Zarah Nolan

Autoreninterview Zarah Nolan

30.1.2017

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Zarah Nolan interviewen zu dürfen.

Die Hamburgerin Sarah B. wurde an einem 10. Juni im Zeichen der Zwillinge geboren. Obwohl mit guten Schulnoten und Abitur in der Tasche, entschied sie sich für die Laufbahn der Flugbegleiterin. Wie ihr Sternzeichen der Luft zugeordnet ist, so fühlt auch sie sich in luftiger Höhe am wohlsten. Diesem Beruf ging sie nach, bis sie bei einem Kanadaaufenthalt ihren späteren Mann kennenlernte und nach Manitoba auswanderte. Doch nur drei Jahre später zog es sie ins heimische Hamburg zurück, wo sie heute mit ihrer Lebensgefährtin und Hund lebt. Den Job über den Wolken hat sie hinter sich gelassen, dafür jobbt sie in der Bar ihrer Freundin und schreibt.
Zum Schreiben ist die Autorin, die sich Zarah Nolan nennt, bei ihrem letzten Aufenthalt in New York gekommen. Die Stadt, die niemals schläft, ist ihr persönliches Highlight und sie fühlt sich dort fast wie zu Hause. Im Teeanageralter begann sie, sich für Bücher zu begeistern, fing an, ihre Gedanken aufzuschreiben und sagt, ansonsten wäre sie in der Zeit ihrer Ehe eingegangen. Einen Roman hatte sie nie geplant, doch in New York erwachte plötzlich Charly zum Leben, die Protagonistin ihres Debütromanes „Manhattan Love Dreams“. Der Roman wurde ein Erfolg und auf Anfragen vieler Leser, schrieb die Autorin eine kleine Fortsetzung, mit dem Titel „Manhattan Christmas Dreams“.
Auch in kommenden Romanen wird der Big Apple eine Rolle spielen, so etwa in der historischen Liebesgeschichte „Claire“. Aber auch die kurzzeitige Heimat Kanada wird in folgenden Büchern vorkommen.
Zarah Nolan schreibt zwar Liebesromane, jedoch nicht mit den üblichen Klischees. Ihr Motto, „Liebe kennt keine Grenzen und kein Geschlecht“, wird sich durch all ihre Romane ziehen.

Die Romane auf Amazon:

Manhattan Love Dreams

Manhattan Christmas Dreams

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Hallo Zarah, danke, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Darf ich zuerst fragen, ob Dein Name ein Pseudonym ist und ob Du direkt in NY begonnen hast, zu schreiben?

Jein. Ich heiße Sarah und Nolan hieß ich, als ich verheiratet war. Ich habe vorher schon kleine Gedichte gekritzelt, aber mit dem Schreiben habe ich tatsächlich damals im New York – Urlaub angefangen.

Also ist der Name doch ein Stück mit Dir verwurzelt.

Ja. Ich dachte einfach, ein englisch sprachiger Name passt besser, wenn man fast nur über Nordamerika schreibt. Auch wenn ich froh bin, den Namen los zu sein, haha.

Veröffentlichst Du über Verlag oder als Selfpublisher?

Bisher SP, aber mit meinem neuen Roman Verlag. Worüber ich mich sehr freue.

Darf ich fragen, welcher Verlag?

Telegonos. Der Verleger Heinz Rocholl hatte meine Leseproben hier auf FB gesehen und fand sie sehr interessant. Außerdem ist meine Lektorin dort auch Autorin – Vitamin B sozusagen.

‚In New York erwachte plötzlich Charly zum Leben, die Protagonistin ihres Debütromanes „Manhattan Love Dreams“‘
Wie kann ich mir das vorstellen? Klopfte sie eines Tages an die virtuelle Tür in Deinem Kopf und sagte „Hey, hier bin ich“ oder war es ein schleichender Prozess?

Mmh, gute Frage. Das kann man schon so sagen. Ich wollte schon länger eine Geschichte über New York schreiben, also lag es nahe, eine Person zu entwickeln, die einiges von mir hat. In Charly steckt eine Menge Persönliches von mir und ich wollte dann auch ihre Story schreiben.

Ich habe den Eindruck, dass Liebesromane immer noch das beliebteste Genre ist. Wie siehst Du das, Zarah?

Für mich auf jeden Fall. Ich lese sie und las sie schon immer gerne. Aber ich schreibe nicht ganz so klassische Romanzen. MLD beginnt mit der Scheidung der Protagonisten. Es geht also nicht um das Liebe finden, sondern eher darum, sein Leben alleine auf die Reihe zu bekommen. Mein nächster Roman wird eine lesbische Romanze, die im New York der 20ziger Jahre spielt.

Also fern von Klischees?

Ja. Ich mag kein Schubladendenken.

Würdest Du auch in einem anderen Genre schreiben? Oder hast Du schon?

Gemacht noch nicht, aber reizen würde es mich schon. Evtl. was mit Mystik.

Mystik inwiefern?

In Richtung Engel oder alte Götter. Das kam wohl durch meinen Urlaub in Ägypten, der hat mich sehr inspiriert und ich hatte direkt eine neue Geschichte im Kopf, die so ein bisschen in Richtung Zeitreise geht.

Welches Genre würdest Du nie schreiben?

Horror und richtig fiese Thriller.

Gibt es Autoren, die Dich inspirieren?

