Toni Robinia

Autoreninterview Toni Robinia (Mike Chick)

20.3.2017

 

Das Autoren_Netzwerk freut sich, den Autoren Mike Chick zum Interview begrüßen zu dürfen.

Antonio Marcello Robinia
o geboren am 26.02.1989 in Mosbach (Baden)
o 2008 Abschluss Gymnasium (Fachhochschulreife)
o 2013 Maler / Lackierer (Abschluss als Geselle)
o Seit Oktober 2013 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (Malerei / Grafik bei Prof. Erwin Gross); lebt in Malsch, Region Karlsruhe

Veröffentlichungen:
o September 2015 »Die Gameshow – Defeat Your Enemy« (selbfpublishing – ebook auf amazon.de) unter Pseudonym Mike Chick
o 2015: Drei Kurzgeschichten auf wortkrieger.de (»Hilfe holen«, »Das Loch in der Decke« & »Die Fabrik Hausner«)
o Dezember 2016 Neuveröffentlichung nach Überarbeitung »Die Gameshow – Defeat Your Enemy« beim Hybrid Verlag
o Derzeit liegt ein neues Manuskript zur Prüfung beim Hybrid Verlag vor.

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Hallo, Mike Chick, danke, dass wir Dich interviewen dürfen. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich kam in meiner Jugend dazu. Wie vermutlich viele Jugendliche schrieb ich zuerst Gedichte. Dann, wesentlich später in meiner Ausbildung zum Maler und Lackierer, kam dieser drängende Wunsch, unbedingt mal eine richtige Geschichte zu schreiben.

Ist Dein neues Buch auch im Thriller Bereich angesiedelt?

Ja. ‚Die Gameshow‘ ist zwar auch Soft-Sci-Fi, aber der Inhalt bezieht sich eher auf einen Thriller.

Vielleicht möchtest Du erst einmal etwas zu Deinem ersten Buch erzählen? Ich muss gestehen, die Kurzzusammenfassung und Amazon waren mir etwas zu kurz.

‚Die Gameshow – Defeat Your Enemy‘ handelt von einem Normalo namens Matthew Stevenson, der in einem Baumarkt arbeitet und von einer Lebenssituation in die nächste gerissen wird, ohne wirklich etwas daran beeinflussen zu können. Er wird zu einem Kriminellen, der einem Gangsterboss hörig ist. Die Beziehung zu seiner Familie wird dadurch immer mehr gebrochen und er hat die Angst, seine Frau und Tochter völlig zu verlieren. Die Gameshow ‚Defeat Your Enemy‘ wird zu seinem größten Verhängnis, allerdings auch zum Wendepunkt der Geschichte.

Dein Buch erinnert mich ein wenig an den Stil von Stephen King und an den Film ‚The Game‘. Bist du King und Film Fan?

Ja, ich bin ein King Fan, das gestehe ich ehrlich. ‚The Game‘ habe ich zwar im Regal stehen, habe es allerdings noch nicht gelesen.

Hast Du Deinen Verlag auf Anhieb gefunden oder gab es bei Dir auch Gedanken Richtung Selfpublishing? War für Dich von vorne herein klar, dass Du über einen Verlag veröffentlichen möchtest?

Ich hatte ‚Die Gameshow‘ bereits selbst ins Netz gestellt, begab mich aber dann doch wieder auf die Suche nach einem Verlag und hatte, wie man sieht, Erfolg. Das wollte ich schon immer. Das war mein erstes GROSSES Ziel.

Du bist Autor beim Hybrid Verlag, wie bist Du auf den Verlag aufmerksam geworden?

Ehrlich gesagt über Facebook. Und hier im Autoren_Netzwerk. Ich postete die Frage, welcher Verlag sich denn explizit auf das Genre von ‚Die Gameshow‘ spezialisiert hat, und bekam eine Antwort vom Hybrid Verlag selbst.

Was sagt Dein persönliches Umfeld so zum Genre? Lesen sie es oder eher nicht? Und bekommst Du von ihnen auch Unterstützung in Form von Zeit fürs Schreiben und Verständnis, dass Du Dir diese Zeit nimmst bzw. nehmen musst?

