Mara Winter

Autoreninterview Mara Winter

Ich bin freie Autorin und Lektorin und liebe meinen Job fast so sehr wie meinen Kaffee, mein Bett und meine Kinder. Bei mir stehen schräge Figuren, kaputte Charaktere und andere Randfiguren im Mittelpunkt. Hier geht es zu meinen Büchern. Mehr über mich ziemlich regelmäßig unter

 

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 Wie bis du zum Schreiben gekommen?

Ich hab immer geschrieben, seit ich schreiben kann. Ich hab noch ein paar kleine Büchlein von früher. In unserer Familie wurde immer viel geschrieben und gelesen, das war ganz normal für mich. Mein Sohn macht das jetzt auch so. (Außer mir gibt es noch vier andere Autoren in meiner Familie, der bekannteste ist wahrscheinlich Ewald Arenz.)

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Ich hab frei angefangen und plotte mittlerweile alles vorher grob, aber meistens wird es dann doch anders, als ich es geplant hatte. Manchmal bringe ich mich damit in Teufels Küche, wie zum Beispiel momentan bei meinem Krimi. Ab der Hälfte läuft alles anders als gedacht und versuche grade, die Figuren wieder einzufangen.

 Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Beides, wobei ich mein nächstes Buch über einen Verlag veröffentlichen will, weil das Selfpublishing einfach so viel Arbeit macht.

 Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

Überall her, keine Ahnung. Mich inspiriert alles, was ich höre oder sehe.

Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Ich schreibe alle Szenen am PC, aber ich mache mir schon handschriftliche Notizen zum Plot.

 Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Kleine Störungen versuche ich auszublenden, sonst mache ich Pause. Manches kann ich gut mit Geräuschen nebenbei, z. B . aus Stichpunkten richtige Sätze machen, Zeichen ergänzen etc., das geht auch, wenn jemand neben mir fernsieht. Aber richtiges Schreiben nicht.

Magst du kurz anreißen, worum es in „Das heimliche Kapitel“ geht?

Vordergründig geht es um zwei Frauen, die um Mann und einen Hof konkurrieren. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt und jede der Protagonistinnen erlebt etwas völlig anderes, obwohl sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind. Wer meinen Episodenkrimi „Verblüht“ gelesen hat, kennt die Thematik. Auch Pflanzen und Kräuter spielen eine große Rolle.

Es geht auch um den Bruch zwischen Traditionen und Moderne und die Themen „Magisches Denken“/Aberglaube versus Realität. Wie weit beeinflusst das eigene Denken die Wirklichkeit?

Ich beende gerade die erste Fassung.

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Leider nicht nur an einem. Ich hab drei begonnene hier, die mir am Herzen liegen. Sehr blöd.

 Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Horror interessiert mich nicht, sonst würde ich kaum was ausschließen.

 Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Früher hab ich vor allem die klassische Literatur gelesen, dann Krimis, dann moderne Unterhaltungsromane. Momentan mag ich Thriller. Seit ich viel schreibe, lese ich leider weniger, anders ist das zeitlich nicht machbar.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Grundsätzlich schon, aber manchmal sind sie auch genervt.

 Hast noch Zeit für Hobbys nebenbei?

Nein, ich hab ja auch eine Familie und die Kinder sind noch relativ klein.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Ich habe sehr viele Wünsche, aber die ändern sich oft.

 Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Teilweise über Facebook, bei den anderen weiß ich es gar nicht.

 Hattest du schon Lesungen?

Ja. Die nächste wird im April in der Stadtbibliothek Nürnberg sein.

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Kaffee und Schokolade, außerdem schlafe ich schrecklich gern sehr viel und lange. Und lese immer und überall.

 Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Schon, aber reine Buchwerbung bringt meiner Erfahrung nach nicht viel. Daher versuche ich, den Abonnenten meiner Autorenseite bei Facebook und meiner Homepage interessante Inhalte zu bieten, damit sie gerne bei mir vorbeischauen. So habe ich z.B. meine Kategorie „Wertvolles Halbwissen“ und schreibe regelmäßig Blogbeiträge. Außerdem gibt es seit drei Jahren unter dem Hashtag #affengeschichten Zitate meiner Kinder, die sind am beliebtesten. Daraus ist auch mein Buch „Nicht so welche Sprüche, Mami!“ entstanden.

 Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Nein, ich brauche Ruhe.

 Wenn du nicht mehr schreiben könntest …

Das wäre unerträglich für mich.

 Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Bücher über das Handwerk des Schreibens lesen, sich mit anderen austauschen und Kritik annehmen. Und die eigenen Texte überarbeiten. Anfangs neigt man dazu, sich zu überschätzen. Und dranbleiben, es dauert.

 Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Für mich persönlich gute Nerven, gute Gesundheit und die Gabe, immer aus allem das Beste zu machen. Für die Welt etwas mehr Ruhe, mehr Liebe und weniger Psychos, die anderen schaden wollen.


Vielen Dank für das offene Interview, Mara Winter,  und weiterhin viel Erfolg.

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Ein Kommentar zu Mara Winter

  1. Petra Weise sagt:

    Mir gefällt das Interview, Mara antwortet locker und wirkt ausgesprochen ehrlich – sympathisch sowieso. Von ihrer Autorenseite wusste ich bisher nichts und werde gleich mal nachschauen. Vielen Dank für den Tipp.

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