Gedichtewettbewerb: Simone Gruber – Abschied

Gedichtewettbewerb

Abschied

In der Ferne am Horizont
noch ein schwaches Leuchten
manchmal näher manchmal
kaum noch sichtbar
es spiegelt sich in den dunklen Wellen
des Wassers auf dem ich fahre
langsam legt mein Schiff ab
grau in die Finsternis hinein
irgendwo hinten ist das Leben
doch ich stehe nur da und schaue
in den verschwommenen Nebel
winkt ihr mir noch zu
seid ihr noch da
ich will euch die Hand geben
doch mein Schiff
drängt mich immer weiter
ist es Weinen ist es Lachen
was ist es was mich so bewegt
sanfte letzte Umrisse
bleiben noch wie in einem Hauch
von Erinnerung
irgendwie muß es doch gehen
mein Herz schreit doch ich
muß weg
fort in ein anderes Leben
und ihr müßt am Ufer bleiben
ich hebe die Hand und lasse sie
wehmütig wieder fallen
lebt wohl

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Ein Kommentar zu Gedichtewettbewerb: Simone Gruber – Abschied

  1. Zauberblume-Magicflower sagt:

    Treppenhaus-Prosa
    04.04.2016 (c) Zauberblume

    Tritt ein – Kommt herein.
    Zuerst durch die Türe.
    Dann ein Flur.
    Nur wie geht es weiter?
    Ach nehmt die Treppe nur.

    Trepp’ auf oder Trepp’ ab.
    Vorsicht Stufen!
    Es sind viele, nicht zu knapp.
    Wen hör ich da rufen?

    Geräusche, Stimmen dort droben.
    Ratsch und Tratsch klingt von oben.
    So manch einer huscht vorbei.
    Flüchtig die Begegnung, einerlei.

    Stiagnhaus – in Schrift und Wort.
    Mal was anderes ein besonderer Ort.
    Bringt sie hinein ins Treppenhaus.
    Die Literatur bekommt unseren Applaus.

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