Monika-Andreea Hondru

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Autoreninterview Monika-Andreea Hondru

14.11.2016

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Monika-Andreea Hondru zum Interview begrüßen zu dürfen.

Mein Name ist Monika-Andreea Hondru, geboren am 05.10.1977 in Resita / Rumänien und vor 20 Jahren nach Deutschland gekommen. 14 Jahre davon habe ich in München verbracht, dort habe ich meine Kinder geboren und meine Ausbildung als Fachkosmetikerin & Make-up Artist abgeschlossen.
Seit 6 Jahren wohne ich in Gummersbach und in Köln habe ich in 2014 die Heilpraktikerschule abgeschlossen und bin seither als Geprüfte Psychologische Beraterin & Fachkosmetikerin in
meiner eigenen Firma (Hypnokosmetik®) tätig.
Ich schreibe seit meinem zwölften Lebensjahr Lyrik, und manchmal Prosa. Mein erstes Buch mit dem Titel „Bulgare de aur“ („Der Schneeball aus Gold“) war mein ganzer Stolz.
Ich schaffte es, mein Buch in den Medien zu präsentieren und Lesungen zu halten. Ein Jahr
später, 2001, publizierte ich noch ein Buch, „Eclipsa Sufletului“ („Seelenfinsternis“).
Erst im August 2008, also 7 Jahre später, erschien mein drittes Buch „Rosa desertului“ („Wüstenrose“), wie die anderen zwei Bücher, in Resita / Rumänien.
Im März 2016, kurz vor der Leipziger Buchmesse, ist mein viertes Buch „Die Stille meiner Seele spricht“ erschienen und ich konnte es auf der Leipziger Buchmesse präsentieren und zwei Mal
Vorlesungen halten. Zum ersten Mal erzählt dieses Buch über Emotionen in deutscher Sprache.
Das Buch „Die Stille meiner Seele spricht“ ist ein lyrisches Werk für jede Altersklasse, das im Kernverlag erschienen ist. Es ist eine Sammlung intensiver Gefühle, präsentiert in liebevollen
Metaphern, die aus Visionen neue Realität erschaffen.
Mein fünftes Buch „Blitzlicht Schatten“ erschien im August 2016. Die Gedichte zeigen erneut die Emotionen mit einer leuchtenden, nackten Authentizität. Raubt den Atem, verführt mit Worten und
surrealistischen Metaphern. Hinter dem Licht der Emotionen bleibt verborgen eine Suche nach perfekter Liebe. „Blitzlicht Schatten“ beschreibt eine zeitlose Liebeserklärung, die den Weg von Herz zu Herz geht.
Zur Zeit bin ich oft auf Lesungen, in Gummersbach, Mühlheim an der Ruhr, Engelskirchen, Erfurt, Köln und Siegen. Das Schreiben ist ein Teil von mir, eine Non-Verbale Kommunikation zwischen
Autor und Leser.

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Hallo Monika-Andreea, danke, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Wie kamst Du zum Schreiben?

Ich habe andere Schriftsteller immer bewundert. So habe ich dann mit 12 Jahren selbst angefangen.

Was hast Du da geschrieben?

Ich habe mit Gedichten angefangen.

Was ist Dein nächstes Projekt?

Ich habe mehrere Projekte im Kopf. Es gibt Pläne für einen neuen Lyrikband. Ich habe genaue Vorstellungen wie mein Buch aussehen wird … wie schon vorher bei den anderen Büchern.

Bist Du auch im Radio zu hören?

Ja, in Alexander Frosts Radioplanet Berlin.

Wenn ich die Frage stellen darf – Du kommst ja aus Rumänien. Hat Dich die neue Sprache vor eine große Herausforderung gestellt oder habt Ihr vorher schon in der Familie deutsch gesprochen?

Ich habe deutsch hier gelernt. In Rumänien war das Fernsehen eine Hilfe. Es war eine Herausforderung, deshalb traute ich mich erst 2008 in Deutsch Gedichte zu schreiben.

Was brauchst Du unbedingt zum Schreiben?

Schwierige Frage. Es ist unterschiedlich.

