A. R. Klier

Autoreninterview – A. R. Klier

Das Autoren_Netzwzerk freut sich, die Autorin Andrea R Klier interviewen zu dürfen.

Mein Name ist Andrea Klier und ich habe gerade unter dem Pseudonym A.R. Klier meinen zweiten Krimi/ Thriller FOLGEFEHLER veröffentlicht.

Meine ersten Gehversuche habe ich schon zu Schulzeiten mit Kurzgeschichten gemacht. Drei Mal habe ich am KWA – Schülerliteraturwettbewerb teilgenommen und konnte 2012 mit „Einsame Familie“ den ersten Preis gewinnen.

Das erste große Projekt KEIN WEG ZURÜCK habe ich über mehrere Jahre verfolgt und 2013 den ersten von vier Teilen veröffentlicht. Hauptperson ist Marcus, der sich in die deutlich jüngere Sophie verliebt und gleichzeitig versucht, seine schwierige Vergangenheit aufzuarbeiten. Konflikte mit seinem Vater und gesundheitliche Probleme verschärfen die angespannte Situation zusätzlich.

Nach einer langen Pause habe ich im Oktober 2016 nun meinen ersten Krimi/ Thriller ANFÄNGERFEHLER als Selfpublisherin veröffentlicht. Es geht dabei um Assistenzarzt Frederik, der im Krankenhaus einem gewaltigen Skandal auf die Spur kommt und schon bald selbst um sein Leben fürchten muss, denn seine kriminellen Kollegen wollen ihn um jeden Preis zum Schweigen bringen.

Mit FOLGEFEHLER ist nun im April 2017 die Fortsetzung zu Anfängerfehler erschienen und beleuchtet vor allem die Geschichte hinter den Kulissen – denn Frederik Hendriksson war nicht der Einzige, der dem Organspendeskandal auf die Spur gekommen ist und um sein Leben fürchten musste. Sein bester Freund Niklas Thorsen gerät nach einem folgenschweren Schusswechsel in die Obhut einer Spezialeinheit, doch auch hier kann ihn niemand vor seinen Verfolgern beschützen.

Wer schon vorab mehr über mich und meine Werke erfahren möchte, besucht mich am besten auf einer meiner Seiten:

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Anfängerfehler auf Amazon

Folgefehler auf Amazon


Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?

Das liegt jetzt schon einige Jahre zurück, circa mit 13, 14.

Warum schreibst du Krimis / Thriller? Was gefällt dir an diesem Genre?

Ich bin als Leser sehr in diesem Genre zu Hause und habe zwar einmal einen Ausflug ins romantische Genre gemacht, aber das macht mir beim Schreiben nicht so viel Freude wie bei Krimis

Sehr viel Bezug zur Medizin in deinen Büchern. Woher kommt das? Reines Interesse oder mehr?

Ich wollte ursprünglich Medizin studieren, habe auch selbst viel in Krankenhäusern und auch im Rettungs- und Sanitätsdienst gearbeitet, letztendlich hat es mit dem Medizinstudium aber nicht ganz geklappt.

Was hat dich veranlasst, selbst zu veröffentlichen? Also, warum Selfpublisher statt herkömmlicher Verlag?

Ich bin mit meinem Erstling „Kein Weg Zurück“ auf einen DKZV hereingefallen, seitdem ist das Thema Verlage bei mir erstmal durch – auch wenn es sicherlich viele „ordentliche“ Verlage gibt
Als SP habe ich mich wieder aus der Ecke gewagt und genieße gerade auch die Freiheiten, die das SP bietet.

Anmerkung DKZV: Bezieht sich auf einen Druckkostenzuschussverlag, der für die Erstellung einer Buchveröffentlichung von den Autoren selbst einen so genannten Druckkostenzuschuss erhebt, was bei diesem Geschäftsmodell die Übernahme sämtlicher Kosten für die Erstellung bedeutet.

Kam dir, nach der Erfahrung mit dem DKZV, nie der Gedanke, es mit deinen Thrillern doch noch einmal bei einem renommierten Verlag zu versuchen?

Mein erster Gedanke war, wenn ich es nochmal wage, dann will ich das ganze Projekt selbst in die Hand nehmen. Vielleicht sieht es in ein paar Jahren wieder anders aus, denn einen renommierten Verlag schließe ich so nicht aus – ich möchte mir im Moment halt auch die lange Bewerbungs- und Anschreiben – Tour ersparen.

