Ambros Chander

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Autoreninterview Ambros Chander

 

4.7.2016

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, den Autoren Ambros Chander zum Interview begrüßen zu dürfen.

Ambros Chander wurde 1978 in Karl-Marx-Stadt, in Sachsen, unter einem anderen Namen geboren, denn bei Ambros Chander handelt es sich um ein Pseudonym.

Nachdem er in jungen Jahren viele Wege eingeschlagen hatte, immer mit dem Ziel, den eigenen zu finden, schloss er mit fortgeschrittener Reife eine kaufmännische Ausbildung ab. In diesem Beruf arbeitet er nun.
Die Leidenschaft für das Schreiben hatte er früh entdeckt und schon mit siebzehn Jahren seine erste Kurzgeschichte verfasst – die jedoch nie die Dunkelheit der Schublade, in der sie verschwunden war, verlassen sollte. Später schrieb er Gedichte, um seine Gefühlswelt in Worte zu fassen, entschloss sich aber 2012, sich erneut an einer Geschichte zu versuchen.
Das Ergebnis war „Die Drachenprinzessin – die Heimkehr“. Nach einem ersten Versuch, diesen Roman zu veröffentlichen, schrieb er an dem Buch „Gedankenspiele“, das ebenfalls noch auf seine Veröffentlichung wartet.
Da immer mehr Stimmen aus seinem Bekanntenkreis nach der Fortsetzung des ersten Buches riefen, setzte er sich mit Elan an die Umsetzung von „Die Drachenprinzessin – Schicksalsschwestern“, das am 10.10.2015 erschien. Im Zuge dessen wurde auch Band 1 überarbeitet und neu aufgelegt. Inzwischen ist es auch in neuem Design sowie als Hardcover erhältlich.

Noch viele Geschichten schlummern als Rohgerüst oder auch nur als grobe Idee in Ambros Chanders Schubladen. Wir werden sehen, welcher von ihnen er sich als nächstes widmen wird.

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Hallo Ambros. Danke, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Die beliebteste aller Fragen. Nun ja, ich hatte einfach schon immer zu viel Phantasie und irgendwo musste ich damit hin. Da dachte ich mir, dass das Schreiben eine bessere Alternative ist, als mich in meinen Tagträumereien zu verlieren.

Wo und wann küsst Dich die Muse?

Eigentlich immer und überall, aber am meisten oder am besten, wenn die richtige Musik läuft. Ohne Musik geht bei mir eigentlich gar nichts. Sie ist die beste Inspiration überhaupt, wie ich finde.

Wenn Du Musik zum Schreiben laufen lässt: Ist es eine bestimmte Richtung oder unterschiedlich?

Die Musik von ASP ist es, die mich zu meinen Geschichten inspiriert und die sie einfach so dahinfließen lässt.

Bleibst Du dem einen Genre treu?

Bisher habe ich zwei Bücher im Bereich Fantasy veröffentlicht und auch das, bei dem ich derzeit an der Überarbeitung des Lektorats sitze gehört in dieses Genre. Doch gleichzeitig arbeite ich an einem Projekt, das vier Bereiche bedienen soll: Fantasy, Liebe, Krimi und Science Fiction. Wir werden sehen, wie mir die anderen drei gelingen.

Wann kommt denn ein Dritter Teil von den Schicksalsschwestern?

Hier muss ich kurz korrigieren. Die Reihe heißt „Die Drachenprinzessin“. Schicksalsschwestern ist Band 2 davon. Der dritte Band ist fertig geschrieben und wird derzeit von mir überarbeitet, damit er ins Lektorat kann. Die Veröffentlichtung ist für Anfang 2017 geplant.

Anhand der Cover nehme ich an, dass Du Selfpublisher bist. Ist das richtig? Und wenn ja warum?

Das ist korrekt. In erster Linie liegt das, glaube ich, daran, dass ich mich damals noch nicht getraut habe, mein Manuskript an einen Verlag zu schicken. Aber vielleicht ändert sich das bald. Eine Gegenfrage hätte ich allerdings: Wieso schließt Du anhand der Cover darauf?

Weil auf den Covern kein Verlag genannt wird.

Das ist ein Argument, dem ich mich nicht verschließen kann.

Hast Du noch andere Projekte geplant, außer „Die Drachenprinzessin“?

Eine Menge! Wenn ich die alle aufzählen wollte, müssten wir die Zeit für das Interview definitiv um einiges verlängern. Aber ein paar kann ich erwähnen: Wie gesagt, Band 3 der Drachenprinzessin ist in der Überarbeitung. Dann wäre da noch „Nisha und die Macht der Schatten“, bei dem ich gerade das Lektorat einarbeite und ich schreibe zusätzlich noch an dem besagten Projekten mit den vier Bereichen Fantasy, Liebe, Krimi und Science Fiction, dass aus vielen kleinen Kurzgeschichten besteht.

Anhand des Covers sind „Die Schicksalsschwestern“ eine gruselige Geschichte. Braucht man dazu gute Nerven?

Das kommt darauf an, was man als gruselig versteht, aber aus meiner Sicht eher nicht. Im Grunde geht es um den ewigen Kampf Gut gegen Böse, die Selbstfindung und die Beschreitung des eigenen Schicksalsweges sowie die Entscheidung darüber, ob man ihn stur entlang läuft oder vielleicht doch seinen eigenen findet.