Hast Du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Eigentlich nicht, ich schreibe häufig nachts.

Woher holst Du Dir Inspiration?

Es kommt plötzlich, unter der Dusche aus den Träumen heraus oder nach Beobachtungen, Erlebnissen.

Gibt es etwas, was Du beim Schreiben gar nicht leiden kannst?

Langeweile.

Schreibst Du nur Lyrik oder ist auch mal ein Roman o.ä. für Dich ein Thema?

Ich schreibe auch Prosa …über einen Roman habe ich nachgedacht, traue mich aber noch nicht so recht … es ist ein sehr umfangreiches Werk und ich weiß nicht, ob ich dranbleiben kann.

Hast Du Schwierigkeiten, Vorgaben einzuhalten?

Ja.

Welches Genre würdest Du niemals schreiben und warum nicht?

Horror und Thriller … oft zu gruselig.

Inwiefern beeinflusst Dich Deine Heimat beim Schreiben?

Seit längerer Zeit nicht mehr so … ich fühle mich hier zuhause. Ich denke und träume in Deutsch. Ich habe versucht, rumänische Einflüsse nach Deutschland mitzunehmen … eine Art Transfer.

Wer sind Deine Lieblingsautoren?

Unterschiedlich … von Antike bis heute. Ich lese alles außer Horror und Krimis. Ich bin eher ein Romantiker. Das Leben ist schon genug Horror.

Unterstützt Dich Deine Familie?

Ja.

Drei Dinge, die Du mit in die Arktis oder in die Wüste nehmen würdest? Dinge, keine Menschen?

Ohhh … muss ich nachdenken. Mein Handy, auf jeden Fall. Bücher, Fotos … also … Handy´s funktionieren in beiden Regionen sowieso nicht … Bücher gehen immer und Fotos sowieso. Ich sehe das Problem mit dem Strom beim Handy. Man nimmt einen Fahrraddynamo mit und strampelt … in der Wüste ginge auch Solar.

In welchem Genre würdest Du einen Roman ansiedeln?

Meine Autobiografie … wenn schon.

Wenn Du eine Autobiografie schreiben würdest: Würdest Du manche Protagonisten lieber aussparen, obwohl die Dein Leben geprägt haben?

Das ist eine schwierige Frage. Ich habe aber darüber schon nachgedacht, was und wie ich schreibe … ist schwierig wegen der Persönlichkeitsrechte. Ich würde wahrscheinlich in Lyrik schreiben.

Hast Du Vorbilder unter den Autoren?

Eminescu … aber auch viele Andere. Goethe, Nitzsche, Osho, Rudolf Steiner.

Was leitet Dich zum Schreiben?

Das Leben.

Schreibst Du mit einem bestimmten Programm?

Nein … ich schreibe im MAC und nutze Pages.

Wie viele Bücher liest Du so pro Jahr?

Ich habe nicht gezählt … einige.

Liest Du lieber E-Books oder Print? Oder beides?

Beides … aber bevorzugt doch eher Print.

Was würdest Du literarisch noch gerne erreichen?

Dass die Leute meine Lyrik wertschätzen, weil ich versuche, Emotionen in Worte zu kleiden.

Wie lange arbeitest Du an einem Lyrikband?

Der letzte war in sechs Monaten fertig und das war unter Zeitdruck, weil ich zwischendurch schöpferische Pausen einlegen musste.

Hast Du Testleser?

Ja, meine Familie.

Was liegt als Nächstes an?

Der neue Lyrikband. Aber inzwischen möchte ich Lesungen halten und versuchen, bekannter zu werden … in Rumänien war das damals leichter.

Hast Du schon Lesungen gehalten?

Ja, mehrere.  Diesen Monat schon drei und drei weitere folgen noch in dieser Woche.

Hast Du Lyrik schon mal verbunden mit anderem? Mit Musik vielleicht? Zeichnen oder Fotografie?

Ich halte regelmäßig Lesungen in Verbindungen mit einem Maler und mit Musikern. Das ist neu für mich und ich lerne, mich daran zu gewöhnen.

