Wie kann ich als Autor meinen Bekanntheitsgrad erhöhen?

Die Überschrift dieses Artikels war einer der Hauptgründe für die Gründung des Autoren_Netzwerk.

Die Chance als einzelner Autor vielleicht sogar ohne Verlagsunterstützung einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen, ist relativ gering und dauert für einen Einzelkämpfer ungleich länger als mit der Unterstützung eines Netzwerkes, das mittlerweile fast 4000 Mitglieder zählt.

Es bedarf dafür allerdings der Unterstützung jedes einzelnen Mitgliedes sowie die Bereitschaft, das, was man an Unterstützung erhält, auch an andere zurückzugeben.

Bei der Gründung war mir / uns allerdings klar, dass dieses nicht von allen Mitgliedern praktiziert werden würde. Es gibt immer Menschen und die wird es auch weiterhin geben, die alle Vorteile mitnehmen, aber nicht bereit sind, das Gleiche für andere zu tun. Es kostet Zeit, Beiträge zu teilen und warum soll ich etwas für andere tun, wenn ich nichts dafür bekomme?

Aber über wieviel Zeit reden wir hier eigentlich? Die Hauptarbeit erledigen wir doch, die Administratoren. Wir stellen Beiträge zu allen Aktionen auf die Homepage, posten sie als Homepageupdate in der Gruppe. Als Mitglied muss man nur noch auf den Teilen Button bei Facebook klicken. Oder Retweet bei Twitter.

Sekundenbruchteile, die einige wenige täglich für all die Beiträge erübrigen, weil sie den Begriff „Netzwerken“ verstanden haben. Und sie haben verstanden, dass jeder von uns Unterstützung braucht.

Spricht man das Teilen in der Gruppe an, kommen Antworten wie – „Ich will meine Facebook Freunde nicht mit so etwas bombardieren, indem ich täglich teile.“.

Oder – „Ich teile doch nicht jeden Müll, nur das, hinter dem ich auch stehe.“

Hallo, wie viele teilen denn euren eigenen Müll? Schon Mal darüber nachgedacht, dass dieses Wort „Müll“ relativ zu sehen ist? Was der eine für Müll hält, ist für den anderen das Nonplusultra.

Ein einfaches Rechenbeispiel:

Von 4000 Mitgliedern teilen nur 100 bei Facebook einen Beitrag von unserer Homepage. Von jedem dieser 100 teilen 10 ihrer Freunde diesen Beitrag. Von deren Freunden teilen 5 den Beitrag weiter und von deren Freunden …

Gleichzeitig teilen diese 100 Mitglieder den gleichen Beitrag von unserer Homepage bei Twitter, Google+, Tumbldr, LinkedIn …

Nebeneffekt – jeder der Teiler muss erst einmal auf unsere Homepage, um den Beitrag zu lesen und zu entscheiden, das er / sie  ihn teilt. Dabei schaut sich ein Teil dieser Menschen auf unserer Homepage um. Entdeckt vielleicht Geschichten, die ihm gefallen, liest Interviews, die ihm den Autor / die Autorin menschlich näher bringen, entdeckt neue Bücher, die er lesen möchte.

Dämmert es langsam?

Liebe Mitglieder, ich verstehe es nicht. Warum gelingt es mir nicht, euch meine Überzeugung rüberzubringen? Das Autoren_Netzwerk ist doch eigentlich eine Sache, die uns allen weiterhilft. Warum fällt euch das Teilen von Beiträgen anderer Mitglieder so verdammt schwer, wenn doch letztendlich alle ihren Nutzen daraus ziehen können?

Trotzdem sind wir in den letzten zwei Jahren kontinuierlich unseren Weg gegangen, haben Aktionen gestartet wie „Geschichte des Tages“, „Autoreninterviews“, „Autorenvorstellungen“, „Neuerscheinungen Bücher“, „Gedichtewettbewerb“ u. s. w.. Wir haben Radiosendungen angeleiert, haben uns um Berichte über das Autoren_Netzwerk in den Printmedien bemüht. Zwei Anthologien wurden gestartet, die dritte startet gerade, um auch unbekannten Autoren die Möglichkeit zu geben, einem Verlag bei dem sie sich bewerben, schreiben zu können – he, ich habe schon etwas veröffentlicht – wenn auch nur in einem Buch, das eine Facebook Gruppe veröffentlicht hat.

Wenn ich die letzten zwei Jahre rückwirkend betrachte, ist die Gruppe Autoren_Netzwerk sehr bekannt geworden, nicht nur bei Facebook. Wir haben Follower in allen bekannten Netzwerken. Natürlich sind wir stolz auf diesen Bekanntheitsgrad.

Aber – was ist aus dem eigentlichen Ziel geworden? Dem Ziel, den einzelnen Autoren weiter zu bringen, ihn bekannter zu machen? Hat das funktioniert? Rückmeldungen kommen dazu kaum, obwohl sie unheimlich wichtig für uns sind. Dabei geht es nicht um Lobhudelei, zu sagen – he, ihr Admis, ihr seid die Tollsten!

