Geschichte des Tages: Andrea Riemer – ALLEIN SEIN UND ABHÄNGIGKEITEN

Geschichte des Tages: Andrea Riemer – ALLEIN SEIN UND ABHÄNGIGKEITEN

ALLEIN SEIN UND ABHÄNGIGKEITEN

Allein Sein ist ein Thema, das mich seit langem beschäftigt. Je länger ist hineinfühle, umso mehr empfinde ich Allein Sein als wesentliche Ergänzung zur Liebe. Nur dann kann man die leise Herzensstimme hören und sich selbst entdecken. Keine Angst vor Leere. In der Stille ist oft die größte Fülle.
Die Stunden des Allein Seins sind ganz wesentlich für ein gelungenes Leben. Sie ermöglichen ein sich selbst Nähren und ein auf sich selbst Konzentrieren, ein zur Ruhe Kommen und ein nach Innen Gehen. Dort, und nur dort liegen die wesentlichen Fragen mit den dazu passenden Antworten. Dann erst bekommt man Kontakt zur Quelle in sich. Dies verlangt, aus der Verstandespersönlichkeit auszusteigen und in das Allverbunden Sein mit dem großen Ganzen einzusteigen. Dies ist keine esoterische Fiktion, sondern ein Prozess, der dynamisch ist. Allein Sein bedeutet nicht Einsam Sein. Allein Sein ist von einer Tiefe erfüllt, aus der Kraft entstehen kann, die Kraft, das Eigene zu leben.
Allein Sein bedeutet für mich auch, sich aus dem Dauerrauschen bewusst herauszunehmen. Wir sind Überinformierte und letztlich Unterwissende und Unbewusste. Die uns umgebende Reizüberflutung erschwert eine ganzheitliche Wahrnehmung. Sie erschwert es auch, das Herz und den Verstand in ein harmonisches Fließen und in ein Gleichgewicht zu bringen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen den sich ständig ausweitenden Katastrophenmeldungen, der Reizüberflutung durch Lärm, dem Gestank, durch die Enge in Großstädten, durch Werbung, Musik, Bildschirme, Soziale Medien, Handys etc. und dem Potenzial für Inspiration.
Ruhe und Stille, d.h. weniger Reize an die sowieso schon überstrapazierten Sinne ermöglichen Inspiration. Ruhe und Stille bieten die Möglichkeit zur Aktion anstatt ständig in der Re-Aktion zu sein. Wir gelangen aus dem marionettenhaften Funktionieren zu einem selbstbewussten Handeln – im Hier und Jetzt, d.h. außerhalb der klassischen Raum-Zeit-Vorstellung.
Dies ist ein Plädoyer für zeitweiliges Allein Sein – jeder nach seinem Geschmack.

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