny Effertz, die Autorin Jennifer Heine Autorin, zum Interview begrüßen zu dürfen.

Jennifer Heine, geboren 1987 in Leverkusen, lebt – nach einigen Jahren abseits der Heimat – nun wieder in der schönen Stadt am Rhein. Schon als Kind war sie von Büchern besessen, schrieb später kleinere Geschichten und Gedichte für die Schülerzeitung und das Jahrbuch ihrer Schule.
Während ihrer Lehre zur Pferdewirtin rückten die Bücher und das Schreiben für ihren Traumberuf in den Hintergrund. Nach mehreren Jahren, die die Rheinländerin im Münsterland und später im Ruhrgebiet verbrachte, absolvierte sie eine Umschulung, gründete eine Familie und brachte ihr erstes Kind zur Welt. Während der Schwangerschaft fand sie die Leidenschaft zum Schreiben wieder. Ihre Freizeit verbringt die Bürokauffrau zum Großteil auf dem Rücken eines Pferdes, in ihrem Schrebergarten oder im Schneidersitz mit Laptop auf der Couch, wo sie ihre Geschichten zum Leben erweckt.

Veröffentlichungen (Belletristik):
• »The Callie Santas Chronicles – Alphablut«, Fantasyroman, erschienen im Verlag Edition Fin Gadar im März 2015,
ISBN-13: 978-3945433270
• »Kingston Lovestory #1 – Deep Secrets«, Liebesroman, im Selbstverlag veröffentlicht Januar 2016, erhältlich auf Amazon.de ASIN: B017UXRTZS

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• Kontakt über E-Mail: jennifer-heine.autorin@gmx.de

 

Ich freue mich heute besonders, Jennifer Heine Autorin, eine liebe Kollegin, zum Interview hier begrüßen zu dürfen. Seit Oktober letztes Jahr darf ich mit Jenny außerdem im Autoren_Netzwerk zusammenarbeiten.
Ich habe sie als liebenswerten, engagierten und ewig arbeitenden Menschen kennengelernt. Übrigens auch persönlich beim Autorentreffen im letzten Jahr in Dortmund, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Dann hier direkt die erste Frage: Wer liest Deine Sachen als Erstes?

Meine Schwester und meine Cousine.

Bekommst Du da Rückmeldungen, die Dich den Text noch mal ändern lassen?

Ja.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Wie ich zum Schreiben gekommen bin? Ganz klar durch meine Oma. Für sie musste ich in der Gaststätte immer die Weihnachtsgedichte schreiben und irgendwann hat das auch mal Spaß gemacht. In der Schule war ich dann für die Schülerzeitung tätig und das Jahrbuch – vor allem im lyrischen Sektor und als ich schwanger wurde, schrieb ich mein erstes Buch.

Was brauchst Du unbedingt zum Schreiben?

Einen Stift auf dem ich rumkauen kann, eine Dose Nüsse für die Zeit zwischen dem kauen und dem anlutschen des Stiftes, einen Laptop und gute Musik.

Kaust Du nur auf dem Stift? Oder schreibst Du auch noch damit?

Beides. Einen Vorteil hat Stiftekauen: Keiner klaut einem die Stifte.

Wie sieht Dein Schreibplatz aus?

Jenny Arbeitsplatz

Wie wo was wieso warum und wann holst Du Dir Inspiration zum Schreiben?

Inspiration? Die kommt von überall. Aber am häufigsten überfällt es mich – nicht lachen – auf der Toilette … keine Ahnung, aber dieser Ort ist magisch.

Könntest Du für Kinder auch Bücher schreiben? Zum Beispiel ein Kinderbuch für Deinen Sohn?

Ja, bestimmt. Ich habe eines angefangen, aber noch nicht fertig.

Plottest Du oder schreibst Du wild drauf los?

Ich plotte anhand der Schneeflockenmethode.

Mit welchem Programm schreibst und/oder plottest Du?

Mit Papyrus schreibe und plotte ich.

Meinst Du, dass durch das Plotten Deine Geschichten vom Spannungsbogen her konzipiert werden? Es gibt ja Autorinnen die die Figurendynamik lieben, also das etwas passiert, was sie nicht vorhersehen können, eine Entwicklung, wo die Figur sozusagen übernimmt. Durch Plotten bleibst Du ja sehr beherrscht.

Ich skizziere alles grob … meist entwickeln sich die Protas selbst weiter.

Welches Genre ziehst Du vor?

Fantasy oder Contemporary, alles mit einem Hauch Romance. Nicht zu erotisch (solche Szenen kann ich nicht schreiben ohne Rot anzulaufen!)

Warum schreibst Du Bücher?

Weil ich es will!!! Ich mache es für niemand anderen außer für mich! Natürlich will ich andere mit meinen Geschichten begeistern, aber in erster Linie ist es für mich! Ich habe ZU VIEL in meinem Kopf! ZU VIEL!

Welches Genre würdest Du gern mal ausprobieren?

