Neal Skye

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Autoreninterview Neal Skye

10.10.2015

Das Autoren_Netzwerk freut sich, den Autoren Neal Skye zum Interview begrüßen zu dürfen.

Neal Skye wurde 1964 in Bremen geboren. Schon in jungen Jahren entstanden Jugendkriminalhörspiele, die vor allem von der Detektiv Kim-Reihe von Jens K. Holm inspiriert waren.
Nach der Schulzeit konzentrierte er sich mehr auf die Hobbies Musik und Songwriting sowie auf das Erfinden von Spielen.
2014 entdeckte er durch einen Zufall das Interesse am Schreiben erneut, und es entstand der erste Kriminalroman, der seine beiden Inspirationsquellen vereint; Charme und Spannung amerikanischer Krimis und die Melancholie skandinavischer Ermittler.
Bisherige Veröffentlichungen:
Rich & Mysterious – Der Niagara-Fall vom Bremer Franzius-Verlag ist seit Oktober 2016 im Handel.
Im Juli 2016 wurde zudem die Kurzgeschichte „Hello, America“ im Rahmen der Anthologie „Sommer und noch mehr“ vom Autoren-Netzwerk veröffentlicht.
Außerdem erschien der Kurzkrimi „Rettet das Mädchen“ (Herausgeber: Michael Kracht) in der Anthologie „Teilweise Tödlich“ im Karina-Verlag.

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Hallo Neal. Schönen Dank, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Ist Neal Skye ein Pseudonym?

Ein gedehhhhhntes Ja.

Warum hast Du Dir einen englischen Namen ausgewählt?

Der Name ist Keltisch – kommt aus dem Schottischen und hab ich seit unserer Hochzeitsreise nach … na?

Bist Du auf Krimis festgelegt?

Im Moment muss ich diese Frage mit Ja, und vielleicht Thriller beantworten.

Hast Du schon mal daran gedacht, einen Liebesroman zu schreiben?

Ich weiß nicht, ob ich das gerade getan habe.

Würdest Du von Dir sagen, Du hättest eine romantische Ader?

Ein 100%iges JA.

Gibst Du Autogramme?

Bestimmt – irgendwann – bislang hab ich noch keines als Neal gegeben.

Schafft Werder den Klassenerhalt?

JAAAAAAAAAAAA!

Und was wenn nicht?

Gibt es nicht.

Woher nimmst Du die Inspirationen?

Aus Büchern, früher die Detektiv Kim Bücher – und seit ‚Hunde von Riga‘ und ‚Verblendung‘ war die Richtung auch irgendwie klar – wobei so ganz stimmt das nicht … Aber es hat Laune gemacht, wieder anzufangen.

Hat Rich irgendwelche Abgründe? Einen Hang zu französischem Rotwein, beispielsweise?

Oh ja, die hat er … Er trinkt zum Beispiel gerne Newcastle Ale.

Was brauchst Du unbedingt zum Schreiben?

Ruhe – nichts darf an sein.

Warum Niagara?

USA war klar, weil ich amerikanische Serien mag, ich wollte NYC einbauen und eine zweite Stadt, die mit dem Auto erreichbar ist. Das war Buffalo – und Niagara Falls wegen der Love Canal Affäre.

Wann erscheint der zweite Teil?

Oh, das wird noch ein wenig dauern.

Warum ein lila Cover?

Das ist eine gute Frage – vielleicht, weil ich wollte, dass mich mal jemand fragt, „Warum ein lila Cover?“.

Welchen Familienstand hat Dein Protagonist eigentlich?

Solo.

Aha, Solo. Gibt es trotzdem Frauen in dem Buch?

Ja – die drei Frauenfiguren in dem Buch sind mir alle total ans Herz gewachsen!

Rich auch? Die Dame in grün mit dem Schmollmund?

Rich braucht eine Weile – bitte, Spoiler Alert.  Ja, Rich auch, ganz klar, ich leide mit ihm mit!

Woher hast Du Deine Wortschöpfungen? Zum Beispiel Nachabschnittsgefährtinnen? Nie zuvor gehört.

