Heinz Flischikowski

Autoreninterview Heinz Flischikowski

Das Autoren_Netzwerk freut sich, den Autor Heinz Flischikowski interviewen zu dürfen.

Mein Name ist Heinz Flischikowski, Journalist und Autor.
1962 in Duisburg geboren, aufgewachsen in Mülheim a.d. Ruhr.
Heute lebe ich auf Sylt,in NRW und Hamburg.

Mein neustes Projekt ist der “GULP” 2, eine Figur zwischen Troll und Kobold.( Franzius Verlag) Es ist ein Buch für “Jung und Alt”, eine einfache, friedlichen Geschichte, in denen Kinder wirklich noch Kinder sein dürfen und Natur und zwischenmenschliche Beziehungen, gepaart mit Phantasie, Spannung und einem Hauch “Übernatürlichen” der rote Faden ist.

das zweite Band wurde dieses Jahr auf Lesungen in Bremen und Hamburg vorgestellt und wird 2017 auf den Markt kommen.

Meine Lyrik findet man unter anderem im Standardwerk der zeitgenössischen Dichtung in der Frankfurter Bibliothek sowie in der Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte in München. (Zwiebelzwerg-Verlag, Telegonos publishing-Verlag) Meine Gedichte, die ich mit dem Begriff „Underground-Lyrik“ überschreiben würde, geben sowohl Einblicke in mein eigenes Leben,spiegeln aber auch fiktive Szenen wieder und zeichnen ein umfassendes und buntes Bild der Vielfalt und der Facetten meiner Themen.

Neben der Verlagsarbeit produziere ich Hörbücher und schreibe für die Internetportale:

Goodtaste-Magazin

Motivehamasa

Soulocean

Wie bist du zum Schreiben gekommen. Ist ja nach wie vor ein etwas ungewöhnlicher Beruf.

Moin ihr Lieben…gerade noch mit meiner Frau in unseren Ferienwohnungen gearbeitet-….bin jetzt da.

Ernsthaft angefangen habe ich bei dem Vater meiner damaligen Lebensgefährtin 2011 auf Sylt. Hans Hoeg, CP Hansen Preisträger und Autor. Ich versuchte mich in der Sylter Sprache und Hantsche : „Das mit dem Sölring snacken,das lass mal sein. Aber schreiben mußt du, du bist ein Schreiber“. Also schrieb ich.

Du bist ja ein Verlagsautor. Hattest du bisher nur gute Erfahrungen oder auch schon negative?

2013 kam mein erstes Buch im Zwiebel-Zwerg Verlag heraus. Lyrik-Prosa „LIEBE…wenn ich dich spüre,spüre ich die Liebe“. Ein DKZV. Also mein erstes Lehrgeld. Lach. Nach dieser Erfahrung hatte ich von Verlagen erst mal die „Schnauze voll“ und schrieb für einige große Internetblocks wie z. B. Motivehamasa und Goodtaste-Magazin.

Anmerkung DKZV: Bezieht sich auf einen Druckkostenzuschussverlag, der für die Erstellung einer Buchveröffentlichung von den Autoren selbst einen so genannten Druckkostenzuschuss erhebt, was bei diesem Geschäftsmodell die Übernahme sämtlicher Kosten für die Erstellung bedeutet.

Schreibst du ausschließlich Lyrik?

Nein. Mein neustes Projekt in der Kinderliteratur ist der “GULP” 2, erschienen im Franzius Verlag. Die Zusammenarbeit mit Simone C Franzius und Detlev Schultz ist sehr fruchtbar. Der Gulp ist eine Figur zwischen Troll und Kobold. Es ist ein Buch für “Jung und Alt”. Ich liebe diese einfachen, friedlichen Geschichten, in denen Kinder wirklich noch Kinder sein dürfen und in denen Natur und zwischenmenschliche Beziehungen, gepaart mit Phantasie, Spannung und einem Hauch “Übernatürlichen” der rote Faden ist. Ähnlich wie bei Astrid Lindgren.

Kinderbücher? Für welche Altersgruppe?

Für Jung und Alt Jessy. Das erste ab sagen wir ab 7, die Lesungen in den Kindergärten waren nicht so doll. Da brauchten die Teppichratten nach 3 Kapiteln eine Pipipause.  Das zweite geht erst ab 8. Kommt dieses Jahr auf den Markt, „Der Gulp trifft Knox den bösen Gnom“.

Wie sieht es mit Lesungen aus? Ich weiß, du bist sehr aktiv.

Dieses Jahr waren es erst zwei in Bremen und Hamburg. Dort habe ich den GULP 2 aus dem Manuskript vorgestellt.

Hast du viele Lesungen im Jahr?

Ich war letztes Jahr lange unterwegs. Lesungen in München, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und  auf Sylt.

Wer bezahlt dir die Fahrten, Lesungen und Übernachtungen?

