Cornelia Kiener

Autoreninterview Cornelia Kiener

12.12.2016

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Cornelia Kiener interviewen zu dürfen.

Cornelia Kiener wurde im April 1975 in München geboren. Mit dem Schreiben begann sie in den Jahren 1996-1999. Damals konnte sie beim Basteiverlag eine Kurzgeschichte veröffentlichen. Sie erschien als Horrorstory der Woche in dem John Sinclair Roman Nr. 626 der zweiten Auflage.
Kurz darauf begann sie an ihrem heutigen Roman zu arbeiten. Nach einer langjährigen Schreibpause begann sie 2010 ihren Roman zu überarbeiten und absolvierte 2012 einen Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. „Das Schicksal der Jägerin“ ist der erste Teil um die Vampirjägerin Nadine Wolf.
Mehr über die Autorin findet man unter:

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Hallo Cornelia , schön, dass Du Dich heute unseren Fragen stellst. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Durch meine Kurzgeschichte und meine Ausbilderin, die gemeint hat: Ich hätte durchaus genug Fantasie für soetwas. Tja, was soll ich sagen. Sie hatte recht.

Was bedeutet es für Dich, Bücher zu schreiben?

Das ist schwer zu beantworten. Ich möchte in eine eigene Welt abtauchen und freue mich, den Leser mit meinen Geschichten beglücken zu können.

Das Cover ist ja beeindruckend … kannst Du kurz beschreiben, worum es in dem Buch geht?

Um eine 18-jährige Tierpflegerin, die herausfindet, dass sie ungewöhnliche Fähigkeiten hat. Sie kann die Macht und Anwesenheit von Vampiren spüren. Zudem kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur.

Wird das Cover von Verlag gestellt? Hast Du ein Mitspracherecht?

Ja, der Verlag kümmert sich um das Cover. Nein, da hatte ich kein Mitspracherecht, aber für so was bin ich auch nicht zu haben. Dafür durfte ich Klappentext, Danksagung und Autorenvita schreiben.

Autorenvita: Ist Dir das schwer gefallen?

Die Vita war nicht das Problem, eher der Klappentext. Da musste ich echt überlegen. Dann hatte ich drei Entwürfe und habe mich nicht entscheiden können. Also hat Miriam alle drei bekommen und wir haben uns gemeinsam entschieden. Ach ja den Titel, da wurde ich auch noch gefragt. Das war auch so eine schwere Geburt.

Wie bist Du an den Verlag gekommen? Einfach angeschrieben?

Nein nicht ganz. Eine Freundin hat mich auf ihren Verlag aufmerksam gemacht, der war jedoch voll, arbeitet jedoch mit meiner Verlegerin zusammen. Also habe ich auf seinen Rat Miriam angeschrieben und die hat mich vom Fleck weg genommen.

Fragst Du Dich manchmal, ob ein anderes Genre besser wäre? Man hört oft, dass  Vampirromane aus der Mode sind.

Als ich noch gesucht habe, hat sich die Frage schon ein wenig aufgedrängt, da ich es auch von allen Seiten gehört habe. Aber ich wollte meine Geschichte nicht aufgeben. Ich habe es geschafft und ich bin stolz darauf.

Was unterscheidet Deine Vampirgeschichte von anderen?

Na ja, also ich denke mal es geht bei mir durchaus ein wenig in die Richtung von Buffy, allerdings ist Nadine nicht die typische Heldin. Sie ist verletzlich und benötigt noch die Hilfe von erfahrenen Jägern.

Also eigentlich mehr eine Jägergeschichte, als dass Vampire im Vordergrund stehen?

Wenn man so will, ja. Aber keine Sorge, meine Vampire kommen nicht zu kurz.

Hast Du ein Ritual beim Schreiben? Wann schreibst Du am liebsten? Mit Musik oder ohne?

Ja, denn ich schreibe ausschließlich am Wochenende. Wenn ich wach bin, und das kann auch um 05:00 Uhr sein, Kaffee machen, Laptop hochfahren und schreiben. Ca. 2-3 Stunden. Und ohne Musik. Muss aber auch gestehen, ich habe es noch nicht ausprobiert. Aber sie würde mich mit ziemlicher Sicherheit nur stören.

