Sabrina Stöger

Autoreninterview – Sabrina Stöger

Das Autoren_Netzwerk freut sich, die Autorin Sabrina Stöger interviewen zu dürfen.

Ich bin. Aber…

Wo fange ich an? So beginnen viele meiner Geschichten und meine wohl auch. Leider klärt das immer noch nicht die Frage, wo genau ich anfange oder wann. Die Eckdaten sind schnell genannt und werden niemanden interessieren. Auch dass ich die Schule überlebt habe, wie die meisten. Nein. Das ist der falsche Ansatz und einfach langweilig.
Ich fange einfach vorne an, noch vor meiner Einschulung, noch vor meinen ersten Schritten und dem quietschenden Lachen. Noch vor dem ersten hellen Licht und vor der ersten Bewegung im Uterus. Weit, weit, weiter. Da wo ich noch mit den Mücken flog, während sich Schwarz und Weiß endlich verbündeten. Ein tanzendes Staubkörnchen im herein fallenden Sonnenlicht, durch die bunt schillernden Fenster der ersten Kirchen. Nicht mehr als der Glanz, auf goldenen Kronen. Ein ausgeatmeter Hauch, sichtbar in der Kälte der Eiszeit. Ein Sandkorn, in den Gezeiten des Urmeers. Eine erste, zu erahnende Regung, nach dem großen Knall. Das Dröhnen des Meteors im endlosen….
Halt Stop. Das ist zu weit. Wir fangen einfach mit meiner Geburt an. Und diese war spektakulär, fast so laut wie der große Knall, fast so hell und mindestens – Gut, das ist eine Lüge. Eigentlich war meine Geburt nicht grell, aber für mich war sie das. Denn das erste Mal Licht zu sehen ist schon gewöhnungsbedürftig. Und jetzt zu behaupten, dass ich mich daran erinnern könnte, ist auch eine Lüge. Aber wenn irgendjemand morgens das Licht anschaltet, dieses Gefühl wird wohl sehr nahe dran kommen. Meine Geburt war voller Komplikationen, beinahe Todesfällen, hohen Temperaturen und viel Geschrei, aller Seiten. Dann war ich da und natürlich von Anfang an einfach toll. Und irgendwann hat Sabrina einige Dinge für sich entdeckt, die noch toller waren als alles in den Mund zu stopfen, laut brabbelnd der Welt die eigene Existenz zu verkünden oder der Katze am Schwanz zu ziehen. Geschichten.

So und hier endet die Kapazität einer Kurzbio. Aber wir sind doch erst am Anfang angekommen. Was ist wichtiger als der Anfang? Das Ende, aber noch habe ich keine Lust in den Sarg zu fallen. Noch gibt es da viel mehr und gab es schon immer. All die Theaterstücke, welche ich inszenierte, Gute Nacht Geschichten erzählte, auf dem Heimweg von der Schule die Kreaturen und Monster im Wald für alle greifbar machte oder Universen in winzige, uralte Notizbücher neben Herbstblätter presste. Es gibt einen wichtigen Fakt zu mir, vielleicht zwei: Ich bin äußerst sarkastisch und ich erzähle Geschichten. Egal in welcher Form, in welchem Gewand und mit welcher Farbe. Tragisch und lustig, laut und leise, kurz und lang. Voll fantastischer Figuren oder so nahe an der Realität, dass sie einem die Luftzufuhr abdrücken. Und ich liebe es.

„Dann schlug der Meteor ein und alle starben.“
Ende.

Facebook

Blog

Hallo, Sabrina Stöger, danke, dass wir Dich interviewen dürfen. Wenn ich deine Bio lese, hört sich das an, als wenn du Kurzgeschichten schreibst?

Die eher zu Romanen ausarten. Ja

Hast du selbst veröffentlicht oder über einen Verlag?

Ich habe bisher über einen Verlag veröffentlicht. Mein Erstlingswerk damals, das nun eine Neuauflage bekommt.

Was schreibst du?

Ich schreibe Romane, meistens. Und es sind oft düstere Geschichten. Manche an Märchen angelehnt, manche real, oft aber übergehend zwischen Realität und Fantasie/Wahnsinn. Und trotz des düsteren Charakters und der Stimmung (manchmal auch Endzeitstimmung) ist es durch die Hauptcharaktere humoristisch. Was ich auch sehr wichtig finde.

Also im Grunde ein Mixgenre?

Nicht unbedingt. Eines ist eine Dystopie. Ein anderes SciFi. Happy End Therapie ein Drama und manches komplett Fantasie. Vom Stil und der Stimmung, sowie der Verknüpfung von Realität und Fantasie geht es beim Stilmix in die Richtung von Guillermo del Toro.