In der Info hast du „Kein Weg zurück“ erwähnt, vierteilig, der erste ist veröffentlicht- Was ist mit den anderen drei Teilen? Sind die schon fertig, ebenfalls veröffentlicht oder musst du da noch ran?

„Kein Weg zurück“ ist seit dem Ausflug zum DKZ Verlag wieder in der Schublade – ich hab für einen kleinen Rahmen alle vier Teile mal drucken lassen und das Skript dann in seine Kiste zurückgelegt

Wirst du sie irgendwann mal wieder hervorholen und einen Versuch über Selfpublishing starten?

Eine richtige Veröffentlichung würde nochmal einiges an Arbeit am Text bedeuten, einiges straffen, überarbeiten und das ist es mir im Moment nicht ganz wert. Einige Gedanken aus diesem Skript sind jetzt aber beispielsweise in Folgefehler gelandet . Ich schätze, dass „Kein Weg zurück“ , wenn,  dann in meinen neuen Büchern fortlebt.

Gehst du über kdp / create space oder lässt du deine Bücher woanders „herstellen“?

Ich habe mich für BoD entschieden.

Warum BoD?

Ich hab bei create space das Problem gesehen, dass der stationäre Buchhandel nicht direkt dabei ist, also keine ISBN und nichts. BoD bietet genau das und bisher bin ich sehr zufrieden damit.

Ich habe leider noch keines deiner Bücher gelesen, glaube aber den ersten Teil neulich um Hugendubel entdeckt zu haben. Zumindest kommt mir der Titel bekannt vor. Wie gehst du bei deiner Recherche zu deinem Romanen vor? Wer hilft dir dabei?#

Meinst du Anfängerfehler? Wenn ja würde mich das sehr freuen, wenn eines meiner Bücher so weit gekommen ist. Recherche setzt meist an Halbwissen an, das ich schon mal auf Station oder wo anders aufgeschnappt habe – aber für den Text ist es dann meist nochmal deutlich zu wenig. Ich hab aus der Zeit noch viele Bücher, auch Kollegen, denen ich Löcher in den Bauch fragen kann. Meist kommen dabei haarsträubende Google-Anfragen raus.

Erzähl doch mal kurz, worum es in „Folgefehler“ geht …

Folgefehler erzählt die Handlung hinter Anfängerfehler, es geht also um den Transplantationsskandal im Hamburger Uniklinikum, dem nicht nur Frederik sondern auch ein anderer Assistenzarzt auf die Schliche kommt – und seit dieser Entdeckung auf der Flucht vor seinen skrupellosen Kollegen ist.

Sind nach „Folgefehler“ noch weitere Teile geplant?

fängerfehler und Folgefehler hängen thematisch und auch von der Handlung her eng zusammen, dieses Thema ist jetzt abgeschlossen. Mein neues Projekt folgt diesem Stil, spielt in den gleichen Örtlichkeiten und Niklas aus Folgefehler wird auch mehr als einen Gastauftritt haben.

Wie sind deine Erfahrungen als Selfpublisher? Ich meine, man muss ja einiges tun, um bemerkt zu werden.

h bin positiv überrascht, muss ich ganz ehrlich sagen Klar muss man viel machen, aber ich hab halt auch die Kontrolle darüber, wie das Cover beispielsweise aussieht oder was wann gemacht wird – da waren meine Erfahrungen bisher ja nicht so groß.  Und der Verlag hatte damals ja auch so gut wie keine Werbung gemacht, das habe ich selbst mittlerweile ganz gut im Griff – und die Zahlen sind sogar besser als damals über den Verlag.

Wie machst du Leser auf dein Buch aufmerksam?

Viel geht hier über Facebook, meine Homepage und Facebookseite, aber auch über Blogger – da sind sehr interessante Zusammenarbeiten entstanden.

Wie ist das Feedback deiner Leser? Wie zufrieden oder unzufrieden bist du in Bezug auf Reaktionen und Verkäufe?

Anfängerfehler ist sehr kritisch aufgenommen worden, aber das hat Folgefehler nur besser gemacht – und die allerersten Stimmen sind überraschend positiv, mal sehen, was die ersten Rezensenten sagen

Hattest du schon eine richtig grottenschlechte Rezension? Wenn ja, wie gehst du damit um?

