Geschichte des Tages: Andrea Riemer – GEDANKEN ZU GLAMOUR UND SCHÖNEM SCHEIN FÜLLE UND LEERE

Geschichte des Tages: Andrea Riemer – GEDANKEN ZU GLAMOUR UND SCHÖNEM SCHEIN FÜLLE UND LEERE

27.07.2017

GEDANKEN ZU GLAMOUR UND SCHÖNEM SCHEIN
FÜLLE UND LEERE

Noch nicht schlafend, innere Bilder beobachtend, die vorbeiziehen und mir die letzten Stunden zeigen – eindrücklich, bunt, lebendig, nachdenklich – in diesen Gedanken. … Am Weg von der Lesung ins Hotel. Es regnet, nein, es nieselt. Die Feuchtigkeit zieht sich herauf. Mir ist kalt. Ich bin müde, überdreht, erschöpft, leer und doch auch gleichzeitig voll. Ich ziehe meinen Kragen hoch, und meine Schultern gleich dazu. Der Schritt wird schneller. Der Weg ist nur kurz – und doch hilft die Stille, hilft das Nieseln, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen und in die Normalität des Alltags zurück zu gelangen. Das ist immer wieder anspruchsvoll.
Mit der Leere danach umgehen zu können, nicht daran zu verzweifeln und in etwas hineinsinken, das sich dann nur mehr ertränken und zudecken lässt. Diese Leere nicht mit Lärm füllen – auf Teufel komm raus. Nein … nicht das. Eingehüllt in eine Wolke an Zuspruch und Zuneigung, der Schritt wird wieder etwas schneller. Das Ausgefüllt Sein weicht einer seltsamen Leere, die nicht unangenehm ist, denn Leere ohne Wertung ist einfach Leere und nichts anderes.
Gleichwohl – wo ist der Applaus, wo ist die Umarmung, wo ist das sich an den Händen nehmen und sich anlächeln … im Wissen, es heute so richtig gut gemacht zu haben. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es, jedoch nicht heute. Nichts ist schal, nichts macht einsam, nichts trägt einen weg von einem selbst. Auf ein Neues … Erfühltes, Erfülltes.
Gedanken zum Erfolg und dem Danach. …

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