Nadja Losbohm

Autoren-Vorstellung Nadja Losbohm

Geboren wurde ich am 14. Dezember 1982. Damit befinde ich mich in einer illustren Runde von ganz unterschiedlichen Geburtstagskindern: Nostradamus, Bela B von der Band „Die Ärzte“ oder Schauspieler Jackson Rathbone aus der „Twilight-Saga“. Das ist aber auch das Einzige, was diese drei und ich gemeinsam haben. Weder kann ich Prophetien geben noch singen noch schauspielern. Aber ich träume sehr gern vor mich hin und bringe die Abenteuer mit Vorliebe aufs Papier. Nicht immer hatte ich das Schreiben auf dem Schirm. Erst mit neunzehn Jahren entstand der Wunsch, eine eigene Geschichte zu verfassen, wohingegen ich, seitdem ich herausfand, was in den Sprechblasen bei Micky Maus stand, wahnsinnig gern gelesen habe. Es war also eher Zufall, dass ich zum Stift griff und losschrieb. So entstand meine erste Fantasy-Geschichte, auf die, zu meiner Überraschung, einige weitere folgten.

Im August 2012 kam mir die Idee zu meiner Fantasy-Romance-Buchreihe „Die Jägerin“ zugeflogen, die im Selfpublishing aka Selbstverlag erschien. Ein Kommentar hier, ein Bild da plus dem geeigneten Handlungsort direkt vor der Haustür – voilà! – geboren war Ada, die toughe Lady, die im Mittelpunkt der bisher fünfteiligen Serie steht und eine durchschnittliche, unsportliche junge Frau ist, die auserwählt ist, als Jägerin den Kreaturen der Nacht wie Vampiren und Monstern den Garaus zu machen. Mit ihrer ungezwungenen, natürlichen Art zu reden, bringt sie ihren Ausbilder Pater Michael des Öfteren in Verlegenheit und sorgt für jede Menge Schmunzler beim Leser. Da meine weibliche Leserschaft einen Narren gefressen hat an besagtem Pater Michael, entstand in den Jahren 2015-2017 mein Jubiläumsbuch Nr. 10, „Die Tagebücher des Michael Iain Ryan (Band 1)“, ein historischer Fantasy-Roman, der das unheimlich, unheimlich lange Leben Michaels eingehender behandelt. Dieses Buch ist quasi mein Überlebensbuch, da ich es in der schwierigsten Zeit meines Lebens geschrieben habe, in der ich ungeheure Ängste durchleben musste. Nun sind meine Ängste die von Michael.
Trotz allen Turbulenzen und Katastrophen im Leben hat ein Stück Kindheit in mir überlebt, was sich in meinem Kinderbuch „Hamster Stopfdichvoll & seine Freunde“ zeigt, welches mit Kurzgeschichten und Gedichten gefüllt ist, die mir wichtige Themen behandeln wie Freundschaft, Mut und Respekt.

Eine große Überraschung war meine kleine Kurzgeschichten-Sammlung „Die Magie der Bücher“. Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass die darin enthaltenen Märchen über die Faszination des Lesens derart die Leser begeistern würden. Und doch – gerade sie waren es, die eine Nominierung für den Deutschen Phantastik Preis 2017 ergatterten und es bis unter die 5 Besten in der Kategorie „Beste deutschsprachige Anthologie“ schafften.

Man sieht also, dass ich im Reich der Fantasy, Mythen und Sagen angesiedelt bin, was das Genre angeht. Ist ja auch kein Wunder, lese ich doch selbst wahnsinnig gern solche Bücher. Vor kurzem wurde ich in einem Interview gefragt, in welchem Bereich ich niemals schreiben würde und warum. Eindeutige Antwort: 1.) Ratgeber, schon gar nicht zum Thema Schreiben (ich mache einfach nur und weiß die meiste Zeit gar nicht, was ich tue) und 2.) Krimi und Thriller, denn die hatte ich im wahren Leben genug.
Doch irgendwo versteckt in allen meinen geschriebenen Werken ist diese Botschaft: Nicht aufgeben, weitermachen. Ganz so wie es in meinem Gedicht „Die Spinne und der Besen“ aus „Hamster Stopfdichvoll & seine Freunde“ heißt:

Die Spinne saß in einem Netz
und fragt sich: „Was passiert denn jetzt?“
Von weitem kam ein böser Besen,
der niemals war schon hier gewesen.

Er hatte rote Borsten viel,
dazu aus Holz `nen langen Stiel.
Die Spinne wollte er vertreiben,
damit nichts sollte übrig bleiben.

In ihren Fäden saß sie nun.
„Wo soll ich hin? Was soll ich tun?“
Viel Zeit verblieb ihr leider nicht.
Der Besen war bereits ganz dicht.

Die Spinne klettert eilig fort
an einen doch viel sich‘ren Ort.
Mit acht Augen sah sie zu,
was da geschah in einem Nu.

Mit einem Wisch, in einem Rutsch,
ihr schön gesponnen Netz war futsch.
Kleine Spinne, weine nicht,
die Katastrophe birgt auch Licht.

Ein neues Netz muss daher her,
wo herrscht denn weniger Verkehr.
So fing sie mit dem Weben an,
und ich werd‘ immer denken dran:
Fall ich mal hin, bleib ich nicht liegen,
sonst wird der Besen mich gar kriegen.

Mehr zu meinen Büchern und mir findet man u.a. hier:
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