Ich auch nicht – da musst du Rich fragen. Gerade solche Worte schieb ich gern auf ihn.

Wie gehst Du mit Störungen um?

Schlecht – ich lasse mit ablenken und dann geht es eben länger in die Nacht.

Von Facebook beispielsweise?

Ganz sicher – aber da gibt es sehr nette Störungen.

Wie lange hast Du an Rich geschrieben?

An Rich 1 ? Ehrlich? Von April 2014 bis September 2014 – dementsprechend oft überarbeitet.

Hast Du Bammel vor der Lesung?

Ein bisschen, aber nicht so viel – ist ja noch ein bisschen hin.

Wann ist die?

Am 29.10. 12h in Bremerhaven, Literaturcafe.

Wie wirst Du mit dem kommenden Ruhm umgehen?

Nie etwas überlegen, was kein Thema ist im Moment.

Zu welcher Uhrzeit bist Du am kreativsten?

Nach 11 Uhr abends … Oft.

Wie sieht Dein Schreibplatz aus?

Wie Sau.

Wer putzt, Putzfrau? Putzmann?

Also meinen eigenen Arbeitsplatz den mach ich schon selber sauber – immer wenn ein Buch zu Ende ist.

Wie sind bislang die Rückmeldungen zu Deinem neuen Schatz?

Ich bin mehr als zufrieden, nur mal so.

Was inspiriert Dich?

Amerikanische Serien, skandinavische Bücher und Meldungen, z.B. bei GMX.

Was ist Dein Lieblingsbuch?

Es ist schwer – ‚Verblendung‘ hab ich schon genannt, ‚Frankenstein‘ fand ich klasse, ‚Hunde von Riga‘ – aber ich war auch sehr beeindruckt von ‚Stärke und Mut‘ z.B. oder ‚Kuss des Meeres‘.

Was ist Dein Lieblingssong?

Sooo viele. Jersey Girl gehört dazu.

Hast Du schreiberisch gesehen irgendwelche Vorbilder?

Wallander und Larsson – und wer auch immer Jerry Cotton geschrieben hat.

Was ist Deine Lieblingsserie?

Castle und Friends.

Machst Du Dir Sorgen über die Dinge, die Du wegen entsprechender Morde googlen musst?

Ich war überrascht, in die USA einreisen zu dürfen.

Wieviel Zeit hast Du mit Recherche verbracht? Es klingt und wirkt alles sehr authentisch – von den Lokalen, bis zum Skandal, der Job des Journalisten und Privatdetektivs.

Manchmal lang, manchmal weniger – ein Damenparfum hat mal 2 Stunden gedauert.

Wie sieht Deine Recherche aus?

Ganz viel Internet, ich gehe recht regelmäßig zum Treffen amerikanischer Auswanderer und kann stundenlang in Google Streetview herumschlendern.

Gib/gab es Schreibblockaden?

Rich 1 – nein. Danach immer wieder ja.

Sollte es zu einem Verkauf der Filmrechte kommen – würdest Du ein Mitspracherecht bei der Schauspielerauswahl einfordern?

Liebend gerne! Aber keine langhaarigen Schmierlappen.

Was machst Du mit Deiner ersten Million? Und was mit der Zweiten?

Mit der zweiten Zahl ich den Kredit für die erste ab.

Hast Du noch andere Hobbys?

Ja, ich bin auch Musiker.

Gibt es ein Genre, in dem Du nie schreiben würdest?

Zu politisch kann ich nicht werden – man muss schon Hintergrund haben zu dem, was man schreibt.

Hast Du schon mal was geschrieben, was Dir peinlich ist?

Es gibt Passagen in Rich 1, bei denen ich denke, wenn DAS jemand liest …

Warum?

Es gibt schon ein paar bizarre Momente …

Wie viele Bände von Rich Sind geplant? Und was machst Du danach?

Erstmal drei – plus mein aktuelles Gemeinschaftsprojekt.

Mit welchem Programm schreibst Du?

Word.

Ist Rich in jemanden verliebt?

Rich ist kein Beziehungsmaterial, sagt er.