Es gab bei „Kein Weg zurück“ damals eine sehr schlechte Rezension, bei Anfängerfehler waren einige kritische, aber nicht grottenschlechte Stimmen dabei
Bei beiden lese ich sie, nehme etwas Abstand und denke in Ruhe darüber nach
Klar, bin ich auch mal enttäuscht, habe aber aufgrund einer solchen kritischen Rezension einer toller Bloggerin und Testleserin gewonnen, die mir Folgefehler auch schon ordentlich zerpflückt hat

Hast du einen festen Lektor / Lektorin oder machst du alles selbst?

Einen professionellen Lektor habe ich im Moment nicht, aber ich habe einige, sehr kritische Testleser, auch die ich je nach Genre zurückgreifen kann

Wie steht deine Familie dazu, dass du schreibst?

Sie haben sich gut damit arrangiert. Mein Bruder kümmert sich mittlerweile um die Cover, ist also bereits mit an Bord.

Wird es bald etwas Neues von dir geben, hast du etwas in Arbeit?

Für das neue Projekt habe ich bereits viel recherchiert und erste Ansätze versucht – denke, ich kann ab Morgen richtig mit Schreiben beginnen und dann, wenn alles gut geht, wird es ab Oktober bis Dezember ein neues Buch von mir geben.

Gibt es ein Genre, dass du niemals schreiben würdest? Wenn ja, warum?

Genre ausschließen, nein, eigentlich nicht.

Es ist dein Erstling oder? Mich würde noch einmal interessieren warum du nicht die Chance bei kdp genutzt hast. Mit allem drumherum was Amazon bietet. z. B. die Ausleihe, das schnelle wechseln, wenn man eine Preisaktion machen möchte. Das alles hilft doch um ‚bekannter‘ zu werden. Bei Thalia & Co ist es doch sehr schwierig mit der Sichtbarkeit und damit auch das ‚bekannter‘ werden.

Anfängerfehler war mein Erstling als SP, das ist richtig. Ich hab mich viel belesen, bevor ich mich für oder gegen Amazon, BoD, TwentySix und wie sie alle heißen entschieden habe. Letztlich hat mich BoD vom Gesamtpaket her mehr überzeugt.

Woher nimmst du die Ideen für deine Romane?

Die Ideen sind einfach da, anders kann ich das nicht erklären. Die Idee für das neue Projekt entspringt in dem Fall eigenen Erlebnissen.

Wie lange brauchst du für einen Roman, von Plot bis zur Veröffentlichung im Durchschnitt?

Circa ein halbes Jahr. Aber gespickt mit vielen Pausen für Überarbeitungen etc.

Gestaltest Du die Cover selber oder hast Du da jemanden?

Die Idee fürs Cover habe ich meist selbst, aber mein Bruder ist für die Umsetzung zuständig, der kennt sich mit der Technik in der Hinsicht deutlich besser aus.

Hast du feste Schreibzeiten, bzw. ein Ritual beim Schreiben, das immer gleich ist?

Schreiben geht bei mir eigentlich zu fast jeder Tages- und Nachtzeit, wird meistens eher durch die Uni eingeschränkt – deswegen schreibe ich meistens abends. Rituale hab ich allerdings keine.

Was hast du für Hobbys?

Ich gehe gern ins (Musical-) Theater, spiele Klavier, treffe Freunde oder gehe zum Sport, aber das ist im laufenden Semester zeitlich sehr schwer alles zu vereinbaren, neben dem Schreiben.

Hast du noch einen Brotjob neben dem Schreiben? Wenn ja, was machst du?

Ich studiere in Vollzeit und arbeite meist in den Semesterferien.

Was studierst du denn?

Ich studiere Produktion und Automatisierung – bin also deutlich vom Kurs abgekommen.

Gehen wir vom Schreiben mal weg rüber zum Lesen. Hast du Lieblingsschriftsteller und welches Genre liest du am liebsten?

Ich lese sehr gerne Krimis/ Thriller, bevorzugt von James Patterson oder Dan Brown.

Was denkst du allgemein über die Selfpublisher – Szene, und wo siehst du dich in drei Jahren?

Die Selfpublisher – Szene ist sehr vielfältig und voll mit spannenden Autoren – und die Szene wird leider oft belächelt, zu Unrecht in meinen Augen. Ich in drei Jahren? Als Autorin kann ich hoffentlich weiter schreiben und meinen Standard bei den Büchern halten oder ausbauen.

