Geschichte des Tages: Andrea Riemer  – ROLLEN SPIELEN

Geschichte des Tages: Andrea Riemer  – ROLLEN SPIELEN

14.07.2017

ROLLEN SPIELEN

Rollen waren Jahrhundertelang selbstverständlich, insbesondere Rollen, die nicht meine sind, vielleicht Deine, jedoch nicht meine.
Diese Rollen machen scheinbar zuordenbar, in Schubladen einsortierbar, ausrechenbar. Denken war nur mehr eingeschränkt notwendig. Man stempelt den anderen ab, weil man ihn, oder auch sie – aufgrund welcher Faktoren eigentlich – kennt.
Und so spielen wir begnadet die Rollen der guten Eltern, der treuumsorgenden Mütter, der starken Väter, der angepassten und braven Töchter, der rebellischen Söhne – kann auch alles umgekehrt sein. Die Rollenvielfalt kennt keine Grenzen. Und, man beachte: es kann ganz leicht sein, dass Kostüm und Maske so stark mit einem verwachsen, dass man sich selbst in der Rolle verloren hat, in dieser aufsogen wurde bzw. sich aufsaugen hat lassen. Wo bin ich hin verkommen? – eine Frage, die ich immer wieder seit einiger Zeit vernehme. Antwort habe ich keine darauf – außer: mach Dich auf den Weg zu Dir selbst, erwarte jedoch nicht, dass Du Dich findest und lass Dich überraschen, was Du sehen wirst. Erschrick dabei nicht. Es ist nicht das, was Du zu finden meinst.
Also – raus aus den vielen Rollen und rein ins eigene Leben. Es ist ein Abenteuer, jeden Tag neu, jeden Tag anders.

Bislang unveröffentlichter Text

(c) Andrea Riemer 

Homepage

Facebook

Dieser Beitrag wurde unter Geschichte / Gedicht des Tages veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.