Für die letzte Hörbuchproduktion hatte ich Übernachtung und Verpflegung neben Honorar frei.

Bezahlt das der Verlag oder der Veranstalter?

Veranstalter. Die Vereine und Organisationen wo ich lese haben nichts bezahlt, aber es war immer eine WIN – WIN Situation.

Was sagt dein Umfeld zu deiner Schreibleidenschaft?

Mein Umfeld sagt: spannend. Die Kinder bleiben neugierig, Erwachsene wollen mehr…..

Könntest du dir vorstellen, auch mal einen Roman zu schreiben? Und wenn ja, worüber?

Natürlich. Mein Leben ist und war eine harte Nummer. Ich habe eine Geschichte, wie alle guten Autoren

Also soll das heißen, da kommt bald etwas? 

Wäre dann sicher etwas aus dem Rotlichtmillieu. Nein – Meine treibende Feder aber ist die Lyrik. Für Telegonos stelle ich gerade für mein drittes Buch zusammen, „MUT und LUST“. Ein Band in dem sich viele Gedichte auch reimen werden. Ich habe angefangen, mit der deutschen Sprache zu „spielen“.

Wo schreibst du am liebsten? Gibt es Rituale?

Nein, es gibt keine Rituale. Dann wenn mich der Schmerz,der Hass oder die Ohnmacht trifft,fließt es aus mir raus.

Wann oder in welcher Situation hast du die besten Ideen?

Ich habe keine Ideen. Ich habe niemals vor einem weißen Blatt Papier gesessen. Wenn es nicht in dir brennt und fließt, vergiß es. Ich habe niemals auf ein weißes Blatt Papier starren müssen. Ich tue es nicht um Menschen zu beeindrucken.Ich tue es nicht für Geld, Frauen oder für irgendeinen Glauben. Als mein Kind starb habe ich mir die Frage gestellt. „Was in Gottes Namen lasse ich von mir hier,auf diesen verfluchten Acker“?

Du bist ein Pottkind?

Ja, geboren in Duisburg, aufgewachsen in Mülheim-Ruhr. Mein schönster Ort ist die Wüste Sahara. In der Sahara habe ich zu meinem Glauben gefunden.

Du bist nicht hauptberuflich Autor?

Ich bin Staatsbeamter a.D. Habe viele Jahre als Trainer im Kampfsport und Fitness gearbeitet, aber auch geputzt, auf dem Schlachthof, an Tankstellen, in Bars und für feine Herrschaften geputzt.

Über was würdest du nie schreiben?

Über Dinge die keinen Biss haben, bei denen ich keine Verzweiflung und Hoffnung spüre.

Hast du ein Lebensmotto?

Erkennen … annehmen … loslassen

Drei Dinge darfst du mitnehmen in die Sahara oder in die Arktis, welche wären es?

Wasser, mein HEUTE Buch, Nahrung.

Was hattest du in der Sahara für ein außerordentliches Erlebnis und an was glaubst du?

Ich habe auf einer Düne in einer Totenstille am Tag gebetet, das erste mal in meinem Leben. Ich glaube an eine „Höhere Kraft“.

Hast du literarische Vorbilder?

Ich habe keine Vorbilder. Ich gehöre zur aussterbenden Kaste. Charles-Pierre Baudelaire, Louis Ferdinand Celine, Mascha Kaléko, Henry Charles Bukowski, Henry Miller, Hemingway, William Faulkner, Thomas Mann, Astrid Lindgren, Erich Kästner … diese Leute lese ich gerne … alte Schule. Aus der heutigen aktuellen Literatur …Tuvia Tenenbom,Yehudis Jakobowitz, Greta Rosali Emme, Maren Schönfeld, Heike Heesch, Volker Maaßen.

Wo, auf welchem Fleckchen Erde lebst du am liebsten?

Ich lebe auf Sylt, war viel in Dänemark und Norwegen. Island ist angepeilt, der dritte GULP spielt auf Island. Das will ich mir vorher angucken weil in den Kinderbüchern die Landschaft exakt beschrieben ist. Im ersten Band Sylt, im zweiten der Hamburger Westen und im dritten Island. In den USA und Canada war es sehr schön, Südafrika auch. Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein tiefes Gefühl in mir.

Wie viele Veröffentlichungen gibt es von dir?

Eine Menge, auf Englisch, Französisch und Deutsch. Depeche, Shortstorys. Lyrik und Bücher in drei Verlagen.

Wie würdest du dich als Person in drei Wörtern beschreiben?

loyal … verantwortlich … fürsorglich

Wie viele Sprachen sprichst du?

Dänisch, Englisch, ein paar Brocken Türkisch und jetzt durch meine friesische Frau lerne ich etwas Sölring, das ist Sylter Friesisch.

Vielen Dank lieber Heinz für deine Zeit und das Interview. Viel Erfolg auch weiterhin.

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