Einen Psychothriller will ich unbedingt mal schreiben! Mit viel Kopfverwirrsachen!

Da musst Du allerdings sehr gut sein im Plotten. Gerade dieses Genre glaube ich verlangt das zwingend.

Gibt es ein Genre, das Du Dir gar nicht vorstellen kannst zu schreiben?

Horror mit Blut und Geistern und erschrecken … Ich kann noch nicht mal Ghostwhisperer schauen ohne Kissen vor dem Gesicht.

Hast Du Interesse an einem Interview auf Radioplanet?

Ein Radiointerview … *nachdenk*

Kannst Du gut mir Störungen beim Schreiben umgehen, oder bringt Dich das raus?

Ne … Der Adminchat läuft immer! Außerdem habe ich einen Sohn, einen Mann und eine Katze … und meistens schaut der Mann TV! Also Ablenkung ist immer da.

Gehen Dir manchmal die Ideen aus?

Nein! Um es mal zu verdeutlichen: Ich habe derzeit 6 beendetete Geschichten, knapp 12 angefangene (alle zwischen 15.000 und 45.000 Wörtern) einige KGs. Ich bin ein „Jumper“. Ich kann nicht WOCHENLANG an einer Geschichte schreiben. Ich schreibe gefühlsabhängig.

Hast Du feste Zeiten zum Schreiben?

Nein, abends zuhause. Mal morgens, mal auch tagsüber. Feste Zeiten gibt es nicht

Liest Du viel, wenn ja, was?

Jugendbücher, Historisches und Romance. Ich habe im letzten Jahr knapp 120 Bücher gelesen. 2014 waren es knapp 140 … in diesem Jahr bin ich jetzt bei exakt 67.

Was machst Du in Deiner immensen Freizeit noch so?

Ich habe einen Schrebergarten und reite gerne. Ich mache viel Sport und bin viel an der Luft.

Dressur-, Spring-, Renn- oder Westernreiten?

RENNREITEN!!!

Lieber Pony oder Pferd?

Vollblut!!!

Nutzt Du Deine Reiterfahrung für Dein Schreiben? Mädels stehen auf Liebe auf dem Pferdehof … so was in der Art.

Ja, ich habe zwei Bücher (unfertige), in denen es um den Rennsport geht.

Kennst Du den Autor Dick Francis? In Bezug zum Rennsport.

Ja.

Schon mal abgestürzt, beim Reiten?

Ja. Beim Training auf einem Rennpferd das mir durchgegangen ist. Folge: Schlüsselbeinbruch und vier Tage später wieder auf dem gleichem Gaul gesessen. Er hieß Le Grande. Das Leben geht weiter!!! Pferde sind mein Leben! Damals, heute, später.

Interessiert sich Dein Sohn für Pferde?

Ja, er hat auch ein Pflegepferd namens Heidi.

Machst Du außer Reiten noch anderen Sport?

Ja. Joggen, Cardio- und Kraftsport.

Wie lange denkst Du noch aufs Pferd zu können?

Bis ich tot umfalle.

Hast Du ein Schreibritual? Also zum Reinkommen und später zum Runterkommen?

Ich fang einfach an. Ende ist immer, wenn ein Kapitel zu Ende ist. Habe unabgeschlossene Kapitel nicht gerne.

Mit welchem Autor würdest Du gerne mal an einem Projekt arbeiten?

Mit Medusa Mabuse und mit Jessica Shirvington! Und mit Bernhard Hennen.

Bewirbst Du Deine Bücher? Und wenn ja, wie?

Ja … Du hast gerade offiziell meinen Schwachpunkt aufgedeckt. Ich mache Werbung über FB, Instagram und im Leverkusener Literaturkreis. Das war’s.

Welche Erfahrung war besser? Verlag oder SP?

SP … mit dem Verlag war leider nicht so dolle. Aber auch erst im nachhinein.

Wie lange brauchst Du für ein Buch?

Zwischen 4 Wochen und 6 Monaten.

Was ist schwieriger für Dich: der Anfang oder das Ende?

Das Ende! Definitiv!

Dein Lieblingsessen?

LASAGNE! Butternusskürbis-Auflauf mit Hähnchen!

War die Kurzgeschichte für „Sommer und mehr“ ungewohnt für Dich?

Ja … „KURZ“ schreiben war … komisch. Wenn man bedenkt, dass alle meine Bücher bislang zwischen 85000 und 100000 Wörtern hatten.

Wie ist für Dich arbeiten nach Vorgabe, so wie jetzt für die Antho? Schwierig? Herausforderung oder easy?

Es ging. Wobei es leichter ist, sich an Vorgaben zu halten, als einfach drauf los. Dann weiß man ja schon vorher was erwartet wird.

Könntest Du einen Krimi oder Thriller schreiben?

Krimi denke ich schon. Thriller, hmm schwierig. Wenn dann mit Hilfe.

Was ist Dein Lieblingsfilm?