Nein, es geht darum zu erfahren, ob euch die Aktionen etwas gebracht haben. War das Interview, das Posten der Geschichte des Tages, hilfreich für den einzelnen Autor / die Autorin, oder eher nicht? Genau das ist wichtig für uns. Aktionen, die nichts bringen, können wir uns sparen. Müssen wir uns eben etwas Neues ausdenken.

Also, für jeden einzelnen zum Nachdenken … warum teilt ihr nicht oder nicht mehr als bisher? Ist es so schwer, andere zu unterstützen? Warum schreibt ihr nicht einmal einen kurzen Post, wenn ihr ein Interview hattet, eine Geschichte des Tages geschrieben habt? Hat euch das etwas gebracht oder nicht? Es dauert doch wirklich nicht so lange und es erwartet ja niemand von euch, dass ihr das täglich macht.

Uwe Tiedje

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15 Kommentare zu Wie kann ich als Autor meinen Bekanntheitsgrad erhöhen?

  1. Rita sagt:

    Sehr schön, guter Beitrag.
    Danke dafür . LG Rita <3

  2. Lieber Uwe,

    Sehr gerne teile ich eure Beiträge und bringe mich dafür ein, Autoren/ Autorinnen bekannter zu machen.

    Das ist der Grund warum ich eurer Gruppe beigetreten bin. Das ist auch der Grund warum ich eine Facebook Seite eröffnet habe.

    Ich selbst liebe Bücher und möchte diese, mit den Mitteln die mir zur Verfügung stehen, den Menschen wieder näher bringen. Denn unsere Welt wäre arm und farblos ohne all diese wunderbaren Geschichten, die sich uns über Bücher auftun.

    Also meine Unterstützung habt ihr☺️.

    Liebe Grüsse.

    Martine

  3. Claudia Capriccio sagt:

    Ich habe meine Freundesliste stark dezimiert und unter den wenigen Verbliebenen haben die wenigsten etwas mit dem „Autorentum“ zu tun oder sind selbst schon so etabliert, dass ich zum Bsp. deshalb nie auf die Idee kam, etwas zu teilen. Bei mir müsste der Tag 48 Stunden haben, ich komme mit meinem Roman kaum so hinterher, wie ich es mir wünsche, sonst würde ich liebend gerne an allem, was an tollen Möglichkeiten hier geboten wird, partizipieren. Danke für den Denkanstoß. Vielleicht kann man ja auch mal andere Dinge liegen lassen und sich stärker einbringen. Weniger FB wäre so ein Anfang. 😉 Und ja, die Admins haben selbst auch noch anderes zu tun und leisten hier dennoch tolle Arbeit. Vielen Dank dafür.

    • AutorenimNetzwerk sagt:

      Vielen Dank, Claudia. Aber ich schrieb ja bereits im Artike – schön zu hören, das unsere Arbeit geschätzt wird, aber das ist Nebensache. Ich finde es toll, das du dich stärker beteiligen möchtest. Danke dafür.

      Uwe

  4. Nikolai Brendle sagt:

    Klasse Sache. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht.
    Das wird sich ändern!
    Danke dafür!

  5. Heike Hoffmann sagt:

    Dankeschön für den Artikel…ja, er regt zum Nachdenken an. Ich hab schon Einiges geteilt, auch wenn nicht immer Reaktionen darauf kamen.
    Ich werde mich näher mit dem Thema beschäftigen und im Rahmen der Zeit, auch interessante Beiträge weiter geben.

  6. Britta Khokhar sagt:

    Guten Abend Uwe ich bin nur in Facebook. Auch in verschiedenen Gruppen .Habe manchmal geteilt bei den Tagesschichten und im Gedichtwettbewerb den ich diese Jahr ein wenig vermisse.Wenn man nur wüsste wann das teilen erlaubt ist und wann nicht .Aber ich kann gerne teilen

    • AutorenimNetzwerk sagt:

      Wir werden eine Möglichkeit finden, damit jeder weiß, was geteilt werden darf und was nicht.

      Uwe

  7. Matthias sagt:

    Mich hat der Artikel (auch) erreicht. Ich werde mir darüber Gedanken machen und mehr teilen. (Bin aber auch erst seit 2 Wochen dabei 😉

    Matthias

  8. Christine Kayser Leipzig-Grünau sagt:

    Es ist toll, dass es das AutorenimNetzwerk gibt.
    Danke für die große Mühe an alle, die Administratoren, Autoren, und mehr, die genauestens recherchieren, alles hinterfragen, ihre Erfahrungen preisgeben und vor allem viele Stunden ihrer Freizeit kostenlos und mit Geduld opfern. Damit anderen „auf die Sprünge helfen und Mut machen.“ Viele konnten profitieren, lernen, sich weiterentwickeln, vor Fehlern bewahrt werden. Ich schätze es schon immer und sah es als gegenseitiges Geben und Nehmen an.

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