Veröffentlichst Du als SP oder über Verlag?

Mein Roman wurde beim Schauermärchenverlag veröffentlicht.

Du musst ins Packeis oder in die Wüste. Welche drei Dinge nimmst Du mit? Dinge, keine Menschen.

Also wenn, dann die Wüste. Meinen Laptop, meine Katze, (falls das zählt, aber ich fahre nicht ohne meine Katze) und das dritte weiß ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht.

Ist Deine Katze auch ein kleiner Vampir?

Hm ehrlich gesagt, hat sie mir das noch nicht verraten, obwohl, doch sie ist einer. Ich füttere sie nämlich fast ausschließlich mit Fleisch. Oder eher doch ein kleiner Werwolf?

Woran arbeitest Du im Augenblick?

Am dritten Teil meiner Vampirsaga.

Ist die Jägerin Deine Protagonistin oder sind es die Vampire?

Meine Jägerin ist die Protagonistin.

Gibt es etwas, worauf Du beim Schreiben auf gar keinen Fall verzichten kannst? Schokolade, zum Beispiel?

Ich würde sagen: Ohne Kaffee geht gar nichts.

Veröffentlichst Du weiter über Verlag, oder ist SP für Dich auch eine Alternative?

Zumindest ist bis jetzt nichts anderes geplant. Ich fühle mich bei Miriam sehr wohl.

Thema Werbung – wie gehst Du das an?

Momentan hauptsächlich hier über meine FB-Autorenseite, meine Homepage und Lesungen. Nächstes Jahr habe ich zum Beispiel eine Lesung auf Lovelybooks geplant. Mein Verlag unterstützt mich mit Werbung. So haben sie zum Beispiel für Rezensionen gesorgt und ein Interview im Bad Black Unicorn Magazin. Auch eine Lesung auf der Buch Berlin hat mir meine Verlegerin organisiert.

Hast Du Unterstützung aus Deiner Familie? Wie steht sie dazu?

Meine Familie weiß, das ich schreibe und sie kaufen meine Bücher. Es sein denn, man will das Verteilen von Flyern noch mit hinzuziehen. Ja, dann habe ich Unterstützung. Ich glaube, mein Vater hat es anfangs immer belächelt. Seit meiner Erstveröffentlichung tut er das nicht mehr. Meine Tante freut sich riesig für mich.

Wie lange hast Du eigentlich am 1. Teil geschrieben?

Also reine Schreibzeit war etwa ein Jahr, mit Recherche und Überarbeitung etwa 2 Jahre.

Wird es nur eine Trilogie oder sind weitere Teile in Planung?

Sehr wahrscheinlich werden es mehr als drei Teile. Grob geschätzt komme ich derzeit auf fünf.

Wann kommen die nächsten Teile heraus?

Also: Im Januar bekommt meine Verlegerin den zweiten Teil, der dann erstmal ins Lektorat geht. Da sie auch noch andere Projekte hat, habe ich darauf nicht wirklich Einfluss, hoffe jedoch spätestens Ende 2017 kommt Teil zwei. Schneller geht es nun mal nicht. Aber ich halte die Fans ohnehin auf dem Laufenden und wer weiß, vielleicht geht es ja auch ein wenig schneller. Für einen Autor ist ein Jahr echt wenig Zeit, für die Leser ist das wie eine Ewigkeit. Wobei manche Autoren echt schnell schreiben. Da frage ich mich immer, wie machen die das?

Plottest Du?

Ja auf jeden Fall, ohne geht es nicht. Früher habe ich einfach drauflosgeschrieben. Das war furchtbar. Ich denke heute noch an die Rohfassung des Romans mit Grausen zurück.

Nach welcher Methode? Kapitel für Kapitel? Schneeflocke?

Kapitelweise, bzw. auch nach Szenen. Ich mache mir immer einen groben Szenen bzw. Handlungsplan, der dann nach und nach erweitert wird.