In welchen Genres schreibst du?

Leider kann und werde ich mich wohl nie auf ein Genre festlegen können. Die kleinen Schwachen, die irgendwann stark werden oder allgemein Überlebenskünstler sind. Denn bei mir ist tatsächlich immer erst die Geschichte da und dann das Genre. Dass ich dabei auch einmal eine Belletristik schreibe ist genauso möglich, wie SciFi.

Wie lange schreibst du bereits?

Ich schreibe, seit ich schreiben kann. Eigentlich wäre wohl die Frage besser, seit wann ich Geschichten erzähle. Denn das Schreiben ist für mich ein schönes Mittel zum Zweck. Ich habe noch ein sehr altes, japanisches Notizbuch daheim. Es ist ziemlich wertvoll gebunden und das habe ich irgendwann einmal von meiner Urgroßmutter bekommen. Eine Art Tagebuch, zur Einschulung. Nur dass ich darin nie über mich geschrieben habe, sondern einfach ein ganzer Roman auf all diesen Seiten steht. Manches kann man nicht richtig lesen, einiges ist völlig falsch geschrieben. Aber so fantastisch wie diese Geschichte wird wohl nie wieder eine werden, die ich niederschreibe. Davor habe ich alles mündlich erzählt. Seit ich mich erinnern kann.

Würdest du das gerne irgendwann veröffentlichen?

Ja. Aber wahrscheinlich ist es auch das letzte Buch, das ich jemals veröffentlichen werde. Es ist eine so große Welt, dass ich dafür wirklich, wirklich lang brauchen werde.

Du hast bereits veröffentlicht? Was genau?

Ja, ich habe bereits veröffentlicht. Ich schreibe ich auch manchmal Kurzgeschichten. Meine ersten Veröffentlichungen waren in Schulzeitungen, normalen Zeitschriften und ähnlichem. Ich bin nur leider kein Mensch, der solche Sachen aufbewahrt, weswegen ich mich im Nachhinein ärgere. Außerdem war das noch zu Zeiten, als die meisten Zeitungen nur offline verfügbar waren.
Mein Erstlingswerk habe ich vor einigen Jahren veröffentlicht. Damals war ich knapp 16 Jahre alt und habe das Buch von 14- 15 geschrieben. Eben dieses setze ich nun neu auf.

Es ist eine Belletristik, was lustig ist, da ich selbst selten in diesem Genre lese. Alive till the End hieß es und bekommt nun ein neues Gewand und Titel: Happy End Therapy.
Darin geht es um eine junge Frau, welche durch Ignoranz, Verdrängung und Sarkasmus Kindheitstraumata verdrängt, sich versucht ein neues Leben aufzubauen, bis das ganze Lügengebilde irgendwann in sich zusammen fällt.

Da muss ich nachfragen – zur Belletristik werden im Buchhandel die verschiedenen Formen der Unterhaltungsliteratur gezählt wie beispielsweise die literarischen Genres Roman und Erzählung. Belletristik selbst ist kein Genre.

Es ist am ehesten noch ein komödiantisches Drama.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das Schreiben ist für mich ein Mittel zum Zweck. Es macht Spaß, keine Frage und ich lese auch sehr gerne. Die Freiheit der eigenen Vorstellungskraft ist es, die mich beim Schreiben/Lesen so faszinierd. Auch dass man mehr und eine andere Art der Intimität und Faszination aufbauen kann, als im Film zum Beispiel. Ich liebe es mit Worten zu spielen und habe mir vorgenommen, dass ich irgendwann so gut spreche, wie ich schreibe.

Was sagt dein Umfeld dazu, dass du schreibst? Erhältst du Unterstützung oder wirst du belächelt?

Beides. Als Schülerin wurde ich ausgelacht, teilweise dafür gemobbt. Schreiben ist kein Hobbie und wird wenig anerkannt. Auch heute wird man von manchem belächelt. Da ich aber gelernte Mediendesignerin bin und schreiben kann, wird es plötzlich immer mehr ein Thema. Texter werden immer gesucht und vor allem Menschen, die auch noch einen Roman vorzeigen können und sich in dem Business auskennen. Es kommt auf die Gruppe an, mit der man unterwegs ist. Die einen schätzen es sehr, einige ältere Semester belächeln es müde.

Du sagst, deine Romane handeln in einer „düsteren Stimmung“. Wie kommst du auf die Handlung dafür? Brauchst du da einen Input von außen, um auf ein neues Thema für ein Buch zu kommen, oder ist das reine spontane Eingabe bei dir?