Wie lange schreibst Du an einem Band?

An Band 1 ungefähr ein Jahr. Aber dieser hat inzwischen auch mehrere Überarbeitungen hinter sich. Aber im Normalfall dauert es ca. 1/2 bis zur Fertigstellung der Geschichte als Rohgerüst. Danach kommt natürlich die Überarbeitung, Korrektur, Überarbeitung, Korrektur, Überarbeitung, Korrektur, Lektorat usw.

Wann kriegen wir das dritte Cover Deiner Drachenprinzessin zu sehen?

Das wird wohl noch etwas dauern. Erst einmal muss ich die Geschichte fertig überarbeiten, mich entscheiden, ob ich es als Selfpublisher veröffentliche – was ich vermutlich tun werde, wo ich es veröffentliche und welchen Coverdesigner ich dafür nehmen werde, wenngleich ich da natürlich schon einen Favoriten habe.

Wie bist Du auf den Namen Ambros Chander gekommen? Und wie bist Du auf die Namen im Buch gekommen?

Der Name Ambros Chander ist ein Pseydonym. Er ist eng mit meinem „richtigen“ Namen verbunden und bedeutet so viel wie „Gott des Mondes“. Die Namen in meinen Büchern finde ich z. B. über einen Generator (Elfen). Alle anderen wähle ich anhand der Eigenschaften oder des Aussehens meiner Figur. Ich liebe einfach Drachen und Magie. Daher habe ich die Geschichte in diese Welt gelegt.

Hast Du Dir lange Gedanken darüber gemacht, ich glaube nicht das man schnell auf so einen schönen mystischen Namen kommt?

Nein, eigentlich hat es nicht lange gedauert. Mit Hilfe von Tante Google waren die Namensbedeutungen recht schnell gefunden, die „wohlklingendsten“ herausgefiltert und auch die Entscheidung, welche es am Ende werden, fiel mir erstaunlich leicht. Es passte wohl einfach.

Sollte Deine Geschichte verfilmt werden? Wenn ja, warum?

Wer träumt nicht davon? Aber ich konzentriere mich erst einmal auf das Schreiben weiterer Geschichten.

Ich lese bei Dir öfter solche Aussagen wie: Traurige Musik führt zu traurigen Geschichten und manchmal schreibt man und merkt im Nachhinein, dass es nicht zum aktuellen Projekt passt. Meine Frage: An wie vielen Projekten arbeitest Du gleichzeitig oder wie planst Du solche ‚Ausreißer‘?

Bisher habe ich immer nur an einem Projekt gearbeitet, aber derzeit sind es drei, an denen ich schreibe oder die ich überarbeite und selbst hier gibt es Ausreißer, wie du richtig gelesen hast. Da bleibt nur eins. Neues Dokument öffnen, ausschneiden, einfügen, abspeichern und in den Ideenordner legen.

Wie fühlst Du Dich beim Schreiben?

Als würde ich in einer anderen Welt verschwinden, ein Teil von ihr werden.

Wieviele Teile von der Drachenprinzessin planst Du eigentlich? Oder entscheidest Du je nach Erfolg des letzten Bandes, ob Du weiter schreibst oder nicht?

Auf die Frage habe ich eigentlich den ganzen Abend schon gewartet und auch gebangt. Denn wenn ich ehrlich bin, kann ich das nicht genau sagen. Ich schreibe nicht nach Plan. Ich schreibe einfach, bzw. schreibt sich die Geschichte selbst und ich bin nur das Werkzeug, das es zu Papier bringen darf. Aber ich kann zumindest sagen, dass es einen vierten Band geben wird, der übrigens nicht geplant war, wie auch schon der dritte nicht. Aber ich denke Laingladhdôr hat noch viele Geschichten zu erzählen.

Arbeitest Du gerne alleine für Dich, oder hilft Dir manchmal jemand?

Ja, ASP helfen mir. Es kommt zwar selten vor, aber wenn ich mal hänge, dann wechsle ich einfach den Song und schon geht es weiter – wie von Zauberhand.

Wenn Du Orte beschreibst, sind sie nur Deiner Fantasy entsprungen oder warst Du schon an solchen „Stellen“?

Sowohl als auch. Meistens inspirieren mich reale Orte bzw. baue ich sie irgendwie in die Geschichte ein. Nehmen wir zum Beispiel „Die Drachenprinzessin Band 1“: Emma fährt zu einem Treffen mit ihren Freunden eine gewundene Straße entlang. Links von ihr schlängelt sich ein Fluss dahin, rechts ist ein teilweise bewachsener Felshang. Diese Straße fahre ich jeden Tag, wenn ich von meiner Wohnung auf Arbeit fahre.

Vielen Dank für das interessante Interview, Ambros. Weiterhin viel Erfolg für Dich und Deine Bücher.

Gerne. Zum Abschluss habe ich noch ein kleines Filmchen für alle, die gern einen Blick in die Geschichte der Drachenprinzessin werfen möchten. Das hat Gabi Büttner für mich erstellt. War wirklich eine gute Zusammenarbeit mit ihr. Ich kann sie wärmstens empfehlen.

Trailer

 

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