Ja. Ich habe damals alle Bücher von Victoria Hold, Barbara Wood, Jude Deveraux gelesen (die richtigen Schnulzen also). Ich mag die Verbindung von Romantik und Historie. Durch meine eigene Schreiberei habe ich aber so viele neue Autoren kennengelernt und es sind etliche dabei, die mich inspirieren.

Womit inspirieren sie Dich?

Einfach damit, dass sie in meinem Kopf Bilder erzeugen, mich auf eine Reise schicken und dort „gefangen“ halten. Gerade bei B. Wood bewundere ich, dass sie in die jeweiligen Länder reist und genauestens recherchiert. Bei ihr ist die Historie und die Umgebung korrekt dargestellt. Das finde ich toll.

Wie steht Deine Familie zu Dir. Unterstützt sie Dich und wie gefällt ihr das, was Du schreibst?

Meine Partnerin und mein Bruder schon, meine Eltern weniger.

Ist Deine Partnerin auch zugleich Deine größte Kritikerin?

Das ist eher mein Bruder und meine Schwägerin. Die beiden lesen sehr viel und geben mit immer Feedback. Meiner Freundin sind meine Bücher zu schnulzig, lach. Sie ist eher von der Thrillerfraktion. Aber ich habe auch wunderbare Testleserinnen hier gefunden, sodass ich eigentlich von allen Seiten bestens betreut bin.

Ist eine weitere Reise nach NY geplant für evtl. weitere kreative Plots und Inspirationen?

Die sind immer geplant. Ob dieses Jahr, weiß ich noch nicht, aber ich fliege auf jeden Fall wieder hin.

Tauchst Du während des Schreibens mental total in Deine eigene Welt ab oder schwingt vielleicht Musik aus den 1920ern in New York im Hintergrund mit?

Ohja! Während ich an Claire schreibe, läuft nur alte Musik. Bei MLD habe ich stundenlang Frank Sinatra und Alicia Keys gehört. Ich bin dann immer total in meiner eigenen Welt.

Beim Lesen von Manhattan… hatte ich manchmal das Gefühl, da wirklich mitten drin zu sein. Wie schaffst Du das, diese authentische Atmosphäre zu schaffen?

Ich denke, wenn man eine Umgebung sehr gut kennt, erschafft man von ganz alleine ein Bild, in das sich andere reinversetzen können. Ich fände es schwierig über etwas zu schreiben, von dem ich keine Ahnung habe.

Wie schreibst Du? Am Computer und keiner darf Dich stören. Oder aber mit einer bestimmten Musik, die Dich in die jeweilige Stimmung bringt?

Auf jeden Fall am PC und meist mit der Musik, die gerade zum Thema passt. Wie ich schon weiter oben schrieb, derzeit höre ich fast nur Musik aus den 20-30 Jahren, weil mein neuer Roman in dieser Zeit angesiedelt ist. Ruhe ist relativ. Ich kann auch ganz gut abschalten, wenn jemand um mich herumwuselt.

Darf ich fragen, wie Du Dein Buch als SPler an Frau und Mann gebracht hast?

Eigentlich nur durch Werbung auf FB. Ich habe mich in diversen Gruppen angemeldet, ein Leserunde gestartet und auch ein Wanderbuch herausgegeben. Bei meinem nächsten Roman werde ich aber mal sehen, was es noch für Werbemöglichkeiten gibt.

Bist Du mit der Resonanz zufrieden oder sind Deine Erwartungen sogar übertroffen worden?

Ich bin zufrieden. Am Anfang lief der Roman sehr gut, sogar so gut, dass sich viele Leser eine Fortsetzung wünschten. Die habe ich dann in Form einer Novelle zu Weihnachten veröffentlicht. Aber ich habe auch Kritiken bekommen, die mir aber helfen, es beim nächsten Roman besser zu machen.

Konstruktive Kritik kann auch seinen Charme haben.

Ja, auf jeden Fall. Die Leser hatten ja auch recht, deswegen kam die Novelle direkt im Anschluss. Sie wollten eben doch noch das perfekte Happy End.

Du hast in Deinen ersten Schreib-Jahren auch Gedichte verfasst? Gibt es heute noch diese gewissen Momente für Lyrik?

Ich hatte letztes Jahr zwei Gedichte für den Lyrik Wettbewerb vom Autoren Netzwerk geschrieben, aber eigentlich schreibe ich derzeit keine Gedichte mehr. Dort gab es so viele schöne Gedichte, da habe ich meine Lyrikkarriere mal besser an den Nagel gehängt.

Unsere traditionelle Standardfrage: Du musst ins Packeis – wahlweise die Wüste – Drei Dinge, keine Menschen, die Du mitnimmst.

Ich geh auf jeden Fall in die Wüste, ich hasse Kälte. Block und Stift, Sonnencreme und eine Flasche Wein. Den gönne ich mir immer, wenn ich mit dem Schreiben fertig bin, warum also in der Wüste darauf verzichten?

Und noch eine: Eine gute Fee will Dir drei Wünsche erfüllen.

Ein Haus am Strand, welches ich natürlich mit meinen Büchern finanziere. Weitere Wünsche habe ich eigentlich gar nicht, ich bin rundherum glücklich.

Wie lange brauchst Du vom Plot zur Veröffentlichung?

Oh, ich brauche immer lange. Bei MLD war es fast ein Jahr. An Claire sitze ich auch schon wieder ein halbes Jahr, weil ich viel über die damalige Zeit lese. Das dauert alles seine Zeit.

Ich bedanke mich für die Zeit und das interessante Interview, Zarah Nolan. Weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern und alles Gute.

 

 

 

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