Ok dafür muss ich weiter ausholen. Ich mochte schon immer viel lieber Pinoccio, Alice oder den kleinen Wassermann, als die etwas fröhlicheren Märchen. Je düsterer, desto besser. Gleichzeitig empfand ich es schon immer als zu surreal, dass immerzu die Prinzessin nur auf den Prinz wartet, statt einmal selbst aus dem dämlichen Turm zu klettern und dass da nicht immer alles Happily Ever After ist.

Auf die Ideen komme ich vor dem Einschlafen. Es gibt ja drei Einschlaftypen. Offiziell, nach Wissenschaft.

Die, die sofort einschlafen (äußerst wenige, beneidenswerte Exemplare). Die, die über die Zukunft nachdenken. Und die, die über die Vergangenheit nachdenken.

Ich gehöre selten zu einer dieser Gruppe. Denn ich erzähle mir Geschichten. Das klingt etwas dumm und vielleicht ist es das auch. Aber statt mir über mögliche zukünftige oder vergangene Lebensabschnitte den Kopf zu zerbrechen, schweife ich in Welten ab. Und da entstehen Geschichten, von denen ich mir manche öfter wieder ins Gedächtnis rufe und andere weniger oft. Es entstehen Charaktere, ein möglicher Anfang, ein Ende und wenn mir das gefällt oder es mich rührt, gebe ich dem Ganzen eine Chance. Manchmal stehe/sitze ich aber auch einfach da, oft in der Uni und aufeinmal ist da ein Gedanke, eine Lösung für ein Problem, welches ich bis dato mit einer Idee hatte und wenn dieses mich packt, muss ich schreiben. Und dann ist da die Geschichte und sie erzählt sich.

Tolle Antwort, danke!  Wie schaffst du es bloß, dir die Geschichte vor dem Einschlafen zu merken? Bei mir wär das alles gleich am nächsten Morgen weg. Was machst du, wenn du eine Idee hast, aber nichts zu Schreiben dabei hast, oder Schreiben grad gar nicht geht?

Das ist eine gute Frage. Ich schlafe da meist ja noch nicht. Bin in diesem langsam dahin dämmernden Zustand.
Und wenn eine Idee, eine Szene oder eine Welt besonders interessant war, dann erforsche ich sie gerne immer und immer wieder.
Wenn mir eine Idee unterwegs kommt, dann versuche ich mir Stichpunkte zu machen. Entweder ich schreibe es schnell in mein Handy, auf einen Zettel und notfalls auf die Hand, aber dazu muss es dann wirklich überzeugen. Und dann kommt es darauf an, ob sich das alles weiter spinnen lässt, ob es in sich logisch funktioniert, diese neue Welt oder ob sie einfach durchfällt.

Wie entspannst du?

Ich bin ein Workaholic. Das gebe ich ganz offen zu. Schreiben entspannt mich tatsächlich. Es lenkt mich ab. Oder Sport. Oder einen guten Film ansehen. Manchmal ist es auch völlige Ruhe, aber das kommt eher selten vor. Mich entspannt es auch in einem Café oder inmitten des Trubels zu sitzen und einfach nur Menschen und das Chaos zu beobachten. Oder Strandurlaub.

Betrachtest du das Schreiben als Hobby oder als Profession? Schreibst du, weil du nicht anders kannst, weil du musst?

Eher Profession. Ich muss schreiben, sonst platzt mein Kopf. Es juckt mir in den Fingern, es flüstert unter den Dielen und es kratzt an mir. Manchmal ist es für mich selbst so spannend, dass ich gar nicht mehr aufhören kann.

Ich habe auf deinem Profil entdeckt, dass du mehrsprachig bist. In welcher Sprache „denkst“ du deine Bücher und hast du auch schon in anderen Sprachen veröffentlicht?

Ich denke irgendwie meist in der Sprache, in welcher die Geschichte spielt…

Das ist ganz eigenartig. Und wenn ich eine neue Rasse entwickle, dann fange ich an mir die Sprache auszudenken. Eine Grammatik, ob es weich oder hart klingt, wie man es ausspricht.  Ich schreibe hauptsächlich deutsch, da die anderen Sprachen nicht so flüssig kommen und sich einige Fehler einschleichen. Mag das Deutsche auch am liebsten zum Schreiben.

Du musst ins Packeisoder in die Wüste. Nenne drei Dinge, keine Menschen, die du mitnimmst.