Hachiko … ich muss zum Teufel noch mal jedes Mal weinen … Jedes Mal … und „Luckys großes Abenteuer“, ein Pferdefilm.

Du hast 3 Wünsche frei …

Ewige Gesundheit für mich und meine Familie. Keine Geldsorgen. Weltfrieden.

Hast Du einen Lieblingsautor?

Ja! JESSICA SHIRVINGTON und Lauren Kate.

Oder Lieblingsbuch?

Zu viele um die aufzulisten … so 100 …

Du musst ins Packeis – 3 Dinge, keine Menschen, die Du mitnimmst.

Hmmm… ein lebenslang beheiztes Zelt, eine Pipeline zu Starbucks und Weltraumnnahrung.

Kein Laptop, keine Bücher, keinen Block oder Stift? Wie ÖDE!!!

Ich muss überleben!!!!

Wen würdest Du gerne was fragen?

Ich würde gerne Barack Obama fragen, ob es Ufos wirklich gibt.

Was machst Du eigentlich, wenn Karneval ist?

Dann tanze ich. jenny tanzt

Wenn Du noch einmal zurückkönntest: Was würdest Du anders machen?

ALLES. Besseren Schulabschluss (also Abi machen), Studium (Literatur, Geschichte).

Deine Schulzeit … schön oder schrecklich?

Wunderbar waren Klasse 8-10. Alles davor war bescheiden. War die einzige Deutsche in einer Klasse Polen. Habe mich sehr ausgestoßen gefühlt und die Schule gewechselt.

Was würdest Du in Deinem Leben immer wieder genau so machen wie beim ersten Mal?

Meinen Sohn bekommen!

Wie sieht Dein perfekter Tag aus?

Sonne scheint. Kind ist in der Kita. Mann auf der Arbeit. Wohnung schon am Vortag aufgeräumt, ebenso das Essen schon vorbereitet. Ich kann schreiben ohne gestört zu werden und abends sitzen wir alle auf der Couch und schmusen.

Wie gehst Du mit Schreibblockaden um, sofern so etwas bei Dir vorkommt?

Ich schreibe an etwas anderem. Das passiert häufiger als ich will. Aber ich habe ja mehrere angefangene Manuskripte.

Das Kinderbuch, das Dich am Meisten beeindruckt hat?

Momo.

Hast Du schon mal was geschrieben, was Dir peinlich war?

Ja, eine Kussszene. Medusa kennt die erste noch, die war so: küssen sich – fertig. Ich sollte das dann ausbauen. Würg. Ich lief rot an.

Einwurf Medusa Mabuse: Aber es hat sich gelohnt.

Was ist Dein größter Zukunftswunsch als Autorin?

Auf der Buchmesse angesprochen zu werden mit: Hey, bist Du nicht die Autorin von xy?

Wie reagierst Du auf eine schlechte Rezi, oder hattest Du noch keine?

Ich lese sie. Entscheide, ob produktive oder unproduktive Kritik und setze Verbesserungsvorschläge um oder ignoriere es. Je nach Ausgangspunkt. Aber ich werde nicht ausfallend oder beleidigend. Jede Rezi heißt gelesen und gelesen heißt gut.

Wie würde sich Dein Leben verändern, wenn Du plötzlich einen Bestseller schreibst?

Nix … ich bin immer noch ich! Vielleicht nur ein wenig ausgebuchter.

Bekommst Du von Deinem persönlichen Umfeld Verständnis und Unterstützung für Dein Schreiben? Immerhin kostet es ja auch viel Zeit und Energie.

Meine Familie steht da voll und ganz hinter mir.

Dein schönstes Erlebnis als Autorin?

Das eigene Buch in den Händen zu halten!

Was wäre theoretisch für Dich das allergrößte?

Schreiberisch: Einen tollen Verlag finden für die Prinzessin und Lebenstechnisch: einen Job finden der mich glücklich macht … ausgeglichen macht, ohne Stress und in dem ich mich nicht unterfordert fühle.

Mit welchen historischen Persönlichkeiten würdest Du gerne zu Abend essen?

Dickens, Mozart und Napoleon.

Was kommt als nächstes von Jennifer Heine auf den Markt?

Meine KG in der Anthologie des Autoren-Netzwerkes und danach Kingston Lovestory #2, aber erst im Herbst.

Dein Lebensmotto?

Nichts, für das es sich zu leben lohnt, fällt einem in den Schoß.

Willst Du irgendwann vom Schreiben leben können?

Vielleicht. Eher gewinne ich aber im Lotto … echt! Das ist der Plan.

Wirst Du noch so nett sein, wenn Du berühmt bist?

Warum sollte ich anders sein? Ich verbiege mich nicht wegen Geld. Und schon mal gar nicht weil ich irgendwie irgendwo im Mittelpunkt stehe …

Vielen Dank für das offene, ehrliche Interview. Von ganzem Herzen ganz viel Erfolg mit Deinen Bücher und ich denke, Du bleibst so wie wir Dich alle mögen.

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