Geschichte des Tages: Susan Melville – Spuren der Melancholie

Geschichte des Tages: Susan Melville – Spuren der Melancholie

20.05.2017

Spuren der Melancholie

Siehst du die Träne auf ihrem Gesicht?
Längst schon ist diese verwischt.
Verbittert schaut sie nun drein,
denn sie lebt ihr Leben ganz allein.

Die Spuren der Melancholie im Herzen,
niemand linderte jemals ihre Schmerzen.
Den Glauben ans Gute längst verloren,
ist ihre Seele vor Jahren gestorben.

So sitzt sie nun alleine vor einer Wand,
weil sie nie einen lieben Menschen fand,
der ihr beistand in ihrer allergrößten Not.
Ihr Herz zerbrochen und die Seele tot.

Die Jahre zogen nur so an ihr vorüber,
das Schicksal schlug zu, immer wieder.
Die letzte Hoffnung ist längst verflogen,
der Himmel hat sich grau zugezogen.

Ihren Seelenkummer vor allen versteckt,
das Gesicht von keinem Lächeln bedeckt.
Die Augen blicken traurig in die Welt,
sie wartet allein – bis der Vorhang fällt.

© Susan Melville

 
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3 Kommentare zu Geschichte des Tages: Susan Melville – Spuren der Melancholie

  1. AutorenimNetzwerk sagt:

    Starkes Gedicht, der Inhalt kommt viel zu häufig vor in unserer Welt

  2. Petra Weise sagt:

    Sehr trauriger Inhalt, weil er so völlig hoffnungslos für diese Frau ist, doch gut verfasst.

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