Wen könntest du dir als Darsteller vorstellen, wenn deine Bücher verfilmt würden?

Frederik und Niklas sind optisch schon von realen Personen inspiriert, aber so direkt einen Darsteller benennen … sehr schwer.

Wie kann ich mir einen typischen Tag bei dir vorstellen?

Im Moment diktiert mein Vorlesungsplan meinen Tagesablauf und der sieht vor, dass ich einen Großteil des Tages an der Uni präsent bin. Meistens also früh aufstehen, noch Kleinigkeiten zu Hause für die Uni erledigen und dann in die Uni fahren oder umgekehrt, abends wieder nach Hause, essen und noch eine Runde schreiben – und wie immer zu spät ins Bett – leider.

Nutzt du Schreibratgeber, Seminare oder anderes, um dich als Schriftstellerin weiter zu entwickeln?

Nicht aktiv, muss ich gestehen. Ich hab aber schon den ein oder anderen Ratgeber zur Hand genommen und gelesen – aber er liegt nicht aufgeschlagen neben mir wenn ich schreibe. Ab und an ist sowas aber nicht schlecht, um mal wieder auf Kleinigkeiten zu achten beim Schreiben.

Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

… würde ich jemandem diktieren und der müsste dann für mich schreiben.

 Eine gute Fee erfüllt dir drei Wünsche …

Mit einem Wunsch würde ich gern mein Studium beendet und das Wissen in meinem Kopf wissen.  Mit einen anderen Wunsch würde ich versuchen, meine Bücher etwas bekannter zu machen und den dritten Wunsch für schlechte Zeiten aufheben.

Was ist dein größter Traum?

Mit dem erfolgreich (auch in finanzieller Hinsicht) zu sein, was mir am meisten Spaß macht.

Was dir am meisten Spaß macht frage ich jetzt nicht …

Gerade aufs Schreiben bezogen macht es mir immer sehr großen Spaß, die letzten Schritte zum Buch zu sehen, wenn der Text auf einmal Form annimmt und plötzlich gebunden vor mir liegt und ich das Buch zum ersten Mal anfassen darf.

Wenn Verlag, welchen würdest du dir wünschen?

Namen kann ich nicht nennen, dazu habe ich mich schon viel zu lange nicht mit dieser Materie beschäftigt. Aber wenn ich einen Verlag wählen würde, dann wäre es mir wichtig, als Autor mit in den Entstehungsprozess eingebunden zu sein und zu sehen, dass der Verlag auch alles tut, um das Buch voranzukriegen.

Strebst du unbedingt Verlag an, oder ist es dir lieber alles selbst in der Hand zu haben. Und wenn ja warum?

Nein, also Verlag nicht zwingend und schon gar nicht um jeden Preis. Wenn es irgendwann ein gutes Angebot gibt, dann werde ich auf jeden Fall darüber nachdenken. Ich habe mich bewusst für den Weg als Selfpublisher entschieden, gerade weil ich dadurch alle Freiheiten in der Gestaltung habe und das war mir nach der negativen Erfahrung sehr wichtig.

Schreibst du am Rechner (PC) oder auch mal auf Papier oder gar Schreibmaschine?

„Kein Weg zurück“ habe ich noch viel handschriftlich, aber nach der großen Schreibpause vor Anfängerfehlern schreibe ich nur noch am Laptop.

Könntest du nach Vorgabe schreiben?

Hab ich noch nie im großen Stil probiert, in Kurzgeschichten oder so geht das gut.

Jemand setzt dich mitten in der Einöde aus. Würdest du nach Hause finden? Falls ja, wie?

Ich glaube, ich würde mich da schon zurecht finden, kann halt manchmal etwas dauern.
Kann mich unterwegs eigentlich immer gut orientieren.

Du bist unterwegs und dir kommt eine supertolle Idee, aber du hast leider kein Notizbuch dabei? Was machst du?

Ich hab nie Notizbücher dabei. Wenn ich Angst habe, die Idee zu vergessen eine kurze Notiz ins Handy, aber meistens komme ich ganz ohne Papiernotizen aus, die Texte sind meist eh schon fertig in meinem Kopf.


Liebe Andrea, vielen Dank für das tolle, offene Interview. Viel Erfolg mit deinen Büchern und von Herzen, das deine Träume in Erfüllung gehen. 

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