Hast Du schon mal eine Lesung gemacht? Wenn ja, wie war’s für Dich?

Ja zwei bisher. Die erste zusammen mit fünf Kollegen in München. Das war toll. Aber ich war auch nervös, klar. Die zweite war im November auf der Buch Berlin. Die war auch super, aber da war ich teilweise noch nervöser. Aber ich habe es gut hinbekommen.

Würdest Du auch für eine Lesung in den hohen Norden kommen?

Also mein weitestes war Berlin. Noch weiter, müsste man sehen, ob es sich rechnet. Aber prinzipiell ja.

Eine gute Fee würde Dir drei Wünsche erfüllen …

Einen Lottogewinn, vielleicht vom Schreiben leben können und eine schöne große Wohnung mit Garten. Dann würde ich mir sofort einen Schäferhund zulegen.

Welches Genre würdest Du auf keinen Fall schreiben?

Ich habe immer gesagt, ich kann keinen Krimi schreiben, aber das glaube ich mittlerweile selbst nicht mehr. Ich glaube eine Liebesgeschichte bzw. -roman würde ich nie schreiben. Das liegt mir absolut nicht.

Wie sieht es mit weiteren Romanen außerhalb der Reihe aus? Ist da etwas in Planung oder schreibst Du erst die Serie fertig?

Ich habe noch ein paar Kurzgeschichten auf Lager und einen Werwolfroman, den ich noch überarbeiten muss. Also mir geht die Arbeit noch nicht aus.

Wenn Du wählen müsstest, was wärst Du lieber: Vampir oder Werwolf?

Definitiv Vampir. Bei Werwolf ist mir die Verwandlung jedes Mal viel zu schmerzhaft. Nein danke. Dann einfach einmal beißen und gut ist.

Wie gehst Du mit negativer Kritik um?

Toi, toi, toi, hatte ich bisher noch nicht. Zumindest nicht seit der Veröffentlichung.

Hast Du Autoren, die Dich inspirieren?

Nicht wirklich. Ich habe mir meine Geschichte selbst zusammengebastelt, wobei ich aber winzige Ideen aus anderen Geschichten genommen habe. Aber direkt inspirieren würde ich sagen, nein. Kommt vielleicht noch.

Was liest Du am liebsten?

Gute, spannende Vampirromane, Grusel an sich, Krimi und Thriller. Und seit etwa einem Jahr auch historische Romane.

Dein Buch soll verfilmt werden … wer sollte die Hauptrollen übernehmen?

Um Himmels willen, wo nehmt ihr die Fragen her? Tja, also das kann ich jetzt aus dem Stegreif nicht beantworten. Damit müsste ich mich genauer befassen.

Was kannst Du beim Schreiben überhaupt gar nicht gebrauchen?

Musik und wenn meine Katze meint, sie ist jetzt der Mittelpunkt der Welt. Da mache ich die Tür zu und sie weiß, jetzt ist Ruhe angesagt. Sie wartet aber dann auch wirklich brav, bis ich wieder rauskomme.

Wie sieht Dein Schreibplatz aus?

Ein Schreibtisch mit Laptop. Daneben im Regal sind die Ordner, in denen wichtige Notizen zu meinen Romanen sind.

Gibt es etwas, was Du als Idee im Hinterkopf hast, irgendein Thema, über das Du unbedingt irgendwann mal schreiben möchtest?

Nein, eigentlich nicht.

Gesetzt den Fall, ein Verlag verlangt von Dir, eine bestimmte Geschichte zu schreiben, aus einem Genre, das Dir gar nicht liegt … schlägst Du ein?

Das ist eine sehr hypothetische Frage. Das käme zum einen auf den Verlag an und darauf, welche Geschichte es werden soll. Man kann ja über vieles reden und auch Autoren bilden sich weiter und entwickeln sich. Aber im Moment kann ich mir das nicht vorstellen.

Stellst Du Deine Bücher auch als E-books ein?

Sie erscheinen zumindest auch als E-book.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg und gute, neue Ideen.

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