Glücklicherweise bekomme ich Verständnis dafür. Allerdings liest nicht jeder in meinem Umfeld Thriller oder überhaupt.

Wie gehst Du einen Roman an? Plottest Du?

Nein, ich plotte nicht. Ich habe eine Grundidee und wenn diese Idee länger anhaftet, dann nutze ich sie. Wie ein Sieb. Die großen Stücke bleiben.
Ich mache mir manchmal kurze Listen, um wieder zu wissen, wo mein Protagonist genau in der Geschichte steht und welche Umstände ihn beeinflussen, aber diese Notizen zeigen nur den aktuellen Standpunkt und nicht die Zukunft meines Protas.

Du musst ins Packeis oder in die Wüste. Drei Dinge darfst Du mitnehmen, keine Menschen. Was packst Du ein?

Ein Gefäß mit Wasser, ein scharfes, nicht zu kleines Messer und ein starkes Seil.

Wie lange spukte die Idee zum ersten Roman in Deinem Kopf, bis sie dann aufgeschrieben wurde?

Nicht besonders lange. Ich suche immer nach zwei ungleichen Komponenten und fand sie glücklicherweise binnen eines Tages – ansonsten dauert es länger, vor allem dann, wenn ich gerade am Schreiben einer anderen Geschichte bin.

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Geschichten?

Aus dem Alltag. Bei ‚Die Gameshow‘ kam die Idee aus einer Diskussion mit Freunden und ‚Schlag den Raab‘ im Fernsehen.

Als Verlagsautor beobachtet man sicher auch die Bewegung der Selfpublisher. Viele Selfpublisher sind meist erfolgreicher als Autoren kleiner Verlage. Wie empfindest Du das Selfpublishing und glaubst Du, dass es dadurch Verlagsautoren schwerer haben, als noch vor ein paar Jahren, als es das Selfpublishing noch nicht gab?

Das glaube ich tatsächlich, aber ich habe absolut nichts dagegen. Für mich war es wichtig, einen Verlag zu finden, der mir überhaupt erst einmal bestätigt, dass meine Geschichten Hand und Fuß haben. Zur Selbstbestätigung brauchte ich das. Außerdem lerne ich durch den Verlag sehr viel.

Macht Dein Verlag für Dich Werbung? Machst Du selbst auch Werbung für Dich? Wenn ja, wie sieht Dein Marketing aus?

Sowohl als auch. Ich arbeite jedoch viel allein. Auch Verwandte arbeiten mit mir zusammen an der Vermarktung.
Ich besuche Buchläden und frage beispielsweise, ob diese meinen Roman präsentieren möchten, mache Lesungen oder Internetpromo. Ich bin mir da für wenig zu schade.

Kleiner Tipp am Rande. Falls Du es noch nicht getan hast, ruf einmal die Lokalzeitungen in Deiner Umgebung an. Die sind meist dankbar über Nachrichten zu Autoren aus der Umgebung.

Danke, das ist in Vorbereitung. Der Verlag übernimmt da die Hauptarbeit.

Ist das richtig, es soll jetzt eine Neuauflage geben? Und wenn ja, warum?

Ja, die gibt es bald. Weil ich ein paar kleinere Fehler fand, die weder der Verlag noch ich so stehen lassen wollten, als das Buch bereits erschienen war.

Wenn man Deine Antworten liest, scheinst Du einen guten Verlag erwischt zu haben. Oder täuscht das?

Ich bin sehr glücklich beim Hybrid Verlag, ehrlich. Zwar habe ich keine Erfahrungen mit anderen Verlagen, aber hier werde ich wirklich gut behandelt. Es ist dort sehr familiär.

Was brauchst Du unbedingt zum Schreiben? Hast Du bestimmte Rituale?

Tabak, Schwarztee/Kaffee und ich muss ungestört arbeiten können, also am besten alleine.

Hast Du feste Schreibzeiten? Oder machst Du das dann, wenn Dich die Inspiration überfällt?

