Marko Wendekamm – Aditum: Teuflisch

20.10.2016

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Gestohlen, geschunden, getötet und missbraucht wird nicht nur von den sogenannten einfachen Menschen. Schon immer mit im Spiel der Unglaublichkeiten waren auch jene, die ihre Verachtung im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes in die Welt trugen. Unter dem Zeichen des Kreuzes wurden ebenso viele Verbrechen begangen wie auch ohne dieses Symbol. Worin unterscheiden sich die Träger einer purpurnen Robe und einer Mitra von jenen Seelen, die nicht unter dem Schutz einer heiligen Gottgefälligkeit den Menschen eine falsche Vollkommenheit vorgaukeln ? Schlicht und einfach, in nichts. Auch ihr Dasein sind nur vergiftete Tümpel entstanden durch Korruption, Gier, Lust und Maßlosigkeit. In meiner Psychothriller Kurzgeschichte trifft Kommissar Salvatore Contenisi zum ersten Mal auf die Illusion zwischen Realität und Glaube, zwischen Wahrheit und Wahnsinn. Als gläubiger Christ stand ihm sein Beruf als unparteiischer Kriminologe nie im Weg, doch sein Gewinn an Erkenntnissen als Ergebnis seines scharfsinnigen Verstandes wurden allmählich zur Gefahr, für ihn, seinen Vater Marcello und Pater Enzio Maranas. Das Neapel der sechziger Jahre war bunt und blutig, fromm und fatal. Seine Eminenz Bischof Giacomo Franetto wurde ermordet und selbst sein Tod war weniger überraschend, als das Teuflische das sich ergab mit jeder Spur. Noch immer fand Salvatore bisher hinter jeder grausigen Tat, die Fratze eines Menschen. Nicht Lucifer zerstückelte den Kleriker, noch hatten Dämonen seine Leiche geschändet. Nicht einmal der Bischof selbst war das was er hätte sein sollen, ein Prediger von Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe. Der Klerus, die Mafia und selbst ein alter Freund steckten tief in dem Sumpf der Unerklärlichkeiten. Der bloße Mensch wird sicher sehr selten einfach mal so von Gott angesprochen, einem Auserwählten und Träger von Mitra und Robe jedoch hätte man eine derartige Verachtung anderer Leben nicht zugetraut. Sündhafte Lust und abartige Verlangen waren offenbar nicht nur Attribute einfacher Seelen. Lesen Sie was Salvatore herausfindet und begegnen Sie der menschlichen Natur. Er verliert und gewinnt mit einer schlichten Erkenntnis, Jesus und sein Vater haben gute Gründe sich schon so lange den Menschen nicht mehr zu zeigen,denn einige Verbrechen wirken in der Tat Teuflisch und Dämonisch, wurden aber dennoch erst geboren durch Sterbliche. Einer der Gründe für Gottes Fehlen in der Welt mag sein, dass er sich angewidert abgewendet hat von seiner Schöpfung, voller Enttäuschung und Verbitterung.

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