Wie läuft das bei einem Lyrikband ab? Legst Du einfach drauf los oder überlegst Du Dir vorher ein Konzept? Quasi ein „lyrisches“ Plotten.

Die Ideen kommen … manchmal schreibe ich drei Gedichte pro Tag, dann wieder tagelang nichts … ich sammle alles … das Cover und der Titel stehen relativ früh fest. An einem Gedicht schreibe ich ca. zwanzig Minuten. Ich habe mal an einem Tag zehn Gedichte geschrieben. Manchmal bin ich aber auch tagelang einfach blockiert.

Musst Du die Gedichte danach noch überarbeiten?

Ja … natürlich … vor allem auch grammatikalisch. Der Inhalt steht aber meist fest.

Bei Lieblingsmaler und -komponisten liest man sehr klassische Vertreter – taugt die moderne Kunst nichts?

Ich arbeite mit einem lebenden Maler zusammen … sonst würde das wohl eher schlecht funktionieren, oder? Also … ja! Zeitgenössisch auch. Aber ich liebe zum Beispiel van Gogh.

Wenn Du durch die Zeit reisen könntest – welches Datum würdest Du als erstes eingeben und warum?

Ich arbeite gerade an der Zeitmaschine … woher wusstest Du das? Okay … pass auf … das Rad geht bis 10.001 … ich stelle mal 3.992 ein … okay … tschüss an Alle und bis später.

Hast Du Hobbys? Was machst Du in Deiner Nichtschreibzeit?

Reisen, shoppen, lesen, schreiben.

Was sagt Dein Freundeskreis dazu, dass Du schreibst?

Man bewundert das … ist ja nicht ganz alltäglich.

Machst Du Sport?

Ich halte es mit Churchill … NO SPORTS PLEASE.

Was genau ist Hypnokosmetik?

Nun … das ist meine Firma … Hypnose und Kosmetik … das heißt, Psychologische Beratung einerseits und Kosmetik andererseits … Schönheit von INNEN und AUSSEN eben.

Möchtest Du eines Tages gerne vom Schreiben leben?

Ja, gerne.

Auch wenn das hieße, mehr „für den Markt“ zu schreiben?

Wenn ich gut bin, wird es sicher so akzeptiert.

Hast Du schon mal etwas geschrieben, was Dir peinlich war?

Im Nachhinein sind manche Gedichte sehr intensiv und hätte ich früher gewusst, dass sie irgendwann zu lesen sind, hätte ich sie vielleicht nicht geschrieben.

Isst oder trinkst Du am Computer?

Nein… essen nicht… höchstens Wasser trinken.

Hast Du irgendwelche Laster?

Ich rauche nicht, esse kein Fleisch und lebe in Balance … Laster habe ich eher nicht … nur, dass ich mir oft selbst Stress mache.

Ist es bei Dir auch so, wenn Du schreibst, dass Du ein winziges Stückchen Deiner Seele verlierst, die dann auf Papier gebannt ist?

Korrekt.

Wenn Du Applaus für Deine Texte bekommst …  füllt sich Deine Seele dann wieder?

Meine Seele ist niemals leer.

Siehst Du beim Schreiben Bilder im Kopf oder kommt alles aus dem Gefühl heraus? Oder beides?

Beides.

Hat sich schon mal jemand in Deinen Gedichten wiedergefunden? Nach dem Motto „Bin ich das, über den Du da schreibst?“

Ja, oft. Ich berühre die Menschen mit meinen Emotionen und viele denken ähnlich, obwohl sie es nicht zugeben wollen.

Wie wichtig ist Dir der Austausch mit Deinen Lesern?

Ist das Wichtigste überhaupt.

Was treibt Dich an beim Schreiben?

Mein Wunsch, mich mitzuteilen.

Würdest Du auch schreiben, wenn es niemand lesen würde?

Ja, würde ich. Es gibt immer die Hoffnung, dass es doch jemand liest.

Vielen Dank für das Interview, Monika-Andreea und auch weiterhin viel Erfolg mit Deinen Gedichten und Büchern.

 

 

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