Abhängig davon, ob ich die Zeit dazu habe. Am liebsten regelmäßig morgens, nicht unter fünf Stunden.

Und was machst Du, wenn Du quasi vor dem leeren Blatt Papier sitzt, weißt, Du möchtest eigentlich die fünf Stunden voll machen, aber Dir fällt partout nichts ein?

Das passiert so gut wie nie, aber wenn, dann spiele ich eine Runde Gitarre.

Hast Du einen Lieblingsort zum Schreiben? Oder noch besser, eine Lieblingszeit?

Früher schrieb ich am liebsten nachts. Heute, durch die Familie bedingt, eher auch morgens, wenn ich alleine bin. Am liebsten in der Nähe unserer Kaffeemaschine.

Hörst Du Musik beim Schreiben? Wenn ja welche?

Keine. Ich brauche absolute Stille, um sowohl Prologe als auch Monologe wahrhaftig in meinem Kopf zu hören.

Liest Du auch am liebsten in den Genres, in denen Du schreibst? Oder eher in anderen?

Ich lese hauptsächlich dieses Genre, also Thriller, Horror oder Psychothriller – mich fasziniert das Dunkle im Menschen.

Welches Genre käme für Dich als Inhalt Deiner Bücher nicht in Frage? Gibt es da was? Hast Du für die Zukunft auch mal ein anderes Thema geplant?

Ich plane das nicht wirklich und es gibt nichts, das nicht in Frage kommt. Aber ich schreibe momentan am liebsten düstere Geschichten. Dramen finde ich auch sehr interessant, aber ich habe mich darin bislang nur in Kurzgeschichten ausprobiert. Ob ich die Begabung für eine Komödie habe, weiß ich nicht.

Gibt es Autoren, die Dich beeinflusst haben/beeinflussen? Lieblingsautoren?

Ja, sicherlich. Eigentlich beeinflusst einen, meiner Meinung nach, jedes Buch, das man liest und spannend findet. Aber Autoren gibt es da einige: Stephen King, Justin Cronin, Wulf Dorn, Guillermo del Torro, Chuck Hogan uvm. Ed Poe, und HP Lovecraft nicht zu vergessen.

Wie sieht es aus mit Lesungen?

Habe ich erst eine gegeben, werde aber noch mehr halten, wenn sich die Möglichkeit dazu anbietet.

Du hast geschrieben, dass Du Malerei und Grafik studiert hast. Bist Du auch in diesem Bereich tätig oder lebst Du bereits vom Schreiben?

Ich bin nach wie vor Kunststudent. Lebe hauptsächlich von der Wandmalerei und Wandgestaltung, leider noch nicht vom Schreiben, übe es jedoch täglich aus.

Bist Du auf der Leipziger Buchmesse? Wenn ja, wo kann man Dich treffen? Wo trifft man dich dieses Jahr noch an? Gibt es da konkreter Pläne?

Leider nein. Leipzig ist zu weit. Aber auf der Kreativvitti in Pirmasens am 5.4 und 6.4.17, ansonsten sind keine genauen Daten vorhanden. Aber vieles ist in Planung.

Was macht der Autor privat? Hast Du Hobbies?

Meine Hobbies sind meine Arbeit. Ich liebe es zu malen und zu schreiben. Außerdem verbringe ich liebend gerne Zeit mit meiner Tochter.

Warum gibt es kein eBook von Deinem Buch?

Das kommt raus, sobald die Zweitauflage steht.

Wer sollte Matthew in der Verfilmung spielen – wer Hell?

Gute Frage. Matthew kann ich nicht genau sagen, aber als Hell hätte ich gerne Johnny Depp. Ihn fände ich wundervoll.

Eine gute Fee erfüllt Dir drei Wünsche …

Der Tag sollte 48 Stunden haben. Keine Müdigkeit & mehr Sex^^ – Quatsch, ich bräuchte mehr Zeit, um darüber nachzudenken.

Welches ist Dein größter Wunsch? Bestsellerautor zählt nicht, das wollen wir schon werden.