Auch nicht temporär?

Das wird nicht verraten.

Na klar. Die spannenden Sachen werden nicht verraten.

So ist es.

Der erste Roman spielt in Amerika , der zweite wohl in Schweden. Wie passt das zusammen? Wird er auch wieder mit Rich sein?

Nein – und es ist eigentlich das dritte Buch – oder das vierte, – momentan überholt das aktuelle Projekt es vielleicht bald.

Es gibt hier im Netzwerk immer wieder tolle Gespräche untereinander, ziehst Du daraus etwas und lässt es in Deine Bücher einfließen?

Bislang noch nicht – ich glaube allerdings, irgendwo im aktuellen Projekt hab ich jemanden zitiert oder so.

Warst Du in Amerika und in Schweden?

In Schweden einige Male – In New York das erste Mal 2016.

Lässt Du in Deine Charaktere etwas von Deinem mit einfließen?

Ja, ich denke schon, wenngleich ich mit keinem tauschen möchte.

Ist für Dich schreiben eine Leidenschaft, ohne die Du nicht mehr leben könntest, oder ginge es auch ohne?

Momentan definitiv nicht ohne.

Träumst Du nachts von Deinen Geschichten?

Wie sehr magst Du Rich?

Er ist so gar nicht ich, naja, er wird es ein bisschen mehr – ich mag ihn. Er ist irgendwie ein Arschloch, und dann wieder so gar nicht …

Was macht Dich wütend?

Permanentes andere Leute schlecht machen. Lasst Leute Leute sein.

Was war das übelste, was Du jemals via Suchmaschine gesucht hast?

Im Schwedenthriller geht es u.a. um ganz böse Dinge – da wag ich gar nicht richtig zu recherchieren. Hier war auch eine GMX-Meldung schuld.

Die Damen, die Du beschreibst, gibt es die, oder Fantasie?

Nein, die gibt es nicht, aber natürlich fließen manchmal einige mir bekannte Personen mit einigen Eigenschaften in die Protagonisten ein.

Plottest Du vorher oder schreibst Du einfach drauf los?

Bei Rich 1 hab ich einfach drauf losgeschrieben. Bei Rich 2 hatte ich den Krimi-Fall haarklein ausgetüftelt – um beim Schreiben zu merken – das will ich ja gar nicht schreiben – es geht ja um die Auflösung, nicht um den crime – also viel spontan.

Liest Du  Schreibtipps oder andere Schreibratgeber?

Ich habe Schreibtipps nach Rich 1 gelesen, ganz bewusst – ich hätte das Buch dann nie geschrieben. Das wäre sehr schade gewesen.

Hast Du ein Traumgenre, das Du irgendwann mal in Angriff nehmen möchtest? Was ganz anderes als Krimi vielleicht?

Nein, nicht wirklich – ich habe gerade meinen Traum geschrieben – und es ist ja ein kleiner Mix.

Du wurdest auf dem antarktischen Packeis ausgesetzt. Welche drei Dinge (keine Menschen) hast Du dabei?

Bleistift und Papier und einen gaaaaaaaaaaaaanz diggen Schlafsack.

Welche Jahreszeit ist Dir am liebsten?

Frühling – gaaaaanz klar.

Lieblingsessen?

Zurzeit Heidelbeeren – die schlaue Art, abzunehmen.

Wie nimmst Du Kontakt zu Leser/Innen auf bzw. machst Du das überhaupt?

Nicht direkt, noch nicht – hat schon seinen Grund, dass ich nicht im Verkauf sitze.

Hast Du Haustiere?

Ja, seit ich verheiratet bin, immer.

Träumst Du auch mal, wenn du schreibst, so in Gedanken verloren weit weg?

Klar, sogar, wenn ich nicht schreibe.

Seit wann schreibst Du und was haben Deine Freunde und Bekannten gesagt, als Du Dein erstes Buch veröffentlicht hast?

Ich habe meinen ersten „Roman“ mit 11 geschrieben – und im direkten Umfeld hält sich das Interesse in Grenzen – ich hab aber eine liebe Freundin, die ganz informiert werden will, was nun mit Rich und … ja, und so.