Schnaps. Leichte Plastikplane um Wasser aufzufangen/destilieren. Eispickel

Hattest du schon Lesungen? Würdest du gern lesen? Wie sind deine Erfahrungen?

Bisher habe ich noch keine größeren Lesungen gehalten. Die folgen demnächst und ich bin irre nervös. Da ich mit dem dualen Studium voll beschäftigt war, wurde das Schreiben irgendwann in den Hintergrund gerückt.

Was beinhaltet deine Arbeit als Mediengestalterin?

Ich bin mittlerweile eher in der Projektleitung/Texter. Profession ist Layouter und Film. Bedeutet,  ich entwerfe Printkampagnen – Buchcover, Flyer, Logos, Visitenkarten usw. Werbespots, Imagespots.

Thema Werbung – Wie gehst du sie an?

Da verweise ich auf meinen Blog. Denn ich habe schon einige Werbekampagnen gemacht und ich sollte ja auch wissen wie das geht, Aber für einen selbst – das ist irgendwie immer echt schwierig. Zuerst heißt es mal, finde dich selbst, was macht dich aus, was willst du tun und dann finde Plattformen.
Auf meinem Blog schreibe ich meine Erfahrungen genau dazu. Wo habe ich angefangen, welche Gruppen/Plattformen funktionieren, was ist empfehlenswert, was nicht. Manche Autoren investieren wirklich viel Geld in einen Imagespot zum Buch, welche wie ich finde meist leider nicht sonderlich gelungen sind und andere haben Comic Sans als Schrift. Da muss man sich einerseits ein inhaltliches Konzept machen, andererseits auch ein grafisches und beides muss Hand in Hand gehen. Wenn das steht, kommen die Werbeplattformen hinzu. Ich würde auch nie Kinowerbung ausschließen. Wenn ich denn eine gute Idee dazu habe.

Bist du kritikfähig? Wie gehst du mit negativem Feedback um?

Ich lasse jedem seine Meinung. Manchmal diskutiere ich, da ich  auch versuche nachzuvollziehen, was genau gemeint ist. Ob ich vielleicht etwas falsch verstanden habe oder es einfach nur für mich unzureichend formuliert war, um etwas damit anzufangen. Ebenfalls frage ich gerne nach, um herauszufinden, ob etwas wirklich Kritik oder bloße Beleidigung ist.

Über jede Kritik bin ich froh. Auch wenn ich natürlich nicht immer alles umsetze oder nicht jeden Geschmack treffen kann, so weiß ich dadurch immerhin, welches Publikum angesprochen wird oder wie viele überhaupt. Ebenfalls ist es sehr hilfreich, solange es konstruktiv ist. Die Leute in meinem Umfeld und ich selbst sind sehr kritisch. Es ist jedes Mal wie ein Schlag in die Magengegend, wenn ein paar Freunde etwas zu kritisieren haben, aber es hilft.

Wenn die besagte Gute Fee erscheinen würde und dir drei Wünsche erfüllen will – Welche wären das? Bestseller Autor zählt nicht, das wollen wir alle werden.

Rockstar? Ist das erlaubt?

Drei Dinge … ich glaube mein einziger Wunsch wäre:

Wenn man ein Gleichgewicht schaffen könnte, in welchem Individualität immer noch erlaubt ist, freie Meinungsäußerung, keine absolute Harmonie, aber auch Gewalt und Korruption nicht vorhanden sind, und die Rasse Mensch und unser Planet Erde trotzdem noch lebt … das wäre ein unmöglicher Wunsch.

Ich habe gar keine wirklichen Wünsche… Ich versuche mit Musik und Schreiberei und Kunst zu überleben.

Vielleicht dass die Menschen, die ich liebe, alt werden. Dass sie von Krankheit und Schmerz verschont bleiben, das wünsche ich mir. Dass sie glücklich werden und irgendwo ankommen, wo sie sich Zuhause fühlen und nicht ihr Leben im Nachhinein bereuen.

Und dass ich, immer wenn ich ein Ziel erreiche, ein Neues finde. Denn sonst wäre das Leben sehr trostlos.

Hast du feste Schreibzeiten? Wann schreibst du? Wie schreibst du? Wo schreibst du?

Ich schreibe am Computer. Es geht schneller und ich kann meine Schrift mittlerweile  selber schlecht lesen. Feste Schreibzeiten habe ich nicht. Das Gefühl muss stimmen, manche Szenen nehmen einen selbst sehr mit, vor allem wenn man aus der Sicht eines Psychopathen schreibt. Da ich meine Charaktere manchmal sogar etwas mitspiele, mich völlig hinein versetze, zermürbt einen das auf Dauer. Ich kann im kleinen Kämmerchen genau so schreiben wie im Café. Nur stickig sollte es nicht sein.