Ich würde gerne einfach nur von meinen ‚Hobbies‘ angemessen leben können, ohne mein Konto im Auge behalten zu müssen.

Hast Du irgendwelche Laster? Damit meine ich jetzt nicht Fahrzeuge.

Das Rauchen.

Und wie findest Du Deine Leser? Oder wo?

In jedem verfluchten Einkaufsladen, leider, sonst hätte ich evtl. schon damit aufgehört.

Du sagst Einkaufsladen … wie muss ich mir das vorstellen? Gehst Du mit Deinem Buch zu Rewe oder wie?

Nein, wobei das auch mal der Fall war. In Buchhandlungen, meinte ich.

Wie gehst Du mit Kritik um?

Ich liebe Kritik inzwischen. Nur so bewegt man sich von der Stelle. Deshalb bin ich auch über jede Bewertung meiner Geschichten froh, die von unvoreingenommenen Lesern stammen. Egal ob gut oder schlecht.

Was tust Du bei einer negativen Rezension? In der Wanne untertauchen?

Nein. Einmal durchlesen, und nachdem ich etwas Zeit verstreichen lasse, nochmal, um mir die Aspekte rauszupicken, die ich eventuell verbessern kann.

Wenn ein angehender Autor auf Dich zukommt und Dich um einen Tipp bittet: Welchen Rat würdest Du ihm geben?

Viel lesen, viel schreiben!!! Anders schreibt man keine guten Geschichten.

Käme es für Dich in Frage, in Kooperation mit einem anderen Autor zu schreiben?

Da ich das noch nicht probiert habe, weiß ich es nicht, aber ich würde es gerne einmal versuchen.

Bist Du ‚Autodidakt‘ oder hast Du Dich weitergebildet, schreibtechnisch? Ratgeber, Schreibschule etc.

Ich bin wohl ein Autodidakt. Mein Wissen stammt aus Büchern. Weniger aus Ratgebern. Diese schaue ich mir nur dann an, wenn es darum geht, ein Exposé zu schreiben.

Wandmalerei, Wandgestaltung, Familie, Schreiben? Wann schläfst Du? Sagt Deine Frau schon – hallo Fremder? Und wann machst Du Urlaub?

Urlaub ist für mich die Welt, in der ich schreibe, ehrlich. Irgendwie geht das. Noch werde ich nicht böse angeguckt, wenn ich nach Hause komme^^.

Jemand bietet Dir an, Deinen nächsten Roman in einem Haus in Südfrankreich zu schreiben … es ist aber nur Platz für Dich, Deine Familie könnte nicht mit … würdest Du das Angebot annehmen?

Da ich in aller Ruhe zwischen zehn und zwölf Seiten pro Tag schreibe, würde ich das Angebot annehmen. Ein paar Wochen in aller Ruhe würden mir sicherlich gut tun. Aber nur solange ich Skype hätte.

Was war das schlimmste Ereignis bisher in Deiner Autorenlaufbahn? Festplatte mit dem Manuskript drauf vernichtet, PC-Absturz ohne Sicherung …

Gott sei Dank nichts dergleichen, da ich immer wieder regelmäßig absichere.

Wie sieht Deine Planung für die Zukunft aus? Hast Du ein Ziel, wo Du in fünf Jahren sein möchtest?

Natürlich am liebsten auf der Bestsellerliste. Und in den großen Museen der Welt ausgestellt. Ernsthaft, das ist der Plan, einen Plan B gibt es nicht^^.

Hattest Du als Autor schon einmal einen richtig peinlichen Moment?

Als Autor noch nicht, außer dass ich in die falsche Kommentarleiste bei diesem Interview schrieb.

Welche Frage wurde hier zu Deinem Glück nicht gestellt?

Nach meinen sexuellen Vorlieben^^.

Was für ein Buch würdest Du niemals schreiben?

Ein Essay über das Universum ^^.

Lieber Mike, vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Dir viel Erfolg als Autor, und dass Du den Bestsellerplan umsetzen kannst. Ansonsten alles Gute und alles was Du Dir selber wünschst.

 

 

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