Hilfst Du im Haushalt? Kannst Du Bügeln und Kochen?

Das ist bei uns ca. 50/50 – ich bin aber kein guter Koch.

Welchen oder welche Tipp/s gibst Du einem „Neuling“?

Ich bin ein Neuling – ich weiß nicht, ob ich Tipps geben sollte. Und wenn: Ich würde nie Trends hinterher rennen wollen – mach dein Buch und kopiere niemanden.

Schreibst Du mit oder ohne Musik? Wenn mit, welche Musik inspiriert Dich?

Ich schreibe mit Musik im Kopf – ich weiß den Soundtrack von dem Film 100%ig. Viel Springsteen, ein wenig Melissa Etheridge, Gianna Naninni…

Kannst Du nach dem Schreiben gleich abschalten oder verfolgt es Dich danach noch?

Kommt drauf an, ob ich einen Abschluss gefunden hab.

Wie gehst Du mit Kritik um?

Redest Du mit Deinem Protagonisten? Hat er für Dich eine Stimme?

Teilweise ja – ganz klar, aber keine direkte Stimme glaube ich. Ich saß im El Tio in Port Chester und dachte – das ist der Tisch, an dem SIE saßen. Völlig bescheuert.

Hat Dein Protagonist für Dich ein Aussehen? In Deinem Kopf?

Ja, hat er. Er wird gerade von einer Kollegin gemalt, aber es ist schwer, weil sein Aussehen in meinem Kopf ist. Auf meinen Mordfalltafel haben alle Protaginsten Gesichter von Schauspielern.

Trinkst Du beim Schreiben ab und zu mal? Außer Wasser usw.

Kaffee – ganz viel Kaffee.

Liest Du noch Bücher? Was für Bücher?

Ja – aber viel zu langsam – aktuell ‚Die Sonnenkönigin‘. Hauptsächlich Krimis und Thriller. Aber ab und an auch Bücher MitstreiterInnen hier.

Träumst Du nachts von Deinen Geschichten?

Nein, nachts glaube ich, ist mir das noch nicht passiert.

Wie viele Bücher liest Du pro Jahr?

Die Antwort ist mir peinlich. Fünf in diesem Jahr.

Wie bist Du auf die Namen Deiner Protagonisten gekommen?

Schwierig – auf Samantha kam ich, als ich Sheryl Sandberg sah – ich weiß nicht warum. Passte irgendwie. Gina und Sara gefallen mir einfach gut – wie ich auf Rich gekommen bin, weiß ich nicht mehr.

Warum schreibst Du nicht mal einen Bremen-Krimi. Reizt Dich die Stadt nicht?

Ich schreibe an einem Schweden-/Bremen/Krimi/Thriller – und Bremen ist in einer der Anthologien enthalten.

Warum spielt Deine Geschichte in den USA ?

Ich schaue am liebsten amerikanische Krimiserien – und zu der Zeit ganz viel Castle – und ich hab immer den Film im Kopf – von daher.

Wie hältst Du Dir Deine ganzen Verehrerinnen vom Hals?

Ich hatte nie welche.

Würdest Du gerne mal für längere Zeit woanders leben? USA?

Nicht mehr – wenn dann in Kerry, also Irland.

Gibt es für Dich ein Ritual vor dem Schreiben, oder legst Du einfach los?

Kein Ritual.

Knabberst Du während des Schreibens irgendwas? Schokolade? Chips?

Ja, manchmal.

Wie gehst Du mit Kritik um?

Kommt drauf an – bei Rich 2 hat meine Kursleiterin gefragt, was Kapitel 1 soll. Superprolog und dann ausgebremst – hab ich komplett gelöscht.
Aber leicht geh ich nicht um, da bin ich ehrlich.

Vergisst Du auch manchmal das tägliche Leben, wenn Du schreibst?

Definitiv ja!

Ich wünsch Dir weiter ein glückliches Händchen und viel Erfolg mit Deinen Bücher. Danke für Deine Zeit und das Interview.

 

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