Was brauchst du unbedingt zum Schreiben?

Ich muss es selbst gut finden. Wenn ich es nachlese und schlecht finde, dann wird es eiskalt aussortiert. Wenn das Gefühl irgendwann nicht mehr passt, wird es aussortiert. Und wenn ich selbst nicht mehr davon gefesselt bin, ist es genau das Gleiche.

Mich interessiert auch immer der Mensch hinter dem Autor. Welche drei Eigenschaften an dir selbst gefallen dir am Wenigsten?

Ich bin ruhelos. Ich bin misstrauisch bis ins Mark. Und ich sehe manchmal Menschen/Situationen/Konversationen als Experiment, da ich mich viel damit auseinander setze.

Musik beim Schreiben? Oder absolute Ruhe? Wie gehst du mit Ablenkung um?

Ich bin in einem großen Haushalt aufgewachsen, Ruhe gibts da nicht. Wenn Musik, dann in einer anderen Sprache als der geschriebenen. Manchmal geht das, aber äußerst selten. Man fängt plötzlich an Wörter reinzuschreiben, die man eigentlich hört usw. Ich bin selbst aber auch nie wirklich leise beim Schreiben, da ich es entweder mitlese oder danach spreche, vor allem Gespräche. Hab da keinen besonderen Tick. Nur wenn es extreme Situationen sind, dann muss die Musik passen, sonst läuft das nicht.

Wie findest du deine Leser?

Ich hoffe ja, dass sie mich finden. Ich finde sie, indem ich versuche auf mich aufmerksam zu machen. Anders geht das wohl nicht. Es sind meist Leute, die meinen Humor teilen, mit denen ich dann auch oft Kontakt habe.

Wie ist die Resonanz deiner Leser?

Meist gut. Größtenteils sehr gut sogar, was mich schon immer leicht irritiert hat. Ich bin schon oft von verheulten Menschen geschlagen und als assozialer Sadist bezeichnet worden, wenn sie mit einer meiner Geschichten fertig waren. Schriftliches Feedback ist auch oft ähnlich dazu. Bin mir selbst gegenüber wohl kritischer, als so manch anderer.

Wenn dein Buch fertig ist, wie gehst du weiter vor? Lektorat, Korrektorat u. s. w. Wie hast du dieses (für viele teure) Problem gelöst, wenn du selbst veröffentlichst?

Ich bin bei einem Verlag. Da ich aus dem Medienbereich bin, habe ich aber immerhin einige Kontakte oder die kennen jemanden, der jemanden kennt. Ohne geht das leider nicht. Als Student kann man sich sowas auch nicht wirklich leisten, wenn man es ganz ohne Vitamin B versucht. Wüsste nicht, wie ich es finanzieren sollte. Korrektorat für mein altes / neues Buch. Aber da hab ich auch schon eine größere Distanz dazu. Die Neuen werden durch Lektorat und Korrektorat gehen.

Du bist Verlagsautorin. Warum nicht Selfpublisher?

Noch bin ich beim Verlag. Hatte mich bis dato noch nicht so viel damit auseinander gesetzt, aber es kommt immer mehr. Auch merke ich, dass es eventuell sogar das Bessere für mich wäre, wenn denn die Druckqualität passt – als Mediendesigner bist da sehr überkritisch und perfektionistisch, Berufskrankheit.

Beschäftige mich also selbst gerade mit dem Thema und bin auch über jede Erfahrung froh, die hier der eine oder andere gemacht hat. Falls man Anregungen, Links, gute Druckereien oder dergleichen hat. Immer her damit.

Dein Buch soll verfilmt werden. Du darfst dir die Hauptdarsteller aussuchen. Wen könntest du dir vorstellen?

Bevor ich die Hauptdarsteller aussuche, muss ich den Regisseur klar machen. Das ist das wichtigste Element. Und in dem Vertrag bin ich als Regiassistenz dabei, sowie bevollmächtigter Producer. Ich nehme einmal an es wäre für Happy End Therapie. Da wäre Darren Aronofsky nicht schlecht in Zusammenarbeit mit Guy Ritchie.
Hauptdarsteller müsste ich mir ansehen. Es könnte auch ein Niemand sein, die Figur muss nur passend rübergebracht werden.

Danke für das Interview Sabrina, viel Erfolg bei der Neuveröffentlichung und viele neue Ideen.

Dieser Beitrag wurde unter Autoreninterviews abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.